Kombiwette Strategie 2026 – die Wahl zwischen zwei Schweizer Wegen

Updated Oktober 2026
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Ein Schachbrett mit mehreren Figuren mitten in einer Partie steht auf einem Holztisch, daneben liegt ein Stift.

Oktober 29, 2026 – geprüft gegen die Spielregeln von Swisslos und der Loterie Romande sowie gegen die Bewilligungs- und Registersituation, wie die Gespa sie führt.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn.

Wer eine Kombiwette abgibt, kauft keine bessere Chance. Er kauft mehr Spannung pro Franken und zahlt dafür mit einer kleineren Trefferwahrscheinlichkeit. Das ist der ganze Handel, und er ist fair beschrieben, sobald man beide Seiten aufschreibt: die Gesamtquote, die aus dem Produkt der Einzelquoten entsteht, und die Marge, die in jeder dieser Einzelquoten schon steckt und sich im Produkt mitvervielfacht. In der Schweiz kommt eine Besonderheit dazu, die sonst in kaum einem Wettmarkt der Welt gilt: es gibt genau zwei Veranstalterinnen, die Sportwetten anbieten dürfen, und jede betreut ihr eigenes Gebiet. Die Wahl ist damit nicht die zwischen zehn Spielarten desselben Produkts, sondern die zwischen zwei sehr verschiedenen Häusern – und für manche Leserinnen und Leser gar keine, weil das Konto nur im Vertragsgebiet offensteht.

Dieser Text nimmt die Wahl ernst. Er zeigt zuerst, wie aus Einzelquoten eine Gesamtquote wird und was eine Absage mit ihr macht. Danach stellt er die beiden Bewilligungsträgerinnen neben die ausländischen Marken, die Schweizer Spielende antreffen, ohne dass sie hier eine Bewilligung hätten. Er erklärt, warum die Verlustlimiten kein Zubehör sind, sondern der eigentliche Rahmen, und was ein Kombiboost tut und nicht tut. Und er sagt am Schluss, welcher Weg zu wem passt. Was er nicht tut: einen Tipp geben. Keine Partie, kein Resultat, kein «sicherer» Schein. Wer eine Kombination aus Form, Statistik und Quote baut, tut das auf eigenes Risiko, und kein Aufschlag, keine Quote und keine Strategie ändert daran etwas.

Was hinter einer Kombiwette steckt: Einzelwette, Systemwette und die Gesamtquote

Zwei Scheine, dieselben zwei Voraussagen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Bei zwei Einzelwetten braucht jede für sich ihr Ergebnis, und das eine Spiel kann verlieren, während das andere gewinnt. Bei der Kombination derselben zwei Voraussagen hängt alles an allem: beide müssen eintreffen, sonst ist der ganze Schein weg. Das ist keine Feinheit der Auszahlung, es ist der Kern des Produkts. Die Kombiwette ist eine Wette darauf, dass ein Bündel von Ereignissen gemeinsam eintritt – und je grösser das Bündel, desto unwahrscheinlicher das «gemeinsam».

Ein leeres kariertes Heft und ein Bleistift liegen auf einem Küchentisch im warmen Licht des späten Nachmittags.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Der Preis dieses Bündels ist die Gesamtquote. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus dem Einsatz mal der Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, und diese Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Aus 2.10 und 1.80 wird also 3.78. Aus denselben beiden Quoten mit einer dritten von 1.65 wird 6.24. Der Schein sieht nach jedem Zusatz besser aus, und er ist es in Franken auch – wenn er aufgeht. Nur geht er seltener auf, und zwar nicht ein wenig seltener, sondern in dem Verhältnis, in dem die Wahrscheinlichkeiten der Einzelereignisse fallen. Dieses Verhältnis in einem Abschnitt über Wettarten auszurechnen, wäre Zeitverschwendung; es zu spüren, wenn man den Wettschein ausfüllt, ist die halbe Strategie.

Dasselbe Produkt trägt bei den beiden Schweizer Veranstalterinnen unterschiedliche Namen und Regeln. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, und die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Bei Sporttip gibt es zusätzlich die Systemwette, die aus mehreren Voraussagen mehrere Kombinationen bildet und damit einen Teilverlust auffängt, dafür mit deutlich höherem Mindesteinsatz. Die Systemwette ist der ehrlichste Kompromiss, den der Schweizer Markt kennt, und der teuerste zugleich – mehr dazu dort, wo es um Einsätze und ihre Grenzen geht.

Gewinne werden bei Sporttip kaufmännisch behandelt: der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Klingt nach Erbse, ist aber die einzige Stelle im ganzen Prozess, an der von der reinen Multiplikation abgewichen wird, und sie arbeitet immer in dieselbe Richtung. Wer Kombinationen mit krummen Quoten baut, merkt das an der Kasse, nicht im Kopf.

Wenn ein Spiel ausfällt

Der angenehmste Fall einer Kombiwette ist die Absage – nicht weil sie gewinnt, sondern weil sie nicht mehr verliert. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette bei Sporttip ungültig. Bei einer Einzelwette gibt es den Einsatz zurück. In der Kombination bleibt der Schein bestehen und die betroffene Voraussage wird mit Quote 1.00 gewertet: sie zählt nicht mehr, sie schadet nicht mehr, und die restlichen Voraussagen tragen die Gesamtquote weiter. Aus 2.10 × 1.80 × 1.65 wird dann eben nur 2.10 × 1.80.

Ein hölzerner Richterhammer liegt auf einer polierten Tischplatte vor einem hohen Fenster mit weichem Morgenlicht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen.

Für Kombinationsspieler ist das mehr, als es aussieht. Die Absage ist der einzige Mechanismus im Schweizer Wettreglement, der eine Voraussage aus dem Bündel herausnehmen kann, ohne das Bündel zu töten. Sie ist damit der eine Fall, in dem die Kombination gnädig ist. Verlassen darf man sich darauf nicht: was innert 48 Stunden nachgeholt wird oder im Rahmen eines Turniers liegt, bleibt im Spiel, und die Nachholfrist ist keine Kulanzregel, sondern eine Frist.

Abseits der Absage gibt es noch die Spieldauer. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – beim Fussball die 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer also eine Kombination auf den Aufsteiger in einem Pokalspiel baut und im Kopf die Verlängerung mitrechnet, hat die Wette nicht verstanden, die er abgibt. Die Kombination verzeiht keine Lesefehler, und dieser gehört zu den häufigsten.

Fünf Voraussagen, die zusammenhängen, sind keine fünf Voraussagen

Bleibt die technische Falle, die kaum jemand kennt: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. «Torwart hält einen Penalty» und «Spiel endet unentschieden» sind nicht zwei unabhängige Voraussagen, sondern zwei Blicke auf dieselbe Partie. Wer solche Abhängigkeiten in einem Bündel verschachtelt, bekommt im besten Fall eine Quote, die nicht seiner Wahrscheinlichkeit entspricht, und im schlechteren einen stornierten Schein.

Was heisst das für die Wahl des Wegs? Bei den Schweizer Veranstalterinnen gibt es für Kombinationen klare, geschriebene Regeln, Mindestquoten, Höchstquoten und eine funktionierende Ausfallbehandlung. Bei den ausländischen Marken, die im Abschnitt «Die zwei Bewilligungsträgerinnen und die Marken daneben: der Vergleich» stehen, ist all das Hausregel ohne Schweizer Boden. Der Unterschied ist nicht Geschmack, sondern Nachprüfbarkeit.

Die zwei Bewilligungsträgerinnen und die Marken daneben: der Vergleich

Die Schweiz kennt bei Lotterien und Sportwetten zwei Veranstalterinnen, und die Kantone haben diese Zahl selbst gedeckelt. Auf der einen Seite steht die Swisslos mit ihrem Produkt Sporttip, auf der anderen die Loterie Romande mit Jouez Sport. Das ist die vollständige Liste der Anbieter mit einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz. Daneben stehen Marken ohne Schweizer Bewilligung, denen Schweizer Spielende im Netz begegnen – nicht als Alternative mit gleichen Rechten, sondern als etwas anderes, und das soll die folgende Einordnung sichtbar machen, statt es zu verwischen.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung Vertragsgebiet und Konto
Swisslos Sporttip ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel Deutschschweizer Kantone, Tessin und Fürstentum Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz —
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz —
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz —
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz —
PowBet ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz —
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldet: Tobique (Kanada), ohne Geltung in der Schweiz —
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz —
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz —

Zwei Zeilen dieser Tabelle tragen echte Substanz, acht tragen eine Feststellung: keine Bewilligung. Das ist keine Auslassung, das ist das Ergebnis. Eine ausländische Bewilligung – ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland – hat in der Schweiz keine Kraft, und darum steht in der Spalte nichts, was einer Schweizer Zulassung gleichkäme. Die letzte Spalte ist für die acht unteren Zeilen leer, weil ein Vertragsgebiet nur der hat, der eines haben darf. Wer in der Schweiz wohnt, kann sich bei den unteren acht registrieren, aber er steht dann nicht in einem Schweizer System, sondern in einem fremden.

Warum die Quote das eigentliche Vergleichskriterium ist

Quoten sagen mehr, wenn man die Marge herausrechnet. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, und sie ergibt sich aus 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes; die Marge ist 100 Prozent minus dieser Wert. Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten – ausdrücklich ein Rechenbeispiel und kein quotierter Preis. Aus 1/1.90 + 1/1.90 folgt eine Auszahlungsquote von rund 95,2 Prozent und damit eine Marge von knapp 4,8 Prozent. In einem Markt mit fünf Ausgängen und Quoten um 4.00 liegt dieselbe Rechnung bei rund 83 bis 90 Prozent Auszahlungsquote.

Die Bandbreite ist der Punkt, und sie hat eine Bedingung: sie gilt für einen Markt mit ausgeglichenen Quoten und wenigen Ausgängen, wie er im Beispiel steht. In Märkten mit vielen Ausgängen und krummen Preisen fällt die Auszahlungsquote tiefer, und dafür gibt es keinen Betrugsvorwurf, sondern nur die Einsicht, dass dort mehr Arbeit im Preisfinden steckt. Was das mit der Kombiwette macht, ist unangenehm und einfach: in einer Kombination vervielfacht sich die Marge über die Voraussagen. Vier Auswahlen mit je 4,8 Prozent Marge ergeben in der Gesamtquote einen Abschlag von rund 17,9 Prozent auf den fairen Preis. Der Kombiboost zahlt einen Teil davon zurück, nicht den ganzen, und das nur unter Bedingungen.

Wie Kombiwetten in der Schweiz geregelt sind: zwei Bewilligungen und eine geschlossene Liste

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz vom 1. Januar 2019 und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht von der ESBK – die Aufsicht über Casinos ist eine andere Behörde für eine andere Sache. Eine Bewilligung braucht beides: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel. Und sie «gilt nur in der Schweiz», wie es das Gesetz selbst formuliert. Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten will, braucht also Schweizer Papier, und es gibt genau zwei Inhaberinnen.

Die Aufteilung ist geografisch und starr. Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich durchgeführt, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein – zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin.

Wer in Zürich sitzt, kann also bei Jouez Sport kein Konto eröffnen, und wer in Genf sitzt, keines bei Sporttip. Diese Schranke ist keine Formalie, die man umgeht, sondern der erste Filter der ganzen Wahl. Reisen und ein Ferienhaus ändern nichts daran, weil an den Wohnsitz angeknüpft wird und nicht an den Aufenthaltsort.

Was überhaupt gewettet werden darf

Der Katalog der erlaubten Wetten ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten nach Artikel 25 des Geldspielgesetzes und Artikel 29 der Verordnung. Sportwetten dürfen nur auf Sportereignisse abgeschlossen werden – auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen nicht. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie dort genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind, und Rangierungswetten nur dort, wo die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Eckball- und Kartenmärkte finden sich auf der Liste nicht, und eine Esport-Sektion gibt es dort ebenfalls nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Diese Liste ist die eigentliche Schranke für Kombinationsspieler. Wer in einer Kombination eine Voraussage unterbringen will, die auf einem ausländischen Portal problemlos zu finden ist, stösst in der Schweiz auf die Liste – und wenn sie dort nicht steht, gibt es sie hier nicht. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit die Veranstalterin eine entsprechende Entscheidung hält; eine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Der Cash-Out ist nicht geregelt und bleibt Sache der Veranstalterinnen. Über rechtliche Zulässigkeit virtueller Sportarten ist nichts festgehalten, und über Esport lässt sich nur eines sagen: er steht nicht auf der Liste.

Wer eine Kombination plant, tut gut daran, ihre Bestandteile gegen diesen Katalog zu prüfen, bevor er über Quoten nachdenkt. Ein Schein, der an einer gesperrten Wettart hängt, ist keine Strategie, sondern ein Formfehler.

Der Unterschied zwischen einer Bewilligung und Papier ohne Kraft

Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Das ist kein Missverständnis, sondern Artikel 4 des Geldspielgesetzes. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Spielerschutz und keine Fairnesskontrolle, auf die man sich berufen könnte. Die Gespa veröffentlicht zudem eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren; die erste Liste stammt vom 3. September 2019, und Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Ehrlich heisst hier: der ausländische Anbieter bedeutet keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg. Der bewilligte Anbieter bedeutet vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Häuser, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzschranke und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist von sich aus die sichere Wahl, und wer eine Kombiwette plant, sollte sich das eingestehen, bevor er entscheidet.

Der Steuerfreibetrag: warum die meisten Gewinne steuerfrei bleiben

Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Freibetrag des Bundes liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 – im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400 –, der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» gilt und keine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Für die Praxis der Kombiwette heisst das: ein gewöhnlicher Gewinn liegt weit unter dieser Grenze, es fällt keine Einkommenssteuer an und keine Verrechnungssteuer. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Thurgaus behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Wettsteuer auf Einsätze kennt die Schweiz nicht. Das ist allgemeine Information und keine Steuerberatung; für den eigenen Fall ist die Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Limiten, Sperren und der eigene Rahmen: was Spielerschutz wirklich verlangt

Eine Verlustlimite ist kein Werkzeug, das die Veranstalterin dem Spielenden gnädig anbietet. Sie ist der Apparat, der das Spielen überhaupt erst kontrollierbar macht, und sie ist bei Sporttip die Bedingung des ersten Zugangs. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.

Das Gesetz formuliert die Erhöhungsfrist mit 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Der Unterschied ist der interessantere Teil der Regel. Drei Tage sind lang genug, um nach einer schlechten Nacht nicht am nächsten Morgen die Limite zu lupfen, und genau dafür sind sie da. Wer diesen Mechanismus erlebt, versteht plötzlich, dass die Limite nicht gegen ihn gerichtet ist, sondern gegen die eigene Entschlossenheit um zwei Uhr morgens.

Eine Limite, die als Beigabe irgendwo gesetzt wird, hält nichts. Sie hält, wenn sie niedriger steht als der Betrag, den man an einem schlechten Abend verschmerzt – und dieser Betrag ist kleiner, als die meisten glauben. Eine Limite von CHF 200 im Monat ist keine Beschränkung der Unterhaltung, sondern die Antwort auf die Frage, was ein Hobby kosten darf. Eine Limite von CHF 9’999 ist dagegen technisch korrekt und praktisch keine Limite. Beides steht dem Spielenden offen.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und die Sperre wird nicht vor Fristablauf aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer ein Problem sieht, kann also eine Massnahme ziehen, die nicht nur diese eine Plattform betrifft.

Die Sperrung setzt Eigenschaften voraus, die ein ausländisches Portal nicht liefern kann: einen Anschluss an ein gemeinsames Register. Bei den unteren acht Zeilen des Vergleichs besteht dieser Anschluss nicht. Dort gibt es keinen Mechanismus, der eine Person über mehrere Anbieter hinweg aus dem Spiel hält, und es gibt niemanden, bei dem man ihn einfordern könnte. Wer sich eine Sperre auferlegt hat, weil er sie braucht, hat damit ein Argument gegen den ausländischen Weg – unabhängig davon, wie gut seine Quoten aussehen.

Die Zahlen, die diesen Abschnitt tragen

Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: an Verkaufsstellen wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl sagt nichts über Kombiwetten und viel über Kontrolle. Wer hier von «streng» spricht, hat die Testkäufe nicht gelesen. Für Online-Konten gilt die Registrierungshürde: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und nur eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Zweitkonto ist damit nicht ein Regelverstoss, sondern technisch ausgeschlossen. Wer sein eigenes Verhalten über zwei Konten zu verstecken versucht, wird an dieser Stelle nicht weiterkommen.

Dass die Limiten überhaupt vorgeschrieben sind, ist ein schweizerisches Spezifikum: die Veranstalterin muss Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen, aber die Werte setzt der Spielende, nicht der Staat. Eine gesetzlich feste Einzahlungsobergrenze gibt es in der Schweiz nicht. Wer aus einer Jurisdiktion mit fester Einzahlungsgrenze kommt, sucht sie hier vergebens.

Bonus, Boost und Marge: was ein Kombiboost wirklich bringt

Es gibt kein Gratisgeld, es gibt einen Aufschlag mit Bedingungen. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online – Prematch, Live und Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist der einzige Aufschlag in der Schweiz, der wirklich mit der Zahl der Voraussagen wächst, und sein grösster Feind sind vier Quoten von 1.50.

Rechnen wir die Bedingungsschwelle nach vorn. Vier Voraussagen von je mindestens 1.50 ergeben eine Gesamtquote von mindestens 5.06. Auf einen Einsatz von CHF 20 sind das bei einem Treffer CHF 101.25 zurück und ein Nettogewinn von CHF 81.25 – darauf dann 5 Prozent, also rund CHF 4.06 zusätzlich. Bei sieben Voraussagen von je 1.50 steht die Gesamtquote bei mindestens 17.09, der Nettogewinn bei CHF 321.75, und 20 Prozent davon sind rund CHF 64.35. Der Aufschlag auf den Nettogewinn wird also grösser, aber die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erreichen, fällt gleichzeitig schneller, als der Prozentsatz steigt. Nebenbemerkung: die geforderte Mindestquote von 1.50 je Voraussage schliesst die günstigen Favoriten aus, die eine Kombination am längsten am Leben halten – der Boost verlangt genau die Sorte Voraussage, die ihn unwahrscheinlich macht.

Und der Aufschlag frisst nicht die Marge. Vier Voraussagen mit je 4,8 Prozent Marge tragen in der Gesamtquote schon einen Abschlag von rund 17,9 Prozent auf den fairen Preis. Ein Bonus von 5 Prozent auf den Nettogewinn deckt davon etwas mehr als ein Viertel ab. Bei sieben Voraussagen wächst der Margeeffekt auf rund 29,1 Prozent, und 20 Prozent auf den Nettogewinn kommen ihm näher – aber der Boost zahlt auf den Gewinn und nicht auf die Marge, weshalb er sich am Prozentwert des Einsatzes messen lassen muss und nicht am Prozentsatz des Bonus. Wer den Boost als Rückerstattung der Buchmachermarge liest, liest ihn falsch.

Quotenboost, Profitboost und Cash-Out: drei Grenzen, die man kennen sollte

Neben dem Kombiboost stehen bei Sporttip Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Diese drei Sätze enthalten die eigentliche Aussage über Boosts: sie sind erstens nicht kombinierbar mit dem Kombinationsspiel, zweitens einmalig pro Person, und drittens weg, sobald man die Wette vorzeitig glattstellt. Ein Boost, der an ein Ereignis gebunden ist, ist eine Marketingmassnahme für ein bestimmtes Spiel und keine Strategie.

Der Cash-Out selbst ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss ihn nicht für alle Wetten anbieten.

Für Kombinationsspieler ist der Cash-Out das Werkzeug mit der grössten Verlockung und dem schlechtesten Ruf. Er ist eine Absicherung auf Kosten des Erwartungswerts, und der Abschlag gegenüber dem vollen Gewinn ist genau die Prämie, die man für die Sicherheit zahlt. Wer eine Kombination bis kurz vor dem letzten offenen Spiel trägt und dann glattstellt, verkauft systematisch die Voraussage, die er am besten kennt, an das Haus. Wer einen Boost auf dem Schein hat, verkauft ihn gleich mit, und zwar ersatzlos.

Was die Gratisspielguthaben angeht, hält sich die Sache eng: Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Wer wissen will, was eine Gutschrift im Einzelfall darf, liest dort – und nicht in einem Werbebanner.

Voraussagen bauen: Form, Statistik, Quote und das Ende jedes Tipps

Eine Voraussage entsteht aus drei Zutaten, die unterschiedlich zuverlässig sind. Form ist die jüngste Vergangenheit einer Mannschaft und damit die schwächste der drei, weil sie erzählt, was war. Statistik ist geduldiger und beschreibt Verteilungen statt Erlebnisse, hat aber ihr eigenes Problem: sie behandelt ein Team als Konstante, obwohl es eine Aufstellung, eine Verletzung und eine Laune hat. Die Quote ist die einzige Zutat, die bereits alles enthält, was das Haus über das Spiel weiss, inklusive der Marge – und genau deshalb taugt sie nicht als eigenständiger Hinweis, sondern als Messlatte für die eigene Einschätzung.

Ein Value-Bet ist der Fall, in dem die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung über der liegt, die in der Quote steckt. Er ist keine sichere Sache, sondern eine Abweichung, die man für richtig hält, und man kann richtig liegen und trotzdem verlieren. Wenn die Quote 3.00 beträgt, steckt darin eine eingepreiste Wahrscheinlichkeit von rund 33 Prozent; wer glaubt, das Ereignis trete in 40 Prozent der Fälle ein, hat mathematisch einen Vorteil – für den einzelnen Schein aber nichts gewonnen. Der Vorteil zahlt sich im langen Lauf aus, und er wird von der Marge aufgefressen, wenn er zu klein ist.

Für Kombinationen verändert sich die Sache grundlegend. Ein Value-Bet über zwei Voraussagen ist nur dann einer, wenn beide Einzelvoraussagen je einen Vorteil tragen. Ein Vorteil in der einen und ein Nachteil in der anderen ergeben im Produkt bestenfalls eine Wette mit dem Erwartungswert eines Münzwurfs, und die Marge multipliziert sich währenddessen über die Voraussagen. Vier Auswahlen mit je 4,8 Prozent Marge tragen rund 17,9 Prozent Abschlag. Genau darum gibt es keine Kombinationsstrategie, die langfristig aufgeht: dieselbe Denkweise, die eine Einzelwette knapp rentabel macht, macht eine Kombination nur länger – nicht besser.

Warum «sichere Kombiwetten» und «Tipps heute» keine Kategorien sind

Es gibt keine sichere Kombiwette, und zwar aus einem Grund, der nichts mit Pech zu tun hat. Zwei Ereignisse mit je 80 Prozent Wahrscheinlichkeit ergeben gemeinsam 64 Prozent. Fünf solche Ereignisse ergeben 33 Prozent. Die Zahlen sind willkürlich gewählt und zeigen trotzdem die Mechanik: jede Voraussage, die man hinzufügt, senkt die gemeinsame Wahrscheinlichkeit, und zwar multiplikativ. Der Schein sieht mit jeder Zeile besser aus, weil die Quote steigt. Er wird mit jeder Zeile unwahrscheinlicher, weil beide Faktoren denselben Weg gehen.

«Kombiwetten Tipps heute» ist deshalb keine Gattung, sondern ein Versprechen, das niemand einlösen kann. Wer heute Tipps sucht, sucht eine Auswahl und keine Strategie – und Auswahl ist das, was der Veranstalter selbst anbietet, indem er Spiele in sein Programm aufnimmt. Eine Strategie beginnt dort, wo man das Bündel begrenzt, die einzelnen Bedingungen liest und weiss, was ein Treffer kostet, wenn er ausbleibt.

Praktisch heisst das drei Dinge, und keine davon ist ein Tipp. Erstens: eine Kombination mit wenigen, gut begründeten Voraussagen schlägt eine lange Liste schwacher Voraussagen fast immer, weil sie weniger Marge trägt. Zweitens: das Bündel soll keine Voraussagen enthalten, die voneinander abhängen, sonst prüft man zweimal dasselbe Ereignis und bezahlt dafür. Drittens: wer einen Boost, ein Gratisspielguthaben oder einen Aufschlag sucht, sollte zuerst dessen Bedingungen lesen und erst danach über die Quote nachdenken.

Was Kombinationsspieler am häufigsten falsch einschätzen

Der teuerste Irrtum ist die Verwechslung von hoher Quote mit hoher Chance. Eine Gesamtquote von 50 sieht nach fünfmal zehn aus und ist in Wahrheit der Marktpreis dafür, dass fünf Dinge gemeinsam passieren. Der zweitteuerste ist die Annahme, dass eine Absage automatisch den ganzen Schein rettet: in der Kombination wird die Voraussage mit Quote 1.00 gewertet, was bedeutet, dass der Schein weiterlebt und nicht, dass man Geld zurückbekommt.

Der dritte Irrtum hängt an der Marge: wer glaubt, der Veranstalter verdiene nur an den Verlierern, hat den Kern nicht gesehen. Die Marge sitzt in jeder Quote, auch in der des Gewinners, und sie multipliziert sich in der Kombination. Nichts davon ist ein Betrug oder auch nur eine Überraschung – die Marge ist der Preis des Produkts, und wer den Preis kennt, kann entscheiden, ob ihm das Produkt das wert ist.

Die zehn Plattformen im Vergleich: was jede für Kombinationsspieler bedeutet

Die Reihenfolge folgt der Bewilligungsfrage und nicht dem Geschmack. Zuerst die zwei Häuser, die eine Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung halten und deren Kombinationsregeln geschrieben, veröffentlicht und nachprüfbar sind. Danach acht Marken ohne Schweizer Bewilligung, die Schweizer Spielende antreffen – beschrieben, was ihre eigenen Angaben tragen, mit dem Hinweis, der keine Bewertung, sondern eine Feststellung ist: eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rahmens, den die Abschnitte zur Regelung und zum Spielerschutz beschreiben.

Swisslos Sporttip: das Haus mit dem Kombiboost und den härtesten Einsatzregeln

Sporttip ist das Sportwettprodukt der Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die dort wohnen oder sich gewöhnlich dort aufhalten.

Die Kombinationsregeln sind das Rückgrat dieses Hauses. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung laufen nur über die Bet-Builder-Funktion, und der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50.

Für Kombinationsspieler ist das ein zwiespältiges Paket. Der Kombiboost von 5 auf 40 Prozent ist der ehrgeizigste Aufschlag im Schweizer Markt, und er zahlt auf den Nettogewinn, ohne die Marge zu berühren. Die Obergrenze von CHF 1’000 pro Kombinationswette setzt dem Versuch, mit einer grossen Kombination einen grossen Betrag zu bewegen, eine harte Wand – wer die Systemwette wählt, kommt bis CHF 10’000, zahlt aber den Preis mehrerer Kombinationen. CHF 1 pro Wette ist dagegen eine Untergrenze, die den Test eines Scheins für einen Franken erlaubt. Smoke-Tests sind billig; die Grenze oben ist es nicht.

Loterie Romande Jouez Sport: zehn Voraussagen und eine Dreiviertelmillion

Jouez Sport ist das Sportwettprodukt der Loterie Romande und steht den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis offen. Die Loterie Romande nennt Lausanne als Kontaktadresse, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende – das Verkaufsstellennetz ist der Teil des Geschäfts, der sich nicht ins Ausland verlegen lässt.

Die Kombinationsregeln sind grosszügig im Volumen und streng in der Spanne: eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Zehn Voraussagen sind mehr, als die meisten Kombinationsspieler je sinnvoll begründen können, und die Gesamtquote von 1.10 als Untergrenze schliesst die ganz kleinen Kombinationen aus reinen Favoriten aus.

Die Obergrenze von CHF 300’000 pro Wette greift in einem Fall, den Sporttip nicht kennt: der Kombiboost erhöht den Nettogewinn, und bei einer Kombination mit zehn Voraussagen und fünfzehn Quoten ist die Decke damit schnell erreicht. Wer den Boost wegen der oberen Prozentsätze wählt, sollte die Gewinnobergrenze mitlesen. Unterhalb dieser Decke ist Jouez Sport das grosszügigere Haus – zehn Voraussagen statt freier Länge, aber ohne die enge Einsatzschranke von CHF 1’000 pro Schein.

WirWetten: ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz ist nicht gegeben; eine ausländische Bewilligung hätte hier ohnehin keine Kraft. WirWetten ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Was Kombinationen, Einsatzgrenzen, Quoten oder Auszahlungen betrifft, trägt dieses Haus keine schweizerische Zusage.

Für Kombinationsspieler bleibt eine Feststellung und eine Frage. Die Feststellung: hier gilt kein Schweizer Reglement, keine Schweizer Ausfallbehandlung und keine Schweizer Gewinnobergrenze. Die Frage: wenn ein Schein strittig wird, bei wem trägt man ihn vor? Das ist keine rhetorische Frage, sondern die einzige, die bei einem Anbieter ausserhalb des Systems zählt.

Gamdom: ohne Schweizer Bewilligung

Gamdom besitzt keine Schweizer Lizenz. Da das Geldspielgesetz die Sportwetten-Veranstaltung exklusiv den zwei bewilligten Häusern zuschreibt, fehlt die hier nötige rechtliche Basis. Es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg; eine DNS-Sperre durch die Gespa ist jederzeit möglich. Eigene Kombinationsregeln oder Limitierungen mit Geltung in der Schweiz existieren nicht.

Wer sich für dieses Haus interessiert, sollte wissen, was er damit aufgibt: die geschriebene Kombinationsregel mit Mindestquote und Ausfallbehandlung, die Schweizer Limitenmechanik und die Möglichkeit, eine Spielsperre über den Schweizer Weg durchzusetzen. Was bleibt, ist das Hausrecht eines Anbieters, der kein Schweizer Recht über sich hat.

Rabona: ohne Schweizer Bewilligung

Rabona hat keine Schweizer Bewilligung, und daran ändert auch eine ausländische Lizenz nichts, weil sie in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Der Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS gesperrt werden. Schweizerische Zusagen zu Kombinationsregeln, Mindestquoten oder Auszahlungsbeträgen bestehen nicht.

Interessant ist hier weniger, was fehlt, als was das Fehlen für den Kombinationsspieler praktisch bedeutet. Wo kein geschriebenes Reglement gilt, entscheidet das Haus, was ein abgesagtes Spiel im Schein anrichtet – und im Zweifel entscheidet es neu.

Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung

Boomerang Bet weist keine Schweizer Bewilligung auf. Eine Lizenz für den Betrieb in der Schweiz fehlt, ebenso die Anbindung an das Sperrregister; ein Schweizer Rechtsweg ist ausgeschlossen, und die Domain kann per DNS gesperrt werden. Spezifische Bedingungen für Kombinationen mit Geltung in der Schweiz sind nicht vorhanden.

Der Name klingt nach Rückkehr, und die Rückkehr, die hier zählt, ist die des Geldes. Wo kein Schweizer Reglement gilt, ist die Auszahlung eine Frage der Hausbedingungen und nicht der Schweizer Aufsicht.

PowBet: ohne Schweizer Bewilligung

PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Schweiz kennt nur zwei bewilligte Veranstalterinnen, und dieses Haus gehört nicht dazu; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste. Schweizerische Angaben zu Kombinationsregeln oder Limiten bestehen nicht.

Der Name legt den Schwerpunkt auf Quote und Volumen und damit auf genau die Dimension, in der eine Kombination gross aussieht. Was gross aussieht, ist der Nettogewinn im Gewinnfall – die Kehrseite ist die Zahl der Fälle, in denen er ausbleibt.

X3Bet: ohne Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung in Tobique (Kanada)

X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Nach Angaben Dritter wird eine Bewilligung in Tobique (Kanada) gemeldet – für die Schweiz hat auch das keine Wirkung. Der Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS gesperrt werden. Schweizerische Regeln für Kombinationen oder Einsätze bestehen nicht.

Bemerkenswert ist weniger der Ort als die Konstruktion: eine Bewilligung, die in einem kanadischen Register steht, ist für einen Schweizer Wettschein so relevant wie ein Führerschein für einen Zug. Sie mag das Verhalten des Anbieters irgendwo prägen; hier trägt sie nichts.

Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung

Playzilla führt keine Schweizer Bewilligung. Die Veranstaltung von Sportwetten ist in der Schweiz den zwei bewilligten Veranstalterinnen vorbehalten, weshalb hier jede Basis fehlt. Es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und die mögliche Sperrung der Domain. Schweizerische Kombinations- oder Limitregeln sind nicht definiert.

Für Kombinationsspieler bleibt die Frage, die alle acht ausländischen Marken teilen: wer entscheidet, wenn zwei Ansichten aufeinandertreffen. Hier entscheidet das Haus, und es entscheidet ohne eine Aufsicht, an die man sich wenden könnte.

Jackbit: ohne Schweizer Bewilligung

Jackbit verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz für das hiesige Gebiet liegt nicht vor, ebenso wenig ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister oder ein Schweizer Rechtsweg; eine DNS-Sperre durch die Gespa ist möglich. Schweizerische Zusagen zu Kombinationsregeln, Mindestquoten oder Höchstgewinnen bestehen nicht.

Was ein Kombinationsspieler mitbringen muss, wenn er hier spielt, ist eine eigene Verlustlimite – weil die Schweizer Limitenmechanik, die eine Erhöhung um 72 Stunden verzögert und eine Sperre registerweit einträgt, an dieses Konto nicht angeschlossen ist.

Wo die Wahl tatsächlich entschieden wird

Sporttip und Jouez Sport sind keine Alternativen zueinander, sondern Gebietsmonopole. Wer in Zürich oder Bern wohnt, hat ein Haus; wer in Genf oder Lausanne wohnt, hat das andere; ein Wechsel ist nicht möglich, sondern nur ein Umzug. Die echte Wahl liegt deshalb auf einer anderen Ebene: das bewilligte Schweizer Haus mit seinen geschriebenen Kombinationsregeln, seinen Limiten und seinem Sperrregister – oder ein ausländisches Haus mit freierem Programm und ohne Schweizer Schutz. Wer in einer Grenzregion wohnt und beide Wege technisch erreichen kann, sollte die Entscheidung an dieser Frage festmachen und nicht an einer Quote. Zwischen den beiden Schweizer Häusern entscheidet dagegen die Sache selbst: Jouez Sport lässt Kombinationen bis zehn Voraussagen und Gewinne bis CHF 300’000 pro Wette zu, Sporttip bietet den Kombiboost und die Systemwette, aber nur bis CHF 1’000 Einsatz pro Kombinationswette.

Häufige Fragen zu Kombiwetten

Muss bei einer Kombiwette alles richtig getippt sein, damit sie gewinnt?

Ja, mit einer Ausnahme. Alle Voraussagen müssen eintreffen; eine einzige falsche macht den Schein wertlos. Die Ausnahme ist die Absage: wird ein Ereignis nicht innert 48 Stunden nachgeholt, wird diese Voraussage bei Sporttip mit Quote 1.00 gewertet und die Kombination läuft mit den übrigen weiter.

Wie wird die Gesamtquote aus den Einzelquoten berechnet?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus dem Einsatz mal der Gesamtquote, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet. Aus 2.10, 1.80 und 1.65 wird eine Gesamtquote von 6.24; der Einsatz multipliziert sie, und die Auszahlung folgt dieser Zahl.

Warum geht keine Kombinationsstrategie langfristig sicher auf?

Weil jede Voraussage die gemeinsame Wahrscheinlichkeit multiplikativ senkt und die Marge in jeder Quote mitwächst. Vier Auswahlen mit je 4,8 Prozent Marge tragen in der Gesamtquote rund 17,9 Prozent Abschlag gegenüber dem fairen Preis. Ein Kombiboost zahlt davon einen Teil zurück – nicht die ganze Marge und nur unter Bedingungen.

Wie viele Voraussagen darf eine Kombiwette bei Jouez Sport enthalten?

Eine Kombiwette bei Jouez Sport umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen; der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Die Obergrenze der Voraussagen ist damit Teil des Reglements.

Was passiert mit einer Kombiwette, wenn ein Spiel abgesagt wird?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig. Bei einer Einzelwette gibt es den Einsatz zurück; in einer Kombination erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00, und die restlichen Voraussagen tragen die Gesamtquote weiter.

Lohnt sich bei der Marge in jeder Quote die Einzelwette oder die Kombination?

Die Kombination trägt mehr Marge, weil sich der Abschlag über die Voraussagen multipliziert – acht Einzelwetten tragen weniger davon als eine Kombination aus denselben acht. Dafür ist die Kombination billiger im Einsatz pro Spannung. Wer den Erwartungswert hoch halten will, wählt wenige Voraussagen oder Einzelwetten; wer ein kleines Budget auf mehrere Ergebnisse verteilen will, wählt die Kombination und kennt den Preis.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»