Cricket-Wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, ein geschlossener Markt

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

*Datenstand: Oktober 29, 2026, abgeglichen mit den Bewilligungsangaben der Gespa und den Teilnahmebedingungen von Swisslos.*

Vier Tage Regen, ein Draw, und die Wette steht auf Quote 1.00. Wer zum ersten Mal Cricket tippt, glaubt an ein Spiel mit einer Regel und einer Quote; tatsächlich liegt zwischen einem Test-Match und einem Twenty20 ein grösserer Unterschied als zwischen einem Marathon und einem 100-Meter-Lauf. Dasselbe Missverständnis räumt mit dem Werbeversprechen der Branche auf: Cricket ist in der Schweiz kein Markt, den zehn Anbieter um einen buhlen. Es ist ein Markt mit zwei Veranstaltern, und beide sind gesetzlich auf ihre eigenen Kantone begrenzt. Wer aus Zürich kommt, kann kein Konto bei Loterie Romande eröffnen; wer in Genf wohnt, keines bei Swisslos. Dazwischen liegen neun ausländische Seiten, die Cricket mit allerlei Boni bewerben und in der Schweiz keine Bewilligung haben. Die folgenden Abschnitte erläutern, worauf es bei einem Cricket-Konto ankommt, welche Regeln die Wette bestimmen und wie man mit Spielunterbrechungen durch Regen umgeht.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Erst die Limiten, dann die Wette: was ein Cricket-Abend vorher kostet

Wer ein Cricket-Match über vier Tage verfolgt und nebenbei tippt, sitzt länger am Wettschein als bei jedem Fussballspiel. Genau darin liegt ein Risiko, das mit Sport nichts zu tun hat: nicht in einem einzelnen Fehltipp, sondern in der Menge der kleinen Wetten, die ein langsamer Spielverlauf produziert. Ein Tag eines Test-Match gliedert sich in drei Sessions von je etwa zwei Stunden; das sind viele Gelegenheiten, eine Livewette nachzuschieben. Die Schutzinstrumente, die sich hier bewähren, sind deshalb keine, die einen Verlust verhindern, sondern solche, die den Zugang bremsen — und bei Swisslos muss man sie vor der ersten Wette setzen, nicht danach.

Verlustlimiten: das Werkzeug, das vor dem ersten Wettschein greift

Vor der ersten Teilnahme am Sporttip-Angebot werden Limiten für einen, für sieben und für dreissig Tage verlangt. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999; wer das 21. Altersjahr noch nicht erreicht hat, setzt höchstens CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — und diese Reihenfolge ist der ganze Sinn der Einrichtung. Eine Verlustlimite, die man in derselben Minute nach oben schrauben könnte, in der ein Match kippt, wäre keine Limite, sondern ein Vorsatz. Drei Tage Wartezeit sind kein Misstrauen gegenüber dem Publikum, sondern der einzige Umstand, der den Mechanismus gegen einen späten Abend immun macht.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Dazu kommt, freiwillig, eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Sie ist etwas anderes als die Verlustlimite, und die Verwechslung kostet Geld: Die Verlustlimite misst, was verloren geht, die Einzahlungslimite, was überhaupt auf das Spielerkonto fliegt. Verliert man nie, hält die Einzahlungslimite trotzdem — sie begrenzt das Nachschiessen, egal wie das Konto aussieht.

Die Limiten sind vom Spielenden gesetzt, nicht vom Staat. Die Schweiz kennt keine feste staatliche Einzahlungsobergrenze; die Veranstalter müssen Höchstwerte für Einsätze oder Verluste über Tag, Woche oder Monat verlangen, und die Zahlen darüber setzt man selbst. Die Erhöhung, das sei dazugesagt, wartet bei Swisslos und Loterie Romande 72 Stunden, während das Gesetz 24 Stunden verlangt. Die Veranstalter sind hier also strenger als das Gesetz — kein Schaden für den Spielenden, aber ein Grund, die eigenen Werte von Anfang an realistisch zu wählen statt tief und später korrigierend.

Pausen und Spielsperre: was gilt, wenn die Wette nicht mehr aufhören will

Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Die Sperre läuft ab, nicht früher, und es gibt keine Abkürzung durch einen Anruf am nächsten Morgen. Wer sich unbefristet sperrt, landet in einem schweizweiten Register; diese Eintragung gilt dann auch für Casinos einschliesslich der Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein — also auch dort, wo man es am wenigsten erwartet. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich erst nach drei Monaten und nur unter Beteiligung einer Fachstelle wieder aufheben. Das ist ein langer Weg, und er ist lang mit Absicht.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Ein Detail, das in der Diskussion oft untergeht: Ausgeschlossene und Minderjährige haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer sich sperrt und dann über ein anderes Konto doch setzt, verliert den Anspruch auf das, was er gewonnen hätte — die Sperre schützt nicht nur vor dem Verlust, sie kann auch einen Gewinn kosten.

Und ein Befund, der auf dieser Seite nicht als Randnotiz stehen soll: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer glaubt, die Schweizer Regelung schütze lückenlos, hat diesen Satz noch nicht gelesen. Der Schutz liegt beim eigenen Konto, nicht an jedem Schalter.

Spielerkonto, Auszahlung und die zwei Wege zurück

Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers. Anonyme Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Angebot nicht, Kryptowährungen ebenso wenig — und Kredit an Spielende ist untersagt. Das klingt wie eine Formalie, ist aber die praktische Antwort auf die Frage, wie lange eine Auszahlung dauern darf: Sie kann nicht bei einem Dritten landen, also muss sie erst ankommen. Wer sein Cricket-Wissen in Geld verwandelt, braucht dafür ein auf sich lautendes Konto.

Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen und sonst nirgends; die Bewilligung deckt Cricket-Märkte und Limiten ab, nicht das Kartenlogo auf der Einzahlungsseite. Ob ein Veranstalter eine bestimmte Zahlungsmethode führt, ist deshalb keine Vergleichsgrösse, sondern eine Frage an dessen Bedingungen.

Eine Warnung zum Schluss dieses Abschnitts: Die Schweiz hat kein Werkzeug, mit dem Banken oder Kartenanbieter Zahlungen an unbewilligte Wettseiten sperren. Wer auf einer ausländischen Seite einzahlt, zahlt. Das gesperrte Angebot wird über die Sperrliste der Gespa und die DNS-Sperren der Telekom-Anbieter erreicht oder eben nicht erreicht — die Zahlung selbst blockiert niemand.

Der Spielplan entscheidet, wie lange eine Wette offen bleibt

Cricket ist kein Sport mit einer Spielzeit, sondern eine Familie von Formaten, und das Format bestimmt, wann eine Wette gewonnen, verloren oder schlicht unentschieden ausgelaufen ist. Wer das nicht auseinanderhält, liest Quoten, ohne zu wissen, worauf er gesetzt hat.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Aus diesen zwei Zahlen folgt alles Weitere.

Test-Match, ODI, T20: drei Zeiträume, drei Risiken

Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 deren 20 — bei höchstens 75 Minuten je Innings. Für den Wettschein heisst das: Beim Test-Match liegt zwischen dem ersten Ball und dem Ergebnis fast eine Arbeitswoche, und eine Vorabwette bleibt über Tage offen, in denen sich Aufstellungen, Verletzungen und die Witterung ändern. Beim ODI ist es ein Nachmittag. Beim T20 sind es drei Stunden Fernsehen, in denen kaum eine Wette reift, bevor sie schon entschieden ist.

Wer den Wettschein am liebsten abschliesst, wenn er ihn abgibt, ist im Kurzformat zu Hause. Wer ein Ergebnis über Tage aussitzen will, sollte wissen, dass genau diese Offenheit das Geschäft ausmacht — und dass eine Livewette bei einem Test-Match nicht deshalb besser wird, weil mehr Zeit vergeht.

Wie ein Cricket-Spiel endet: Tie, Draw und der Unterschied, den kaum jemand kennt

Ein Spiel endet als Tie, wenn alle Innings gespielt sind und der Punktestand gleich ist — und das gilt als sehr selten. Als Draw gilt in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Der Unterschied ist nicht spitzfindig: Ein Tie ist ein Ergebnis, ein Draw ist ein Nicht-Ergebnis mit gezählten Minuten. Beide Male ist die Zeit im Spiel, und beim Test-Match ist sie der Hauptdarsteller.

Das Finale des Cricket World Cup 2019 steht als warnendes Beispiel dafür, was ein knappes Ergebnis mit einer Wette macht: Nach 50 Overs stand es 241:241, im Super Over 15:15, und England gewann aufgrund der Zahl der Boundaries. Wer in jenem Spiel auf Australien oder Neuseeland gesetzt hatte, war nicht knapp daneben, sondern falsch; wer auf ein Ergebnis «nach Punkten» gesetzt hatte, sofern es so etwas überhaupt gibt, stand vor einer Regel, die niemand auf dem Wettschein erwähnt.

Regen, Duckworth-Lewis-Stern und die Wette, die auf Quote 1.00 läuft

Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf; sonst wird die Partie als «No Result» gewertet — Ausnahme: ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher. Eingeführt wurde die Methode 1997, 1999 offiziell vom International Cricket Council übernommen, und seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den heutigen Namen.

Das praktische Ergebnis dieser Regel liest sich auf dem Wettschein nicht immer, wie man es erwartet. Für viele Wetten ist ein No Result gleichbedeutend damit, dass die Wette einfach zurückkommt. Das Ziel indes, das die Methode errechnet, kann eine Siegwette kippen, ohne dass ein Ball mehr geschlagen wurde als geplant. Wenn es beim Cricket über einen ganzen Abend regnet, ist die Wette nicht deswegen spannender — sie ist nur schwieriger zu lesen. Wer sich dennoch wundert, findet die Antwort nur in den Teilnahmebedingungen des Veranstalters, weil das Regelwerk des Sports nichts über den verblichenen Wettschein sagt.

Wettbewerbe und Ligen: wo ein Spielplan überhaupt herkommt

Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt; seit 1987 gilt diese Länge, zuvor waren es 60 Overs, und die erste Austragung war 1975 in England. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die Ausgabe 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Dass ein Turnier von zehn auf 14 Teams wächst, hat eine Folge, die man beim Setzen merkt, bevor sie in der Tabelle steht: Mehr Teams bedeuten mehr Vorrundenpartien mit ungleichen Gegnern und mehr Gelegenheiten, bei denen der Favorit zur Pause schon gewonnen hat. Turnierwetten auf den Weltmeister decken ein Feld ab, das breiter wird — die Quote auf den Sieger sagt dazu nichts, weil sie aus Sicht des Buchmachers nur eine Richtung kennt.

Und dann sind da die Ligen. Die Indian Premier League ist ein Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern: viel Cricket an wenigen Abenden, ein Spielplan ohne Winterpause, Aufstellungen, die kurzfristig ändern. Eine Liga, die in der Nacht europäischer Zeit läuft, verlangt ohnehin andere Gewohnheiten als ein Samstagnachmittag im Fussball.

Verglichen wird nur, was vergleichbar ist: zehn Anbieter, zwei Geschäftsmodelle

Wer zehn Anbieter nebeneinanderstellt, legt nahe, dass man zehn Angebote wählen kann. In der Schweiz kann man zwei wählen, und auch das nur je nach Wohnort. Die folgenden zehn Felder sind nach denselben Kriterien bewertet; die ersten beiden dürfen Sportwetten veranstalten, die übrigen acht sind jederzeit auffindbar und in der Schweiz ohne Bewilligung. Diese Unterscheidung ist nicht kosmetisch, sie entscheidet darüber, ob ein Gewinn dem Schweizer Reglement unterliegt oder nicht.

Die entscheidende Grösse vor jedem Vergleich ist die Marge im Preis. Ein Markt mit zwei Ausgängen, beispielhaft zu je Quote 1.90 gestellt, zahlt aus Sicht des Veranstalters 97,4 % aller Einsätze zurück — rechnet man 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) aus, ergibt das rund 0,974 als Auszahlungsquote, und die Marge liegt bei 2,6 %. Stehen dieselben zwei Ausgänge zu je 1,85, kommt eine Auszahlungsquote von etwa 92,5 % und eine Marge von 7,5 % heraus; bei je 1.80 sind es rund 90 % Ausschüttung und 10 % Marge. Die Zahlen 1.90 / 1.90 sind ein Rechenbeispiel, kein notierter Preis, und die Spanne zwischen 2,6 % und 10 % ist der eigentliche Grund, warum Quoten vergleichen mehr bringt als Boni sammeln. Kein Bonusangebot dieser Welt kompensiert dauerhaft eine Marge, die drei Prozentpunkte höher liegt.

Die zwei Bewilligungen und die acht Seiten ohne Schweizer Zulassung

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (Aufsicht: Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (Aufsicht: Gespa) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Betscore keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte
22Bet keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte
bet-at-home keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte
Betify keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte
ZotaBet keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte
BetAlright keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte
N1 Bet keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte
BetFury keine keine, die in der Schweiz Wirkung hätte

Zwei Zeilen über vier Zeilen und dann sechs: Die Tabelle zeigt keine Rangfolge, sondern einen Tatbestand. Die Schweiz hat die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und es gibt deshalb keine längere Liste bewilligter Buchmacher — nicht weil die Aufsicht sparsam veröffentlicht, sondern weil es sie nicht gibt. Bei den acht ausländischen Seiten ist das Feld «berichtete Bewilligung» leer, und genau das ist die Information: Eine ausländische Bewilligung hat nach Artikel 4 BGS in der Schweiz keine Wirkung. Von diesen acht Anbietern stammt keiner aus dem Schweizer Regime, keiner ist an das Sperrregister angeschlossen, und ihre Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und von den Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Wer Cricket bei einem von ihnen anschaut, sollte wissen, dass die Gleichheit der Zeilenform nichts über die Gleichheit der Produkte sagt.

Was Cricket-Livewetten von einem Fussballabend unterscheiden

Hier wird es konkret, und hier scheitern die meisten Erwartungen.

Bei Swisslos gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist keine Kleinigkeit: Wer eine Livewette platziert, weil er ein Bild sieht, geht davon aus, dass die Wette an das Bild gebunden ist. Sie ist es nicht. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der Fernseher ist also keine Versicherung. Im Cricket, wo ein einzelnes Over das Spiel dreht, während der Stream noch puffert, ist die Quote 1.00 kein technisches Detail, sondern der wahrscheinlichste Ausgang einer spät abgegebenen Wette.

Dasselbe gilt für den Cash-Out. Bei Sporttip gibt es den Ausstieg für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ein Anspruch auf einen Cash-Out für jede Wette besteht nicht. Wer im Test-Match am dritten Tag kalte Füsse bekommt, kann aussteigen — aber zu einem Preis, den er nicht verhandelt, und nur ganz, nicht zur Hälfte. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Der Quotenboost bei Sporttip gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist die Stelle, an der zwei Funktionen einander aufheben: Wer den Boost nutzt und dann aussteigt, hat die Erhöhung verloren.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Schutz greift also, aber er endet mit der Rückzahlung des Einsatzes — die Wette, die gewonnen hätte, kommt nicht zurück.

Wer Cricket live setzen will, sollte zwei Dinge vorher wissen: Wie hoch der Höchsteinsatz ist (bei Sporttip CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette, Mindesteinsatz CHF 1; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern) und dass die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit umfasst. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Beim Cricket heisst das: Was für den Abend gilt, gilt nicht automatisch für den Super Over.

Bei wem in der Schweiz überhaupt gesetzt werden darf

Die Rechtslage in einem Satz: Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur die Casinos überwacht — und die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Das Gesetz regelt nicht nur, wer veranstalten darf, sondern auch, was überhaupt Gegenstand einer Wette sein kann. Erlaubt sind nur Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Liste der Gespa mit den autorisierten Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet; auf Trainingsläufe darf nie gesetzt werden. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Daraus folgt das eigentliche Kriterium für Cricket-Freunde: Ob überhaupt auf ein bestimmtes Turnier, eine Liga oder einen Markt gesetzt werden darf, entscheidet nicht die Beliebtheit des Wettbewerbs, sondern der Eintrag auf dieser Liste. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt; das Gesetz beschränkt die Livewetten nicht auf bestimmte Märkte. Der Cash-Out ist nicht reguliert und bleibt, was er ist: eine Funktion des jeweiligen Anbieters, nicht ein gesetzlich verbrieftes Recht.

Was eine ausländische Bewilligung in der Schweiz wert ist

Nichts, jedenfalls keine Wirkung. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land gilt nach Artikel 4 BGS nicht in der Schweiz. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist eine Straftat — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und zugleich die schlechteste, die man bekommen kann: Wer nicht bestraft wird, steht auch nicht unter Schutz. Bei einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und es gibt keine Fairplay-Kontrolle.

Dass die Sperrliste wirkt, ändert daran wenig. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019; Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und bet-at-home, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend. Das Domain-Hopping ist keine Randerscheinung, sondern die Betriebsform: Wer gesperrt wird, wechselt die Adresse.

Im Werberecht hat die Unterscheidung eine harte Kante. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Für den Leser heisst das: Ein Bonusversprechen einer ausländischen Seite ist keine Information über dessen Produkt, sondern ein erlaubnispflichtiger Werbeakt in einem Land, in dem der Anbieter gar nicht veranstalten darf.

Steuern: wann ein Cricket-Gewinn zu einem Steuerfall wird

Gewinne aus in der Schweiz erlaubten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro einzelne Gewinneinkunft steuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Freibetrag auf Bundesebene liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb bleibt hier nur «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt.

Für einen normalen Spielenden ist das eine Theorie. Wer unter dem Freibetrag gewinnt, zahlt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Es gibt in der Schweiz keine Wettsteuer auf den Einsatz — wer eine solche in irgendeinem Vergleich findet, findet einen Fehler. Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus: Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis, etwa jene des Kantons Thurgau, behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Das macht den Preis einer hohen Quote auf einer ausländischen Seite zu einer Rechnung mit Nebenkosten. Bei konkreten Fällen führt der Weg zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge folgt dem Schweizer Rahmen: erst die beiden Veranstalter, dann die ausländischen Seiten. Bewertet wurden sie nach denselben Kriterien; die Gruppierung ist keine Empfehlung, sondern der Tatbestand, der den ersten Teil dieser Seite trägt.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter, der vor der ersten Wette Limiten sehen will

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Bundesgesetz über Geldspiele, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa. Damit gehört Swisslos zu den zwei Veranstaltern, die das interkantonale Recht überhaupt zulässt.

Das Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet zugänglich: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Für die Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer in Genf wohnt, kommt hier nicht hinein — nicht als Ausnahme, nicht mit einer alternativen Adresse, sondern gar nicht. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Zu den Einsatzgrenzen, die den Vergleich tragen: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Dass Swisslos die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann, ist keine Fussnote, sondern die Eigenschaft eines Markts, der vom Veranstalter organisiert wird statt von einem Wettbewerb.

Was das Angebot einengt, ist die geschlossene Liste: Was gesetzt werden darf, folgt der Gespa-Liste und nicht dem, was an Cricket gerade läuft. Was es grosszügig macht, ist der Rahmen: Limiten vor der ersten Wette, Spielsperre, Einzahlungslimite, Auszahlung nur auf ein Konto auf den eigenen Namen. Die Reihenfolge der Instrumente ist der eigentliche Unterschied im Vergleich mit jeder ausländischen Seite — hier wird die Grenze gesetzt, bevor die erste Wette läuft, und eine Erhöhung wartet 72 Stunden. Wer Cricket über mehrere Tage tippt, hat in dieser Wartezeit den wirksamsten Teil des Angebots vor sich und merkt es erst, wenn er sie braucht.

Loterie Romande Jouez Sport: das gleiche Grossspiel, ein anderes Vertragsgebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungsstruktur entspricht jener von Swisslos: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa, im Rahmen der beiden Organisatoren, die das interkantonale Recht zulässt.

Wer hier ein Konto will, muss im Gebiet der sechs Kantone wohnen; ein Zürcher oder Basler kommt nicht in Frage. Die Zweiheit ist kein Duopol mit gemeinsamem Sortiment, sondern die Aufteilung eines Landes in zwei Rechtsräume: Für Cricket ändert das vor allem, welche Kantone einen überhaupt bedienen, und ob man den Weg zur Verkaufsstelle bevorzugt oder den Online-Zugang.

Die 2’350 Verkaufsstellen sind der eigentliche Charakterzug dieser Veranstalterin. In einem Land, in dem die Sportwette nicht von einer Marketingplattform, sondern von einem Lotterienetz betrieben wird, ist die Bar am Dorfplatz ein Zugangskanal — und zugleich die Stelle, an der die Testkäufe der Gespa 2025 in 47,5 % der Fälle an Minderjährige verkauft haben. Für Cricket-Liebhaber in der Westschweiz heisst die nüchterne Bilanz: dieselbe Bewilligung, derselbe Schutzrahmen, ein anderes Gebiet, und man muss den Wohnsitz mitbringen, um den Unterschied überhaupt erfahren zu dürfen.

Betscore: erreichbar, ohne Schweizer Bewilligung

Betscore gehört zur Gruppe der Seiten ohne Schweizer Bewilligung. Das ist keine Wertung des Produkts, sondern der Status nach Artikel 4 BGS: Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Die Veranstalter von Sportwetten im Schweizer Regime sind ausschliesslich Swisslos und Loterie Romande; Betscore ist keine davon, ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen und bietet keinen Schweizer Rechtsschutz.

Was daraus für Cricket folgt, lässt sich in einem Satz sagen, der für alle folgenden Anbieter gilt und deshalb nur hier ausführlich steht: Man kann dort in aller Regel mehr Märkte und mehr Turniere finden, als die geschlossene Liste erlaubt, und man tauscht dafür jeden Schweizer Mechanismus ein — Limitenauflagen, Spielsperre im Register, Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen, Einziehungsschutz. Die Prüfung der Bedingungen, der Limiten und der Auszahlungswege liegt vollständig beim Spielenden.

Bleibt die sperrtechnische Lage: Domains von Betscore können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Wer eine solche Seite sucht, findet sie über wechselnde Adressen. Wer sie findet, sollte wissen, dass die Domain in ein paar Stunden eine andere sein kann und das Konto trotzdem dasselbe bleibt.

22Bet: grosse Auswahl, keine Schweizer Adresse im Streitfall

22Bet gehört zu den ausländischen Seiten ohne Bewilligung in der Schweiz. Wo eine Schweizer Bewilligung fehlt, gibt es kein Aufsichtsorgan in Bern, an das man sich wenden könnte, keine Eintragung ins Sperrregister und keinen Schweizer Anspruch auf Fairplay-Kontrolle. Die berichtete Bewilligung hat keinen Bestand, der sie in der Schweiz stützen könnte.

Bei einem Anbieter mit breitem Sportangebot stellt sich die Frage nach der Cricket-Auswahl sofort. Sie lässt sich hier nicht mit Zahlen aus den Bedingungen beantworten, und sie ist auch nicht das entscheidende Kriterium. Entscheidend ist die Frage, was passiert, wenn nach einem mehrstündigen T20 der Gewinn nicht ankommt. Wer in einer solchen Sache keinen Schweizer Weg hat, muss den Weg im Land der berichteten Bewilligung suchen — mit Vertragsbedingungen, die man vorher gelesen haben sollte, und mit einer Auszahlung, die nur auf ein Konto auf den eigenen Namen geht, wenn die Bedingungen es so vorsehen.

Die Sperrliste kann eine 22Bet-Domain jederzeit treffen. Ein Ausfall der Seite ist dann nicht ein technischer Fehler, sondern die Vollstreckung einer Aufsichtsentscheidung.

bet-at-home: die bekannte Marke mit dem Schweizer Sperrlisten-Problem

bet-at-home wird im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping ausdrücklich von der Gespa genannt, und bet365 ebenfalls als auf der Sperrliste stehend. Das ist die Statusangabe, auf die es bei dieser Seite ankommt: keine Schweizer Bewilligung, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg — und ein Name, der in der Aufsichtsdokumentation bereits aufgetaucht ist.

Für Cricket bedeutet das eine besondere Reibung. Wer sich bei einem gesperrten Anbieter informiert, bevor er dort einzahlt, trägt die Verantwortung für Einhaltung und Auszahlung allein. Und bei einem mehrstufigen Turnier wie einem Test-Match ist die Wahrscheinlichkeit nicht klein, dass zwischen Wette und Auszahlung ein Adresswechsel der Seite fällt. Die bekannte Marke hilft in diesem Moment nicht; die Aufsicht kennt sie, aber sie schützt den Spielenden nicht über eine Schweizer Schiene.

Betify: kein Schweizer Regime, kein Eintrag im Sperrregister

Bei Betify gelten dieselben Bedingungen wie bei jedem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: kein Schweizer Aufsichtsorgan, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden. Eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Wirkung, selbst wenn über sie berichtet würde. Was hier zählt, ist eine einzige Frage: Ist die Seite erreichbar, wenn der Gewinn ausgezahlt werden soll?

Cricketfans, die eine breite Abdeckung suchen, finden bei solchen Seiten oft ein Angebot, das die geschlossene schweizerische Liste nicht zulässt. Diese Weite ist der eigentliche Gegenstand des Vergleichs, und sie ist teuer erkauft. Der eine Mechanismus, den die Schweiz kennt, ist die Sperre von Domains — vor den Konten und vor den Einsätzen steht kein solcher Mechanismus.

ZotaBet: als Zeile in der Tabelle, nicht als Empfehlung

ZotaBet ist in dieser Übersicht ohne Schweizer Bewilligung geführt, und die Begründung ist strukturell, nicht produktbezogen: Nur zwei Veranstalter dürfen im Land Sportwetten anbieten, und ZotaBet ist nicht darunter. Daraus folgt der ganze Rest — kein Schweizer Rechtsschutz, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Wirkung der berichteten Bewilligung.

Der Blick auf die Regeln des Veranstalters ist deshalb nicht Beiwerk, sondern der einzige Prüfstein. Bei Cricket-Wetten kommen zwei Prüfpunkte hinzu, die über einem mehrstündigen Spielverlauf entscheiden: wie ein Abbruch durch Regen und ein No Result behandelt werden, und ob Livewetten nach dem tatsächlichen Eintreffen eines Ausgangs mit der Einsatzquote zurückgezahlt werden. Das sind Fragen an die Bedingungen des jeweiligen Anbieters, und die Antwort steht nirgends sonst.

BetAlright: die Bewilligungslücke, die sich nicht schliessen lässt

BetAlright ist ohne Schweizer Bewilligung geführt; die Zahl der erlaubten Veranstalter ist abschliessend, und diese Seite gehört nicht dazu. Eine Bewilligung aus dem Ausland ändert daran nichts, weil sie in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Damit fällt auch die Sperrregister-Anbindung weg, und ohne sie gibt es keine Stelle, die eine selbst gesetzte Spielsperre kantonsübergreifend durchsetzt.

Wer Cricket hier tippt, tippt ohne die zwei Mechanismen, die das Schweizer Regime sonst vorhält: die Verlustlimiten vor der ersten Wette und die Spielsperre mit landesweiter Eintragung. Beides fehlt nicht aus Bosheit, sondern weil ausserhalb des Bewilligungsrahmens niemand es anordnen kann. Für einen Spieler, dessen Sport besonders lange und besonders spät läuft, ist das eine Verschiebung der Verantwortung zurück auf ihn selbst.

N1 Bet: bei jedem Domainwechsel dieselbe Frage an die Bedingungen

N1 Bet ist ohne Schweizer Bewilligung geführt. Was bei dieser Gruppe wiederkehrt und trotzdem nicht zur Wiederholung werden darf: Es gibt hier keinen Schweizer Anspruch, keine Schweizer Aufsicht und keine Eintragung im Sperrregister; die Domain kann auf die Sperrliste kommen. Die Bewertung muss sich deshalb auf das stützen, was der Anbieter selbst zusichert — und darauf, ob man diese Zusicherungen vor der Einzahlung geprüft hat.

Bei einem Anbieter, dessen Adresse wechseln kann, ist die Dokumentation der Teilnahmebedingungen die einzige Konstante. Wer sie nicht vor der ersten Einzahlung liest, liest sie später unter einem Druck, der die Prüfung erschwert: dann nämlich, wenn eine Cricket-Wette nach mehreren Tagen Regen als No Result ausgelaufen ist und der Gewinn nicht auf dem Konto liegt.

BetFury: der Sonderfall unter den ausländischen Adressen

BetFury ist ohne Schweizer Bewilligung geführt, und auch hier gibt es keine Schweizer Aufsicht, keine Sperrregister-Anbindung und keinen Schweizer Rechtsweg. Der Unterschied liegt im Auftritt: eine Adresse mit anderer Domainendung, was in einem Markt, der über DNS-Sperren arbeitet, praktisch bedeutet, dass die Erreichbarkeit anders organisiert ist. Diese Seite bewirbt sich nicht, sie ist einfach da.

Für Cricket ändert das nichts an der Bewertungsgrundlage: Die Bewilligung fehlt, die Wirkung der berichteten Bewilligung fehlt ebenfalls, und die Fragen an die Bedingungen — Regenabbruch, No Result, Livewetten nach dem Ergebnis — bleiben offen, bis man sie geprüft hat. Was diese Seite bietet, lässt sich nur dort nachlesen; was sie sichert, ebenso.

Was ein Cricket-Wettschein am Ende wert ist

Zwei Wetten mit je CHF 100 Einsatz auf zwei Ausgänge eines Marktes zu Quote 1.90 bringen im Erfolgsfall CHF 190 zurück — Einsatz mal Quote, also das Doppelte des Einsatzes minus des Verlusts auf der anderen Seite; beide Wetten zusammen kosten CHF 200 und bringen CHF 190, und die Differenz von CHF 10 ist die Marge, die Buchmacher und Lotterie nicht auf die eine oder andere Mannschaft setzen. Genau diese Rechnung ist unabhängig davon, wie das Cricket ausgeht.

Und weil das nicht das einzige Feld ist, auf dem die Marge versteckt werden kann: Vor einer Einzelwette steht immer die nüchterne Frage, ob das gefundene Turnier auf der Liste der autorisierten Wettkämpfe steht. Bei Swisslos als bevollmächtigtem Veranstalter mit einer geschlossenen Liste von Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten, unter Gespa-Aufsicht, ist das der Rahmen, in dem Cricket überhaupt zum Gegenstand werden kann — mit der Folge einer sichtbaren Begrenzung der Auswahl und dem Vorteil, in einem vollständigen Schutzsystem zu stehen. Bei den ausländischen Seiten ist die Auswahl offener und der Ausstieg aus dem System total: keine Aufsicht, kein Register, kein Schweizer Rechtsweg, und im Streitfall nur das Recht des Sitzlandes.

Ein Vergleich endet also nicht mit einem ersten Platz. Wer nur zwei Bewilligungen hat und Cricket über vier Tage tippt, hat mit Sporttip und Jouez Sport ein Produkt, das auf die eigene Geduld zugeschnitten ist — und muss dafür die eigene Region mitbringen und einen Sport akzeptieren, der auf einer Liste steht statt in einem Marketingkalender. Wer ein Konto bei einem ausländischen Anbieter eröffnet, tauscht Aufsicht gegen Auswahl und übernimmt das Reglement eines Landes, das mit der Schweiz nichts zu tun hat. Beide Wege sind entscheidbar. Keiner ist der sichere, und keiner ist der falsche, solange man den Tausch kennt.

Wichtiger als die Anmeldung ist deshalb etwas Unspektakuläres: Wer im Cricket über Tage hinweg tippt, verliert Geld nicht durch ein falsches Urteil über ein Over, sondern durch die Menge der Wetten, die ein langsames Spiel einlädt. Für diese Menge gibt es zwei Werkzeuge in der Schweiz — eine Verlustlimite, die vor der ersten Wette gesetzt wird und deren Erhöhung 72 Stunden wartet, und eine Spielsperre, die im ganzen Land zählt. Wer sie nutzt, hat den Nachteil des langsamen Spiels beherrscht; wer sie ignoriert, hat den einzigen Vorteil verschenkt, der in diesem Markt kostenlos ist.

Häufige Fragen zum Cricket-Wetten in der Schweiz

Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?

Beide Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, und ob Cricket darunter ist, entscheidet die Liste der autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa. Sie steht in der Fassung vom 10. September 2026; Qualifikationsrunden, Frauenwettkämpfe und Ranglistenwetten erscheinen darauf nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind.

Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?

Das Format bestimmt die Dauer der Offenheit einer Wette. Ein Test-Match läuft über bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von je etwa zwei Stunden, ein ODI über 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 über 20 Overs bei höchstens 75 Minuten je Innings. Für einen kurzen Abend eignet sich das Kurzformat am ehesten.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen auf eine Wette aus?

Die Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen braucht es mindestens 20 Overs je Team, im Twenty20 mindestens fünf, sonst gilt das Spiel als No Result; eine Siegwette kann also ohne regulären Abschluss auslaufen. Die Behandlung solcher Fälle steht in den Bedingungen des Veranstalters.

Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?

Der Rückfluss ist der Einsatz mal die Quote, der Nettogewinn der Einsatz mal die Quote minus eins. Bei CHF 50 Einsatz und Quote 1.90 kommen CHF 95 zurück, der Gewinn liegt bei CHF 45. Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur bei einem entsprechenden Hinweis.

Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?

Man addiert die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes und bildet daraus den Kehrwert: Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 97,4 % und die Marge bei etwa 2,6 %; bei je 1.85 sind es rund 92,5 % Auszahlung und 7,5 % Marge. Je mehr Prozentpunkte zwischen zwei Anbietern liegen, desto weniger fällt ein Bonus ins Gewicht.

Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?

Gewinne aus erlaubten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Gewinneinkunft steuerfrei — auf Bundesebene CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026 — und darüber mit 35 % Verrechnungssteuer belastet, die man zurückholt. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen dieser Steuer nicht, können kantonal aber voll steuerbar sein; Thurgau behandelt sie so, unabhängig von der Höhe. Konkrete Fälle gehören zur Steuerberatung.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»