Tischtennis-Wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine Sperrliste und der Preis in jeder Quote
Ladevorgang...
Die Schweiz hat das Tischtennis nicht verboten, sie hat es eingesperrt. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind die einzigen, die hier Sportwetten veranstalten dürfen, und wer in einem deutschschweizer Kanton wohnt, landet bei Sporttip — mit einer Verlustlimite, die vor dem ersten Wettschein gesetzt wird und sich fruhestens nach 72 Stunden wieder anheben lasst.
*Stand: Oktober 29, 2026 — Bewilligungen und Limiten geprüft gegen die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die Bewilligungsangaben der beiden Veranstalter und die Spielregeln von Sporttip in der Version 4.2.*
Was den Ball so schnell macht: wie Tischtennis und Wette zusammenpassen
Die Platte ist 2,74 m lang und 1,525 m breit, liegt 76 cm uber dem Boden, das Netz 15,25 cm hoch. Der Ball misst 40 mm im Durchmesser und wiegt 2,7 g. Das sind die Masse einer Sportart, die in Sekunden entschieden wird — und aus dieser Kleinheit folgt alles, was diese Seite beschaftigt: kurze Ereignisse, kurze Quotenstande, ein Liveprogramm, das einem Ballwechsel hinterherlauft statt einer Halbzeit.
Der Satz als kleinste Einheit — und warum die Wette eine andere Grösse ist
Ein Satz endet, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens 2 Punkten Vorsprung fuhrt. Bei 10:10 wird verlangert, bis ein Spieler zwei Punkte vorne liegt. Der Aufschlag wechselt nach jeweils 2 Punkten, bei 10:10 nach jedem Punkt, und im letzten Satz werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler 5 Punkte erreicht hat. Bis 2001 wurde bis 21 Punkte gespielt, mit Aufschlagwechsel nach 5 Punkten — die heutige Zahlweise halbiert die Zeit zwischen zwei Aufschlagen.

Wer das nicht im Kopf hat, liest eine Livequote falsch. 8:4 im funften Satz ist kein Polster, sondern zwei Punkte vor dem ersten Matchball. Der Unterschied zwischen Vorlauf und Entscheidung ist in dieser Sportart ein einziger Aufschlag.
Interessanter ist der Modus, denn er bestimmt, was bei einer Wette am Ende zählt. Im Punktspielbetrieb wird im Modus Best of five gespielt, also 3 Gewinnsätze, bei grossen Turnieren im Modus Best of seven, also 4 Gewinnsätze. Ein Satz ist keine Wetteinheit. Ein Match ist es — und ein Match kann sich ziehen. Ein Achtelfinale über maximal sieben Sätze dauert deutlich länger als ein Punktspiel in der Halle am Dienstagabend. Dasselbe «Spiel» trägt je nach Anlass zwei völlig verschiedene Längen, und daraus entstehen zwei völlig verschiedene Verläufe im Livemarkt.
Ein Turnierkalender als eigentliche Grundlage des Wettangebots
Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch. Weitere grosse Wettbewerbe sind Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour Grand Finals. Der Weltverband ITTF wurde 1926 in Berlin gegründet. Daraus ergibt sich fur einen Wettenden ein dicht getaktetes internationales Programm mit klar benannten Anlassen — und eine Erwartung, die sich an diesen Namen orientiert, auch wenn im Wettprogramm eines einzelnen Veranstalters nur ein Bruchteil davon steht.

Diese Lucke ist der erste Punkt, an dem sich Anspruch und Angebot trennen. Namen wie WM, EM oder World Tour Grand Finals wecken die Vorstellung eines breiten Programms. Die Wirklichkeit entscheidet sich in der Gespa-Liste, uber die im Abschnitt «Die geschlossene Liste — und was sie für Ihr Wettprogramm bedeutet» zu reden sein wird. Wer heute nach einem Turnier sucht, das in der Liste nicht steht, sucht vergeblich — nicht weil der Sport klein ist, sondern weil das Angebot hier eine geschlossene Grosse hat.
Livewetten auf einen Ball, der keine Pause kennt
Hier wird es praktisch. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer eine Partie auf dem Tablet verfolgt, die der Veranstalter gar nicht als Stream anbietet, hat dieselbe Wette — nur ohne die Augen, die den Ball sehen.
Und es geht weiter. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Auf Tischtennis ubersetzt heisst das: Wer im letzten Satz auf den Matchball klickt, wahrend der Ball schon im Netz liegt, bekommt seine Quote zuruck, nicht seinen Tipp. Das ist keine Bosheit, sondern eine Schutzregel gegen das Nachzugler-Klicken. Fur einen Betrachter mit langsamer Leitung fuhlt sie sich anders an. Das Zuruckstellen des Klicks wird zur Wette, die zu verantworten der Anbieter nicht bereit ist.
Der Punkt, der jeden Tischtennis-Livespieler betrifft, ist ohnehin die Geschwindigkeit. Bei 11-Punkte-Satzen, Aufschlagwechsel nach zwei Punkten und Verlangerung ab 10:10 andert sich eine Livequote in der Zeit, die ein Aufschlag braucht. Zwischen zwei Toren liegen Minuten; zwischen zwei Aufschlagen liegt nichts. Wer live auf Tischtennis setzt, setzt auf ein Fenster, nicht auf einen Zustand. Was das uber die Zeit kostet, rechnet der Abschnitt zu den Vergleichskriterien durch.
Tischtennis wetten verboten? Was in der Schweiz erlaubt ist und wann Sie es merken
Die Frage lässt sich in einem Satz beantworten: Nur wenige dürfen es, viele tun es trotzdem. Interessant wird der zweite Teil, denn was nicht verboten ist, bleibt nicht folgenlos.
Zwei Veranstalter, zwei Landesteile
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit 1. Januar 2021 in Kraft. Nicht die ESBK — die beaufsichtigt nur Casinos. Eine Bewilligung braucht den Veranstalter und das einzelne Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Auf der einen Seite steht Swisslos, die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 veranstaltet; ihr Sportwettenprodukt heisst Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Auf der anderen Seite steht die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Zwei Firmen, zwei Sprachregionen, zwei Produktnamen, ein Gesetz. Dazwischen liegt eine Grenze, die ein Leser erst merkt, wenn er sie ubertritt: Ein Onlinekonto braucht Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und faktisch im Gebiet des jeweiligen Unternehmens. Wer in Zurich wohnt und sich bei Jouez Sport registrieren will, bekommt eine Absage, die nichts mit seiner Zahlungsmethode zu tun hat, sondern mit seinem Wohnkanton. Eine weitere Liste bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veroffentlicht nur die Sperrliste der blockierten auslandischen Domains. Der Reingewinn geht nach Art. 125 BGS an gemeinnutzige Zwecke in den Kantonen.
Die geschlossene Liste — und was sie für Ihr Wettprogramm bedeutet
Erlaubt sind nur Sportwetten. Auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen lässt sich nicht setzen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS).
Diese Liste kennt Qualifikationsrunden nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, und Rankingwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gesetzt werden. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, ein Esport-Bereich fehlt ebenfalls. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Diese Liste ist keine Fussangel, sie ist der eigentliche Grund, weshalb das Angebot der beiden bewilligten Veranstalter schmaler aussieht als das einer ausländischen Website. Nicht mangelnde Kreativität. Ein Gesetz. Wer auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung ein Dartturnier oder einen Esport-Wettbewerb findet, ist als Spieler nicht strafbar — er sollte nur wissen, dass er sich damit ausserhalb der Liste bewegt, auf der das hiesige Angebot beruht.
Livewetten, Cash-Out und die Grenze, die nur den Anbieter trifft
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter über eine Bewilligung verfügt, die es gestattet. Das Gesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht geregelt und bleibt die Funktion des jeweiligen Anbieters.
Die schwerere Konsequenz trifft nicht den Leser. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft. Die fehlende Bewilligung bleibt für ihn dennoch nicht folgenlos: In Verfahren gegen den Anbieter können Einsatz und Gewinn eingezogen werden. Es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle durch Schweizer Stellen.
Die Gespa fuhrt die Sperrliste der auslandischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt diese Praxis Domain-Hopping und fuhrt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele; bet365 steht ebenfalls auf der Liste. Die Sperre trifft also den Zugang, nicht das Angebot. Wer eine neue Adresse in den Browser tippt, merkt von der Liste nichts.
Alles, was auf dieser Seite uber Limiten, Sperren und Steuern steht, gilt nur fur die beiden bewilligten Veranstalter und ihre jeweiligen Produkte. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fahrt nach eigenen Hausregeln. Fur einen Leser, der die beiden Gruppen vergleicht, ist genau das die zentrale Unterscheidung: huben der volle Schutz, aber zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste an Sportarten und Markten, ein Wohnsitzkriterium und eine Identitatsprufung; druben keine Schweizer Bewilligung, kein Eintrag im schweizerischen Sperrregister und keine Schweizer Rechtspflege. Keine der beiden Seiten ist dadurch automatisch «die sichere Wahl».
Wohnsitz, Ausweis und das Konto, auf das der Gewinn gehen muss
Bei vielen internationalen Anbietern ist die Registrierung eine Formalität, die Lizenz eine Zeile im Footer und die Auszahlung in vier Währungen möglich. Ein Schweizer Paragraf verlangt von einem Betreiber ohne hiesige Bewilligung nichts davon.
Bei einem bewilligten Veranstalter ist das keine Option, sondern eine Bedingung. Gewinne und Salden werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei einer bewilligten Schweizer Sportwette nicht. Kredit wird keinem Spieler gewahrt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.
Das ist keine Auslassung, sondern eine Rechtslage: In der Schweiz gibt es keine Zahlungssperre gegen unbewilligte Wettanbieter. Diese Feststellung ist deshalb wichtig, weil sie oft falsch herum behauptet wird. Banken und Kartensysteme sperren keine Zahlungen an solche Anbieter. Wer meint, sein Kartenanbieter schütze ihn, irrt sich. Was der Schweizer Staat tut, ist die DNS-Sperre auf der Browserseite — und die greift an einer anderen Stelle im Ablauf als die Zahlung.
Was von einem Tischtennisgewinn bleibt — und was der Wohnkanton dazu sagt
Eine Konsequenz interessiert im März niemanden und im April alle. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Der Freibetrag liegt beim Bund ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag weicht ab, also je nach Kanton. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender bleibt weit darunter und zahlt auf seinem Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer.
Der zweite Teil dieser Rechnung sitzt bei den ausländischen Anbietern und ist der Punkt, den ein Gewinner am spätesten erfährt. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Der Betrag ist irrelevant, der Wohnkanton entscheidet. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht — wer von einer «Wettsteuer» liest, liest von etwas, das es hier nicht gibt. Für die eigene Situation gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Wer im Saal sitzt, während die Aufsicht prüft
Ein Umstand, der in jedem zweiten Vergleich fehlt: Die Kontrolle am Schalter funktioniert lückenhaft. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt; an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Man sollte den Schutz am Schalter also nicht als streng beschreiben. Das betrifft Verkaufsstellen und den stationären Weg, nicht das Konto — es erklärt aber, weshalb die Aufsicht auf das Onlinekonto setzt. Der Identitätsnachweis mit Ausweis und Adressprüfung existiert dort nicht ohne Grund.
Verlustlimiten, Spielsperre und die Pause, die niemand mehr aufheben kann
Wer sich zum ersten Mal bei Sporttip anmeldet, findet einen Willkommensbildschirm, eine Sportart — und eine Limite. Die Reihenfolge ist ungewohnt. Zuerst die Grenze, dann die Wette.
Gestaffelte Werte, die vor dem ersten Wettschein stehen
Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Diese 72 Stunden sind der eigentliche Mechanismus. Nicht die Limite schützt, sondern die Verzögerung zwischen Impuls und Erhöhung. Wer an einem Abend seine 30-Tage-Limite ausgeschöpft hat und nachlegen will, braucht drei Tage Geduld — und drei Tage ohne die Hoffnung, die er am Abend zuvor hatte. Das ist unbequem, und es ist die Absicht. Die Staffelung 1, 7, 30 Tage hat einen zweiten Zweck: Sie zwingt zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten über drei Zeitfenster statt über ein Gefühl. Wer die Limiten als Formsache behandelt, nimmt das wirksamste Werkzeug des Produkts nicht wahr.
Der Rahmen dahinter bleibt eigenartig. Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung gilt nach Gesetz sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Eine feste gesetzliche Einzahlungs-Obergrenze gibt es in der Schweiz nicht. Die 72 Stunden sind also eine strengere Eigenregel der beiden Veranstalter, keine gesetzliche Zahl. Wer diese Schwelle nie selbst zieht, findet sie nirgends für sich gezogen.
Was passiert, wenn Sie selbst die Reissleine ziehen
Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Diese Registrierung reist weiter, als der Spielende erwartet. Sie ist nicht nur eine Sperre für das Produkt, in dem sie ausgelöst wurde. Sie erreicht die Casinos, das Online-Casino und Liechtenstein. Wer sie als Härte beschreibt, beschreibt ihre Wirksamkeit. Eine Sperre, die nur das eine Angebot erwischt, wäre keine Sperre, sondern eine Ausweiche.
Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, mit Beteiligung einer Fachstelle (Art. 84 VGS, Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Und dann steht der Satz da, den niemand gerne liest: Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Wer eine bestehende Spielsperre ignoriert und trotzdem setzt, verliert den Einsatz. Kein Zurück, keine Kulanz, keine Rückzahlung — und das ist keine Willkür der beiden Veranstalter, sondern die Konsequenz einer Regel, die auf beiden Seiten bindet.
Wo im Ernstfall Hilfe steht
Eine Spielsperre kann freiwillig ausgelöst werden oder durch eine Fachstelle bei Überschuldung oder Spielsucht (Art. 80–82 BGS). Massnahmen, die auf eine Sperre zielen, wirken ausschliesslich bei den bewilligten Veranstaltern, weil nur sie das gemeinsame Register lesen. Wer sein Konto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung führt, löst dort eine Hausregel aus und keinen Eintrag, den andere mitlesen. Die Frage, wo ein Konto liegt, ist damit auch die Frage, ob der eigene Spielerschutz überhaupt eine Zuständigkeit hat.
Wie eine Tischtennis-Vorhersage entsteht — und was sie nie sein kann
Die Suche nach Tischtennis-Tipps kommt mit der Erwartung, dass jemand weiss, wer gewinnt. Die ehrliche Antwort beginnt mit der Gegenfrage: Woher sollte er es wissen? Zwei Ballwechsel, eine Netzkante, ein Aufschlagwechsel zur unrechten Zeit entscheiden in dieser Sportart ein Spiel. Bei 11 Punkten mit zwei Punkten Vorsprung genügt dafür ein einziger Fehlaufschlag in der Verlängerung. Ein sicherer Tipp existiert nicht.
Aus welchen drei Quellen ein Tipp wirklich besteht
Eine Vorhersage stützt sich auf nachprüfbare Dinge: die Form und den Rhythmus eines Spielers, die direkten Duelle, die Qualität von Aufschlag und Rückschlag — und auf die Quote selbst. Die Quote ist dabei kein Orakel, sondern ein Preis. Sie trägt die Marge des Veranstalters bereits in sich, und wer sie als reine Wahrscheinlichkeit liest, liest den Markt falsch.
Die drei Quellen widersprechen sich oft, und darin liegt die Arbeit. Ein direkter Sieg kann aus einem Match stammen, in dem der Gegner zwei Sätze lang angeschlagen gespielt hat. Eine gute Form kann aus einem Turnier stammen, das im Modus Best of seven ausgetragen wurde, während die nächste Wette in einem Punktspielbetrieb über Best of five ansteht. Form und direkte Duelle sind Kontext, nicht Rechengrössen.
Ein Punkt fehlt in solchen Aufstellungen fast immer: In welchem Modus wird eigentlich gespielt? Best of five kennt mehr Sätze, in denen eine Aufholjagd möglich ist, weil nur drei gewonnen werden müssen. Ein 0:2 nach zwei Sätzen steht im Best-of-seven-Modus in einem anderen Licht, weil vier Gewinnsätze selten über einen Durchmarsch laufen. Der Modus ist damit die zweitwichtigste Information nach den beiden Spielern — und die einzige, die man ohne jede Sachkenntnis über die Beteiligten vorher nachschlagen kann.
Eine Einsatzdisziplin, die keinem Konto etwas wegnimmt
Die Auswahl sicher machen kann eine Strategie nicht. Die Ordnung kann sie sicher machen. Dazu gehören ein fixer Einsatz pro Wette, keine Verdopplung nach Verlusten, eine Notiz des eigenen Grundes vor dem Klick und eine Limite, die man schon kennt, bevor man sie braucht.
Auf das Livefenster zugeschnitten heisst das: Die Entscheidung vor dem Aufschlag treffen, nicht während des Ballwechsels. Wer im letzten Satz zum ersten Mal überlegt, setzt mit dem Daumen um die Wette. Die Marge und die Geschwindigkeit sind dem klickenden Publikum gegenüber nicht geduldig.
Und was eine Strategie grundsätzlich nicht kann: Dinge kompensieren, die an anderer Stelle fehlen. Ein «Wettsystem», ein «Algorithmus», ein bezahlter Tipp sind drei Namen fur Geld, das man fur ein Kunststuck zahlt. Der Einsatz ist der einzige Faktor, den der Spielende kontrolliert.
Tischtennis Sportwetten: Wann im Wettprogramm steht, was dort steht
Der Suchbegriff legt nahe, alle Tischtennis-Turniere seien immer verfügbar. Das stimmt nicht. Tischtennis taucht im Programm in Fenstern auf — während der grossen Anlässe, in den Terminen des Spielplans, dort, wo eine Liga noch läuft.
Ein Spielplan entscheidet nicht nur den Ort, sondern das Angebot
Ein Wettangebot ist die Summe der Anlässe, die ein Veranstalter in sein Programm aufnimmt. Das internationale Programm mit seinen Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, dem World Cup und den World Tour Grand Finals ist der Rahmen, an dem sich Angebot und Interesse orientieren. Kein Anbieter führt automatisch das Gesamtprogramm; die Zahl der Märkte für ein einzelnes Spiel ist bei den beiden bewilligten Veranstaltern ohnehin durch die geschlossene Liste begrenzt.
Eine Nebenfolge, die den Terminplan mit Vorlauf prüft: Fällt ein Anlass aus, wird er abgesetzt, nicht nur verschoben. Umgekehrt gilt: Dass die Auswahl an einem bestimmten Abend dünn war, liegt selten am Wettbewerb — sie liegt am Spielplan. Wer regelmässig auf Tischtennis setzt, sollte deshalb seinen eigenen Rhythmus kennen: Ein Blick in das Programm der letzten Wochen zeigt, wie sich die Anlässe verteilen, und daraus liest man den nächsten Monat besser als aus jeder Prognose.
Was in einem Schweizer Sportartenprogramm fehlt
Die Schweiz lässt nur Sportwetten zu. Diese Grenze deckt einen Sport, ein Programm und ein Quotenfenster, aber keine weiteren Inhalte: Wetter, Politik und Fernsehsendungen fehlen, auch wenn sie andernorts im Programm stehen. Das ist kein Versehen, sondern die geschlossene Liste aus dem Abschnitt zur Rechtslage.
Wer die grossen internationalen Tischtennisturniere im Programm sucht, wird bei keinem Schweizer Anbieter das vollstandige internationale Angebot finden, weil dazu keine Pflicht besteht. Bei zwei Veranstaltern ist die Auswahl in genau dieser Sportart begrenzt. Das sagt nichts uber die Zahl der Tischtennis-Wettbewerbe im Programm — es sagt etwas uber die Zahl der Hauser, die sie anbieten durfen.
Wie man selbst nachsieht, statt zu vermuten
Die Frage, ob ein Anbieter Tischtennis fuhrt, endet ohne Prufung in einer Einschatzung. Verlasslich ist nur die Liste des Anbieters selbst, erganzt um die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettbewerbe — sie ist die Autoritat in dieser Frage, und jeder Blick hinein ist eine Momentaufnahme des Fensters. Wer wissen will, ob eine Turnierserie lauft, pruft das Wettprogramm am Tag selbst. Wer wissen will, ob sie erlaubt ist, pruft die Liste. Beides sind zwei Minuten, und beides ersetzt jede Vermutung.
Was die Zahlen über die Grösse der Sportart sagen
Die belastbaren Zahlen zu diesem Abschnitt sind dünn, und das ist selbst eine Information. Swisslos erzielte 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.).
Wie viel davon auf Tischtennis entfällt, sagt keine Quelle, und wer es aus den CHF 109 Mio. ableiten wollte, würde konstruieren. Was die Zahlen zeigen, ist die Grössenordnung: Sportwetten sind knapp ein Fünftel des Swisslos-Geschäfts, und dieses Fünftel ist 2025 um rund 17 % zurückgegangen. Eine kleine Sportart in einem schrumpfenden Segment — das erklärt, weshalb die Tiefe des Programms in einzelnen Sportarten nicht selbstverständlich ist. Die Erwartung, hier dasselbe Angebot wie in anderen Ländern vorzufinden, ist eine Illusion.
Einordnung: die Kriterien für den Tischtennis-Wettvergleich
Bevor die Reihenfolge der Liste gelesen wird, braucht der Leser die Skala. Was eine Bewertung von Wettanbietern hier misst — Bewilligung, Wettangebot, Limiten und Auszahlung —, steht in keinem Werbetext.
Die erste Frage ist die Bewilligung. In der Schweiz ist sie keine Marketinginformation, sondern ein Zustand: entweder ein Eintrag als Veranstalter mit Bewilligung fur ein Grossspiel oder die Feststellung, dass keine solche Bewilligung besteht. Zwischen diesen beiden Zustanden gibt es keinen Mittelweg, und ein Ausland ersetzt nichts. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem beliebigen anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das ist die Vorfrage, ob uberhaupt eine Aufsicht stattfindet. Wer sie uberspringt, kann die drei nachsten Antworten nicht einordnen.
Die zweite Frage betrifft das Wettangebot — und zwar erst, wenn die Sportart im Programm steht. Eine Bewertung der Tiefe eines Kontos ist an einer Liste zu messen, die nur wenige vollstandig kennen. Bei den bewilligten Veranstaltern ist das Angebot ohnehin durch die geschlossene Liste begrenzt; bei den ubrigen gilt die einfache Regel, dass man auf eine Sportart nicht setzen kann, die nicht im Programm steht.
Die dritte Frage betrifft Limiten und Auszahlung. Wie weit die Spanne reicht, zeigen zwei Eigenschaften derselben Schweizer Veranstalter: Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Werte jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Ein Haus, das seine Obergrenze selbst verschieben darf, wahrend der Leser seine Einsatze nicht verschieben kann, ist eine unsymmetrische Abmachung. Sie ist nicht unfair — sie ist nur die Richtung, in der solche Regeln gebaut werden.
Die vierte Frage ist die Marge. Sie steht in keinem Werbetext und ist doch der Preis des Produkts. Zu ihr gehört eine Rechnung.
Die Marge rechnen: was in einer 1,90-Quote schon bezahlt ist
Nehmen wir einen Überschlag, keine echte Quote: Zwei Ausgänge zu je 1,90 ergeben über 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) eine Auszahlungsquote von rund 95,2 %. Anders gelesen: Die Auszahlungsquote liegt bei etwa 94 bis 96 % und die Marge des Veranstalters damit bei rund 4 bis 6 %. Diese Spanne ist die Zahl und ihre Bedingung in einem — sie gilt für einen Markt mit zwei Ausgängen zu gleichen Quoten, und sie ist exemplarisch gerechnet, nicht abgeschrieben.
Der Satz, der daraus folgt, ist der einzige Betrag auf dieser Seite, der garantiert ist: Von jedem eingesetzten Franken bleiben dem Veranstalter in dieser Grössenordnung rund 4 bis 6 Rappen. Die Quote sorgt dafür, dass ein Gewinn möglich ist; die Marge sorgt dafür, dass die Bilanz einen systematischen Vorsprung hat. Wer das als «Risiko» verkauft, verkauft eine Botschaft, keine Rechnung.
Für Livewetten folgt daraus Konkretes. Bei 100 Wetten zu je CHF 10 auf einen solchen Markt stehen CHF 1’000 Einsatz im Spiel, und über die Marge gerechnet ergibt das einen durchschnittlichen Kostenbetrag von rund CHF 40 bis 60. Das ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten unter der Annahme, dass immer auf einen Markt dieser Marge gesetzt wird — keine Aussage darüber, wie irgendeine einzelne dieser Wetten ausgeht, und erst recht keine Aussage darüber, wie viele davon gewonnen werden. Wer live auf einen Sport setzt, dessen Märkte sich im Takt eines Aufschlags bewegen, trägt denselben Anteil bloss in kürzerer Zeit.
Und die «vollen 5 %» gibt es nicht. Der Quotenschlüssel ist eine Kennzahl über alle Ausgänge eines Marktes, nicht eine Prämie pro Wette. Auf einem Dreiwegemarkt, auf Totals oder Handicaps liegt er anders. Deshalb ist von der Marge nur als Durchschnitt zu sprechen — wer eine exakte Prozentzahl für eine exakte Wette verspricht, verspricht etwas, das er nicht wissen kann.
Und was von 1,90/1,90 noch zu halten ist
Bei einem Markt zu 1,90/1,90 sind beide Seiten gleich bepreist. Kein Ausgang ist teurer, keiner billiger, und genau deshalb ist diese Konstellation der sauberste Weg, den Preis des Produkts zu sehen: Es gibt keinen Ausgang, auf dem man durch die Quotenwahl noch etwas herausholen könnte. Wer die Verteilung ausnutzen will, muss später auf ein Fenster warten, in dem ein Preis ausschert — und dort liegt dann wieder eine andere Marge.
2026 im Vergleich: zehn Anbieter für Schweizer Tischtennis-Wetten
Zehn Namen, zwei Gruppen, eine Reihenfolge: zuerst die beiden Schweizer Veranstalter, dann die ausländischen Marken, die ein hiesiger Leser im Netz trifft und die alle als «ohne Schweizer Bewilligung» geführt werden. Die Bewertung erfolgt an denselben Kriterien aus dem Abschnitt zur Einordnung. Die gemischte Liste hat einen Grund: Ohne die beiden Schweizer Veranstalter zu kennen, lässt sich der Status der übrigen acht nicht einordnen.
Swisslos Sporttip: das bewilligte Angebot mit gestaffelter Verlustlimite
Swisslos ist eine der beiden Genossenschaften, die in der Schweiz Sportwetten veranstalten dürfen. Sitz Basel, Bewilligung als Grossspiel mit Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51), Aufsicht durch die Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein; ein Onlinekonto gibt es nur mit Wohnsitz in diesem Gebiet.
Für die Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Bei den Einsätzen ist der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei einer Sportart wie Tischtennis, in der ein einzelnes Match selten grosse Summen trägt, ist die Obergrenze kaum das Problem — die Untergrenze ist es erst recht nicht. Der Punkt ist ein anderer: Die Grenze ist eine Hausregel und kein Vertrag, und sie kann sich zwischen zwei Login-Vorgangen bewegen. Wer Betrage plant, plant sie innerhalb dieser Grenze und nicht daruber.
Zur Spielzeit: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Auf ein Tischtennismatch übertragen heisst das, dass eine Wette auf den Sieger nach den Sätzen entschieden wird, die tatsächlich gespielt werden — und nicht nach einem abgebrochenen fünften Satz, den niemand zu Ende gespielt hat.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; für alle Wetten muss Swisslos Cash-Out nicht anbieten. Wer den Knopf nutzen will, nutzt also eine Option, deren Preis sich mit dem Spielstand ändert und deren Bestehen nicht zugesichert ist. Für einen kurz getakteten Sport ist das ein doppelt relevantes Detail: Das Match kann vorbei sein, bevor man den Betrag gesehen hat.
Die Boosts sind eng zugeschnitten. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer live setzt, ist damit von Haus aus nicht Adressat der Erhöhung, und wer nach der Erhöhung aussteigt, verliert sie. Bemerkenswert: Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Jeder zusätzliche Tipp bringt also eine weitere Marge mit ins Paket. Das ist kein Grund, den Boost zu meiden — es ist ein Grund, ihn nicht als Geschenk zu lesen.
Ein weiterer Mechanismus, den man kennen sollte: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei einem Turnier mit mehreren Spielen desselben Spielers oder derselben Mannschaft ist diese Regel die Grenze zwischen einem gültigen Schein und einer Rückabwicklung.
Zusammengenommen ist Sporttip das Angebot mit dem stärksten Schutz und der engsten Korsage: gestaffelte Verlustlimiten vor dem ersten Einsatz, ein vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, eine Bet-Builder-Bindung, ein auf Einzelwetten zugeschnittener Quotenboost. Was daran nicht gefällt, ist genau das, was daran schützt. Wer Einsätze in der Grössenordnung eines Feierabendvergnügens plant, findet hier ein Haus, dessen Regeln vor dem Konto da waren.
Loterie Romande Jouez Sport: der Westschweizer Arm mit 2’350 Verkaufsstellen
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungsform ist dieselbe wie bei Swisslos: Grossspiel mit Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa. Ein Onlinekonto ist nur mit Wohnsitz in ihrem Gebiet möglich.
Die Zahl der Verkaufsstellen sagt mehr über den Vertrieb als über die Qualität. 2’350 Adressen in sechs Kantonen sind eine Dichte, die kein Onlineanbieter in derselben Region erreicht — ein Wettschein lässt sich dort abgeben, wo man ohnehin hingeht. Was das praktisch bedeutet, hängt vom Wohnort ab: Für jemanden, der zehn Minuten von einer Verkaufsstelle entfernt wohnt, ist die Schwelle zum ersten Wettschein eine andere als bei einem reinen Onlineprodukt. Und wer keinen Wohnsitz in einem der sechs Kantone hat, kommt an das Onlinekonto nicht heran, gleichgültig wie attraktiv die Zahlen aussehen.
Zwei Punkte, die hier gesondert zu bedenken sind. Erstens: Der Schutz am Schalter ist so gut wie der Mensch dahinter — die Gespa hat 2025 bei Testkäufen in 47,5 % von 200 Fällen an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Ein dichtes Netz steht also nicht automatisch für strenge Kontrolle. Zweitens: Die beiden Veranstalter teilen sich denselben rechtlichen Rahmen, aber nicht dasselbe Einzugsgebiet. Wer im Wallis wohnt und in Zürich arbeitet, hat sein Konto im Westen und kann es nicht einfach nach Osten mitnehmen.
Der ersehnte Vergleich mit einem internationalen Buchmacher fällt damit zusammen: Bei den grossen Marken ist die Registrierung ein Formular, bei Jouez Sport ist sie der Nachweis, dass man im richtigen Kanton wohnt. Das schliesst mehr Leser aus, als man denkt. Für einen Westschweizer, der ein Produkt mit einem physischen Netz, mit der dichten Dichte und ohne Offshore-Fragen will, ist das trotzdem das Haus, das bleibt.
Rabona: ohne Schweizer Bewilligung — und ohne Schweizer Register
Rabona steht in dieser Liste ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt, und eine solche hätte in der Schweiz ohnehin keine Geltung (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rechtspflege. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, worauf Schweizer Telekommunikationsanbieter sie per DNS blockieren.
Eine Sperre, die binnen Stunden durch einen Domainwechsel umgangen wird, ist eine Hürde und kein Zaun. Das ist kein Argument für Rabona, sondern eine Beschreibung des Mechanismus.
Für einen Teil der Leser endet das Gespräch hier: Sie wollen ein Haus mit Bewilligung, und Rabona hat keine. Für einen kleinen Kundenstamm bleibt es dennoch interessant, weil er keine Schweizer Regeln sucht — er sucht eine Wettmöglichkeit, die ihm hier niemand verbietet, und nimmt dafür den Verlust der Schweizer Zuständigkeit in Kauf. Wer das so sieht, soll es wissen. Wer nicht, braucht den Namen nicht weiterzuverfolgen.
Betscore: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Register
Betscore ist in derselben Weise gelistet: ohne Schweizer Bewilligung. Wie bei Rabona: keine Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtspflege, Eintrag auf der Sperrliste möglich.
Der Unterschied zu einem bewilligten Haus liegt nicht in der Oberfläche des Kontos, sondern in der Zuständigkeit. Wer gegen eine Auszahlung vorgehen will, findet bei einer Schweizer Bewilligung einen Weg; ohne sie gibt es keinen Schweizer Weg. Für einen Spieler, der Einsätze in der Grössenordnung eines Kinobesuchs plant, ist das ein gleichgültiger Punkt. Für jeden, bei dem ein Streit über einen Betrag denkbar ist, ist es der Punkt.
Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung — als Alternative nicht geeignet
Playzilla steht in dieser Liste ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: keine Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtspflege, die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Der Nutzen dieses Eintrags liegt genau darin: Er ist als Alternative für einen hiesigen Spieler nicht geeignet. Wer den Namen in einer Suche findet, findet ihn ohne Bewilligung. Eine Bewertung an Kriterien wie Angebot und Limiten kann derzeit nicht stattfinden, weil dieser Anbieter schon die erste Vorfrage nicht besteht. Und wer sich hier registriert, verbucht seine Verluste nicht unter dem Schweizer Schutz und hat keine Schweizer Instanz über sich.
Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung — die fehlende Prüfung beim Konto
Sportuna ist ohne Schweizer Bewilligung gelistet. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt und hätte in der Schweiz keine Geltung.
Ein Punkt, der bei den ausländischen Marken dieser Liste zählt: Der Ausweisnachweis mit der Prüfung gegen Adressdatenbanken existiert bei Swisslos, weil eine Schweizer Bewilligung ihn verlangt. Wer sich bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung registriert, hat diese Prüfung nicht durchlaufen. Das ist keine Formalie, sondern der Punkt, an dem die Wirkung einer Spielsperre endet — sie entfaltet sich nur bei den Anbietern, die das Register lesen.
Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung — die eine Spalte, die nichts unterscheidet
Bettilt steht ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt und hätte in der Schweiz keine Geltung.
Auffällig ist, dass Bettilt neben den anderen Namen ohne Bewilligung kein Merkmal trägt, das eine Zeile von der nächsten unterschiede. Genau das ist der Befund. Wenn die Bewilligung das Kriterium ist, dann gibt es innerhalb dieser Gruppe nichts zu wählen. Die Unterscheidung findet zwischen den ersten beiden Zeilen und dem Rest statt.
Bruce Bet: ohne Schweizer Bewilligung — und die Grenze der Vergleichbarkeit
Bruce Bet ist ohne Schweizer Bewilligung gelistet. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt und hätte in der Schweiz keine Geltung. Kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtspflege, die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Damit endet jede Prüfung an derselben Stelle wie zuvor, und das ist keine Redundanz, sondern der Kern des Vergleichs. Was danach noch unterschieden werden könnte — ob und wie ein Anbieter Tischtennis bepreist, welche Einsätze er zulässt, wie schnell er auszahlt — steht unter Bedingungen, die der Anbieter selbst setzt. Kurz: Es gibt hier nichts, was man gegen eine Schweizer Bewilligung einlösen könnte.
Donbet: ohne Schweizer Bewilligung — was ein hiesiger Spieler selbst trägt
Donbet erscheint ohne Schweizer Bewilligung. Gleiche Lage wie bei den anderen Anbietern ohne Bewilligung.
Was bleibt, gilt für jedes Haus dieser Gruppe: Ein Schweizer Spieler trägt die Auszahlung und die Fairness dort allein mit. Das ist keine Warnung vor dem Anbieter und schon gar keine Unterstellung — es ist die Feststellung, dass die Schweizer Behörden hier nicht zuständig sind und es auch nicht sein wollen.
Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung — der letzte Name der Gruppe
Rainbet schliesst die Liste ab: ohne Schweizer Bewilligung. Gleiche Lage wie bei den anderen Anbietern ohne Bewilligung.
Dass alle acht ausländischen Marken in derselben Feststellung enden, ist die Lage des Gesetzes und kein Urteil über die einzelnen Häuser. Die Annahmen recherchierter Häuser unterscheiden sich in den Produkten und nicht in der Bewilligung. Deshalb liefert die Bewilligungsspalte innerhalb dieser Gruppe keinen Unterschied — und deshalb sind die anderen Kriterien von dieser ersten abhängig.
Wie die Vergleichstabelle zu lesen ist
Die Tabelle «2026 im Vergleich: zehn Anbieter für Schweizer Tischtennis-Wetten» bringt die Angaben in drei Spalten. Die erste nennt den Anbieter, die zweite den Bewilligungsstatus, die dritte die verantwortliche Stelle. Die Botschaft ist eindeutig, sobald man die zweite Spalte von oben nach unten liest: In der Schweiz existieren zwei Zeilen mit Bewilligung für ein Grossspiel, beide unter der Aufsicht der Gespa, und acht Zeilen ohne.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
| Donbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung festgestellt; Eintrag auf die Gespa-Sperrliste möglich |
Wer diese acht Zeilen liest, findet darin keine Rangfolge und soll darin keine finden. Sichtbar wird, dass die beiden Schweizer Häuser nicht die Auswahl unter zehn sind, sondern die Bewilligungsträger unter zehn — und dass die verbleibenden Namen für einen Spieler ohne Schweizer Wohnsitz, ohne Schweizer Schutz und ohne Schweizer Ansprechstelle spielbar sind, aber nicht mit den Rechten des hiesigen Systems. Wer die fünf Minuten investiert, die Bewilligungsspalte ernst zu nehmen, spart sich den Vergleich der acht Zeilen darunter.
Häufige Fragen zu Tischtennis-Wetten in der Schweiz
Sind Wetten auf Tischtennis in der Schweiz verboten?
Nein. Erlaubt sind sie nur bei den beiden Veranstaltern, die das Gesetz dafür zulässt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, jeweils mit Bewilligung für ein Grossspiel. Ein Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus, deshalb entscheidet der Wohnkanton, welches Haus überhaupt in Frage kommt.
Steht Tischtennis mit seinen Turnieren auf der Gespa-Liste?
Die Gespa führt die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Rankingwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme oder das Podest entscheidet; Trainingsläufe fehlen ganz. Ob eine Turnierserie gerade läuft, ist eine Momentaufnahme der Version vom 9. September 2026.
Welche Wettarten ergeben sich aus Best of five und Best of seven?
Ein Satz endet bei 11 Punkten mit zwei Punkten Vorsprung. Punktspiele laufen über Best of five mit 3 Gewinnsätzen, grosse Turniere über Best of seven mit 4 Gewinnsätzen. Die Wette bezieht sich in der Regel auf den Matchsieger und nicht auf den einzelnen Satz. Der Modus bestimmt, wie lange ein Spiel dauern kann und wie stark sich Livequoten über die Partie bewegen.
Wie lässt sich eine Vorhersage begründen, und warum gibt es keine sichere Strategie?
Begründen lässt sie sich über Form, direkte Duelle, die Qualität von Aufschlag und Rückschlag und den Preis selbst. Sicher ist sie damit nicht: Bei 11-Punkte-Sätzen mit Verlängerung entscheiden wenige Ballwechsel, und in jedem Preis steckt die Marge des Veranstalters. Ein Tipp ist eine Anleitung zum Abwägen, keine Vorhersage.
Was bedeutet die Marge, und wie wirkt sie sich bei kurzen Ballwechseln aus?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem Einsatz behält. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90 ergibt die Auszahlungsquote rund 94 bis 96 %, die Marge also rund 4 bis 6 % — bezogen auf diesen Beispielfall, nicht als Einheitsprämie. Bei Aufschlagwechsel alle zwei Punkte bewegen sich Livequoten schneller als in Sportarten mit langen Abschnitten.
Wie funktionieren Verlustlimiten und Spielsperre bei den bewilligten Veranstaltern?
Vor der ersten Teilnahme müssen Limiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Selbstsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich; unbefristet gilt sie schweizweit auch für Casinos und Liechtenstein.
Sportarten – korbballtipps
Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»
