Welcher Anbieter wirklich die besten Quoten hat — und woran man es nachrechnet
Ladevorgang...
Datenstand: Oktober 29, 2026 · Bewilligungen geprüft gegen die Gespa und das Geldspielgesetz
Wer in der Schweiz nach der besten Quote sucht, landet schnell bei einer Liste mit einem Dutzend Namen. Der erste ehrliche Satz dazu lautet: Sportwetten dürfen hierzulande nur zwei Veranstalter anbieten. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was in der Suche auftaucht, ist eine ausländische Seite — ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Aufsicht und ohne den Schutz, den eine Bewilligung mitbringt.
Das macht die Frage «welcher Anbieter hat die besten Quoten» nicht sinnlos. Es macht sie zweistufig. Erstens: In welchem Markt steckt wie viel Marge, und wie rechnet man das nach? Zweitens: Welche Wege stehen einem Wettenden in der Schweiz überhaupt offen, und welcher davon passt zu welchem Verhalten? Diese Seite nimmt beide Stufen auseinander. Wer die Rechnung einmal verstanden hat, braucht keine Werbeseite mehr, um zu beurteilen, was ihm da gerade als «Top-Quote» verkauft wird.
Die Quotenlandschaft in der Schweiz: was verglichen werden kann
Zwei bewilligte Veranstalter, ein Vertragsgebiet, das in zwei Sprachräume zerfällt. Swisslos betreibt Sporttip in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Für einen Wettenden heisst das etwas sehr Konkretes: Ein Online-Konto lässt sich nur dort eröffnen, wo man wohnt. Ein Zürcher kommt an Sporttip, ein Genfer an Jouez Sport, und ein Umzug verschiebt die Zuständigkeit. Die beiden Gebiete überschneiden sich nicht. Wer in der Deutschschweiz sitzt, hat also nicht die Wahl zwischen zwei Schweizer Angeboten, sondern genau eines — und daneben die Möglichkeit, auf eine ausländische Seite zu gehen, die keine Bewilligung hat.
Was an Quoten trotzdem vergleichbar bleibt, ist das Niveau der jeweiligen Märkte. Es lohnt sich, das an einem Beispiel durchzurechnen, weil die Zahl, die dabei herauskommt, auf jeder Buchmacher-Startseite fehlt.
Was die Auszahlungsquote ist und was die Marge
Ein Buchmacher setzt bei festen Quoten die Quote selbst und wird damit zum Gegner des Wettenden. Die Quote gilt ab Wettabschluss und lässt sich nachträglich nicht ändern. Die Auszahlungsquote wiederum sagt, welcher Anteil aller Einsätze eines Marktes in Form von Gewinnen zurückfliesst.
Rechnet man sie aus, addiert man die Kehrwerte der Quoten aller möglichen Ausgänge und teilt 1 durch diese Summe. Bei den Quoten 1,25 / 5,00 / 10,00 ergibt das rund 90,91 %. Die Differenz zum vollen Einsatz ist das, was der Veranstalter einbehält.
Die Grundlagen des Quotenvergleichs: implizite Wahrscheinlichkeit und Overround
Jede Dezimalquote trägt ihre eigene Wahrscheinlichkeit in sich: Sie ist der Kehrwert der Quote. Die Quote 1,01 entspricht 99,01 %, die Quote 2,00 entspricht 50,00 %, die Quote 4,00 entspricht 25,00 %.

Addiert man diese impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes, kommen mehr als 100 % heraus. Immer. Der Überschuss heisst Overround und ist der Gewinn des Buchmachers bei ausgeglichenem Buch — also dann, wenn auf beide Seiten genug Geld gelaufen ist, dass ihm das Ergebnis gleichgültig sein kann. Das ist keine versteckte Gebühr und kein Skandal, sondern das Geschäftsmodell. Wer es nicht auf dem Radar hat, hält jede Quote für ein Angebot, während sie in Wahrheit ein Angebot mit eingebautem Preis ist.
Der Vergleich zwischen zwei Buchmachern reduziert sich damit auf eine einzige Frage: Wie gross ist der Überschuss? Je kleiner er ausfällt, desto näher liegt die Auszahlungsquote bei 100 %, desto mehr bleibt vom Einsatz im Spiel.
Die Marge am Beispiel einer Zweiwegwette
Nehmen wir eine Zweiwegwette — ein Tennismatch, zwei Ausgänge, kein Unentschieden möglich — und setzen auf beide Seiten die Quote 1,90. Kein abgeschriebener Preis von irgendeiner Seite, sondern eine Rechenübung mit runden Zahlen.
1 geteilt durch 1,90 ergibt 0,5263. Zweimal genommen: 1,0526. Der Kehrwert davon liegt bei 0,95, bei dieser Quote bewegt sich die Auszahlungsquote also im Bereich von etwa 95 %, die Marge bei etwa 5 %. Der Veranstalter behält von jedem eingesetzten Franken fünf Rappen ein — nicht als Gebühr auf dem Kontoauszug, sondern als Abstand zwischen den beiden Quoten. Bei einer Quote von 1,90 auf beiden Seiten ist dieser Abstand klein. Rutscht die Quote auf 1,80, liegt die Marge bei etwa 10 %, und die Auszahlungsquote fällt auf ungefähr 90 %.
Ein Band, keine Einzelzahl: Je nach Sportart, Markt und Anbieter liegt die Auszahlungsquote typischerweise bei rund 90 % bei Wetten mit zwei möglichen Ausgängen, etwa Tennis, und bei rund 85 % bei Wetten mit drei möglichen Ausgängen, etwa Fussball. Der Grund ist strukturell. Drei Ausgänge bedeuten drei Quoten, die zusammen über 100 % landen müssen, und mit jedem zusätzlichen Ausgang wächst der Spielraum, den der Buchmacher für sich einbaut. Ein Handicap-Markt mit zwei Zeilen ist für den Wettenden fast immer günstiger als der 1X2-Markt desselben Spiels. Das ist die nützlichste Faustregel dieser Seite, und sie kostet nichts.
Wer das nachprüfen will, braucht keinen Zugang zu irgendeinem Datenanbieter. Ein Taschenrechner, die drei Quoten eines Spiels und eine Minute reichen.
Rechtslage in der Schweiz: warum es nur zwei Veranstalter gibt
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Beaufsichtigt wird das von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern — nicht von der ESBK, die nur für Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt, wörtlich, nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine weiteren bewilligten Buchmacher, weil es keine weiteren geben darf. Die Gespa veröffentlicht deshalb auch keine Liste weiterer Anbieter, sondern nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domänen. Die Nettoerträge fliessen in gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Wer Sporttip nutzen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet haben. Eine bestehende Spielsperre schliesst die Registrierung aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Für Jouez Sport gilt das Spiegelbild: Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone.
Was in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf
Die bewilligte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste — die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Nur Sportwetten sind erlaubt; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen fallen weg. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur dann, Rankingwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden.
Zwei Punkte stechen für alle heraus, die eine bestimmte Sportart suchen. Corner- und Kartenmärkte finden sich in der Liste nicht. E-Sport ebenso wenig. Livetten sind dagegen erlaubt, vor dem Spiel und währenddessen, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte kennt das BGS nicht.
Die Sperrliste und was eine ausländische Bewilligung hier bedeutet
Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst woher — hat in der Schweiz keine Wirkung. Veranstaltet jemand Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung, ist das eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Wettende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Fairplay-Kontrolle, an die man sich wenden könnte.
Die Gespa führt die Sperrliste der ausländischen Domänen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domänen darauf. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — Domain-Hopping nennt die Gespa das und nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home; bet365 findet sich auf der Liste.
Ehrlich bleibt ehrlich: Die eine Seite des Vergleichs ist ein bewilligter Anbieter mit vollem Schweizer Schutz, aber einem geschlossenen Sportkatalog, einer Wohnsitzauflage und einer Identitätsprüfung. Die andere ist eine ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Rückgriff in der Schweiz, dafür ohne die Katalogfesseln. Keine der beiden Varianten ist per se «die sichere Wahl». Beide kosten etwas.
Schweizer Veranstalter im Register- und Bewilligungsvergleich
| Anbieter | Bewilligung und Aufsicht | Veranstalter | Produkt und Versorgungsgebiet |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS; Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Sporttip, gestützt auf die IKV 2020; Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS; Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne | Jouez Sport; Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
| Playzilla | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
| Funbet | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
| PowBet | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
| BDMBet | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
| BetOnRed | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
| WirWetten | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
| Bruce Bet | keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung wäre nach Art. 4 BGS hier ohne Wirkung | nicht in der Schweiz niedergelassen | Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden |
Die Tabelle trennt zwei Sachverhalte, die gern in einen Topf geworfen werden: die Bewilligung als solche und das, was der Anbieter im Markt tatsächlich darf. Bei den ausländischen Namen steht in der Spalte zur Bewilligung nichts, was ein Ereignis wäre — das Fehlen selbst ist der Befund. Eine Gespa-Bewilligung kann keine dieser Seiten vorweisen, und damit fehlt auch der Anschluss an das Sperrregister.
Spielerschutz als Vergleichskriterium
Wer Quoten vergleicht, vergleicht Preise. Wer Spielerschutz vergleicht, vergleicht, was passiert, wenn der Preis nicht mehr das Wichtigste ist. Beides gehört auf dieselbe Rechnung, denn die Schweizer Regeln für Limiten und Sperren sind strenger als das, was eine ausländische Seite aus eigenem Antrieb anbietet.
Limiten setzen die Spielenden selbst, nicht der Staat. Der Veranstalter muss Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung gesetzlich nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein gesetzlicher fixer Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.
Bei Swisslos müssen vor der ersten Teilnahme an Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Heraufsetzen lässt sich eine Limite erst nach 72 Stunden, herabsetzen sofort. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für je 30 Tage möglich — ein Instrument, das in der Praxis mehr bringt als jede Verlustlimite, weil es bremst, bevor gespielt wird.
Die Spielsperre ist die zweite Säule. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.
Dazu zwei nüchterne Feststellungen. Eine Sanktion trifft auch den Wettenden: Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Und bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört hierher, weil sie eine Annahme korrigiert, die viele mit einem Staatsbetrieb verbinden.
Krypto und Anonymität: der Weg, der in der Schweiz nicht existiert
Blockchain-Zahlungen sind bei bewilligten Schweizer Anbietern ausgeschlossen. Das ist keine Frage des guten Willens, sondern eine der Zahlungsvorschrift: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt, und eine Kreditgewährung an Spielende ist untersagt. Anonyme Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht.
Wer Krypto sucht, sucht in aller Regel zweierlei auf einmal: ein Zahlungsmittel und die Abwesenheit einer Identitätsprüfung. Der bewilligte Anbieter verlangt für ein Spielerkonto eine verifizierte Identität, ein Konto pro Person, und die Registrierung läuft über den Ausweis. Das ist der Preis des Schutzes — und es ist ein Preis, der einem Teil der Suchenden die ganze Kategorie verleidet.
Der andere Weg führt zu einer ausländischen Seite, die Krypto akzeptiert. Dort gibt es die Prüfung vielleicht nicht, dafür aber auch nichts von dem, was hier greift: kein Sperrregister, an das die Seite angeschlossen wäre, keine Aufsicht, keinen Rückgriff, wenn eine Auszahlung hängt. Eine Schranke gegen solche Zahlungen baut die Schweiz übrigens nicht auf: Es gibt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenherausgeber Zahlungen an unerlaubte Wettseiten blockieren. Die Sperrliste arbeitet über DNS, nicht über den Zahlungsverkehr. Für einen Krypto-Nutzer ist das eine relevante Lücke in beide Richtungen.
Bonus und Gratiswette: warum die Auswahl hier klein ist
Gratisspielguthaben braucht die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie deren 24 an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das sind insgesamt 32 Zustimmungen für zwei Veranstalter. Wer aus einem Markt mit Dutzenden Willkommenspaketen kommt, wird das als asketisch empfinden — und genau das ist es. Das Instrument ist kein Wettbewerbswerkzeug, sondern ein genehmigungspflichtiger Vorgang, und die Aufsicht hält es kurz.
Für den Wettenden heisst das: Bei den bewilligten Anbietern ist das Neukundenangebot in der Regel klein oder gar nicht vorhanden, und wo es existiert, sind Betrag und Bedingungen Sache der jeweiligen Veranstalterbedingungen. Das ist der Punkt, an dem man die eigenen Unterlagen lesen muss, nicht die Startseite.
Sporttip kennt statt eines Willkommenspakets laufende Aktionen, und deren Bedingungen sind aufschlussreich. Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live, Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Ein Boost auf eine Fünfzehnfach-Kombi klingt grosszügig, bis man sich vergegenwärtigt, dass er nur dann greift, wenn vorher fünfzehn Voraussagen aufgegangen sind. Die 100 % sind eine Zahl auf dem Plakat, kein erwarteter Ertrag.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Und: Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer während des Spiels aussteigt, verliert die Erhöhung, die ihn zum Wetten gebracht hat. Das steht in den Bedingungen und in kaum einer Anzeige.
Auch die Werbung selbst ist geregelt. Sie darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Für Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist Werbung verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Kein Zeitfensterverbot, keine Sonderregel für Abendstunden — nur diese Grenzen. Wer auf einer Schweizer Seite für eine ausländische Wettseite wirbt, handelt nicht in einer Grauzone.
Zahlungswege und Auszahlung: was die Limiten des Kontos vorschreiben
Die Zahlungsabwicklung ist der Punkt, an dem sich die zwei Wege am sichtbarsten unterscheiden — und der Punkt, an dem die Schweizer Regeln am wenigsten Spielraum lassen. Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Fremdkonten, Sammelkonten, anonyme Auszahlungen: nicht vorgesehen. Eine Kreditgewährung an Spielende ist nach dem BGS untersagt, ein Minus auf dem Spielerkonto also kein Geschäftsmodell.
Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache. Das steht in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters und nirgends sonst. Wer eine bestimmte Methode sucht, prüft sie dort — nicht in einer Vergleichstabelle, die eine Zahlungsmarke mit einem Anbieternamen verbindet, ohne dass eine der beiden Seiten das bestätigt hat.
Die andere Seite der Medaille ist die Steuer. Die Schweiz erhebt keine Wettsteuer auf den Einsatz. Ein Steuerfreibetrag auf einen Einzelgewinn existiert aber sehr wohl, und er unterscheidet sich zwischen Bund und Kantonen: Der Bund zog die Schwelle zum 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 an, 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Für einen typischen Wettenden liegt der Gewinn weit unter dieser Grenze: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer.
Quoten auf dem Smartphone: Bedienung schlägt Funktionslisten
Auf dem Touchscreen entscheidet nicht die Zahl der Menüpunkte, sondern ob ein Wettschein in wenigen Berührungen steht. Das ist keine Geschmacksfrage: Jede zusätzliche Interaktion ist eine Gelegenheit, die Quote zu verpassen, die man eigentlich setzen wollte.
Drei Dinge trennen ein brauchbares Angebot von einem, das nur gut aussieht. Erstens der Wettschein — ob Einzel- und Kombiwetten sich sauber trennen lassen und ob die Gesamtquote sichtbar mitläuft, während man Voraussagen hinzufügt. Zweitens die Ladezeiten. Gerade bei Livetten zählt jede Sekunde, und ein aufgeblasener Client rächt sich dort am härtesten. Drittens die Anmeldung: Zwei-Faktor-Schritte sind wichtig und gleichzeitig der Moment, in dem viele Anwendungen hakelig werden.
Beim Kombiboost von Sporttip hängt der Bonus an der Zahl der Voraussagen im Wettschein — die Bedienung entscheidet also mit, ob man die Schwelle bequem erreicht oder sich mühsam durch Formulare klickt. Wer ein Konto über die Wohnsitzauflage nicht eröffnen kann, findet die Funktion ohnehin nicht, und keine App ändert daran etwas.
Livewetten und Cash-Out: die Funktion, die Vertrauen verlangt
Bei Spielverlauf ändern sich die Quoten laufend, und Livewetten wie der vorzeitige Ausstieg sind Funktionen, die sich zwischen Anbietern deutlich unterscheiden.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Aber nur bei Online-Wetten, und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Wer Cash-Out als Sicherheitsnetz versteht, sollte diese vier Einschränkungen zusammen lesen: kein Teilausstieg heisst Alles-oder-Nichts, und keine Marktgarantie heisst, dass das Netz genau dort fehlen kann, wo es am meisten gebraucht würde.
Bei Sporttip-Livetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist ein wichtiger Satz: Ein nicht übertragener Match bedeutet nicht, dass die Wette nicht zählt. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn nicht. Wer in der Minute vor einem Elfmeter noch schnell setzt, spielt mit diesem Mechanismus.
Zwei verwandte Regeln runden das Bild. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten — ärgerlich, aber die Rückzahlung ist ehrlicher als eine stille Korrektur der Quote. Und wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Wettarten, Systemwetten und wie ein Gewinn gerechnet wird
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Danach wird gerundet: zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Ein Rechenbeispiel ohne jeden Bezug zu einem echten Spiel: CHF 20 Einsatz auf eine Quote von 2.10 ergeben CHF 42. Der Nettogewinn beträgt CHF 22. Bei einer Kombination aus zwei Voraussagen mit 2.10 und 1.80 multiplizieren sich die Quoten zu einer Gesamtquote von 3.78; dieselben CHF 20 bringen dann CHF 75.60, also CHF 55.60 netto. Die zwei Zehntel, die in der ersten Quote als Marge stecken, stecken in der zweiten zweimal — beim Kombinieren addiert sich der Preis des Buchmachers, statt sich zu verwischen.
Genau deshalb ist die Kombiwette kein günstigeres Produkt. Sie ist ein grösseres. Und deshalb ist der Kombiboost kein Geschenk, sondern eine Rückvergütung auf ein Produkt mit vergleichsweise hohem Aufschlag.
Die Vertragsformen selbst unterscheiden sich in ihren Grenzen. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beginnt es online bei CHF 2 — an Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2 — und endet bei CHF 500 Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Die Gewinnoberseite sieht bei Jouez Sport so aus: CHF 300’000 Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette, und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Quote von mindestens 1.10 klingt nach einer Selbstverständlichkeit, bis man merkt, dass sie auch nach unten begrenzt, was überhaupt spielbar ist.
Einzelwette, Kombi, System: was die Form kostet
Bei festen Quoten tritt der Buchmacher als Gegner des Wettenden auf und trägt das Risiko. Daneben existiert die variable Quote, der Totalisator, bei dem die Wettenden untereinander setzen und die Quote erst nach dem Ereignis feststeht. Der Auszahlungsanteil liegt dort bei staatlichen Anbietern unter 50 %, bei Pferderennen bis etwa 85 %. Das ist die niedrigste Auszahlungsquote auf dieser ganzen Seite — und sie ist kein Buchmacheraufschlag, sondern das Ergebnis davon, dass die Quote nicht beim Abschluss feststeht.
Die Wahl der Wettform ist damit eine Wahl zwischen drei Dingen: einem festen Preis, einem Preis, der mit jeder hinzugefügten Voraussage teurer wird, und einem Preis, den man beim Abschluss nicht kennt. Wer das einmal sortiert hat, trifft die Entscheidung schneller als jede Vergleichstabelle es erlaubt.
Sportarten und Turniere: wo die Marge kleiner ausfällt
Je nach Sportart unterscheiden sich Quotenniveau und Margen, und nicht jede Disziplin steht auf der Liste der bewilligten Sportarten. Fussball, Tennis, Eishockey und die grossen Turniere tragen den Löwenanteil der Wetten und entsprechend flüssige Märkte — enge Quoten mit weniger Spielraum. Nischenmärkte mit dünnem Buch haben einen grösseren. Wer die besten Quoten sucht, findet sie deshalb zuerst dort, wo viel Geld fliesst, und nicht dort, wo die Sportart exotisch ist.
Bei den Randsportarten wird die Sache dünner, und zwar auf zwei verschiedene Weisen. Futsal und andere kleine Disziplinen tauchen in der Gespa-Liste nur auf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. E-Sport taucht dort nicht auf. Damit fehlt einem Schweizer Wettenden der gesamte Bereich, den internationale Seiten mit eigenen Turnieren und Live-Kalendern bedienen. Auch Corner- und Kartenmärkte sind nicht Teil der Liste, obwohl sie zu den beliebtesten Zusatzmärkten im Fussball gehören. Eine Suche nach einem Anbieter mit Corner-Wetten führt in der Schweiz also zwangsläufig weg von den beiden bewilligten Veranstaltern.
Für Sportevents mit einem Publikum, das überwiegend aus Minderjährigen besteht, sind Wetten ohnehin gesperrt. Ein WM-Wettangebot fällt damit nicht automatisch weg — aber nicht jedes Ereignis ist spielbar, nur weil es stattfindet. Wer ein grosses Turnier im Blick hat, prüft am besten vorher, welche Wettarten die Liste für dieses Turnier vorsieht, statt sich auf die Erinnerung an eine frühere Ausgabe zu verlassen.
Neue Anbieter: was «neu» in diesem Markt bedeuten kann
Als neu gilt in der Schweiz nur, was eine Bewilligung besitzt. Und die Zahl der Bewilligungen ist auf zwei Veranstalter begrenzt. Ein «neuer Wettanbieter» im Wortsinn kann hier also nicht entstehen — es gibt keinen dritten Platz und kein Vergabeverfahren, in dem einer frei würde.
Was in der Suche als neu erscheint, ist entsprechend fast immer ein ausländischer Name, der vor kurzem eine neue Domäne aufgeschaltet hat. Solche Seiten sind nicht neu im Sinne von mehr Optionen oder frischem Wettbewerb, sondern im Sinne von: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister, ohne Rückgriff. Ihre Domäne kann auf die Sperrliste gesetzt werden, und blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt. Ein Anbieter, der gestern funktioniert hat, funktioniert morgen womöglich nicht mehr — und wer dann auf eine Auszahlung wartet, hat keine Stelle, an die er sich wenden kann.
Die praktische Antwort auf «neue Wettanbieter Schweiz» lautet also nicht, dass es keine gibt, sondern dass die Neuigkeit selbst kein Kriterium ist. Ein Anbieter wird nicht dadurch besser, dass er jung ist, und nicht dadurch schlechter, dass er seit Jahrzehnten dasselbe Produkt betreibt.
Ranking: die Anbieter nach nachprüfbaren Kriterien
Das folgende Ranking ordnet nach nachprüfbaren Grössen — Bewilligungsstatus, Quotenniveau der Märkte, Einsatzlimiten, Auszahlungsregeln und Bedienung — und nicht nach Werbeversprechen. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern und den acht ausländischen Namen gelten dieselben Massstäbe; sie liegen nur nicht in derselben Liga, was die Bewilligung angeht.
Die zehn Reviewergebnisse, in der Reihenfolge Swisslos, Loterie Romande, N1 Bet, Playzilla, Funbet, PowBet, BDMBet, BetOnRed, WirWetten und Bruce Bet, folgen in den nächsten Abschnitten. Ausländische Anbieter werden nicht als «legal» oder «sicher» bezeichnet. Das ist keine Vorsicht aus Prinzip, sondern die Beschreibung des Rechtszustands: Ohne Schweizer Bewilligung greift hier nichts von dem, was eine Bewilligung mitbringt.
Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit dem dichtesten Regelwerk
Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Wer im Vertragsgebiet wohnt, bekommt hier das vollständigste Paket, das der Schweizer Markt hergibt: eine Bewilligung für ein Grossspiel, eine Aufsicht durch die Gespa, Limiten, Sperren, ein anerkannter Beschwerdeweg.
Die Regeln sind eng, und das ist eine Beschreibung, keine Kritik. Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 für Systemwetten — die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette darüber wird nicht angenommen. Die Marge ist bei einer Zweiwegwette von 1,90 auf beiden Seiten bei 5 % anzusetzen, bei 1,80 auf beiden Seiten bei etwa 10 %; das ist das Fenster, in dem der Preis hier atmet. Livewetten und Cash-Out sind vorhanden, die Livewette zählt unabhängig von der Übertragung, und in spielentscheidenden Momenten kann Swisslos mit Quote 1.00 werten.
Wo das Konto steht, ist keine Nebensache: Ein Online-Konto lässt sich nur mit Wohnsitz im Vertragsgebiet eröffnen, und wer ausserhalb wohnt, steht vor einer geschlossenen Tür. Für alle im Gebiet ist das Konto dagegen der einzige Zugang auf dieser Liste, der das Etikett «ohne Schweizer Bewilligung» nicht neben sich hat — innerhalb der beiden bewilligten Veranstalter. Der Preis dafür ist ein geschlossener Sportkatalog: keine Corner-Märkte, keine Kartenmärkte, kein E-Sport. Wer genau danach sucht, findet es hier nicht, und das wird sich nicht ändern.
Loterie Romande Jouez Sport: preisbewusst gebaut, mit Deckel oben
Jouez Sport ist das Westschweizer Gegenstück: 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende, eine Bewilligung für ein Grossspiel, dieselbe Gespa-Aufsicht. Die technische Ausstattung der beiden Anbieter unterscheidet sich, die Rechtsstellung nicht.
Bei den Einsätzen liegt Jouez Sport deutlich tiefer an der Spitze: Online beginnt es bei CHF 2, an Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 enthalten. Nach oben gibt es einen klaren Deckel: CHF 300’000 Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Dazu die Randbedingungen: 2 bis 10 Voraussagen pro Kombi, Mindestquote 1.10 für die Einzelwette oder die Gesamtquote der Kombi, Obergrenze 100’000.
Diese Gewinnobergrenze ist der Punkt, an dem die Bewertung kippt. Sie ist kein Verbot und kein Skandal — Kappen sind in regulierten Märkten üblich. Aber sie verändert das Kalkül: Ein clever gebauter Multiples kann den theoretischen Ertrag über die Million treiben, ohne dass die Million je ausbezahlt wird. Wer solche Wetten plant, plant gegen eine Wand. Der Anbieter ist damit ausgerechnet für die besonders ehrgeizigen Wettscheine der falsche, während er für alle, die in normalen Grössenordnungen spielen, dieselbe Sicherheit bietet wie Sporttip.
N1 Bet: ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung
N1 Bet ist ein internationaler Name ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung — und welche der Anbieter vorzuweisen hat, ist hier ohne rechtliche Bedeutung — hat in der Schweiz nach Art. 4 BGS keine Kraft. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rückgriff, und die Domäne kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.
Was für den Anbieter spricht, ist allein das, was ausländische Seiten strukturell bieten: ein Sportkatalog ohne die Schweizer Beschränkung auf die Gespa-Liste, damit auch E-Sport, Corner- und Kartenmärkte. Genau das suchen jene Leser, die auf dieser Seite bisher nur Abweisungen gefunden haben. Wer den Weg geht, geht ihn ohne Netz: Bei einem Streit um eine Auszahlung steht keine Schweizer Stelle zur Verfügung, und die Wette unterliegt den Bedingungen eines Anbieters, den hier niemand beaufsichtigt.
Playzilla: Casino-Profil mit Sportangebot
Playzilla tritt als breit aufgestellte Plattform auf, ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist identisch mit der jedes anderen Namens in dieser Gruppe: kein Schweizer Permit, eine allfällige ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, Domäne auf der Sperrliste möglich.
Die Ausrichtung auf eine gemischte Produktpalette ist für Sportwettende ein zweischneidiges Signal. Sie spricht für ein grösseres technisches Budget und eine gepflegtere Oberfläche. Sie spricht aber auch dafür, dass Sport nicht das Kernprodukt ist, um das herum gebaut wurde. Wer Quoten vergleicht, ist auf Sportbuch-Kompetenz angewiesen, und die zeigt sich in der Tiefe der Märkte, nicht in der Breite der Startseite. Vor einer Einzahlung lohnt sich deshalb genau der Blick, den man sonst überspringt: Wie viele Ausgänge bietet der Markt, den man tatsächlich spielen will?
Funbet: der Vergleich der Konditionen bleibt beim Wettenden
Funbet gehört zur selben Gruppe: internationaler Name, keine Schweizer Bewilligung. Die Feststellungen zur Rechtsstellung sind für alle acht ausländischen Anbieter dieser Liste dieselben und werden deshalb nicht bei jedem neu aufgerollt — Bewilligung, Registeranschluss, Rückgriff und Sperrlistenmöglichkeit ergeben sich aus dem, was im Abschnitt zur Rechtslage steht.
Bleibt die Frage, die man bei einem solchen Namen wirklich stellen muss: nach den Konditionen. Mindestquote, Mindesteinsatz, Auszahlungsdauer und die Regeln für abgesagte Ereignisse stehen ausschliesslich in den eigenen Bedingungen des Anbieters. Es gibt keine Schweizer Instanz, die sie prüft, und keine Vergleichsstelle, die für sie geradestünde. Wer hier einzahlt, sollte die Zahlen vorher selbst gelesen haben — nicht die auf dem Werbebanner, die in den Bedingungen.
PowBet: breite Oberfläche, keine hiesige Aufsicht
Auch PowBet fällt unter die Kategorie ohne Schweizer Bewilligung. An der Rechtsstellung ändert sich nichts: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Sperrregister, kein hiesiger Rückgriff.
Der Name steht für eine ganze Generation ausländischer Wettseiten, die mit Sport, Live und Casino gleichzeitig um Aufmerksamkeit werben. Für einen Wettenden, der aus einem Markt mit zwei Anbietern kommt, hat das einen realen Reiz: mehr Sportarten, mehr Märkte, mehr Veranstaltungen an einem Abend. Für die Quotenfrage ist das aber kein Argument, sondern nur eine grössere Auswahl, in der man dieselbe Rechnung anstellen muss. Die Marge verschwindet nicht dadurch, dass die Liste länger wird.
BDMBet: nichts, was eine Schweizer Bewilligung ersetzt
BDMBet ist ein weiterer ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung. Es gibt keine Gespa-Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und keine Bewilligung, die in diesem Land irgendetwas gelten würde.
Was von einem Bewilligungsverfahren übrig bleibt, ist die eigene Angabe des Anbieters. Und das ist die eigentliche Lücke, nicht die fehlende Lizenznummer. Eine Bewilligung ist keine Dekoration, sondern eine Stelle, die nachschaut. Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter einzahlt, delegiert die Prüfung an sich selbst. Bei einem Buchmacher, den niemand in der Schweiz kontrolliert, ist das die einzige Kontrolle, die es gibt.
BetOnRed: ein bekannter Name, derselbe Status
BetOnRed ist im deutschsprachigen Raum präsent, ohne Schweizer Bewilligung. An der Einordnung ändert die Bekanntheit nichts: Die Bewilligung, um die es hier geht, vergibt die Gespa nach interkantonalem Recht, und sie geht an zwei Veranstalter.
Bekanntheit ist trügerisch, weil sie sich wie Seriosität anfühlt. Sie ist aber nur Sichtbarkeit, und Sichtbarkeit lässt sich kaufen. Der einzige belastbare Massstab bleibt die Bewilligung und, in ihrem Rahmen, die Marge im Markt, den man spielt. Bei einer Zweiwegwette mit 1,90 auf beiden Seiten liegt die Marge bei 5 %, bei 1,80 auf beiden Seiten bei rund 10 % — zwei Zahlen, die man aus der Anzeige heraus nicht erhält und aus den Quoten heraus in einer Minute.
WirWetten: die deutschsprachige Alternative mit Schweizer Schranke
WirWetten richtet sich erkennbar an deutschsprachige Wettende und ist für einen Leser dieser Seite deshalb der naheliegendste Name unter den ausländischen. Die Bewilligungslage bleibt trotzdem dieselbe: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Rückgriff in der Schweiz, Sperrliste möglich.
Die Sprachhürde, die viele bei ausländischen Anbietern abschreckt, existiert hier nicht. Genau darin liegt die Versuchung, und genau darin liegt auch das Risiko, denn der deutsche Ansprechpartner bedeutet nicht, dass die Schweizer Regeln gelten. Wer hier für kurze Zeit Wetten platzieren möchte und die übersichtliche deutschsprachige Oberfläche höher gewichtet als den Bewilligungsstatus, findet ein sauberes Werkzeug. Wer die Beschränkungen des Schweizer Katalogs als eigentlichen Nachteil empfindet, wird ohnehin hier landen. Der Unterschied zu den beiden bewilligten Veranstaltern liegt nicht im Komfort, sondern darin, was fehlt, wenn etwas schiefläuft.
Bruce Bet: bei jedem ausländischen Namen dieselbe Prüfung
Bruce Bet schliesst die Liste ab, und die Einordnung ist die gleiche wie bei den vorangegangenen ausländischen Namen: keine Schweizer Bewilligung, keine Aufsicht, kein Registeranschluss, kein hiesiger Rückgriff.
Diese Wiederholung ist selbst die Nachricht. Acht Namen, ein Status. Wen die Auswahl zwischen den acht interessiert, ist gut beraten, nicht die Marken zu vergleichen, sondern die Bedingungen: Mindestquote, Höchsteinsatz, Auszahlungsfristen, Regeln bei abgesagten Ereignissen. Diese Bedingungen sind bei keinem von ihnen durch eine Schweizer Bewilligung abgesichert, und darum trägt der Wettende das Risiko allein. Nicht die Zahl der Anbieter entscheidet hier, sondern die Frage, ob man dieses Risiko überhaupt eingehen will.
Wann sich die Quote überhaupt lohnt: Steuern, Freibetrag, Nettogewinn
Ein Gewinn aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — ist bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und wird erst darüber besteuert. Der Bund zog die Schwelle zum 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 an, 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» und keine einzelne Kantonszahl steht.
Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für die weit überwiegende Mehrheit der Wettenden ist das eine Regelung ohne jede praktische Bedeutung: Ein Einzelgewinn in dieser Grössenordnung kommt bei normalen Einsätzen nicht zustande, also fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an.
Umgekehrt sieht es beim Weg ins Ausland aus. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer — der Mechanismus hat dort keine Grundlage. Dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis am Beispiel des Kantons Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Das ist der Punkt, an dem die beiden Wege sich steuerlich umdrehen: Der bewilligte Anbieter ist steuerlich der freundlichere, der ausländische der aufwendigere. Eine Steuererklärung ist der falsche Ort für Überraschungen, und wer grössere Beträge bewegt, klärt die eigene Situation mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung. Diese Seite gibt allgemeine Information, keine Steuerberatung.
Was die Rechnung am Ende sagt
Die Marge steckt in jeder Quote, und sie ist der einzige Vergleichsmassstab, der ohne Marketing auskommt. Bei einer Zweiwegwette mit 1,90 auf beiden Seiten sind es 5 %, bei 1,80 auf beiden Seiten rund 10 %. Typisch sind rund 90 % Ausschüttung bei zwei Ausgängen, etwa Tennis, und rund 85 % bei drei Ausgängen, etwa Fussball. Wer diese drei Zahlen im Kopf hat, erkennt auf jeder Wettseite in wenigen Sekunden, wie teuer das Angebot ist — und das ist mehr, als jede Bestenliste liefert.
Die Auswahl in der Schweiz bleibt klein, und sie lässt sich nicht durch Suchen vergrössern. Zwei bewilligte Veranstalter, ein Wohnsitz, der die Zuständigkeit entscheidet, ein geschlossener Sportkatalog, Limiten und Sperren, die von der Aufsicht erzwungen werden. Daneben stehen acht internationale Namen ohne Schweizer Bewilligung, mit einem breiteren Angebot und einem schmaleren Sicherheitsnetz. Wer die Rechnung versteht und weiss, welchen Teil des Marktes er braucht, trifft die Entscheidung in wenigen Minuten. Wer sie nicht versteht, bezahlt den Unterschied in jedem einzelnen Wettschein.
Häufige Fragen zu Quoten und Wettanbietern
Welcher bewilligte Veranstalter hat die besten Quoten, und woran misst man das?
Messen lässt sich das nur über die Auszahlungsquote eines konkreten Marktes: Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge addieren, eins durch die Summe teilen. Zwei bewilligte Veranstalter stehen zur Wahl, und die Wohnsitzregel entscheidet, welcher für einen überhaupt zugänglich ist. Verglichen wird also nicht die Marke, sondern die Zahl.
Wie viele Anbieter dürfen in der Schweiz legal Sportwetten veranstalten?
Zwei. Die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer Bewilligungen, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domänen.
Wie berechnet sich die Marge eines Buchmachers aus den Quoten?
Man addiert die Kehrwerte der Quoten aller möglichen Ausgänge und teilt eins durch diese Summe. Das Ergebnis ist die Auszahlungsquote; die Differenz zu 100 % ist die Marge. Bei 1,90 auf beiden Seiten ergibt das 95 % Ausschüttung und 5 % Marge — ein illustratives Beispiel, kein abgeschriebener Preis.
Warum unterscheiden sich die Quoten für dasselbe Spiel zwischen den Anbietern?
Weil jeder Veranstalter seinen eigenen Aufschlag einbaut. Wo viel Geld auf einen Markt fliesst, fällt der Spielraum kleiner aus; bei drei Ausgängen wächst er stärker als bei zwei. Dazu kommt die Marktform: eine Kombination aus zwei Voraussagen multipliziert zwei Margen statt einer.
Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Einsatz mal Quote ergibt den Rückzahlungsbetrag, Einsatz mal Quote minus eins den Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, die dann mit dem Einsatz multipliziert wird. Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen ab.
Quoten – korbballtipps
Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»
