Biathlon-Wetten in der Schweiz: nur zwei Veranstalter, aber viele Fallen

Updated Oktober 2026
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Eine verschneite Langlaufloipe führt durch Tannenwald im Morgenlicht, frische Spuren im Schnee, dahinter Berge im Dunst.

Oktober 29, 2026 · Bewilligungen abgeglichen mit den Angaben der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern.

Im Biathlon kostet ein Fehlschuss in Sprint, Verfolgung, Massenstart und Staffel eine Strafrunde von 150 m.

Wer in der Schweiz auf ein Biathlon-Rennen setzen will, hat keine Anbieterwahl. Er hat zwei Adressen, ein Wohnsitzkriterium und eine Liste, die vorschreibt, worauf überhaupt gewettet werden darf. Das ist unbequem, teuer für alle, die es umgehen wollen, und es erklärt fast jede Frage, die dieser Sport im Winter aufwirft.

Der Reiz am Biathlon ist leicht erklärt. Ein Rennen dauert 20 bis 40 Minuten, es wird gelaufen und geschossen, und ein einziger Fehlschuss entscheidet über das Podest. Kaum ein Wintersport liefert so viele Wendungen in so kurzer Zeit. Genau daraus zieht das Marketing seine Sätze über Spannung und Nervenkitzel. Was es nicht sagt: Von jedem Franken, der in einen Markt fliesst, behält der Veranstalter etwas ein, und in einem Zweiwegemarkt mit zwei Quoten von je 1.90 sind das deutlich über fünf Prozent.

Biathlon im Winter bedeutet Laufen und Schiessen unter wechselnden Bedingungen, was nicht nur das Rennen spannend macht, sondern auch die Rahmenbedingungen für Wetten beeinflusst. Dieser Überblick erklärt, wer in der Schweiz wetten darf, welche Regeln dabei gelten und warum Prognosen im Biathlon stets mit Vorsicht zu geniessen sind.

Verlustlimiten zuerst, weil sie vor allem anderen greifen

Bevor ein Konto bei Sporttip überhaupt eine Wette annimmt, muss der Spielende Limiten setzen. Nicht eine, sondern drei: für einen Tag, für sieben Tage und für dreissig Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Dazu kommt die Möglichkeit einer freiwilligen Einzahlungslimite über jeweils dreissig Tage. Das ist der erste Schritt, nicht der letzte, und er lässt sich nicht überspringen.

Ein Paar Langlaufskier steckt aufrecht im Schnee neben einem Holzzaun, die Sonne glitzert auf Eiskristallen.
Beim Biathlon-Schiessen beträgt die Entfernung zu den Scheiben 50 m.

Die Logik dahinter ist die eines Selbstversprechens mit Verzögerung. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer nach einer verlorenen Nacht glaubt, morgen mit grösseren Einsätzen zurückkommen zu müssen, bekommt drei Tage Zeit, das noch einmal zu überdenken. Das ist keine Bevormundung, das ist eine Bremse mit Absicht, und sie funktioniert genau in dem Moment, in dem sie am meisten weh tut.

Wichtig ist die Reihenfolge des Winters: Biathlon beginnt im November und läuft bis in den März, die Saison ist lang, und eine Verlustlimite gilt über die ganze Zeit. Sie ist keine Veranstaltungslimite. Wer im Dezember CHF 200 pro Woche als Grenze setzt, hat im Februar dieselbe Grenze, wenn der Weltcup nach Antholz oder Oslo zieht und die Rennen wieder um 14 Uhr laufen. Es gibt in der Schweiz keine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze für Sportwetten. Die Zahl, die zählt, ist die, die man selbst eingetragen hat.

Was eine Spielsperre bedeutet, wenn sie einmal eingetragen ist

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und diese Sperre lässt sich vor Ablauf der Frist nicht aufheben. Das ist die harte Variante des gleichen Gedankens. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dort auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Eine Seilbahnkabine schwebt über einem verschneiten Tal, die Sonne bricht durch die Wolken und beleuchtet die Hänge.
Biathlon gehört seit 1960 mit dem 20-km-Rennen der Männer zum olympischen Programm; Wettbewerbe der Frauen wurden erstmals 1992 in Albertville ausgetragen.

Die Folge ist unangenehm einfach: Wer sich sperrt, kommt nicht nur bei Sporttip nicht mehr an sein Konto, sondern bei jeder bewilligten Veranstalterin, die an dieses Register angeschlossen ist. Umgekehrt ist gerade das der Grund, weshalb die Sperre überhaupt etwas taugt. Eine Massnahme, die sich nach zwei Tagen Selbstüberredung lösen lässt, ist keine Massnahme. Eine, die drei Monate steht, ist eine.

Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist ein Satz aus dem Gesetz und kein Detail. Wer gesperrt ist und trotzdem spielt, hat keinen Weg, sein Geld zurückzuholen, und wer als Minderjähriger spielt, ebenfalls nicht.

Der Testkauf, der die Verkaufsstellen zeichnet

Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt. An Verkaufsstellen wurde in 200 Fällen bei 47.5 % ein Sportwettangebot an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl steht hier, weil sie eine Erwartung zerstört: dass der Schutz an der Kasse lückenlos funktioniert. Er tut es nicht. Am Schalter hilft ein flüchtiger Blick, und der fällt aus.

Am eigenen Konto sieht die Sache anders aus. Mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, eine einzige Registrierung pro Person, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Die Identitätsprüfung ist hier keine Formalität, sondern der Grund, weshalb die Verkaufsstellenstatistik so ungemütlich ist, wie sie ist.

Wo Rat, nicht Limite, die richtige Antwort ist

Ein selbst gesetztes Budget deckelt den Einsatz. Es deckelt nicht den Impuls. Die Adressen für echte Hilfe stehen ausserhalb jeder Wettseite, und sie sind der einzige Teil dieses Themas, an dem eine spitze Formulierung nichts zu suchen hat. Wer Zahlen wie die oben liest und sich selbst darin erkennt, findet Rat bei einer Fachstelle für Spielsucht, bei Schuldenberatungen oder in einem Gespräch, das zu führen sich die eigene Hausbank nicht zu schämen braucht. Für alle anderen bleibt es die schlichte Konsequenz: Der Betrag, der im Winter auf der Loipe steht, ist der, den man vor dem ersten Rennen festgelegt hat, und nicht der, der nach dem ersten verlorenen Rennen richtig erscheint.

online biathlon wetten schweiz 2026 – spielpl: Sprint, Verfolgung, Massenstart und was daraus folgt

Ein Biathlon-Weltcup kennt sieben Disziplinen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel, Mixed-Staffel und Single-Mixed-Staffel. Für die Wette ist das keine Aufzählung, sondern eine Gliederung mit Folgen. Jede Disziplin produziert ihre eigenen Märkte, weil jede Disziplin den Fehler anders bestraft.

Der Sprint ist kurz, hat zwei Schiesseinlagen und ist der Ausgangspunkt vieler Wochenenden. Die Verfolgung nimmt die Zeitabstände des Sprints als Startvorgabe und macht das Rennen zu einem Rechenspiel auf offener Strecke. Der Massenstart startet alle zusammen und erzeugt die engsten Abstände. Das Einzelrennen schliesslich kann niemand durch schnelles Laufen retten, weil jeder Fehlschuss direkt in Zeit umgerechnet wird. Wer diese Unterschiede kennt, weiss, weshalb eine Quote für einen Sprint nicht auf einen Massenstart übertragbar ist, und das ist der ganze analytische Wert einer Wettanalyse, bevor überhaupt jemand auf die Namen schaut.

Strafrunden: die Masseinheit, in der ein Fehler bezahlt wird

In Sprint, Verfolgung, Massenstart und Staffel kostet ein Fehlschuss eine Strafrunde von 150 Metern. In der Single-Mixed-Staffel sind es 75 Meter. Im Einzelrennen wird pro Fehlschuss eine Strafminute addiert. Dieselbe Abweichung, drei verschiedene Preise.

Daraus folgt das, was Wetten auf diesen Sport so schwer kalkulierbar macht. Ein guter Läufer mit einer schwachen Serie im Stehendanschlag verliert in einem Massenstart vielleicht acht Sekunden, in einem Einzelrennen zwei Minuten. Der Markt für Podestplätze liest keine Laufzeiten, er liest Trefferbilder. Und die unterscheiden sich von Wettkampf zu Wettkampf, weil Wind, Höhenlage und Müdigkeit am zweiten Schiessen zusammenkommen.

Warum die Kugelwertung nicht der Massstab der Wette ist

Der Weltcup vergibt für einen Sieg in einem Einzelrennen seit der Saison 2022/23 jeweils 90 Punkte; von 2008/09 bis 2021/22 waren es 60 Punkte. Am Saisonende bekommen die Gesamtsieger die «grosse Kristallkugel», die Sieger der Disziplinenwertungen die «kleinen Kristallkugeln». Rekordsieger im Gesamtweltcup sind bei den Männern Martin Fourcade mit sieben Titeln und bei den Frauen Magdalena Forsberg mit sechs.

Diese Zahlen beschreiben eine Saisonleistung über Monate. Eine Wette auf ein Rennen beschreibt einen Nachmittag. Zwischen beiden liegt alles, was im Winter dazwischenkommt: ein Infekt, ein Materialwechsel, ein Sturz in der Verfolgung. Der Mannschaftsärztliche Bulletin und die Startliste sagen mehr über einen einzelnen Sonntag als jede Kugelstatistik, und beide erscheinen erst kurz vor dem Rennen.

Olympia und Weltmeisterschaften als Fixpunkte im Kalender

Biathlon gehört seit 1960 mit dem 20-km-Rennen der Männer zum olympischen Programm; Wettbewerbe der Frauen wurden erstmals 1992 in Albertville ausgetragen. Die ersten Weltmeisterschaften der Männer fanden 1958 in Saalfelden in Österreich statt, die Frauen-Weltmeisterschaften begannen 1984 und werden seit 1989 gemeinsam mit den Männern ausgetragen. Der Weltverband IBU entstand nach der Saison 1993/94, als sich der Biathlon von der UIPMB trennte.

Für den Spielplan heisst das zweierlei. Erstens liegen olympische Jahre und WM-Wochenenden ausserhalb der üblichen Weltcup-Rhythmen, und die Felder sind voller. Zweitens verschiebt sich die Zahl der Rennen pro Athletin: Wer im Olympiajahr drei Zehnkämpfe in zehn Tagen absolviert, kommt müde zu den Rennen danach. Der Markt preist das nur selten ein. Genau dort entstehen die Quoten, über die sich später alle ärgern.

Distanz und Scheiben: der Rahmen, in dem alles stattfindet

Beim Schiessen beträgt die Entfernung zu den Scheiben 50 Meter. Der Trefferbereich misst 4,5 Zentimeter im Durchmesser im Liegendschiessen und 11,5 Zentimeter im Stehendanschlag. Wer einmal versucht hat, auf 50 Meter einen 4,5-Zentimeter-Kreis ruhig zu halten, versteht, warum dieser Sport dauerhaft für Überraschungen gut ist.

Und genau das ist der Punkt, an dem jede Prognose ihre Grenze findet. Die Streuung ist Teil der Disziplin, nicht ein Betriebsunfall. Wer eine Wette auf einen Sieger mit der Überzeugung verbindet, die Sache sei sicher, hat den Sport nicht verstanden, sondern nur seine eigene Erwartung an eine Quote.

Die zehn Veranstalter im Vergleich: erst die zwei bewilligten, dann der Rest

Das folgende Bild ist die Rangfolge, die diese Seite vertritt, und sie beginnt aus einem rechtlichen Grund mit den beiden Schweizer Veranstaltern. Vollständig ist sie dennoch, weil sie auch die zeigt, die hier ohne Bewilligung auftreten. Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Brand Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Aufsicht Gespa
myBet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
22Bet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Jackbit keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Interwetten keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
AmunRa keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
20Bet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportaza keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Der Spaltenaufbau sagt mehr über den Markt als jede Zeile. In der ersten Spalte stehen zehn Namen, in der zweiten nur zwei Ja. Das Verhältnis ist die eigentliche Nachricht dieses Vergleichs: Ein Schweizer Wettmarkt, der aus acht ausländischen Marken und zwei inländischen Veranstaltern besteht, ist kein offener Markt, sondern ein geschlossener mit reger Umgehung. Acht Marken, die hier nichts dürfen, und trotzdem eine massive Präsenz haben.

Was die Bewilligung im Einzelfall wert ist

Eine Bewilligung ist keine Werbebotschaft, sie hat einen Inhalt. Das Geldspielgesetz verlangt eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Wer sie hat, untersteht der Aufsicht der Gespa, einem Sperrregister, einer Identitätsprüfung und den Limitenregeln. Wer sie nicht hat, untersteht gar nichts davon.

Genau dort liegt die Konsequenz, die viele übersehen, die sie nicht überrascht. Bei einem bewilligten Veranstalter ist der Weg zu Streitfragen geregelt. Bei einem ausländischen gibt es diesen Weg nicht. Es gibt keine Schweizer Aufsicht, keine Ombudsstelle mit Entscheidbefugnis und kein Register, das eine Spielsperre überhaupt bemerkt.

Was der Nettoerlös zeigt, und was er nicht zeigt

Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Zwei Dinge stehen in diesen Zahlen. Erstens ist der Sportwettenanteil gesunken, um mehr als zehn Prozent gegenüber 2024, und das in einem Jahr, in dem Sportwetten im Ausland weiter wuchsen. Zweitens fliesst jeder bewilligte Franken in Strukturen, die in der Schweiz etwas tun. Wer das als Argument für ein Angebot liest, überdehnt es. Es ist eine Tatsachenbeschreibung mit einem Verteilungsschlüssel, keine Empfehlung.

Was ein solcher Markt den Spielenden kostet

Ein Markt mit zwei Anbietern bewegt sich preislich in einem sehr engen Korridor, und das ist keine Vermutung, sondern eine mechanische Folge. Wo kein Wettbewerb um die Marge stattfindet, bleibt die Marge, wo sie ist. Wer über die Grenze schaut, findet mehr Auswahl und mehr Varianten, aber andere Bedingungen: keine Schweizer Aufsicht, kein Sperrregister, im Streitfall kein Schweizer Weg, und für Gewinne aus ausländischen Grossspielen eine kantonale Steuerpraxis, die in Thurgau jederzeit voll zugreift. Für die Preisgestaltung heisst das: Der Vergleich mit dem Ausland ist ein Vergleich zweier verschiedener Produkte, nicht zweier Preise für dasselbe.

Was eine Biathlon-Wette abbildet: Laufen, Schiessen, Quote

Ein Rennen besteht aus zwei Leistungen, die kaum etwas miteinander zu tun haben. Auf der Loipe entscheidet die Form, im Schiessstand die Ruhe. Zwischen beiden liegt die Wechselzone, und dort verliert ein Rennen manchmal mehr Zeit als beim Schiessen. Wer ein Rennen analysiert, muss beide Teile getrennt lesen, bevor er sie zusammenrechnet.

Die Laufleistung ist messbar und öffentlich. Laufzeiten pro Runde, Zwischenzeiten, der Rückstand auf den Schnellsten. Diese Zahlen stehen nach jedem Rennen im Ergebnisprotokoll und sind der einzige halbwegs verlässliche Teil einer Vorhersage. Die Schiessleistung ist das Gegenteil. Sie ist im Ergebnis der Treffer, aber nicht die Ursache, und zwischen dem einen und dem anderen liegen Dinge, die in keiner Statistik stehen.

Warum ein Rennen immer wieder kippt

Die Rückkehr zur Wahrheit über diesen Sport ist eine einzige Zahl: vier Fehler und ein Podestplatz sind unvereinbar in einem Einzelrennen und schwierig in einem Massenstart. Ein Fehlschuss kostet eine Strafrunde von 150 Metern oder eine Strafminute, und das addiert sich schnell zu einer halben Minute. Zwanzig Sekunden sind im Weltcup eine Welt.

Wenn ein Rennen in die Endphase geht, wird daraus ein Zustand, den kein Modell sauber abbildet. Der Führende muss nicht mehr schiessen, alle hinter ihm aber müssen Fehler vermeiden. Das erzeugt Situationen, in denen die Zeit zwar steht, aber die Position nicht, weil ein Konkurrent im Stehendanschlag sauber bleibt und der Führende nicht. Solche Verschiebungen sind der Grund, weshalb Rennen mit Ausgang im allerletzten Schiessen die schlimmsten Quoten für die frühe Wette bringen und die besten für den, der live noch einmal nachdenken kann.

Was eine Analyse wirklich leisten kann

Eine Prognose ist aus drei Bausteinen gebaut. Erstens die Laufform der letzten Rennen, mit Gewicht auf der aktuellen Saison. Zweitens die Schiessbilanz über mehrere Wettkämpfe, nicht über einen Nachmittag. Drittens der Preis selbst, gegen den man die eigene Einschätzung hält. Alles andere ist Erzählung.

Aus diesen drei Bausteinen lässt sich eine Wahrscheinlichkeitsschätzung bauen, mit der man arbeiten kann, wenn man ehrlich bleibt. Das ist eine grobe, unscharfe Zahl. Sie hilft gegen die offensichtlich schlechten Angebote und gegen die eigene Neigung, den Favoriten zu überschätzen. Einen sicheren Tipp gibt es nicht, nicht in einer Sportart, in der die Entscheidung in einem 4,5-Zentimeter-Kreis auf 50 Meter Entfernung liegt, und nicht in irgendeiner anderen, egal was das Marketing verspricht.

Was ein Wertverhältnis ist und wann es verschwindet

Ein Wertverhältnis entsteht, wenn die eigene Schätzung über der Wahrscheinlichkeit liegt, die in der Quote steckt. Nehmen wir einen Zweiwegemarkt mit Quoten von je 1.90. Beide Seiten zusammen ergeben eine Auszahlungsquote von rund 95,2 Prozent, der Rest von etwa 4,8 Prozent ist die Marge des Veranstalters. Das ist eine Rechnung, keine Marktbeobachtung; die tatsächliche Marge liegt je nach Markt und je nach Sportart in einem Band von ungefähr vier bis acht Prozent.

Genau dort läuft die Idee eines Fundes gegen eine Wand. Eine eigene Schätzung, die fünf Prozent über der Quotenwahrscheinlichkeit liegt, bedeutet bei einer Marge von fünf Prozent schlicht, dass man die Marge selbst für sich reklamiert hat. Wer den Vorteil sucht, sucht ihn gegen einen eingebauten Preisaufschlag, der bei jedem Markt neu bezahlt wird. Das ist der nüchterne Teil dieses Sports, und er ist ehrlicher als jede Geschichte über ein System.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette: der Unterschied liegt nicht im Risiko, sondern im Preis

Eine Einzelwette steht auf einem Ausgang. Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einer einzigen Wette, deren Quote das Produkt der Einzelquoten ist. Eine Systemwette erlaubt es, aus einer festgelegten Zahl von Voraussagen mit einer Fehlertoleranz zu spielen. Alle drei gibt es bei Sporttip, und alle drei unterscheiden sich nicht in der Art des Risikos, sondern in der Höhe der Marge, die über die Anzahl der verbundenen Märkte multiplikativ zurückkommt.

Wer drei Ausgänge mit Quoten von je 1.90 verbindet, erhält nicht 1.90, sondern ungefähr 6.86, wenn er die drei Einzelquoten multipliziert. Das klingt grosszügig und ist es nicht: Die Marge der drei zusammengesetzten Märkte trifft den Spielenden dreifach, weil er dreimal gegen denselben Preisaufschlag bezahlt. Der höhere mögliche Gewinn ist kein Bonus, er ist der Kaufpreis für ein Buch mit drei Kapiteln, von denen jedes eine eigene Gebühr trägt. Genau dieses Kapitel vertreibt Sporttip mit einem eigenen Werkzeug: Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und wer auf eine gute Sache setzt, sollte die Rechnung vorher machen: Der Boost zahlt auf den Gewinn, nicht auf die Trefferquote, und fünfzehn richtige Voraussagen sind keine Seltenheit, sondern eine Seltenheit, die praktisch nicht eintritt.

Wann welcher Veranstalter der richtige ist: die zehn im Einzelnen

Zehn Namen, zwei Gruppen. Die Reihenfolge dieser Übersicht bleibt bewusst die, die der rechtliche Rahmen vorgibt, und die Bewertung nennt für jede Marke das, was aus ihrer Stellung folgt.

Swisslos Sporttip: das Produkt, das den ganzen deutschen Landesteil bedient

Sporttip läuft im Swisslos-Vertragsgebiet: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer nicht dort wohnt oder sich dort gewöhnlich aufhält, bekommt kein Online-Konto. Das ist keine Formalität, sondern der Punkt, an dem die Schweiz am deutlichsten zeigt, dass ihre Wetten ein interkantonales Projekt sind.

Die Einsatzgrenzen sind eng und klar beziffert: CHF 1 bis CHF 1’000 bei einer Einzel- oder Kombinationswette und bis CHF 10’000 bei einer Systemwette. Über der Limite wird eine Wette nicht angenommen. Das gilt für einen Sonntag mit einem Massenstart und für einen mit vier Rennen, und es bedeutet in der Praxis, dass eine grosse Position nicht in einem einzigen Wettschein unterzubringen ist.

Was ein Konto wert ist, entscheidet sich aber am Cash-Out. Diesen gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn der nicht vorzeitig beendeten Wette. Er hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer im Biathlon nach zwei Schiesseinlagen aussteigen will, sollte wissen, dass er auf diese Tür keinen Anspruch hat.

Die Bewertung dieses Angebots lautet: Die Preisgestaltung ist der Hereingeholte in einem geschlossenen Markt, aber die Verzahnung mit dem Schweizer Schutzsystem ist der eigentliche Inhalt. Limiten, Sperrregister, Identitätsprüfung und Sperrliste sind Fakten, die nur hier greifen.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Produkt für die Westschweiz

Jouez Sport veranstaltet die Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das ist ein flächendeckendes Schaltergeschäft mit angehängtem Onlineprodukt, kein digitaler Anbieter mit Filiale.

Der Zugang folgt demselben Muster wie bei Swisslos: Die Veranstalterin teilt sich das Land nach Sprachregionen mit der anderen auf, und ein Onlinekonto setzt den Wohnsitz im eigenen Gebiet voraus. Für die Steuerpraxis und den Spielerschutz ändert die Sprachgrenze nichts. Für den Spielenden ändert sie alles, wenn er diesseits oder jenseits der Saane wohnt.

Der Ort Lausanne und die 2’350 Verkaufsstellen sind die Antwort auf die Frage, wohin sich ein Problem wendet: an eine Veranstalterin, die mit Namen, Sitz und Ansprechstelle fassbar ist, und nicht an eine Domain ohne Ansprechpartner in der Schweiz.

myBet: ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung

myBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Eine gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt, und eine solche hätte in der Schweiz ohnehin keine Geltung. Die Domain kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und von den Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.

Praktisch heisst das: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Weg im Streitfall und keine Schweizer Aufsichtsstelle, an die sich ein Spielender wenden könnte. Wer dort ein Konto führt und sich sperren lassen will, sperrt sich nicht in der Schweiz, sondern nur bei diesem einen Anbieter. Für wen die Marke dennoch ein Thema sein kann, sagt die Sache selbst: für jemanden, der sein Konto lebenslang selbst verwaltet und auf Schweizer Schutzinstrumente nicht setzt.

22Bet: dieselbe Rechtsstellung, derselbe Vorbehalt

Bei 22Bet ist die Rechtsstellung identisch und deshalb hier in einem Satz: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung einer ausländischen Bewilligung in der Schweiz, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, und eine mögliche DNS-Sperre. Der Unterschied zu den Marken daneben liegt in ihrem Zuschnitt, nicht in ihrer Erlaubnis.

Ein Konto bei einem Anbieter ohne Verbindung zum Schweizer Register hat eine stille Folge, die selten bedacht wird. Wer in einem Casino mit Schweizer Bewilligung gesperrt ist, spürt die Sperre dort nicht. Das ist die eigentliche Lücke einer Sperre, die nur einen Teil der Konten erreicht.

Jackbit: Marke ohne Schweizer Zulassung, ohne Schweizer Beistand

Jackbit tritt in der Schweiz ebenso ohne Bewilligung auf. Gemeldete Bewilligung: nicht festgestellt, ohne Geltung hier. Sperrliste und Zugangssperre per DNS sind möglich.

Die Konsequenz für einen Streit um eine Wette ist bei allen acht ausländischen Namen gleich und deshalb Wert einer einzigen Zeile: Es gibt in der Schweiz keine Instanz, die für einen Spielenden gegen einen nicht bewilligten Anbieter verbindlich entscheidet. Bei Jackbit wie bei den übrigen liegt der beschwerlichste Teil der Beziehung damit nicht im Preis, sondern im Fall, dass man ihn braucht.

Interwetten: eine Marke, die in der Schweiz lange präsent ist, ohne Bewilligung hier

Interwetten ist in der Schweiz seit Jahren sichtbar und trotzdem ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hätte hier keine Geltung. Interwetten steht zusammen mit Bet-at-Home auf der Liste der Namen, die die Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping nennt, und bet365 nennt sie ebenfalls als auf der Sperrliste geführt.

Dass eine Marke dauerhaft erreichbar bleibt, sagt dadurch nichts über ihre Zulassung. Blockierte Domains werden binnen Stunden ersetzt, ein Domainschutz ist eine Bauernhofvariante der Aufsicht, der Betreiber zieht weiter. Die Registrierung bleibt Sache des Spielenden, und das ist der Punkt: Er schliesst einen Vertrag ausserhalb der Schweizer Aufsicht, und diese Entscheidung trifft er allein.

AmunRa: Marke im gleichen Rechtsstatus

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt, und eine solche hätte hier keine Wirkung. Keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrliste.

Was hier zu sagen bleibt, ist das Verhältnis, in dem diese Marken zueinander stehen. Acht ausländische Namen mit identischem Bewilligungsstatus und unterschiedlicher Herkunft: Sie sind sich in dem Punkt ähnlich, der für einen Schweizer Spielenden am wichtigsten ist, und in dem, der am wenigsten sichtbar ist. Der Unterschied zwischen ihnen liegt im Angebot, nicht im Schutz.

20Bet: ausländische Marke, kein Schweizer Rahmen

Auch bei 20Bet lautet die Rechtslage gleich: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung einer ausländischen, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, mögliche Domain-Sperre. Der Beistand, den ein Schweizer Konto bei einem bewilligten Veranstalter hat, existiert hier nicht.

Damit ist auch gesagt, was die Marke einem Spielenden nicht abnimmt. Die Selbstkontrolle bleibt vollständig bei ihm, und es gibt keine Limitenpflicht eines Schweizer Veranstalters, die greifen würde. Wer dort spielt, sollte seine Grenzen nicht im Kontomenü suchen, sondern vorher.

Boomerang Bet: keine Bewilligung, keine Schweizer Zuständigkeit

Boomerang Bet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Die gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt und hat hier keine Wirkung, das Sperrregister kennt die Marke nicht, eine Schweizer Beschwerdestelle ebenso wenig.

Bemerkenswert ist an diesem Namen nur die Reihenfolge der Ereignisse bei einer Blockade. Die Sperrliste wächst, die Marke weicht aus, und wer den Link aus seiner Erinnerung aufruft, landet auf einer neuen Adresse. Die Aufsicht beschreibt das Domain-Hopping selbst als das Problem, das es ist.

Sportaza: Bewilligungsstatus wie bei allen ausländischen Namen im Feld

Bei Sportaza gilt dasselbe: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung einer ausländischen, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Zuständigkeit, mögliche Sperrliste. Steuerlich sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, aber die kantonale Praxis kann sie als volles Einkommen erfassen, wie das Beispiel Thurgau zeigt. Das ist ein Detail, das bei acht Marken gleich klingt und in der Steuererklärung trotzdem auffällt.

Mit diesem letzten Namen schliesst sich das Feld. Die Rangfolge dieser Seite ist damit vollständig: zwei Schweizer Veranstalter mit Bewilligung und acht ausländische Marken, die hier nichts dürfen und trotzdem gesehen werden.

Bewilligung, Liste und Wohnsitz: was in der Schweiz erlaubt ist

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK ist zuständig, die beaufsichtigt nur Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Deshalb gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, sondern nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Nettoerlös geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Die geschlossene Liste: worauf gewettet werden darf

Der bewilligte Katalog ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie genannt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie genannt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind nie erlaubt. Die Liste zeigt keine Ecken- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.

Wettbar sind ausschliesslich Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten.

Für Biathlon heisst das: Ein Rennen des Weltcups steht auf der Liste, ein Trainingslauf vor dem Rennen nicht. Wer eine Wette auf ein Schiessen ohne Rennteilnahme sucht, sucht etwas, das es im bewilligten Programm nicht gibt.

Live, Cash-Out und die Grenze zwischen Sport und Spiel

Livewetten sind erlaubt, vor dem Rennen und während des Rennens, dort wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das Gesetz schränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte ein. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen, etwa bei einem Videoentscheid, kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und ist allein Merkmal des jeweiligen Veranstalters. Wer dieses Instrument als Zusage liest, liest es falsch. Es ist ein Angebot, kein Anspruch, und der angebotene Betrag bleibt unter dem möglichen Gewinn.

Ein weiterer Punkt betrifft Kombinationen aus derselben Sportveranstaltung. Voneinander abhängige Wettereignisse lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Wohnsitz, Konto und Prüfung: die drei Türen zum Angebot

Ein Onlinekonto setzt den Wohnsitz in der Schweiz voraus und faktisch den Aufenthalt im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Sporttip gilt in den deutschsprachigen Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein, Jouez Sport in FR, GE, JU, NE, VD und VS. Jede Person darf nur ein Konto führen, und die Identität wird geprüft.

Was die Prüfung für einen Grenzgänger bedeutet, ist keine Nebensache. Wer im Ausland wohnt, aber regelmässig in der Schweiz arbeitet, erfüllt das Kriterium nicht automatisch. Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und der Zugang folgt ihr.

Die zwei Wege und ihr jeweiliger Preis

Auf der einen Seite steht der bewilligte Weg: voller Schutz durch Schweizer Vorschriften, Limitenpflicht, Sperrregister, Identitätsprüfung, Aufsicht, aber nur zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog an Sportarten und Wettarten, ein Wohnsitzerfordernis und eine Prüfung. Auf der anderen Seite steht ein Konto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: mehr Auswahl und mehr Varianten, dafür keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff, keine Aufsicht, und Gewinne, die die kantonale Steuerpraxis nach eigenem Massstab erfassen kann.

Keiner der beiden Wege ist per Definition der «sichere». Was den Unterschied macht, ist die Frage, ob man im Ernstfall jemanden anrufen können will.

Steuer auf Gewinne: wann ein Gewinn in der Erklärung auftaucht

Gewinne aus Schweizer Grossspielen, und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich, sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerbar. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich davon, und deshalb lautet die richtige Antwort auf die Frage «steuerfrei?» schlicht: je nach Kanton.

Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dieser Grenze: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer im Winter viel und bei einem ausländischen Anbieter gewinnt, sollte das im Frühling nicht vergessen. Zu konkreten Fällen fragt man einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Quoten, Auszahlungsquote und die Marge, die immer mitläuft

Quoten sind der Preis eines Ausgangs. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, und sie berechnet sich über alle Ausgänge eines Marktes als Eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten. Die Marge ist 100 Prozent minus diese Zahl. Ein Zweiwegemarkt mit zwei Quoten von je 1.90 liefert eine Auszahlungsquote von rund 95,2 Prozent und eine Marge von etwa 4,8 Prozent.

Die Bandbreite dieser Marge hängt am Markt und an der Sportart. In einem grossen Zweiwegemarkt liegt sie eher am unteren Rand von ungefähr vier bis sechs Prozent, in weniger bespielten Märkten wie einem Podestmarkt oder einer Kombination mehrerer Ausgänge am oberen Rand von ungefähr sechs bis acht Prozent. Beides sind Muster, keine Einzelwerte, und der eigene Markt steht im Wettprogramm. Der Anfangsverdienst aus einem Gewinn ist deshalb immer schon um die Marge gekürzt, und diese Kürzung ist bei einem Zweiwegsport wie Biathlon unvermeidlich: Wer nicht auf den einen Ausgang setzt, setzt auf den anderen.

Der Gewinn einer Einzelwette ist der Einsatz mal die Quote. Bei CHF 20 auf eine Quote von 2.10 sind das CHF 42 Rückzahlung, also CHF 22 Reingewinn. Die Rechnung ist trivial und trotzdem der Ort, an dem viele Erstkonten kippen: Ein hoher möglicher Gewinn ist keine hohe Gewinnchance. Er ist ein Multiplikator vor einer sehr kleinen Zahl.

Der Kombiboost verändert diese Rechnung nicht, sondern ihre Anzeige. Er erhöht den Nettogewinn um einen Prozentsatz, der an die Zahl der Voraussagen von mindestens 1.50 gekoppelt ist: 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Ein Prozentwert multipliziert mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit, die mit jeder weiteren Voraussage kleiner wird, ist das Problem und nicht seine Lösung.

Auszahlung, Konto und was bei Problemen gilt

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht, und Kredit an Spielende wird nicht gewährt. Welche Zahlungsmittel ein Veranstalter akzeptiert, ist Sache seiner eigenen Bedingungen.

Der Grund für diese Regel liegt nicht in Misstrauen gegenüber einzelnen Spielenden, sondern in der Rückverfolgbarkeit. Ein Konto auf den eigenen Namen macht aus einem Gewinn eine nachvollziehbare Zahlung, und aus einer Sperre eine Sperre, die man durchsetzen kann. Wer von einer schnellen Auszahlung ohne Identitätsprüfung liest, liest von einem Produkt, das es im bewilligten Markt in dieser Form nicht gibt.

Wichtig ist auch, was es in der Schweiz nicht gibt: ein Zahlungssperrsystem gegen nicht bewilligte Wettseiten. Banken und Kartennetzwerke blockieren solche Zahlungen nicht, und wer das Gegenteil annimmt, plant eine Zahlung anders, als sie läuft.

Was die Werbung verspricht und was von ihr bleibt

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich weder an Minderjährige noch an gesperrte Personen richten. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Das ist der Grund, weshalb diese Übersicht beschreibt und bewertet, statt zu einem Konto aufzurufen.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusbeträge und Bedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine zeitliche Sperre für Werbung am Tag gibt es nicht.

Die Konsequenz für den Leser ist ungemütlich und einfach. Jede Zahl, die im Werbematerial steht, muss vor dem Setzen in den eigenen Bedingungen des Veranstalters gesucht werden. Dort steht sie in derselben Form, mit den Bedingungen und dem Kleingedruckten, das in der Anzeige fehlt. Nur dort steht auch, was mit der Gratiswette passiert, wenn sie nicht gewinnt, und ob der Einsatz beim Gewinn zurückkommt oder nicht.

Ein Wettschein entsteht in fünf Schritten, und der letzte ist der teure

Der Ablauf ist bei jedem Anbieter derselbe und führt in eine Reihenfolge, die man vorher kennen sollte. Zuerst das Rennen und die Disziplin auswählen. Dann eine Wettart festlegen, Einzelwette, Kombiwette oder Systemwette. Danach den Einsatz setzen und die Quoten noch vor der Bestätigung prüfen, weil sich ein Preis ändern kann. Dann bestätigen, mit dem Wissen, dass eine angenommene Wette ein Vertrag ist. Und schliesslich, nach dem Rennen, die Auswertung nachvollziehen.

Der teure Teil liegt nicht im letzten Schritt, sondern im dritten. Dort entscheidet sich, ob die Sache im vorgegebenen Rahmen bleibt. Bei Sporttip: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 bei einer Einzel- oder Kombinationswette, bis CHF 10’000 bei einer Systemwette, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Das ist der praktische Grund, weshalb die Verlustlimite vor der ersten Wette steht. Wer den Betrag vorher festgelegt hat, muss ihn in der Sekunde der Bestätigung nicht mehr verhandeln. Wer es nicht getan hat, verhandelt in genau der Sekunde, in der die zweite Schiesseinlage beginnt und der Puls aus einem unerfindlichen Grund höher ist als in der ersten.

Häufige Fragen zu Biathlon-Wetten in der Schweiz

Darf man in der Schweiz auf Biathlon wetten, und bei wem?

Ja, aber nur bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip und bei der Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide veranstalten Sportwetten gestützt auf eine Bewilligung für ein Grossspiel. Ein Onlinekonto setzt den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus.

Welche Wettarten gibt es bei einem Rennen mit vielen Startenden?

Auf der zugelassenen Liste stehen unter anderem Wetten auf den Sieger, auf Platzierungen, auf den direkten Vergleich zweier Startender und auf Ranglisten, sofern die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder aufs Podest entscheidet. Qualifikationsrunden und Frauenwettkämpfe nur, wenn die Liste sie nennt. Trainingsläufe sind nie dabei.

Wie entsteht eine Prognose, und warum gibt es keinen sicheren Tipp?

Eine Prognose verbindet die Laufform der letzten Rennen mit der Schiessbilanz über mehrere Wettkämpfe und hält das Ergebnis gegen die Quote. Der Ausgang bleibt offen: Die Scheiben messen 4,5 Zentimeter im Liegen und 11,5 Zentimeter im Stehen auf 50 Meter, und genau darin liegt die Streuung, die jeden Tipp unsicher macht.

Wie rechnet man den Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Gewinn einer Einzelwette ist der Einsatz mal die Quote. Bei CHF 20 auf eine Quote von 2.10 ergibt das CHF 42 Rückzahlung und CHF 22 Reingewinn. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der Ausgänge zu einer einzigen Quote multipliziert.

Welche Verlustlimiten muss man vor der ersten Wette setzen?

Bei Sporttip sind vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Sind Wettgewinne steuerfrei, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; ab 1. Januar 2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb «je nach Kanton». Darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»