NFL-Wetten in der Schweiz: Wer darf sie anbieten, und was kostet der Umweg?

Updated Oktober 2026
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Ein ovaler Football liegt auf frisch gemähtem Rasen neben einer weissen Linie, im Hintergrund stehen leere Flutlichtmasten im Abendlicht.

Stand: Oktober 29, 2026 — abgeglichen mit der Bewilligungslage nach dem Geldspielgesetz und der Aufsicht durch die Gespa sowie den veröffentlichten Bedingungen der beiden Schweizer Veranstalter.

Die NFL-Hauptrunde 2026 beginnt am 9. September 2026 und endet am 10. Januar 2027; die Playoffs starten am 16. Januar 2027.

Ein Football liegt nicht in einer Auslage, sondern auf einem Rasen. Wer auf die NFL wetten will, wettet auf ein Ereignis, das an einem bestimmten Abend stattfindet, zu einer bestimmten Uhrzeit, in einem Stadion, das sechs Zeitzonen entfernt liegt. Der erste Sonntag im September ist kein Datum, das man verhandeln kann.

Die National Football League hat 32 Teams, aufgeteilt in die American Football Conference und die National Football Conference, jede mit vier Divisionen zu vier Teams. Diese Ordnung ist für den Wettenden keine Vereinsgeschichte, sondern eine Gliederung von Märkten: Divisionssieger, Conference-Sieger, Wild-Card-Plätze, Meisterschaft. Wer die Struktur kennt, liest ein Wettprogramm anders — er sieht nicht hundert Spiele, sondern vier Gruppen von je vier Teams, aus denen je einer weiterkommt.

Vorläuferin der Liga war die APFA, gegründet am 20. August 1920 in Canton, Ohio, 1922 umbenannt in National Football League. Commissioner ist Roger Goodell. Eine Saison dauert 18 Wochen; jedes Team bestreitet 17 Spiele und hat eine spielfreie Woche. Seit 2021 stehen drei statt vier Vorbereitungsspiele im Kalender.

In die Playoffs kommen pro Conference sieben Teams, insgesamt 14: die vier Divisionssieger und drei Wild-Card-Teams. Vor 2019 waren es zwölf. Der Erstplatzierte jeder Conference hat in der Wild-Card-Runde spielfrei — ein Detail, das jede Setzliste im Januar durcheinanderbringt und jeden Wettmarkt, der auf die Setzung gesetzt wird, gleich mit.

Der Draft findet Anfang April statt und umfasst sieben Runden; das Verfahren besteht seit 1936. Die Hauptrunde 2026 beginnt am 9. September 2026 und endet am 10. Januar 2027; die Playoffs starten am 16. Januar 2027. Diese Daten sind der Gerüstbau des ganzen Jahres. Alles andere hängt daran.

Die Green Bay Packers haben mit 13 Meisterschaften die meisten Titel der NFL-Geschichte; die Pittsburgh Steelers und die New England Patriots gewannen je sechs Super Bowls. Solche Zahlen sind keine Empfehlung. Sie sind das, was ein Wettender liest, wenn er eine Quote mit einer Vergangenheit vergleicht — und dann feststellt, dass die Vergangenheit im Preis längst steckt.

Wo Schweizer überhaupt wetten können

Es gibt in diesem Land genau zwei Veranstalter für Sportwetten, und beide sind Genossenschaften oder Gesellschaften mit öffentlichem Auftrag, keine internationalen Konzerne mit Bonusmaschine und Live-Studio. Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist der eine, Loterie Romande mit Jouez Sport der andere. Für American Football heisst das: zwei Wettprogramme, nicht zwanzig. Wer aus einem Vergleichsportal mit dreissig Logos kommt, kommt am falschen Ort an.

Ein Kaffeebecher und ein Football stehen auf einem Küchentisch am Morgen, durch das Fenster sieht man einen Garten mit Raureif.
Die National Football League (NFL) hat 32 Teams, die in die American Football Conference (AFC) und die National Football Conference (NFC) mit je vier Divisionen zu vier Teams gegliedert sind.

Sporttip und Jouez Sport im Vergleich zu den ausländischen Marken

Kontostand: zwei regulierte Veranstalter, zehntausend Grauzonen. Das ist der einzige Vergleich, den die Schweiz bei Sportwetten zulässt.

Veranstalter Bewilligung für Sportwetten Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetPanda ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Unibet ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
20Bet ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Zwei Zeilen tragen eine Bewilligung, acht tragen keine. Der Unterschied ist nicht kosmetisch. Ein Schweizer Veranstalter haftet gegenüber einer Aufsicht in Bern, führt ein Spielerkonto mit geprüfter Identität und ist an die Limiten und die Spielsperre gebunden, die im Abschnitt ‚Der regulierte Weg von innen‘ beschrieben werden. Ein ausländischer Anbieter ohne Bewilligung unterliegt nichts davon — seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS gesperrt werden, und die Gespa nennt für das Domain-Hopping ausdrücklich Interwetten und bet-at-home, während bet365 auf der Liste steht.

Ein Briefkasten an einem Holzzaun vor einem Bauernhaus in einer Hügellandschaft, auf den Wiesen liegt Frühnebel.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit.

Die unteren acht Zeilen sind trotzdem hier, weil Schweizer ihnen begegnen. Sie zu beschreiben und einzuordnen ist etwas anderes als sie zu empfehlen; Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS strafbar und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Deshalb steht in jeder der folgenden Bewertungen das Wort «ohne Schweizer Bewilligung», und deshalb steht nirgends, ein solcher Anbieter sei eine sichere Wahl.

Wer sich in der Schweiz für einen Weg entscheidet, entscheidet sich für eines von zwei Konten mit engem Programm oder für ein Konto ohne Schutz mit weiterem Programm. Das ist die Wahl. Es gibt keine dritte Tür, auch wenn jede Werbeanzeige eine zeigt.

Wie die Marge in die Quote gerechnet wird

Dass Quoten sich wie Preise verhalten, versteht jeder. Dass in jedem Preis ein Abschlag eingebaut ist, versteht fast niemand.

Nehmen wir den einfachsten Fall, den es im American Football gibt: ein Markt mit zwei Ausgängen und je 1.90. Ein Beispiel, keine abgerufene Quote. Der Quotenschlüssel eines solchen Marktes rechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten. Bei 1.90 und 1.90 steht im Nenner zweimal 0.5263, macht 1.0526, und damit ergibt sich ein Auszahlungsanteil von etwa 95 Prozent. Die Marge der Veranstalterin liegt unter der Annahme zweier gleicher Quoten von 1.90 bei etwa 5 Prozent — bei krummeren Quoten desselben Marktes verschiebt sie sich auf bis zu rund 5,3 Prozent, weil in jeder gerundeten Quote schon eine Rundung steckt.

Von jedem Franken, der in diesen Markt fliesst, bleiben also rund 5 Rappen bei der Veranstalterin. Nicht am Ende eines Abends, nicht bei einem unvorsichtigen Spieler, sondern strukturell, auf jeden Einsatz, in jedem Spiel. Ein Wettender, der 10 Franken auf eine 1.90 setzt, bekommt im Gewinnfall 19 Franken zurück, also 9 Franken Nettogewinn; derselbe Einsatz in einem Markt ohne Abschlag, faire Quoten von 2.00 vorausgesetzt, brächte 10 Franken. Um wie viel die Marge den tatsächlichen Preis drückt, hängt vom Markt ab: Der Quotenschlüssel liegt bei den grossen Zwei-Weg- und Drei-Weg-Märkten typischerweise höher und fällt bei Nebenmärkten, bei Spielerwetten und bei ausgefallenen Kombinationen. Verlässlich ist allein die Richtung: Je enger und je umkämpfter der Markt, desto mehr bleibt beim Wettenden.

Ein 1X2-Markt auf Fussball und ein Spread-Markt auf ein NFL-Spiel sind nicht dieselbe Marge. Die deutsche und die italienische Liga sind nicht dieselbe Marge. Der Wert dieses Beispiels liegt nicht in der Zahl, sondern in der Richtung, in die sie zeigt.

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag einer Wette aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Kleine Abrundung, grosse Frage: Warum zuerst nach oben und danach nach unten — der Rechenweg ist vorhersehbar genug, um ihn zu prüfen, und die Prüfung gehört auf den Wettschein, nicht ins Vertrauen.

Erst Hauptrunde, dann Playoffs, dann Draft

Die Reihenfolge, in der eine NFL-Saison stattfindet, ist auch die Reihenfolge, in der Wetten fällig werden. Wer das falsch herum liest, setzt auf Ereignisse, deren Markt schon geschlossen ist.

Der Weg durch die Saison

Die Hauptrunde ist der lange, geduldige Teil: 18 Wochen, 17 Spiele pro Team, eine Woche Pause. Jede dieser Wochen eröffnet ein Bündel von Märkten, die sich wöchentlich erneuern, und jede dieser Wochen endet mit Verletzungsmeldungen, gegen die jede Quote von Montag bis Donnerstag alt aussieht. Der März ist die Ruhe vor dem Sturm, der September ist der Sturm.

In den Playoffs wird die Liga kleiner und die Varianz grösser. Sieben Teams pro Conference, vier Divisionssieger, drei Wild Cards — 14 Teams insgesamt, gegenüber zwölf vor 2019. Das Format belohnt den Divisionssieger ungleich stärker als den Wild-Card-Platz: Der Erstplatzierte einer Conference hat in der ersten Playoff-Runde spielfrei, spielt also ein Spiel weniger als jeder andere. Eine Wette auf den Super-Bowl-Sieger muss diese Ruhewoche in ihre Kalkulation aufnehmen, weil sie die Belastung eines Teams über drei oder vier Januarwochen verändert.

Der Draft Anfang April ist das andere Ende: sieben Runden, ein Verfahren seit 1936. Der Markt unterscheidet sich in seiner Mechanik von jedem Spielmarkt, denn er entscheidet sich nicht in vier Quarter, sondern über drei Tage und mit einem Handelsgegenstand — Reihenfolge, Handelsrechte, Picks. Wer das nicht weiss, hat den Zusammenhang verloren, bevor die erste Quote gebildet ist.

Die Daten liegen fest: Hauptrunde vom 9. September 2026 bis 10. Januar 2027, Playoffs ab 16. Januar 2027. Der Kalender ist der einzige Bestandteil des Sports, der sich nicht verletzt.

Wo Spielplan und Bewilligung aufeinandertreffen

Ein NFL-Markt existiert für einen Schweizer Wettenden nicht automatisch. Die zulässige Sportwette ist eine geschlossene Liste, geführt von der Gespa in der Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Fassung 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Was nicht auf der Liste steht, ist nicht dabei — und damit ist es gleichgültig, ob es auf einem ausländischen Portal als Menüpunkt erscheint. Sportarten und Anlässe, die auf der Liste stehen, dürfen auch live angeboten werden, sofern die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt.

Die Liste bildet Qualifikationsrunden nur ab, wenn sie genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind, und Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen völlig; Eckball- und Kartenmärkte ebenso; eine Esport-Sektion gibt es nicht. Wer im Programm eines Veranstalters Eckenmärkte angeboten sieht, sieht entweder keinen Schweizer Veranstalter, oder er sieht einen Markt, über dessen Zulässigkeit er sich beim Anbieter selbst erkundigen sollte.

Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ohnehin ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Und der Gegenstand ist eng: Nur Sportereignisse dürfen Gegenstand einer Wette sein. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen haben in der Schweiz im Sportwettprogramm nichts zu suchen.

Zur Einordnung, weshalb diese Enge überhaupt existiert: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. — CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr zuvor. Die Erträge gehen in gemeinnützige Zwecke der Kantone (Art. 125 BGS). Man kann diese Konstruktion für altmodisch halten. Man kann sie für überzeugender halten als eine Bonusarmada, die den Ertrag ins Ausland ausführt. Fest steht, dass die kantonale Bindung erklärt, warum es bei zwei Veranstaltern bleibt und nicht bei zwanzig.

Der regulierte Weg von innen

Auf den ersten Blick sieht ein Sporttip-Konto aus wie jedes Wettkonto: anmelden, einzahlen, Wette platzieren. Der Unterschied liegt in dem, was vorher passiert, und in dem, was danach möglich ist.

Anmeldung, Identität und Zugang

Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt, gehört zum Gebiet der Loterie Romande, die Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone durchführt — mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden.

Diese Kantonsgrenze ist keine Formalie. Sie ist die praktische Folge davon, dass die Kantone die Anzahl der Veranstalterinnen auf zwei begrenzt haben, und sie entscheidet, welches der beiden Programme einem offensteht. Ein Wohnsitzwechsel von Zürich nach Genf wechselt nicht den Anbieter aus Bequemlichkeit, sondern weil das Konto an das Gebiet gebunden ist.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18-Jährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das ist die klarste Regel im ganzen Regelwerk. Sie hat nichts mit Moral zu tun, sondern mit Information.

Limiten, Sperren und der Registraturgedanke

Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Gesetz verlangt, dass die Veranstalterin Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangt (Art. 87 VGS); eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden, während Swisslos und Loterie Romande in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden anwenden.

Wer die Limite senken will, kann das in derselben Sekunde tun. Wer sie erhöhen will, muss drei Tage warten. Diese Asymmetrie ist Absicht: Der Impuls, der eine Limite hochsetzt, ist genau der Impuls, den die Frist bremsen soll. Und die Limite gilt produktbezogen für den Zugang, nicht für einen einzelnen Sport — wer sich für 180 Tage für Sportwetten sperrt, hat sich für Sportwetten gesperrt und nicht für Lotto.

Beim Einsatz gibt es bei Sporttip einen Mindesteinsatz von CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, einen Höchsteinsatz von CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und von CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit einem grossen Einsatz liebäugelt, sollte diese Zahl kennen, bevor er den Wettschein abschickt.

Was ein vorzeitiger Ausstieg wert ist

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Das ist kein Ausstieg aus dem Risiko, sondern ein Verkauf an die Veranstalterin zu ihrem Preis. Dass Cash-Out nicht reguliert ist und nur als Funktion eines Veranstalters beschrieben werden kann, macht die Sache nicht besser — es heisst nur, dass die Bedingungen von hier kommen und nicht aus Bern.

Was die Bewilligung absichert

Die Bewilligung ist der Unterschied, an dem sich alles entscheidet. Zwei Veranstalter, ein Gesetz, eine Aufsicht — und draussen eine Menge Domains, die keines davon betrifft.

Gesetz, Aufsicht und der geschlossene Kreis

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Geldspielkonkordat seit dem 1.1.2021 in Kraft ist. Nicht die ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Für ein Online-Konto ist ein Wohnsitz in der Schweiz erforderlich (Art. 47 Abs. 3 VGS), in der Praxis im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin.

Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa publiziert nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains. Das ist ein Satz, an dem sich Debatten entzünden, weil er nach Beschränkung klingt; er ist aber zuerst eine Aussage über die Marktgrösse. Ein Land mit acht Millionen Einwohnern, das die Lotterie- und Sportwettenerträge gemeinnützig bindet, hat für eine zweite Anbieterschicht schlicht keinen Platz geschaffen.

Was die Sperrliste tut und was sie nicht tut

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter über DNS sperren (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019; am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt — ein Vorgang, den die Gespa Domain-Hopping nennt. Sie nennt dafür Interwetten und bet-at-home und führt bet365 auf der Liste.

Diese Liste ist der Grund, warum die acht ausländischen Marken, die im Abschnitt ‚Sporttip und Jouez Sport im Vergleich zu den ausländischen Marken‘ aufgeführt sind, nicht als stabile Adressen zu lesen sind. Wenn eine Domain auf der Liste landet, wird sie über DNS gesperrt; taucht dieselbe Marke unter veränderter Domäne wieder auf, wiederholt sich der Vorgang. Kein einziges dieser Angebote bietet Schweizer Rechtsschutz, keine Spielsperre wirkt dorthin, und kein Schweizer Gericht ist zuständig.

Steuern, sportliche Integrität und die Grenzen der Bewilligung

Gewinne aus in der Schweiz bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Freibetrag auf Bundesebene liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400; die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, daher gilt «je nach Kanton» und keine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen typischen Wettenden, dessen Einzelgewinn weit unter dieser Schwelle liegt, fällt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer an. Eine Wettsteuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht.

Räumlich endet der Schutz an der Grenze: Ein ausländischer Anbieter unterliegt nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer im Ausland gewinnt, gewinnt zu anderen Bedingungen, steuerlich wie rechtlich.

Wer eine Wette platziert, ohne gegen eine Regel zu verstossen, kann sein Konto verlieren, wenn er die Identitätsprüfung nicht besteht. Für steuerliche Fragen gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Ein Tipp bleibt eine Schätzung

Der grösste Schaden entsteht nicht durch ein schlechtes Wochenende. Er entsteht durch die Annahme, ein Wochenende lasse sich planen.

Form, Verletzungen, Statistik — und was sie nicht liefern

Eine Prognose im American Football entsteht aus Form, Verletzungslage und Spielstatistik. Aus der Form: Wie drei, fünf Spiele gelaufen sind, gegen wen, unter welchen Bedingungen. Aus der Verletzungslage: Wer fehlt, wie lange, an welcher Position, und ob der Ersatzmann diese Position überhaupt spielt. Aus der Statistik: Passyards, Laufyards, Turnover, Ballbesitz — und dazu die Frage, ob diese Zahlen gegen starke Gegner erzielt wurden oder gegen schwache.

Ein Value-Tipp bleibt eine Schätzung, kein Tipp ist sicher, und Wetten sind kein Einkommen. Wer aus einem Wochenende eine Strategie baut, baut auf einem Muster aus vier Spielen. Bei 17 Spielen pro Team in 18 Wochen ist die Stichprobe pro Team klein, und über eine Saison hinweg ist sie klein genug, um vom Zufall dominiert zu werden. Die Veranstalterin liest dasselbe Wetter und dieselbe Verletzungsliste — und preist beides ein, bevor du es liest.

Wie man ein Modell anwendet, ohne sich zu ruinieren

Die Marge aus dem Abschnitt über den Quotenschlüssel ist der Grund, warum Disziplin hier keine Tugend ist, sondern eine Notwendigkeit. In einem Markt mit rund 5 Prozent Abschlag gewinnt nicht der, der am häufigsten recht hat, sondern der, der die seltenen Fehlpreisungen findet, die gross genug sind, um den Abschlag zu schlagen. Das ist die einzige rationale Grundlage eines Value-Konzepts, und sie ist schmal.

Die Limite aus der Kontoanmeldung gibt dem einen Rahmen, der ihn freiwillig setzt. Wer keine Limite setzt, hat implizit keine — und keine Limite ist keine Entscheidung, sondern ihr Fehlen.

Märkte im American Football verstehen

Vier Wettarten tragen den grössten Teil des NFL-Programms. Der Unterschied liegt nicht im Namen, sondern darin, was passieren muss, damit die Wette gewinnt.

Spread und Totals im Vergleich

Eine Siegwette (Moneyline) fragt nach der Mannschaft, die gewinnt. Eine Spread-Wette fragt nach dem Ergebnis umgerechnet auf eine vorgegebene Punktedifferenz: Das Team, auf das gesetzt wird, muss mit einer festgelegten Anzahl Punkte Vorsprung gewinnen. Das ist im American Football der zentrale Markt, weil er die ungleiche Partie handelbar macht: Ein Favorit mit einer niedrigen Quote gewinnt vielleicht in drei von vier Fällen, aber mit dem Spread wird aus dieser Erwartung ein Preis, der beide Seiten gleich teuer macht — und genau darin liegt der Unterschied zwischen dem, was wahrscheinlich ist, und dem, was sich zu setzen lohnt.

Totals (Über/Unter) dagegen fragen nach der Summe der in einem Spiel erzielten Punkte: über oder unter einer festgelegten Zahl. Ein Beispiel ohne abgerufene Quote: Steht das Total bei 48.5 und endet das Spiel 27:24, sind 51 Punkte gefallen, und die Wette auf «über» ist gewonnen; endet es 17:14, sind es 31 Punkte, und sie ist verloren. Ein Spiel kann gleichzeitig ein über-Total und einen knappen Spread erfüllen — die beiden Märkte sind zueinander nicht alternativ.

Wie der Gewinn bei jeder Wette berechnet wird

Eine Einzelwette zahlt Einsatz mal Quote. Eine Kombiwette zahlt Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Beispiel: 10 Franken auf eine Quote von 1.90 ergeben 19 Franken Rückzahlung und 9 Franken Nettogewinn. Eine Kombiwette aus 1.90 und 2.10 ergibt 10 Franken mal 3.99, also 39.90 Franken Rückzahlung und 29.90 Franken Nettogewinn.

Der Reiz der Kombination liegt im Ertrag, und der Nachteil liegt im Risiko. Jede zusätzliche Voraussage multipliziert die Quote, und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass alle zutreffen; die Marge multipliziert sich mit. Bei vier Voraussagen mit je rund 5 Prozent Abschlag trägt die Kombination einen Abschlag in der Grössenordnung von etwa 19 Prozent des Einsatzes, bei fünf Voraussagen rund 23 Prozent. Wer vier Spiele in einer Kombi zusammenfasst, bezahlt also nicht den Abschlag eines Spiels viermal, sondern mehr.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Er erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Das Wort «Boost» klingt nach Rabatt auf die Kombination, und ein Rabatt ist es auch — aber einer, der an ein Mindestmass gebunden ist und erst bei sehr grossen Kombinationen die eigene Marge übersteigt. Bei vier Voraussagen liegt der Bonus von 5 Prozent auf den Nettogewinn unter dem Abschlag, den die Kombination selbst erzeugt. Der Boost kommt bei einer kleinen Kombination nicht von selbst zurück.

Bei Quotenboosts von Sporttip gilt: Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Erhöhung verfällt also genau in dem Moment, in dem man sie am ehesten brauchen könnte.

Wo Quotenmärkte enden: die reguläre Spielzeit

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Diese Bestimmung ist im American Footballer alltäglich und folgenreich: Ein Spiel, das nach der regulären Spielzeit unentschieden steht, wird verlängert — und eine Wette auf den Sieger der regulären Spielzeit ist dann bereits entschieden, bevor die Verlängerung beginnt. Genau hier liegt die Differenz zwischen Siegwette und Siegwette mit Verlängerung, und sie ist gross genug, um jeden Vergleich zwischen zwei Anbietern zu verzerren, der die Regel nicht mitliest.

Die Anbieter im Einzelnen

Zehn Marken, ein Massstab. Die Reihenfolge sagt nichts über Gewinnaussichten, aber alles über den Status.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit kantonalem Auftrag

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gegründet auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Das ist keine Bewilligung, die man sich aussucht. Das ist eine Zuständigkeit, die sich aus dem Wohnsitz ergibt — die kantonale Bindung, die den Rahmen des ganzen Sportwettenmarkts ausmacht. Wer sie als Einschränkung liest, liest sie richtig. Wer darin ein Gütesiegel sucht, sucht am falschen Ort: Sie sagt nichts über die Qualität des NFL-Programms, sondern nur, wer überhaupt zugelassen ist, es zu betreuen.

Konten bei Sporttip sind keine Allzweckkonten. Sie sind Teil eines gemeinnützigen Kreislaufs, in dem die Wetten der Deutschschweizer in kantonale Fonds und in die Sportförderung fliessen. Diese Herkunft ist der Grund für die enge Produktpalette und der Grund dafür, dass die Adresse in zehn Jahren dieselbe sein wird. Wer ein Programm sucht, das Dreissig-Wett-Tipps aus Den Haag mit Fünf-Minuten-Live-Quoten mischt, sucht an der falschen Stelle. Wer Wert auf Nachvollziehbarkeit legt und mit einem schmaleren, dafür klar definierten American-Football-Programm leben kann, ist hier an der richtigen.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse ist die Avenue de Provence 14 in Lausanne; für die Westschweiz nennt sie 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Bewilligung und Aufsicht unterscheiden sich in nichts von Sporttip; das Produkt ist dasselbe Grossspiel unter dem BGS mit Gespa-Aufsicht, und für einen Genfer ist es die einzige regulierte Adresse für eine Sportwette.

Die institutionelle Tiefe ist der eigentliche Punkt: 2’350 Verkaufsstellen bedeuten jemanden hinter der Theke, dem man eine Frage stellen kann. Ein ausländisches Portal in Übersee hat einen Chatbot und eine E-Mail-Adresse, und keiner von beiden ist in einem Rechtsstreit greifbar. Wer sein Konto lieber an einem Schalter eröffnet als in einem Browserfenster, findet in der Westschweiz einen Weg, den die Deutschschweiz so nicht kennt.

Die Westschweiz ist mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden die kleinere der beiden Veranstalterinnen gemessen an der Zahl der Standorte, und das schlägt sich in der Rolle nieder: Jouez Sport ist dort das Sportwettenangebot neben dem Lottoprodukt, präsent in einem dichten Netz, aber ohne die deutschschweizerische Sichtbarkeit. Wer dort wohnt und American Football wetten will, hat genau eine regulierte Wahl — und die ist keine schlechtere, nur eine andere.

AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung

AmunRa hält keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine im Ausland erworbene Bewilligung ist in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Damit gelten für AmunRa dieselben regulatorischen Bedingungen wie für alle anderen ausländischen Plattformen: Siehe dazu den Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘.

Der offenkundige Vorzug — kein Schweizer Wohnsitzzwang, mehr Programme, mehr Zahlungswege — wird bezahlt mit einem Risiko, das im Streitfall konkret wird: kein Register, keine Aufsicht in Bern, kein Schweizer Gericht. Das kann man wählen. Aber ausserhalb jeder Aufsicht.

bet-at-home: ohne Schweizer Bewilligung

bet-at-home hält keine Schweizer Bewilligung. Wie bei allen ausländischen Anbietern ist eine ausländische Bewilligung in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Nähere Informationen zu den rechtlichen Konsequenzen und zur Sperrliste der Gespa finden sich im Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘.

In einem Punkt ist bet-at-home kein hypothetischer Fall: Die Gespa nennt die Marke ausdrücklich im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping — wenn eine Domain gesperrt wird, erscheint die Marke unter veränderter Adresse wieder. Wer eine dauerhafte Adresse im Adressbuch haben möchte, wird hier nicht fündig. Die Marke ist damit zugleich das deutlichste Beispiel dafür, wie ein Schweizer Sperrmechanismus funktioniert, und die deutlichste Warnung, was daraus folgt.

Fezbet: ohne Schweizer Bewilligung

Fezbet hält keine Schweizer Bewilligung. Für diesen Anbieter gilt – wie für alle ausländischen Portale – der Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘, da eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung entfaltet (Art. 4 BGS).

Der Punkt, an dem ein Schweizer Wettender hier ansetzen sollte, ist nicht die Titelseite, sondern die Frage, ob eine Spielsperre, die man bei Swisslos freiwillig setzt, irgendeine Wirkung auf dieses Konto hätte. Sie hätte keine. Wer sich in einer Krise selbst schützt, schützt sich im regulierten System und nicht in einem Konto, das davon nichts weiss.

BetPanda: ohne Schweizer Bewilligung

BetPanda hält keine Schweizer Bewilligung. Da eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung hat (Art. 4 BGS), gelten für BetPanda dieselben regulatorischen Einschränkungen wie für andere ausländische Anbieter; siehe dazu den Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘.

Ein Konto ohne Schweizer Bewilligung bleibt es unabhängig davon, wie poliert die Oberfläche ist. Sichtbar wird der Unterschied dort, wo eine Auszahlung hakt oder eine Identität nachgeprüft wird: Der regulierte Weg hat eine Adresse, an die man sich wenden kann, und dieser hier hat keine — jedenfalls keine, die in der Schweiz durchsetzbar wäre.

Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung

Boomerang Bet hält keine Schweizer Bewilligung. Wie bei allen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung ist diese in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Die rechtliche Einordnung findet sich im Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘.

Wer hier ein Konto führt, führt es nach ausländischem Recht, mit ausländischen Bedingungen und ohne jede Schweizer Beschwerdestelle. Für einen Wettenden kann der breitere Markt den Ausschlag geben. Der Preis dafür ist, dass im Konfliktfall niemand in Bern zuständig ist.

Unibet: ohne Schweizer Bewilligung

Unibet hält keine Schweizer Bewilligung. Da eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung entfaltet (Art. 4 BGS), gelten auch hier die Ausführungen im Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘.

Bekanntheit ist keine Bewilligung. Unibet ist ein international bekanntes Portal, und genau darin liegt die Verwechslungsgefahr: Die Marke ist so präsent, dass ein Schweizer Leser sie für einen regulären Anbieter hält. Rechtlich steht sie unter derselben Einschätzung wie jede andere Marke ohne Schweizer Bewilligung, und die Aufzählung rechtsverbindlicher Rechtsfolgen ist hier kein Nebensatz, sondern der Kern.

20Bet: ohne Schweizer Bewilligung

20Bet hält keine Schweizer Bewilligung. Wie bei anderen ausländischen Anbietern gilt auch hier die rechtliche Einordnung im Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘.

Für die Frage, die diese Seite leitet, ist 20Bet der Fall, an dem sich der Preis der Auswahl zeigt: ein Konto ohne Wohnsitzgrenze und ohne Identitätsprüfung, aber mit einem Risiko, das bei einem ausbleibenden Auszahlungsvorgang real wird. Wer trotzdem dort wettet, sollte nichts im Spiel lassen, dessen Verlust er nicht verschmerzen kann.

HornetBet: ohne Schweizer Bewilligung

HornetBet hält keine Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt die rechtliche Einschätzung für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung; siehe dazu den Abschnitt ‚Was die Bewilligung absichert‘.

Wer die Marke nutzt, handelt ausserhalb des Rahmens, den der Schweizer Markt vorgibt. Die Aufzählung der Folgen ist hier deshalb länger als die Aufzählung der Vorzüge — nicht aus Missbilligung, sondern weil die Vorzüge, die eine Bewilligung mitbringt, in diesem Konto fehlen.

Einzahlungen, Auszahlungen und der Name auf dem Konto

Auf den ersten Blick ist eine Auszahlung eine Selbstverständlichkeit. In der Schweiz ist sie eine Identitätsfrage.

Warum das Konto nicht anonym sein kann

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Ein Kredit an Spielende ist untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht nur in seinen eigenen Bedingungen. In der Schweiz gibt es kein Zahlungsblocksystem gegen unbewilligte Wettseiten; dass Banken oder Kartenschemata solche Zahlungen blockieren, trifft nicht zu.

Die Folge ist unspektakulär und wichtig: Der Name auf dem Ausweis, der Name auf dem Spielerkonto und der Name auf dem Bankkonto müssen derselbe sein. Wer früher mit Prepaid-Karten gearbeitet hat, kommt hier nicht weit. Die Auszahlung ist langsam, dokumentiert und langweilig, und genau das ist ihr Zweck — sie ist der Punkt, an dem das System prüft, ob die Person am anderen Ende dieselbe ist.

Was der Name-für-Name-Grundsatz in der Praxis bedeutet

Ein Spielender, der sein Konto nicht auf seinen eigenen Namen eröffnet, riskiert die Auszahlung des gesamten Guthabens. Ein Spielender in einem Kanton ohne Zugang zu einem der beiden Anbieter hat im regulierten Rahmen keine Möglichkeit, ein Konto zu eröffnen. Und eine unbefristete Spielsperre wirkt nach dem Gesetz schweizweit, also auch auf Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein — ein Detail aus dem Abschnitt über den regulierten Weg, das hier seine praktische Seite zeigt: Sperren sind die eine Information, die ein Anbieter nicht umgehen kann, wenn er denn an das Register angeschlossen ist.

Wer sein Geld innerhalb des Systems bewegen will, muss sich auf die Bedingungen einlassen: geprüfte Identität, eigener Name, reguliertes Konto. Wer sich darauf einlässt, bekommt dafür einen Rahmen, in dem eine Auszahlung eine Auszahlung bleibt.

Hilfe, Sperre und die kantonale Wirklichkeit

Wann Hilfe nötig ist, entscheidet niemand im Voraus. Was dann passiert, ist gesetzlich geregelt.

Wie Limiten, Pausen und die Spielsperre wirken

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Nach dem Gesetz können überschuldete oder suchtkranke Personen ausgeschlossen werden (Art. 80–82 BGS), und eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Ein Verlustlimit ist eine Selbstbeschränkung, keine gesetzliche Obergrenze. Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze: Die Limiten setzen die Spielenden selbst, und die Veranstalterin muss Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Wer keine Limite setzt, hat keine; sie ist kein Standard, der von selbst greift.

Der praktische Ablauf ist unspektakulär und in dieser Reihenfolge relevant: erst eine Limite setzen, dann spielen. Wer die Limite schon beim ersten Abend in Anspruch nimmt, hat die Grenze richtig gewählt. Wer sie regelmässig im ersten Drittel erreicht, hat eine Information über sich selbst, die keine Quote liefert.

Wo Schutz nicht greift

Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf die Seite, weil sie zeigt, dass die Schutzvorkehrungen an Verkaufspunkten nicht durchgehend greifen. Die Aufsicht hat den Missstand selbst gemessen und veröffentlicht; das ist mehr, als die meisten Märkte tun. Es ist trotzdem eine Zahl, die ein Wettender kennen sollte, wenn er ein System für zuverlässig hält, weil es reguliert ist.

Ein zweiter Punkt bleibt bestehen: Keine Aufsicht und kein Register greift auf einen ausländischen Anbieter durch. Wer sein Konto dort führt, hat keine Spielsperre, die wirkt, und keine Stelle, die sein Anliegen prüft. Im American Football kommt hinzu, dass die Spiele nur einmal pro Woche anstehen — die Gelegenheit ist seltener, dafür sitzt sie an einem festen Termin. Wer sich am Sonntagabend verliert, verliert an einem Abend, der jede Woche wiederkommt.

Zwei Wege, zwei Arten von Nutzer

Die Frage ist nicht, welcher Weg besser ist. Die Frage ist, welcher zu welchem Wettenden passt.

Wer im regulierten Rahmen bleiben will, für den gibt es zwei Adressen, geteilt durch den Wohnsitz: Swisslos in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande in der Westschweiz. Wer in einem Kanton wohnt, dessen Veranstalterin kein Online-Konto für ihn öffnet, hat im regulierten System keines. Das ist die schärfste Grenze, weil sie nicht verhandelbar ist.

Wer bereit ist, den regulierten Rahmen zu verlassen, findet bei den ausländischen Anbietern mehr Programme und mehr Zahlungswege, aber keinen Schweizer Rechtsschutz, keinen Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Gericht für Streitigkeiten. Wer dort gewinnt, gewinnt nach ausländischem Recht, und nach kantonaler Praxis kann ein solcher Gewinn voll steuerbar sein. Die Wahl ist echt, und sie ist nicht symmetrisch.

Wer den Wettmarkt als Freizeit liest, kommt mit dem regulierten Weg aus. Wer ihn als Preisvergleich über hunderte Märkte liest, kommt mit ihm nicht aus.

Häufige Fragen zum Online-NFL-Wetten in der Schweiz

Ist es in der Schweiz erlaubt, auf NFL-Spiele und den Super Bowl zu wetten?

Ja, aber nur bei Swisslos (Sporttip) oder Loterie Romande (Jouez Sport). Das Geldspielgesetz lässt Sportwetten als Grossspiel ausschliesslich bei Veranstaltern mit Bewilligung zu. American Football muss zudem auf der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten stehen; ohne Listeneintrag darf ein Schweizer Veranstalter das Spiel nicht anbieten.

Stehen Wetten auf den NFL-Draft oder den wertvollsten Spieler in der Gespa-Liste?

Die Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten ist eine geschlossene Liste. Draft- und MVP-Wetten sind darin nur enthalten, wenn sie ausdrücklich genannt sind. Eine Ranglistenwette ist nur zulässig, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden.

Was bedeutet ein Spread im Vergleich zu einer einfachen Siegwette, und wie wird der Gewinn berechnet?

Eine Siegwette setzt auf den Sieger. Eine Spread-Wette verschiebt das Ergebnis um eine vorgegebene Punktedifferenz. Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet.

Wird bei NFL-Wetten die Verlängerung mitgezählt?

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im American Football ist das besonders relevant: Steht ein Spiel nach der regulären Spielzeit unentschieden, wird verlängert — die Wette ist dann bereits entschieden.

Wie hoch sind die Verlustlimiten, und was bedeutet die Spielsperre?

Die Limiten setzt der Wettende selbst; Swisslos verlangt Höchstwerte für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Wie werden Gewinne besteuert, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400; die kantonalen Werte unterscheiden sich. Darüber behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Bei Gewinnen aus dem Ausland gilt die kantonale Praxis.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»