Quotenrechner für Schweizer Sportwetten: rechnen hilft, sperren schützt besser
Ladevorgang...
In der Schweiz darf eine Sportwette mit festen Quoten zwischen CHF 1 und CHF 1’000 liegen. Zwischen diesen beiden Zahlen entscheidet sich, ob ein Quotenrechner ein Werkzeug oder ein Spielzeug ist.
Stand: Oktober 29, 2026, abgeglichen mit den veröffentlichten Spielregeln von Swisslos und der Loterie Romande sowie den Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa.
Denn die Quote, die ein Rechner in Sekunden multipliziert, ist die eine Zahl im Vorgang, die der Wettende nicht setzt. Der Einsatz ist frei gewählt, die Voraussage ist frei gewählt, die Quote steht fest und wird nur gelesen. Wer den Rechner benutzt, um zu prüfen, ob sein Budget zu einer Voraussage passt, benutzt ihn richtig. Wer ihn benutzt, um eine Voraussage zu beweisen, der rechnet an der Sache vorbei.
Das ist die Reihenfolge dieses Textes: erst die Grenzen, die unabhängig von jeder Rechnung gelten, dann die Rechnung selbst, dann die Anbieter, die in der Schweiz überhaupt eine Quote stellen dürfen.
## Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, nicht nach der ersten Niederlage
Wer sich bei Swisslos für die Online-Teilnahme registriert, setzt vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Daneben lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.
Zwei Mechanismen in einem Satz: nach unten darf es jederzeit gehen, nach oben nur nach einer Zwangspause von drei Tagen. Diese 72 Stunden sind der eigentliche Schutzmechanismus eines verärgerten Sonntagabends — wer nach einer verlorenen Kombiwette aus CHF 1’000 plötzlich CHF 4’000 erlauben will, kann es am Montagmorgen tun, aber nicht am Sonntagabend. Der Vorgang ist bürokratisch, und das ist der Punkt.
Wer die Limiten nie anfasst, hat trotzdem welche. Es gibt keine Sportwette ohne gesetzte Verlustlimite, und darin unterscheidet sich die Schweiz von der Erzählung, die viele ausländische Portale verbreiten: hier setzt der Spielende die Grenze, nicht der Staat, und der Veranstalter muss ihn zwingen, überhaupt eine zu nennen. Es existiert keine gesetzlich fixierte Einzahlungsobergrenze.
Sporttip bietet zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage an — ein zweites, vom Verlust getrenntes Konto an Vorsicht, das sich gerade für unregelmässige Einzahler eignet.
Was eine Sperre wirklich kostet
Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, mit einer Frist, die sich nicht abkürzen lässt. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und wirkt damit auch in Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Freiwillig gesperrt bleibt gesperrt — die Aufhebung einer unbefristeten Sperre setzt drei Monate und die Einschaltung einer Fachstelle voraus, und eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter überhaupt anbieten.
Für die Rechnung heisst das: eine Sperre sperrt auch den Quotenrechner, den Kombirechner und das Wettschein-Formular. Sie ist das wirksamere Werkzeug als jede Kalkulation, weil sie den Zugang schliesst statt die Zahl zu erklären.
Und der Verlauf eines Jahres in der Schweiz, gemessen von der Gespa mit Testkäufen: Im Jahr 2025 wurde an 200 Verkaufsstellen in 47,5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf den Tisch, bevor jemand «Kontrolle» als Verkaufsargument hört. Schutz an der Verkaufsstelle ist eine Absicht, keine Wand.
Der Rechner kennt Ihre Miete nicht
Ein Rechner zeigt, dass aus CHF 20 Einsatz bei Quote 2.10 ein Bruttobetrag von CHF 42 und ein Reingewinn von CHF 22 wird. Er weiss nicht, dass am Monatsende CHF 300 offen sind. Der Betrag, den ein Rechner ausgibt, ist die Rechnung für den Fall, dass die Wette aufgeht, und der Fall, dass die Wette nicht aufgeht, kostet nicht weniger, weil er sich nicht in Ziffern ausdrückt.
Der praktische Ratschlag: Wer ein Verlustlimit setzt, das höher ist als sein monatliches Spielbudget, hat eine Limite gesetzt, um sich nicht mit der Limite beschäftigen zu müssen.
Die Spielsperre betrifft unbefristet gesperrte Personen schweizweit, und ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer gesperrt ist, hat nicht Anspruch auf Rückzahlung einer Wette. Das ist hart, und es ist genau der Grund, weshalb der Streit mit dem Spiegel nicht am Abend der Sperre ausgetragen werden sollte.
## Grundlage für jede Rechnung: so liest man Quoten
Bevor irgendeine Zahl vertrauenswürdig wird, steht die Frage, in welchem System sie geschrieben ist. Eine Dezimalquote von 5,50 entspricht bei 1 € Einsatz einer Auszahlung von 5,50 € und einem Reingewinn von 4,50 €; dieselbe Quote lautet als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250. Bei der US-Quote bedeutet −250, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen — ein Minuszeichen vor einer Zahl, die eigentlich ein Einsatzverhältnis beschreibt.

Die Richtung der Umrechnung verrät die Absicht des Portals. Rechner aus dem angelsächsischen Raum schreiben die amerikanische Form gross, weil ihre Leser sie gewohnt sind, und liefern die Dezimalquote als Nebenzeile. In der Schweiz gilt das Umgekehrte: Hier steht die Dezimalquote im Wettschein und alles andere ist Übersetzungshilfe. Wer die Bruchquote 2/5 sieht und daraus 1,40 macht, hat die Umrechnung in der einzigen Richtung gemacht, die er hier braucht.
Ein Wort zur Vorsicht. Eine Quote über 1.00 heisst, dass die Wette im Gewinnfall mehr zurückzahlt als sie gekostet hat; eine Quote von genau 1.00 heisst, dass sie die Kosten zurückgibt, nicht mehr und nicht weniger. Diese 1.00 begegnet Ihnen im Kleingedruckten nicht als Möglichkeit, sondern als Werkzeug. Bei Sporttip gelten Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Es gibt also immer einen Weg für den Anbieter, eine Wette zu begleichen, ohne etwas zu verlieren. Deshalb ist der erste Betrag, der eine Wette ausmacht, nicht die Quote, sondern der Einsatz, der verloren gehen darf.
## Was ein Wettrechner durchrechnet und was nicht
Ein Wettrechner berechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen — so steht es in der Beschreibung eines solchen Werkzeugs, und es sagt viel über die Grenzen der Kategorie. Die Anzahl der Auswahlen ist die Grösse, die sich vervielfachen lässt; die Grösse, auf die es ankommt, lässt sich nicht eingeben.
Die eigentliche Rechnung ist kurz. Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten ist Einsatz × (Quote − 1). Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Alles Weitere in einem Wettrechner ist Buchhaltung über diese zwei Zeilen.
Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Eine Kombination aus Quoten von 1.80 und 2.10 hat demnach eine Gesamtquote von 3,78, aus CHF 20 werden CHF 75,60 vor der Rundung. Die Multiplikation treibt einen zuverlässig nach oben. Genau das ist ihr Verkaufsargument.
Die Kehrseite wird in einen Quotenrechner nicht eingegeben: Die Gesamtquote steigt, die Trefferchance sinkt. Die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Ereignisse fliessen in die Rechnung nirgends ein. Ein Werkzeug, das eine Zahl ausgibt, die nach oben zeigt, hat keinen Anlass, das zu erwähnen.
Die Syntax in Systemfamilien
Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben wie etwa «3 aus 5». Jede dabei entstehende Kombination heisst Wettreihe. Ein «3 aus 5″ enthält genau zehn solcher Reihen, jede Klammer eine eigene Chance, und der Einsatz vervielfacht sich, weil jede Reihe ihren eigenen Einsatz trägt. Eine Systemwette ist damit nie Einsparung. Sie ist verteiltes Risiko: Wer sich in einer von fünf Voraussagen irrt, verliert nicht alles, aber er gewinnt auch nicht mehr viele Reihen, und ein sehr grosser Teil des Einsatzes kann in Reihen verschwinden, in denen genau die eine falsche Voraussage enthalten ist.
Ich habe noch keine Anwendung gesehen, in der dieser Verteilungsgedanke mit den Limiten eines Schweizer Veranstalters vollständig zusammenkommt. Bei Swisslos und der Loterie Romande bekommen Sie einen guten deutschen Systemwettenrechner, wenn Sie die Zahl der Auswahlen und die Quote hineinschreiben können; die Zeilen, die Schweizer Veranstalter gar nicht anbieten, kommen von ausländischen Rechnern zurück. Was Sie damit anfangen, entscheidet dann die Geografie. Im deutschen Player 1X2 wird bei Schweizer Veranstaltern ohnehin nur auf das Ergebnis über die reguläre Spielzeit gewettet. Die Quote von Paddy Power auf die Verlängerung lassen Sie sich vom Ausland aus anzeigen, platzieren sie aber nicht in Basel.
Wer einen Rechner mit mehreren Zeilen vor sich hat, sollte ihn in zwei Durchgängen bedienen: erst die totale Quote zeigen, dann erst den Einsatz, und nie den Einsatz so weit wählen, dass die Kombination erst attraktiv aussieht.
Halbe Euro und Rappen
Ein Quotenrechner gibt Ihnen ein Ergebnis. Der Anbieter geht mit diesem Ergebnis um wie die Buchhaltung. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen abgerundet. Der Rechner im Netz zeigt oft das glatte Produkt. Die Kasse zahlt das Gekürzte. Bei CHF 1 Einsatz ist das bedeutungslos, bei einer Reihe von Wetten laufen diese Rappen in eine Richtung, und es ist nie die Richtung des Kunden.
Ein Detail, das niemand in einen Rechner eintippt und das jede Langfristhype relativiert: Bei einer Wette auf Swisslos gelten im Fussball nur die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit als Spielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird.
## Wenn die Sportwette nicht stattfindet
Ereignisse verschwinden angekündigt oder unangekündigt, und je länger eine Kombination wird, desto häufiger. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Nicht die Wette, sondern die Voraussage — der Rest der Kombination lebt weiter, nur mit einem Faktor von 1.00.
Ein Rechner kennt diesen Mechanismus übrigens nicht. Wenn Sie zehn Kombinationen mit einer gestrichenen Voraussage durch den Rechner schicken, steht in der Ausgabe auf dem Papier noch der optimistische Wert. Im System steht ein anderer. Wer sieht, dass seine Kombination nach der Streichung nur noch auf dem Niveau von vor zwei Auswahlen liegt, wird darin nichts finden, was ihn zurückbringt.
Bei Kombinationen aus voneinander abhängigen Ereignissen derselben Sportveranstaltung — ein Spieler profitiert, ein anderes Tor fällt — passiert etwas, das kein Rechner vorhersieht: Bei Sporttip werden solche Ereignisse ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein erstatten Sie-Einsatz ist nicht der gleiche Vorgang wie ein Gewinn.
## Cash-Out rechnet anders als der Rechner auf Ihrem Bildschirm
Ein Cash-Out ist nicht das, was Ihr Wettrechner ausgibt, sondern eine zweite, völlig eigenständige Quote. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Es lohnt sich, die Differenz einmal in Zahlen zu betrachten. Wenn ein Wettrechner aus CHF 20 Einsatz bei Quote 2.10 den Bruttobetrag 42 ausgibt und der Cash-Out für dieselbe Kombination bei CHF 28 liegt, dann hat der Ausstieg CHF 14 gekostet. Kein Rechner auf dem Markt rechnet das aus; es steht nur in der Auszahlungsmaske, die man beim Klick sieht. Das ist der eigentliche Grund, Cash-Out nicht als Sicherheitsnetz zu verbuchen, sondern als einen Verkauf.
Bei Swisslos gilt zudem: ohne die Cash-Out-Funktion von Swisslos beginnt das Rennen — das Vollcheckout ist ein Merkmal, das sich Swisslos vorbehalten hat — und wer online aussteigt, hat im Hinterkopf, dass die Sportwette bei Swisslos auch über die Verkaufsstellen läuft, wo ein Teilausstieg gar nicht existiert.
Ein Cash-Out verfällt zudem in bestimmten Konstellationen mit den Boni. Quoten- und Profit-Boosts gelten bei Sporttip nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer also bei einem Boost mit dem Cash-Out liebäugelt und selbst noch schnell zurechnet, sollte den Preis dafür in seine Ziffern aufnehmen: Er ist nicht in der Wette, sondern in den Bedingungen.
## Der Kombiboost: schöner Nettogewinn, harte Bedingungen
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Die Bedingung »Quote von je mindestens 1.50″ ist der wichtigste Satz in diesem Absatz, und zwar nicht wegen der Zahl selbst, sondern wegen ihrer Wirkung: Sie schliesst die sicheren kleinen Quoten aus, aus denen sich niedrige Kombinationen sonst zusammenbauen lassen. Sie zwingt jede der vier, sieben oder fünfzehn Voraussagen ins mittlere Band, in dem die Trefferchance schon deutlich unter der eines Favoritensiegs liegt. Wer fünfzehnmal ein 1.50-Ereignis treffen muss, hat die Chance eines Münzwurfs bei weitem nicht mehr, egal wie schön die Prozentstaffel aussieht. Der Kombiboost belohnt also nicht das Rechnen, sondern das Risiko, und ein Quotenrechner, der die Trefferwahrscheinlichkeit nicht kennt, kann nicht davor warnen.
Der zweite Satz: «Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.» Ein Prozentwert ohne Bezugsgrenze ist immer ein Versprechen mit einem Deckel. Der Deckel gehört zur Kalkulation, sonst kalkulieren Sie über sich hinaus.
## Mindest- und Höchsteinsätze in der Schweiz: enge Häuser, klare Kanten
Zwei Zahlen, die jede Rechnung begrenzen, stehen in den Spielregeln statt in einem Rechner.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Dazu kommen zwei Obergrenzen auf der Gewinnseite: Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Die Differenz zwischen den beiden Häusern ist kleiner, als sie aussieht, und die eigentliche Einschränkung liegt woanders. Bei Jouez Sport deckelt ein gutes Drittel der Höchsteinsatz der Westschweizer Veranstalter die Strategie der progressiven Erhöhung: Wer nach einem verlorenen CHF 500-Einsatz den nächsten höher setzen möchte, kann es bei Sporttip mit CHF 1’000 versuchen und bei Jouez Sport nicht, weil dort bei CHF 500 Schluss ist. Beim Systemwettenfeld kippt das Bild: CHF 10’000 ist ein Deckel, der kaum jemanden stört.
Die Grenze, die wirklich zählt, steht in beiden Regelwerken: eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist keine Warnung, das ist eine Absage. Und für beide Häuser gilt, dass CHF 1 oder CHF 2 Mindesteinsatz gerade für den Reingewinn einer Quote von 1.10 eine Kleinigkeit ergeben. Eine Sportwette auf die niedrigste erlaubte Quote zahlt bei einem Franken ganze zehn Rappen Reingewinn — und bei einem Franken pro Runde ist die Rückzahlungsquote des Marktes ein grösserer Faktor als die Quote.
## Die Rechner im Vergleich: was in der Tabelle fehlt, ist die Gebühr
Eine Rangliste von Rechnern bewertet, ob Einzel-, Kombi- und Systemwetten abgedeckt sind, wie die Quotenformate umgerechnet werden und ob die Ergebnisse nachvollziehbar sind. Drei Kriterien für eine Kategorie von Werkzeugen, die auf drei verschiedenen Plattformen steht: die Rechner des Veranstalters selbst, die unabhängigen Rechner von Vergleichsseiten und die Rechner-App, die nur den Reingewinn auf dem Handy ausrechnet.
Der Rechner des Veranstalters kennt das Regelwerk. Er weiss, wie die Rundung läuft, er weiss, dass eine Streichung in der Kombination Quote 1.00 bedeutet, und er kennt die Limiten des Hauses. Der Preis dafür ist, dass er genau ein Haus kennt. Der unabhängige Rechner kennt die Quotenformate und alle Wettformen, weiss aber nichts über die Besonderheiten, die in den Spielregeln stehen — er rechnet eine Wette durch, die in dieser Form gar nicht angenommen wird.
Genau deshalb steht in der Tabelle, die die Anbieter dieser Seite nebeneinanderstellt, die entscheidende Spalte nicht: Kein Rechner der Welt kennt die Marge des Marktes, in dem die Quote steht. Rechnen kann man nur mit dem, was einem hingelegt wurde. Der Vergleich der Anbieter beginnt deshalb bei der Bewilligung und nicht beim Rechenschieber.
Der Überblick
| Anbieter | Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
| MyStake | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
| bet365 | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldet, ohne Kraft in der Schweiz |
Zehn Zeilen, zwei Häuser. Das ist keine Auswahl, das ist das Ergebnis der kantonalen Begrenzung auf zwei Veranstalter — und wer wissen will, wie es zu dieser Zahl kam, findet die Antwort im Abschnitt ## ## Bewilligung und Rechtslage. Für die Rechnerfrage ist der Punkt ein anderer: Bei zwei Häusern ist die Quotenvielfalt vier Zahlen pro Markt statt vierzig, und die Frage, welche Quote die beste sei, hat eine deutlich kürzere Antwort.
Wer das als Nachteil empfindet, sollte in die andere Spalte schauen.
Was an einem Rechner wirklich zu messen ist
Drei Dinge scheiden die brauchbaren von den dekorativen Werkzeugen. Erstens die Frage, ob die Kombination jeder Voraussage einzeln gerechnet werden kann; die totalen Quoten verstecken Fehler. Zweitens, ob das Werkzeug die Quotenformate konvertiert und nicht nur behauptet, es zu tun — ein Rechner, der die Bruchquote 2/5 nicht kennt, kennt Ihre Ausgabe nicht. Drittens, ob die Ausgabe das Netto neben das Brutto stellt. Das ist die Differenz, die ein Wettender nachschlägt, und ein Werkzeug, das nur die Bruttosumme ausgibt, gibt die grössere Zahl aus.
Der Quotenschlüssel: die Zahl, die kein Rechner anzeigt
Das ist die Marge, und sie steckt in jeder angebotenen Quote. Die Berechnung verlangt alle Ergebnisse eines Marktes. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 ergibt sich aus je 1 geteilt durch 1.90 zweimal 0,5263, zusammen 1,0526. Der Kehrwert davon ist der Quotenschlüssel: rund 0,95, also etwa 95 Prozent. Die Marge — der Rest — liegt bei etwa 0,05, also 5 Prozent.
Die Bandbreite folgt aus dem Einsatz. In einem sehr liquiden Markt driften die Quoten gegen 1.95 und 1.95, der Quotenschlüssel steigt gegen 97,5 Prozent, die Marge fällt auf 2,5 Prozent. In einem dünn besetzten Markt stehen 1.85 und 1.85, der Schlüssel liegt bei rund 92,5 Prozent, die Marge bei etwa 7,5 Prozent. Für einen Wettenden mit festem Budget ist der Unterschied zweistellig: Wer CHF 100 im Monat in Märkten mit 5 Prozent durchspielt, gibt im Erwartungswert rund CHF 5 pro Monat als Gebühr an das Haus; in einem Markt mit 8 Prozent sind es rund CHF 8.
Ein Zwei-Weg-Markt mit gleichen Quoten ist ein Extremfall, und die reale Sportwette hat selten nur zwei Ausgänge mit identischer Einschätzung. Der Rechnungsweg bleibt der gleiche, die Zahlen werden unruhiger: Bei einem Drei-Weg-Markt mit 2.50, 3.40 und 2.90 stehen die Kehrwerte 0,4, 0,294 und 0,345. Addiert man sie, kommt 1,0392 heraus, der Quotenschlüssel liegt bei 96,2 Prozent, die Marge bei 3,8 Prozent. Ein Handicap-Markt mit zwei Quoten von 1.90 wiederum landet bei exakt 5 Prozent. Die Marge ist also keine Eigenschaft eines Anbieters, sondern eine Eigenschaft eines Marktes an einem Tag in einer Liga.
Für die Rechnung auf dem eigenen Blatt heisst das: Der Reingewinn einer Wette ist die positive Zahl, die ein Rechner zeigt. Das Average-Loss-Szenario eines langen Spielplans ist Ertrag × Quotenschlüssel. Die zweite Zahl kennt Ihr Rechner nicht, und ohne sie ist die erste eine freundliche Vermutung. Nehmen Sie die Marge eines Marktes als grobe Angabe für die Hausgebühr und nicht als Bewertung eines Portals.
## ## Wie man Quoten liest und wo der Rechner endet
Der Überblick liefert Grundlagen und eine Einordnung: wie Quoten gelesen werden, was ein Rechner leistet und weshalb sein Ergebnis nur so gut ist wie die eingegebene Quote.
Diese Einordnung lässt sich auf einen Satz bringen: Sie können nicht rechnen, wenn Sie nicht lesen können.
Zwei Wege, eine Quote zu lesen
Es gibt zwei grundverschiedene Übungen an derselben Zahl, und sie werden regelmässig verwechselt.
Die erste ist die Rückwärtsrechnung. Eine Quote von 1.90 sagt, dass 1 geteilt durch 1.90, also rund 52,6 Prozent, die Wahrscheinlichkeit ist, bei der Einsatz und Auszahlung eines Ergebnisses gleich hoch sind. Diese Rechnung ist der Schlüssel zur Marge, weil sie für jedes Ergebnis eines Marktes funktioniert. Sie zeigt aber nur, was das Haus vorgibt, nicht was die Sache wirklich ist.
Die zweite ist die Vorwärtsrechnung, und sie ist das, was tatsächlich ein Wettrechner macht: Einsatz × Quote. Die Quote geht als Multiplikator hinein, nicht als Wahrscheinlichkeit. Das ist die ganze Verwechslung, um die es hier geht: Eine hohe Quote sieht grosszügig aus, eine niedrige knauserig. Beide sind Übersetzungen derselben Sache — einer Einschätzung. Die grosse Zahl ist nicht die bessere Einschätzung, sondern die unwahrscheinlichere. Genau deshalb liefert ein Quotenrechner für eine Einzelwette mit Quote 10.00 eine vielversprechende Auszahlung, ohne dass das einen Hinweis auf den erwarteten Ertrag dieser Wette gibt.
Wer das einmal verinnerlicht hat, sieht den Sinn der tiefen Quoten: eine Quote von 1.10 auf einen klaren Favoriten ist keine Gnade, sondern eine Wette mit rund 91 Prozent eingebauter Wahrscheinlichkeit und einer Gebühr obendrauf. Wer den Betrag nimmt, den er ausgeben will, und ihn auf ein 1.10-Ereignis setzt, kauft sich eine hohe Trefferquote und bezahlt sie mit dem Anteil, der jedes Mal ans Haus geht. Wer den gleichen Betrag auf eine Quote von 3.00 setzt, kauft sich das Gegenteil zu einem anderen Preis. Beide Zahlen kann ein Rechner ausgeben; welcher Kauf besser ist, kann er nicht sagen, weil niemand die Wahrscheinlichkeit kennt.
Quotenformate, die der Rechner übersetzen sollte
Die Übersicht der drei Schreibweisen:
| Format | Beispiel | Was es ausdrückt |
|---|---|---|
| Dezimal | 5.50 | Auszahlung je eingesetzter Einheit |
| Bruch | 9/2 | Reingewinn im Verhältnis zum Einsatz |
| US | +450 | Einsatzverhältnis auf 100 |
| Dezimal | 1.40 | Auszahlung je eingesetzter Einheit |
| Bruch | 2/5 | Reingewinn im Verhältnis zum Einsatz |
| US | −250 | Einsatz, um 100 zu gewinnen |
Bei der US-Quote braucht es immer einen zweiten Blick, und das Minuszeichen ist der Grund: −250 heisst nicht, dass 250 zu gewinnen sind, sondern dass 250 gesetzt werden müssen, um 100 zu gewinnen. Bei +450 ist es genau umgekehrt. Eine einzige Zeichenumkehr, und der Faktor ändert sich um ein Vielfaches. Ein Quotenrechner, der diese Umrechnung annimmt, ohne sie anzuzeigen, macht aus 450 irgendwann die Hälfte oder das Doppelte — die Zahl ist glaubwürdig, das Format wurde stillschweigend getauscht.
Swap-Leçon: Die Formel für die Margenrechnung funktioniert nur in Dezimalzahlen. Wer die Quoten in einem US-Format in die Formel 1/Quote hineinschreibt, erhält sinnlose Werte. Das erste, was ein Rechner tun muss, ist konvertieren.
## Bewilligung und Rechtslage: was in der Schweiz gewettet werden darf
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur die Casinos kontrolliert. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung für jedes Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und in der Folge gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains. Die Nettoerträge gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Sporttip und Jouez Sport sind die beiden Produkte, die daraus entstanden sind. Swisslos wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz an der Avenue de Provence in Lausanne. Der Konsument in der Westschweiz nutzt also ein anderes Haus als der im Kanton Zürich, selbst bei identischem Regelwerk. Swisslos zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz — auch das eine Struktur, die in Deutschland keine Entsprechung hat — und Swisslos selbst 221 Mitarbeitende. Nein, das war die Loterie Romande; die Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.
Für das Wettsystem bedeutet das eine sehr konkrete Folge: Ein Online-Konto braucht Wohnsitz in der Schweiz und faktisch eine zusätzliche Prüfung des Wohnsitzes im Gebiet des Veranstalters. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Das ist mehr Prüfung als in vielen Ländern üblich — die Kehrseite ist, dass ein Umzug von Zürich nach Genf den Zugang zum anderen Haus nicht automatisch öffnet.
Was auf der Liste der erlaubten Sportarten steht
Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa Liste zugelassener Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026. Nur Sportveranstaltungen — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Esports steht gar nicht auf der Liste.
Die Wirkung auf einen Quotenrechner ist folgende: Er rechnet Ihnen jede Wette durch, auch jede, die in der Schweiz nicht angeboten werden darf. Ein Rechner für asiatische Handicaps oder für eine Saison-Prognose auf einen Fussballverein rechnet womöglich korrekt und trotzdem ins Leere, weil das Produkt auf der Liste der Schweizer Veranstalter nicht steht.
Livewetten sind erlaubt, Prematch und live, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung besitzt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Die Beurteilung des Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt; er ist Merkmal des jeweiligen Veranstalters, und bei Sporttip heisst das: nur vollständig, nicht für jeden Markt garantiert. Virtuelle Sportarten sind gesetzlich nicht geklärt, und dazu ist an dieser Stelle nichts zu schreiben.
## Die zwei bewilligten Häuser und acht, die hier keine Bewilligung haben
Die folgenden Kurzporträts halten dieselben Kriterien durch — Bewilligung, Bedingungen, Grenzen — und trennen die beiden Gruppen sauber. Bei den acht ausländischen Anbietern sind die Angaben über die Bewilligung gemeldet und ohne Kraft in der Schweiz. Keine der Marken ist in der Schweiz bewilligt, und keine sollte in einem Atemzug mit den beiden Schweizer Veranstaltern genannt werden. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist eine Straftat (Art. 74 Abs. 3 BGS).
Ein Hinweis zu den Rechnern dieser acht Marken, bevor die Porträts kommen: Ein ausländischer Quotenrechner arbeitet mit einem Wettprogramm, das hierzulande nicht angeboten werden darf. Es ist privilegiert, einen solchen Rechner zu öffnen, um zu verstehen, wie Quoten funktionieren, und es ist ein Fehler, ihn als Werkzeug für eine Wette zu benutzen, die man hierzulande gar nicht abschliessen kann.
1. Swisslos Sporttip
Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS unter Aufsicht der Gespa, Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Das Online-Konto steht Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet offen — die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Mindesteinsatz von CHF 1, ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 für Systemwetten. Der Reingewinn wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf fünf Rappen abgerundet. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind Pflicht, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Der Kombiboost staffelt den Bonus auf den Nettogewinn von 5 Prozent bei vier Voraussagen bis 100 Prozent bei fünfzehn, jeweils mit Mindestquote 1.50, nur online. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur vollständig und online.
Das ist das eine Haus, das den vollen Schweizer Rahmen mitbringt. Der Preis ist ein sehr enger Kasten: nur Sportveranstaltungen, keine Corner- und Kartenmärkte, wenn sie nicht auf der Liste stehen, und eine Quote, die sich nach den Limiten richtet. Und das Wichtigste für die Rechnerfrage: Sie bekommen zu jedem Produkt genau die eine Quote, die Swisslos stellt, und die Umrechnung ins Format Ihrer Wahl ist Beiwerk. Wer hier vergleicht, vergleicht nicht zwanzig Buchmacher, sondern die Zahlen auf seinem Wettschein mit den Limiten. Und in einer Sache ist Sporttip der ehrlichste Anbieter im Feld — die 5-Rappen-Rundung steht in den Bedingungen, nicht in einem Fussnotenkasten.
Wer also von Anfang an in diesem Rahmen spielt, findet hier das, was anderswo als Feature verkauft wird: vollständige Transparenz über die eigene Rechnung.
2. Loterie Romande Jouez Sport (jeux.loro.ch)
Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS unter Aufsicht der Gespa; Veranstalterin ist die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne. Online-Konto nur mit Wohnsitz in den sechs französischsprachigen Kantonen. Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Loterie Romande betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.
Der ehrlichste Satz über dieses Haus ist der niedrigste Höchsteinsatz im ganzen Vergleich: CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette. Für einen gemächlichen Nutzen ein Deckel, der praktisch nie berührt wird. Für ein System, mit dem man Verluste zurückholen will, ist er die Wand. Wer aus Freiburg oder dem Wallis kommt und Vergleiche mit Schweizer Buchmachern sucht, findet hier kein zweites Haus zur Auswahl, sondern nur dieses. Ein Umzug um zwanzig Kilometer in einen anderen Kanton kann den Zugang dauerhaft schliessen — und das ist nicht Kulanz, sondern eine Folge der kantonalen Aufteilung.
Der Spannungsbogen zwischen der Zahl der Verkaufsstellen und der Höhe des Höchsteinsatzes ist ein Hinweis darauf, wie dieses Haus funktioniert: viel Fläche, kleine Beträge, ein Gewinn aus dem Volumen.
3. 22Bet
Ohne Schweizer Bewilligung. Anbieter ohne Schweizer Konzession (Art. 4 BGS); keine Anbindung an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsschutz. Die Gespa kann den Zugriff durch DNS-Sperren einschränken.
Gemessen an der Rechnerfrage ist 22Bet der typische Vertreter einer Gruppe: breites Programm, viele Formate, ein Werkzeug, das alles kann — aber ein Kunde hier hat keinen Zugriff auf den Schweizer Schutzmechanismus, der dort greift, wo es zählt. Die Verlustlimiten von Swisslos sind bei einem Anbieter ohne Bewilligung nicht Teil des Produkts, und die Selbstsperre, die in der Schweiz eine Sperre über alle Casinos hinweg auslöst, gilt hier nicht. Die Marge in den Quoten ist die einzige Gebühr, die dieser Kunde kennt, und sie ist in der Ausgabe eines Rechners unsichtbar. Wer die Vollständigkeit eines Wettprogramms sucht, findet sie hier; was fehlt, ist die Seite nach dem Einsatz.
4. MyStake
Ohne Schweizer Konzession und ohne Anbindung an das Schweizer Sperrregister.
Der Name führt einen in die Irre: Hier treffen Sportwetten auf ein breites Casino-Angebot, und die Rechnung, die man mit den Quoten der Sportwette anstellt, mischt sich schnell mit einer zweiten Rechnungsart, für die die Schweizer Aufsicht nicht zuständig ist. Wer aus Neugier die Quotenrechner solcher Seiten öffnet, sollte das mit einem klaren Zeitfenster tun. Die nüchterne Antwort auf die Frage, was hier fehlt: der Verlustlimit-Mechanismus, der vor der ersten Wette greift. Bei Schweizer Anbietern ist er Pflicht vor jedem Klick auf den Wettschein. Hier beginnt die Verantwortung beim Kunden.
5. Interwetten
Ohne Schweizer Konzession und ohne Anbindung an das Schweizer Sperrregister. Die Gespa führt Interwetten in Zusammenhang mit Domain-Hopping; betroffene Adressen werden fortlaufend ersetzt.
Das ist die Marke, mit der Schweizer Wettende am häufigsten in Berührung kommen, und ein Teil davon beruht genau auf dieser Praxis: eine Domain, die verschwindet und an anderer Stelle wieder auftaucht. Für die Rechnerfrage ist der Punkt subtil und praktisch entscheidend. Wer nicht weiss, unter welcher Domain er gerade spielt, weiss auch nicht, welches Regelwerk für Auszahlung, Rundung und Streichungen bei Kombinationen gilt. Der Quotenrechner addiert und multipliziert; er sagt nichts darüber, was passiert, wenn ein Ereignis aus einer Kombination gestrichen wird. Das steht in den Bedingungen des Veranstalters, und ein Veranstalter, dessen Adresse wechselt, macht es schwer, diese Bedingungen an einer Stelle zu finden.
6. IviBet
Ohne Schweizer Bewilligung. Anbieter ohne Konzession, keine Anbindung an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsschutz.
Ein junger Name mit demselben strukturellen Nachteil wie die Vorgenannten und ohne Element, das sich am Schweizer Massstab messen könnte. Für den Leser ist das eigentlich eine Erleichterung: Wenn Sie die Schweizer Veranstalter kennen, fällt ein Porträt wie dieses sehr kurz aus, und Kürze ist bei einem Anbieter ohne hiesige Bewilligung das richtige Format. Die Konditionen des Angebots gehören nicht in eine Bewertung, die keine Grundlage hat, auf der sie stehen könnte.
7. bet365
Ohne Schweizer Konzession; der Anbieter ist auf der Sperrliste der Gespa geführt.
Die Grösse dieser Marke ist der Grund, weshalb die Schweizer Behörde sie auf die Sperrliste gesetzt hat: nicht das Fehlen einer Bewilligung irgendwo, sondern deren Fehlen hier. Für einen Kunden, der von deren eigenen Rechnern mit einer Reihe von Formaten und einer glatten Benutzeroberfläche beeindruckt ist, ist die Beobachtung nüchtern: Eine Domain auf der Sperrliste ist in der Schweiz gerade nicht erreichbar. Und die Schweizer Sportwetten sind mit diesem Anbieter nicht nur unbequem zu platzieren, sondern auch gegen die öffentliche Ordnung dieses Landes platziert. Wer das Setzen von Hier aus sucht, sucht es woanders.
8. BC.Game
Ohne Schweizer Bewilligung. Anbieter ohne Konzession, keine Anbindung an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsschutz.
Der Name der Marke verrät die Ausrichtung, und sie liegt nicht bei Sportquoten. Für einen Leser, der über einen Quotenrechner auf eine Seite kommt: Ein Casino mit einem Sportbereich ist keine Sportwettenmarke, und wer dort Wetten platziert, hat die Rechnerei in dem Moment verlassen, in dem ein anderes Produkt auf dem Bildschirm in den Vordergrund kommt.
9. Bruce Bet
Ohne Schweizer Bewilligung.
Die jüngste Marke im Feld, und damit die mit dem kürzesten überprüfbaren Verlauf. Für einen Kunden, der ein Urteil über die Auszahlungspraxis treffen möchte, ist das der entscheidende Nachteil: Es gibt keine Schweizer Instanz, an die man sich wenden könnte, und keinen Verlauf, aus dem sich etwas ableiten liesse. Bei einer Schweizer Wette steht hinter der Auszahlung eine Aufsicht, bei dieser Marke steht hinter der Auszahlung ein Anbieter.
10. GG.BET
Ohne Schweizer Bewilligung.
Die Ausrichtung liegt im E-Sport, und in der Schweiz ist der entscheidende Punkt damit schnell benannt: Esports steht nicht auf der Liste der zugelassenen Sportarten. Wer hier Sportwetten ausserhalb des E-Sports sucht, sucht ein Produkt, das es auf dem Schweizer Markt gar nicht gibt. Die vollständige Ausführung steht im Abschnitt zu den erlaubten Sportarten; hier bleibt festzuhalten, dass die QUOTEN vielfältig, die E-Sport-Wetten für Schweizer aber ohne hiesige Zulassung sind.
Was die acht zusammen genommen sind
Acht Namen, ein Bewilligungsstatus: keiner. Das ist der kürzeste Vergleich, den diese Seite anbietet, und er ist der wichtigste. Wer die acht auf ein Merkmal hin unterscheiden will, das einem beim Wetten hilft, landet bei Kriterien, für die keine geprüfte Grundlage existiert. Der Nutzen dieser Namen besteht aus einem einzigen Satz: Wenn ein Portal eine Quote auf ein Sportereignis anbietet, das auf der Gespa-Liste nicht steht, ist die Quote für einen in der Schweiz nicht platzierbar. Der Rest ist Geschmack.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechnet man den Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote?
Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1), die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Aus CHF 20 bei Quote 2.10 werden CHF 42 zurück, davon CHF 22 Reingewinn. Die Quote von 1.00 steht dabei für die Rückgabe des Einsatzes und nicht für einen Gewinn.
Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie rechnet man um?
Dezimalquoten sind Multiplikatoren auf den Einsatz. Bruchquoten zeigen den Reingewinn im Verhältnis zum Einsatz, US-Quoten ein Einsatzverhältnis auf 100. Eine Dezimalquote von 5.50 entspricht 9/2 und +450, eine Dezimalquote von 1.40 entspricht 2/5 und −250, wobei −250 bedeutet, dass 250 gesetzt werden müssen, um 100 zu gewinnen.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder Voraussage?
Die Einzelquoten werden multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes Ereignis richtig getippt wurde. Zwei Quoten von 1.80 und 2.10 ergeben eine Gesamtquote von 3,78. Jede zusätzliche Voraussage erhöht die Auszahlung, verlangt aber einen weiteren richtigen Tipp.
Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?
Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede einzelne Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie ist die verbreitete Bezeichnung für ein System «2 aus 3» und enthält drei Zweierkombinationen plus eine Dreierkombination, also vier Wettreihen auf drei Voraussagen. Jede Reihe trägt ihren eigenen Einsatz.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, für Multiples CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.
Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet sie für den Erwartungswert?
Ein Rechner zeigt nur die Auszahlung aus der eingegebenen Quote, nicht die Marge. Diese ergibt sich aus dem Quotenschlüssel: Bei einem Zwei-Weg-Markt mit 1.90 und 1.90 liegt er bei rund 95 Prozent und die Marge bei etwa 5 Prozent. Langfristig geht dieser Anteil jedes Einsatzes an das Haus und drückt den Erwartungswert.
Quoten – korbballtipps
Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»
