Freiwette Sportwetten 2026: Was nach der Wette vom Guthaben übrig bleibt

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Eine Eisfläche unter Flutlicht in der Winterdämmerung, aus grosser Distanz von einem verschneiten Hang aus gesehen.

Stand: Oktober 29, 2026. Bei allen Angaben zu Bewilligungen stützen wir uns auf das Geldspielgesetz und die Geldspielaufsicht Gespa als zuständige Behörde sowie auf die Teilnahmebedingungen der beiden konzessionierten Veranstalter.

Bei der Aktion der Loterie Romande erhielt CHF 10 Spielguthaben, wer innert 7 Tagen den verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab.

Ein Guthaben, das auf dem Spielerkonto liegt und nicht ausbezahlt werden kann, ist kein Geld. Es sieht nur so aus. Genau das ist die Freiwette — und in der Schweiz ist dieser Satz keine Pointe, sondern eine Bewilligungsauflage.

Wer heute nach einer Freiwette sucht, sucht meistens nach einer Einzahlung, die er nicht leisten muss. In der Schweiz bekommt er stattdessen eine Zahlung, die er nicht abheben kann. Das ist kein Detail am Rand, das ist die ganze Mechanik des Produkts. Was danach kommt, folgt aus zwei Dingen: worauf die Wette gesetzt wird, und ob das Guthaben überhaupt noch da ist, wenn der Spielende sich entscheidet.

Die Reihenfolge auf dieser Seite folgt dem, was zuerst weh tut. Zuerst die Limiten und der eigene Kontozugang, weil sie vor jeder Wette stehen und nicht nach ihr. Dann die Aktionsarten und was sie wert sind. Dann die Anbieter, zuletzt der rechtliche Rahmen, der alles andere erklärt.

Spielerschutz: was gesetzt sein muss, bevor die erste Wette läuft

Die Einstellung, die über allen anderen steht, wird nicht vom Anbieter gewählt und nicht von der Gespa — sie kommt vom Spielenden selbst. Und sie existiert, bevor die erste Wette überhaupt angenommen wird. Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Teilnahme an Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000.

Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung wirkt erst nach 72 Stunden. Diese Asymmetrie ist die eigentliche Spielerschutzmassnahme auf dem Konto — und sie ist die einzige Stelle, an der ein impulsiver Klick in die Gegenrichtung eine Wartezeit hat. Wer nach einem schlechten Abend die Limite hochsetzen will, erlebt das nicht. Wer sie senkt, sofort. Regulatory verlangt das Geldspielgesetz ohnehin: Ein Anbieter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste je Tag, Woche oder Monat verlangen, eine Senkung greift unmittelbar, eine Erhöhung nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande setzen die Wartezeit in ihren eigenen Bedingungen auf 72 Stunden an.

Bei Sporttip lässt sich der Zugang zusätzlich produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer eine unbefristete Spielsperre einträgt, landet in einem schweizweiten Register — das gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Eine solche Sperre ist nicht die Pause, die jemand nach einem verlorenen Samstag sucht; sie ist ein Registereintrag mit Folgen weit über Sportwetten hinaus. Article 84 VGS lässt eine freiwillige Sperre frühestens nach drei Monaten aufheben, unter Einbezug einer Fachstelle. Wer sie einträgt, sollte das wissen, bevor er das Formular abschickt, und nicht danach.

Eine Pause ist nicht dasselbe wie eine Sperre

Ein selbstgewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Das ist das Instrument für die Situation, die die meisten betrifft: nicht die Sucht, sondern die Woche, in der es aus dem Ruder läuft. Der Unterschied zwischen einer Pause und dem Registereintrag ist der Unterschied zwischen einer Wartezeit und einem Zustand. Und er entscheidet sich in dem Moment, in dem geklickt wird — rückgängig machen lässt sich nur die Pause.

Die Gespa kauft 2025 an Verkaufsstellen testweise Sportwetten ein: In 47,5 % von 200 Fällen wurde einem Minderjährigen eine Wette verkauft. Knapp die Hälfte, in einem kontrollierten Test, an einem Ort mit Personal. Wer aus dieser Zahl schliesst, die Kontrolle funktioniere, hat die Zahl nicht gelesen, sondern überflogen. Kontrolle am Schalter existiert, aber sie hält nicht zuverlässig — was die Online-Verifikation umso wichtiger macht, und genau deshalb ist sie bei den konzessionierten Anbietern Pflicht.

Was das Gratisguthaben am Risiko ändert: nichts

Ein Gratisspielguthaben hat noch nie einen Verlust verhindert. Es verschiebt nur, wo er anfällt: Der Einsatz kam nicht aus der eigenen Tasche, die nächste Wette aber schon. genauso wie ein reduziertes Risiko nicht existiert, existiert auch eine reduzierte Limite nicht — die Limite misst Verluste, und die zählen unabhängig von ihrer Herkunft. Wer CHF 10 Spielguthaben erhält und danach mit CHF 50 weiterspielt, hat danach CHF 50 Limitenraum verbraucht. Das Guthaben war in der Rechnung.

Sperren und Limiten greifen ausserdem am Konto, nicht an der Aktion. Wird der Zugang gesperrt, nützt das schönste Guthaben nichts — und die Frist, in der es gültig gewesen wäre, läuft trotzdem. Wer umgekehrt eine Limite gesetzt hat, für den ändert die Aktion an der Limite nichts. Der Deckel bleibt, wo er war. Die Reihenfolge ist also nicht beliebig: Limite zuerst, Aktion danach. Wer es umkehrt, entdeckt die Grenze erst, wenn sie zubeisst.

Wann die Grenze sichtbar wird

Nach aussen unsichtbar ist die Limite bis zu dem Moment, in dem eine Wette an ihr abprallt. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Betrag, der nicht angenommen wird, ist verloren gegangene Zeit und nicht verlorenes Geld, aber er ist der Moment, in dem die meisten zum ersten Mal in ihre eigenen Einstellungen schauen.

Artikel 75 BGS verbietet die Kreditgewährung an Spielende. Es gibt keine Überziehung, kein Darlehen, keine Nachzahlung. Wer über seine Limite will, muss einzahlen — und die Einzahlung ist der Punkt, an dem der Spielerschutz tatsächlich wirkt, weil sie Zeit kostet.

Freiwette, Gratisspielguthaben und der Code, der nichts kostet

Die Begriffe mischen zwei Dinge, die rechtlich nicht dasselbe sind. Gratisspielguthaben heisst das, was das Gesetz meint; Freiwette heisst das, was auf dem Markt so genannt wird. Und nur eines der beiden Wörter beschreibt, was mit dem Gewinn passiert.

Ein Gratisspielguthaben ist in beiden konzessionierten Schweizer Häusern nicht auszahlbar. Es kann nur gesetzt werden. Wer CHF 10 Spielguthaben erhält und damit CHF 30 gewinnt, hat danach kein Geld, sondern Guthaben — und dieses Guthaben darf er erneut setzen. Auszahlbar wird erst, was aus einer regulären Wette mit eigenem Einsatz stammt. Das ist der Punkt, an dem die Werbung verstummt und die Bedingungen anfangen.

Was der Spielende trotzdem tun kann: Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich kaufen, per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein, mit Mindestbetrag CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Der Kauf von Guthaben und das geschenkte Guthaben liegen aus Sicht der Auszahlung in einem Topf — beide sind Spielguthaben, keines davon ist Bankguthaben. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Wer also mehrmals im Jahr abhebt, zahlt dafür. Ein Zahlungsweg, den Swisslos dafür nennt, ist PostFinance Pay, bestätigt direkt in der PostFinance App.

Die Aktionsarten und was sie unterscheiden

Swisslos und Loterie Romande arbeiten nicht mit den klassischen Neukundenpaketen, die den ausländischen Markt prägen. Statt Freiwette gegen Einzahlung gibt es Rabattaktionen auf bestimmte Wettarten. Das ist ein Unterschied im Produkt, nicht nur im Wortlaut.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist keine Freiwette, sondern eine Erhöhung — aber sie hat dieselbe Eigenschaft: Die vier Voraussagen müssen alle eintreffen. Der Unterschied zur Freiwette ist, dass hier der eigene Einsatz ohnehin im Spiel ist.

Die Loterie Romande fuhr zwischen dem 17. Dezember 2025 und dem 10. März 2026 die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» an 7 Aktionstagen. Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben — insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Die Frist war kurz, der Betrag klein, der Kanal ein Stadion. Wer die Aktion verpasst hat, hat sie nicht verpasst, weil er zu wenig aufgepasst hat, sondern weil er nicht im richtigen Stadion war.

Der Zeitrahmen entscheidet, nicht der Betrag

Drei Zahlen stehen in diesen beiden Aktionen beieinander: 7 Tage, 30 Tage und 7’000 Stück. Die erste ist die Frist, in der der erhaltene Betrag gesetzt werden muss. Die zweite ist die Gültigkeit des Guthabens. Die dritte ist die Auflage, wie viele es überhaupt gibt.

Wer CHF 10 erhält und 30 Tage Zeit hat, plant anders als wer CHF 10 erhält und sieben Tage Zeit hat. Und der Zeitdruck ist das eigentliche Instrument: Er führt dazu, dass jemand eine Wette platziert, die er nicht geplant hat, auf ein Ereignis, das er nicht verfolgt, mit einem Einsatz, den er sonst nicht gewählt hätte. Genau das ist das Ziel. Ein Guthaben, das verfällt, ist für den Anbieter kostenlos.

Bei Quotenboosts und Profitboosts auf Sporttip sind die beiden pro Wettendem nur je einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist ein Sonderfall derselben Logik: Was einmal genutzt werden kann, muss zum richtigen Zeitpunkt genutzt werden, und wer vorher aussteigt, verliert es.

Der Wert lässt sich rechnen, nicht behaupten

Was ein solches Guthaben wert ist, ergibt sich nicht aus der Aufschrift, sondern aus dem Markt, auf den es gesetzt wird. Der verbreitete Artikel über Schweizer Online-Sportwetten trägt hier eine Zahl, die sich nachprüfen lässt: Angenommen, das Guthaben von CHF 10 aus der Loterie-Romande-Aktion würde auf einen Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 gesetzt. Der Quotenschlüssel dieses Markts beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %. Bei einem Guthaben, dessen Einsatz nicht zurückgezahlt wird, ist der durchschnittliche Wert des Geschenks das Guthaben multipliziert mit (1.90 − 1) ÷ 1.90 und anschliessend mit diesem Quotenschlüssel: rund CHF 4.50 pro Aktion, in einer Bandbreite von etwa CHF 3.80 bis CHF 5.20, je nachdem, welcher Ausgang neben dem gesetzten läuft und wie die Quotesituation im Moment der Wette aussieht.

Entscheidend ist dabei die Annahme, die in der Rechnung steckt: dass überhaupt nur das Guthaben gesetzt wird und kein eigener Einsatz daneben. Und die zweite Annahme, die niemand aussprechen mag: Der Wert ist ein Durchschnitt über viele solche Wetten. Bei einer einzelnen Wette liegt er entweder bei null oder bei rund CHF 9,00 Nettogewinn. Beide Zahlen sind wahr, und die zweite ist die, die in der Werbung steht.

Was diese Zahl nicht ist: ein Versprechen. Sie sagt nicht, ob die Wette gewinnt. Sie sagt, was die Aktion im Schnitt wert ist, wenn man sie hundertmal mitmachen könnte — was niemand kann, weil es 7’000 Stück gab und sie an 7 Aktionstagen vergeben wurden.

Bei Spielguthaben gibt es keine Umsatzbedingung, die man in «erforderlicher Umsatz» umrechnen könnte — das Guthaben wird gesetzt wie ein Einsatz, danach ist es weg. Was bleibt, ist der Gewinn, und der ist auszahlbar, sobald er aus einer Wette stammt. Das ist der wesentliche Unterschied zu den ausländischen Modellen, bei denen ein Bonus erst umgesetzt werden muss, bevor Geld herauskommt.

Die zehn Anbieter im Vergleich

panorami

Anbieter Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalter beziehungsweise Bewilligungsgrundlage
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, unter Aufsicht der Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel Société de la Loterie de la Suisse Romande, unter Aufsicht der Gespa
IviBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung
Pribet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung
BC Game ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung
1xBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen; entfaltet in der Schweiz keine Wirkung

Das ist keine Rangliste mit acht Schlusslichtern, sondern eine Liste mit zwei Kategorien. In der Schweiz gibt es keine dritte Kategorie, weil das Gesetz die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt hat. Das ist der Grund, weshalb eine Vergleichstabelle hier anders aussieht als in Deutschland oder Österreich: Der Bewilligungsstatus sortiert die Liste, und die zwei bewilligten Häuser sind die beiden Veranstalter, die in ihren jeweiligen Gebieten überhaupt tätig sein dürfen.

Was bei den acht ausländischen Marken nicht drinsteht, ist das Entscheidende. Alle acht haben ihren Bewilligungsstatus nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen, und keine davon ist an das schweizerische Sperrregister angebunden. Es gibt keinen schweizerischen Rechtsweg. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert werden. Im ersten Fall bedeutet das: Ein Konflikt über eine Wette, ein Guthaben oder eine Auszahlung wird nicht in der Schweiz ausgetragen.

Wer das Konto erhält und wer nicht

Ein Konto bei Swisslos Sporttip steht Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen oder sich dort gewöhnlich aufhalten: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Bei der Loterie Romande gilt dasselbe für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Damit ist die Wahl der meisten Spielenden faktisch vorentschieden. Es gibt jeweils ein Haus. Wer im Kanton Zürich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen; wer in Genf wohnt, kein Sporttip-Konto. Die eine Seite kennt das Publikum, das die andere ausschliesst.

Der Grundsatz, weshalb der ausländische Markt ständig aufpoppt, ist die Logik eines geschlossenen Systems: Wer im Vertragsgebiet wohnt und online spielen will, findet ein Haus, und wer eines der acht ausländischen Häuser nutzt, verlässt dieses System. Der Wohnsitz entscheidet, nicht der Geschmack.

Was die Quote im Vergleich wirklich aussagt

Ein Vergleich über Quoten ist nur so gut wie die Quoten, die man kennt. Für einzelne Märkte bestimmter Ereignisse liegen belegte Preise vor — sie ändern sich mit dem Spielplan und gehören auf den Wettschein, nicht in einen dauerhaften Vergleich. Ein Artikel, der Quoten über Wochen hinweg als feste Grössen führt, führt Buchhaltung über etwas, das lebt.

Bleibt die Marge, die über die Zeit stabiler ist. Sie ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt einbehält; der Quotenschlüssel ist die andere Seite derselben Rechnung. Ein Zwei-Wege-Markt zu 1.90 und 1.90 zahlt rund 95 % aller Einsätze zurück, 5 % behält der Anbieter. Auf einem Markt mit drei Ausgängen sieht die Marge je nach Quotenstellung anders aus, und bei Kombiwetten multiplizieren sich die Schlüssel der einzelnen Märkte in Richtung des Anbieters. Wer eine Kombiwette mit fünf Voraussagen spielt, spielt fünf Margen übereinander.

Was der Kombiboost dagegen hält: 5 % auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen ist genau die Grössenordnung einer Marge. Das ist keine Kritik an der Aktion — es ist die Einordnung, die man braucht, um zu sehen, ob sie einen strukturellen Nachteil ausgleicht oder nicht. Bei zehn Voraussagen liegt die Erhöhung deutlich darüber. Bei vier Voraussagen liegt sie in der Nähe dessen, was die Kombination an Marge kostet, und dann ist der Boost eher eine Rückgabe als ein Geschenk.

Genau diese Art von Einordnung verlangt Abschnitt §8 der schweizerischen Marktbegriffe ohnehin: Der Quotenschlüssel ist die Kehrseite der Marge, und beide beschreiben denselben Markt.

Grundlagen: Wie eine Freiwette rechnet

Ein Wettgewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist keine Nebensache: Die Grenze liegt mitten im Alltag.

Ein Tennisplatz im Morgengrauen mit gespanntem Netz und feinem Dunst über der roten Asche.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1 und der Höchsteinsatz CHF 1'000, für eine Systemwette CHF 10'000.

Was bei einer Wette mit eigenem Geld anders läuft, ist im Ergebnis enthalten: Der Einsatz ist Teil des Gewinnbetrags. Wer CHF 100 zu Quote 1.90 auf einen Ausgang setzt, hält am Ende CHF 190 in der Hand, davon CHF 90 Nettogewinn. Bei einer Freiwette ist der Einsatz nicht zurückzuzahlen — deshalb ist der Nettogewinn hier die richtige Grösse, denn der Einsatz kam nicht aus der eigenen Tasche. Was der Spielende überhaupt nicht erhält, ist die Rückzahlung des Einsatzes; deshalb ist er bei einer Freiwette keine Reserve für die nächste Wette.

Bei Sporttip lässt sich der Kombiboost in diese Rechnung einsortieren: Der Bonus wirkt nicht auf den Einsatz, sondern auf den Nettogewinn. Eine Kombination aus vier Voraussagen, die aus CHF 10 bei Gesamtquote 5.00 einen Nettogewinn von CHF 40 macht, wird mit 5 % zu CHF 10 zusätzlicher Erhöhung auf einen Nettogewinn von CHF 50. Das ist elegant und limitiert — Swisslos begrenzt Einsatz und Gewinnerhöhung, und der Kombiboost gilt nur online.

Wie lange eine Quote hält

Wetten gelten bei Sporttip während der regulären Spielzeit, also der regulären Spieldauer zuzüglich Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder wenn sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Fussballspiel im Pokal setzt, sieht in dieser Regel die häufigste Überraschung: Auch das später gefallene Auswärtstor nach Verlängerung zählt nicht, weil es nicht in der regulären Spielzeit fiel.

Auf Livewetten hat das eine unangenehme Seite. Die Wette gilt bei Sporttip unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 — und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf ein Tor setzt, während der Ball bereits im Netz liegt, spielt nicht gegen den Buchhalter, sondern gegen die Verzögerung zwischen dem Geschehen und dem Bild auf seinem Gerät. Diese Verzögerung verliert immer.

Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette bei Sporttip ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die ausfallende Voraussage Quote 1.00. Das ist die Gnadenregel für den Fall, den niemand kontrolliert.

Wo zwei Voraussagen nicht kombinierbar sind

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Wette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Reflex, einen Torschützenkandidaten mit dem Sieg seines Teams zu kombinieren, trifft genau diese Regel — und der Rückerstattung des Einsatzes ist kein Schaden, aber auch kein Gewinn. Wer eine solche Wette in der Annahme platziert, es sei ein cleverer Fund, wird sie nicht ausgezahlt sehen.

Was das für eine Freiwette bedeutet

Für die Rechnung selbst bedeutet es nichts: Die Quote, die auf dem Wettschein stand, ist die Quote, die zählt. Was es bedeutet, ist die Variante mit dem Ausfall. Bei einer Freiwette, deren Betrag verfallen kann, ist eine ungültige Wette nach 30 Tagen Gültigkeit besonders unangenehm.

Die steuerliche Seite gehört in diese Grundlagen, weil sie die einzige Stelle ist, an der eine Schweizer Sportwette nach dem Gewinn noch etwas verändert. Gewinne aus bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Freibetrag auf Bundesebene beträgt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, deshalb je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die mit der Steuererklärung zurückgeholt wird. Der normale Spielende mit einer Freiwette von CHF 10 liegt um Grössenordnungen darunter. Wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Rechtslage: die Bewilligung, die alles andere erklärt

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und stehen unter Aufsicht der Gespa. Die Gesetzgebung ist in Kraft seit dem 1. Januar 2019, das Geldspielkonkordat seit dem 1. Januar 2021 — zuständig ist die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, nicht die ESBK, und das ist der häufigste Irrtum in dieser Frage, weil die ESBK nur Casinos beaufsichtigt.

Ein Füllfederhalter und eine Lesebrille liegen auf einem dunklen Eichentisch neben einer Schale mit Äpfeln.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos veranstaltet unter dem Namen Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Nettoerlöse gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Was überhaupt gesetzt werden darf

Die zugelassene Palette ist eine geschlossene Liste: die von der Gespa geführte Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version vom 10. September 2026). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenspiele nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Corner- oder Kartenmärkte finden sich nicht auf der Liste, und einen Esport-Bereich gibt es dort nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Das ist die zweite Folge eines geschlossenen Systems: Was in einem regulierten, aber engen Katalog angeboten wird, ist nicht das, was ein Spieler aus einem ausländischen Angebot kennt. Livewetten sind dort erlaubt, wo der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Ein gesetzliches Verbot bestimmter Live-Märkte gibt es nicht. Cash-Out ist nicht reguliert — es ist ein Produktmerkmal des einzelnen Anbieters, und bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden; ein Anspruch auf Cash-Out für einen bestimmten Markt besteht nicht.

Warum es Gratisguthaben nicht ohne Zustimmung gibt

Freispiele und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist der Grund, weshalb der Markt so klein ist: Die Aktion ist nicht nur eine Marketingentscheidung, sie ist ein bewilligungspflichtiger Vorgang. Und weil eine Zustimmung erteilt werden muss, bevor die Aktion läuft, gibt es kein wildes Vorpreschen, das dann nachträglich genehmigt wird.

Die Werbevorschriften ergänzen das: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Für die Bewerbung von Glücksspielen, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, gilt ein Verbot. Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist strafbar, mit einer Busse bis CHF 500’000 — deshalb beschreibt diese Seite die ausländischen Marken und wirbt nicht für sie, und deshalb steht hinter keiner von ihnen eine Empfehlung. Eine tageszeitliche Werbebeschränkung existiert nicht. Ein Bonuscode erscheint auf dieser Seite nicht.

Steuern bei ausländischen Anbietern

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis unterscheidet sich: Die Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als vollständig steuerbares Einkommen. Wer bei einem der acht ausländischen Häuser spielt, sollte das nicht als Steuerfreiheit lesen. Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine Einordnung: Wer eine grössere Summe vor sich herschiebt, klärt das mit der kantonalen Steuerverwaltung, bevor das Geld ausgegeben ist.

Was die Sperrliste nicht leistet

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Anbieter reagieren darauf mit Domain-Hopping: Eine blockierte Domain wird innert Stunden durch eine neue ersetzt. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home, die auf der Liste stehen, und nennt bet365 als dort geführt. Für den Spielenden heisst das: Wer zu einem ausländischen Angebot will, kommt auch hin. Der Block ist keine Mauer, sondern ein Preisschild.

Auf der Zahlungsseite gibt es für unbewilligte Wettangebote keine Sperrung. Banken oder Kartensysteme blockieren solche Zahlungen nicht — die Vorstellung ist verbreitet und falsch. Was reguliert ist, liegt auf der anderen Seite: Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto, das im Namen des Kontoinhabers steht. Anonyme Auszahlungen und solche in Kryptowährungen gibt es bei den bewilligten Schweizer Anbietern nicht.

Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Was die Gespa publiziert, ist die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Wie die Bewilligung bei einer Sporttip-Wette wirklich greift

Die Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Diese Prüfkette ist der Grund, weshalb der Schweizer Markt nur zwei Veranstalter hat. Sie ist zugleich das ehrlichste Verkaufsargument, das dieses System vorweisen kann, und die grösste Last für die beiden Häuser: Jede Registrierung ist langsam und sperrig, und deswegen dauert es, bis man spielen kann. Wer in den ausländischen Vergleich schaut, sollte diesen Unterschied im Hinterkopf behalten — nicht, weil das eine bequem ist, sondern weil die Bequemlichkeit einen Preis hat, der erst später sichtbar wird.

Die Schweizer Veranstalter

Swisslos Sporttip: das einzige Haus für die Deutschschweiz und das Tessin

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Sportwettenangebot läuft unter dem Namen Sporttip. Die Befugnis liegt im Vertragsgebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und Liechtenstein.

Für die meisten Deutschschweizer ist das keine von mehreren Optionen, sondern die Option. Wer das als Bequemlichkeit liest, liest es richtig — aber der Wohnsitz entscheidet, und der lässt sich nicht verhandeln.

Das Produkt ist enger als das, was im Ausland üblich ist. Verlustlimiten sind Pflicht vor der ersten Teilnahme: 1, 7 und 30 Tage, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist zusätzlich möglich, und Einzahlungen sind in 30 Tagen auf CHF 10’000 begrenzt; eine Einzahlung ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Der Mindestbetrag für den Guthabenkauf liegt bei CHF 20.

Die Auszahlung ist die Stelle, an der die meisten zum ersten Mal auf die Details schauen. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer also viermal im Jahr abhebt, zahlt beim dritten und vierten Mal. Wer einmal im Jahr abhebt, zahlt nichts. Auszahlbarkeit ist bei Swisslos eine Frage der Frequenz, nicht der Höhe.

Dazu kommt die Verfallregel: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Bei Gewinnen bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, bei Beträgen darüber wird bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen. Bei einer Freiwette mit beschränkter Gültigkeit sollte man die 26 Wochen nicht testen.

Sportlich reicht das Angebot des Kombiboosts bis 100 % Erhöhung des Nettogewinns bei fünfzehn Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50, und die Erhöhung bezieht sich auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz. Bei vier Voraussagen bleiben davon 5 % übrig, und das ist die Grössenordnung, die die Kombinationsmarge ohnehin kostet.

Fazit. Wer im Vertragsgebiet wohnt, bekommt eine Spielumgebung, in der die Auszahlungsfrequenz der eigentliche Kostenfaktor ist: Die zweite Auszahlung im Jahr ist gratis, die dritte kann 3 % kosten, und wer Gratisspielguthaben mit eigenen Auszahlungen mischt, merkt erst dann, dass die beiden Töpfe nicht dieselben sind. Wer ein oder zwei Mal im Jahr abhebt, spürt davon nichts. Wer ein Konto als Durchlaufstation nutzt, spürt es jedes Quartal.

Loterie Romande Jouez Sport: zwei Töpfe, eine harte Kante

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Das Vertragsgebiet ist halb so gross wie das von Swisslos, die Zahl der Verkaufsstellen entsprechend hoch.

Die beiden Töpfe sind der Kern dieses Angebots. Einzahlungen sind auf höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage begrenzt, und das Wallet-Guthaben darf ebenfalls höchstens CHF 10’000 betragen. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen. Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar, und die Gutschrift von Gewinnen bis CHF 1’000 folgt derselben Logik wie bei Swisslos: kleinere Beträge bleiben im Spiel, grössere verlassen es.

Für die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» heisst das: Wer CHF 10 Spielguthaben über einen in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto erhalten hat, hielt ein Guthaben, das 30 Tage gültig war und nicht auszahlbar war. Der Gewinn daraus ist auszahlbar — das Guthaben nicht. Das ist die Trennlinie, auf die es ankommt.

Die Aktionsdauer war kurz: Sie lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen, mit insgesamt 7’000 Stück. Die Frist, in der der Code eingegeben werden musste, betrug 7 Tage.

Fazit. Der Wert der Aktion lag nicht in den CHF 10, sondern darin, dass der Gewinn aus der Wette auszahlbar wurde, ohne dass ein eigener Einsatz nötig war — und der Stückzahl-Deckel entschied, wer überhaupt in den Genuss kam. Die Westschweizer Konkurrenzlosigkeit macht die Frage nach dem Anbieter zur Frage nach der Region, beträgt aber bei der Auszahlung nicht mit: Diese Aktion ist ein Zubrot für Stammkunden mit Stadionbesuch, kein Rekrutierungsinstrument.

IviBet: kein Schweizer Weg für den Streitfall

IviBet tritt ohne Schweizer Bewilligung an. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten anbieten; eine Bewilligung nach eigenen Angaben ist nicht ausgewiesen und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Das Haus ist nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, und es gibt keinen schweizerischen Rechtsweg.

Was ein Nutzer zurückbekommt, hängt an der Bewilligung des Landes, in dem die Marke tätig ist. Diese Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft. Der Spieler selbst wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden, was den Zugang nicht dauerhaft schliesst — eine blockierte Domain wird innert Stunden ersetzt.

Fazit. Wer diese Marke wählt, wählt eine Betreuung ohne Schweizer Instanz: Die Frage, die bleibt, ist nicht, ob die Quoten stimmen, sondern an wen man sich wendet, wenn eine Auszahlung nicht ankommt. Die Antwort lautet dann nicht Gespa.

Pribet: Spielguthaben ohne Register

Auch Pribet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig, die Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ausgewiesen, ohne Anbindung an das schweizerische Sperrregister. Wer sich dort freiwillig sperren lässt, sperrt sich dort — nicht in einem Register, das auch für Casinos und Liechtenstein gilt. Das ist der praktische Unterschied, der in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen am wenigsten auffällt.

Fazit. Kein Schweizer Weg für einen Streit, keine Schweizer Sperre für den Schutz vor sich selbst. Beides ist nur dann egal, wenn man weder streiten noch sich sperren will.

HighFlyBet: kein Rechtsweg und kein Zurück

HighFlyBet arbeitet ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung nach eigenen Angaben ist nicht ausgewiesen und in der Schweiz ohne Wirkung, es besteht keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, und ein schweizerischer Rechtsweg fehlt. Adressiert wird das über die Sperrliste, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS umsetzen.

Fazit. Was hier fehlt, lässt sich nicht in einer Liste von Nachteilen zusammenfassen, sondern in einem Satz: Es gibt keine Stelle in der Schweiz, die einen Konflikt entscheidet. Ob die Plattform technisch sauber läuft, ist eine andere Frage, die hier nicht weiter vertieft wird.

BetFury: Sperrhindernis mit Zeitfenster

BetFury bietet Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung an. Die Bewilligung nach eigenen Angaben ist nicht ausgewiesen; in der Schweiz hat sie keine Wirkung. Die Marke ist nicht an das Sperrregister angebunden, keinen schweizerischen Rechtsweg, und die Domains können per DNS blockiert werden.

Fazit. Wer hier spielt, spielt ohne Schweizer Rückgriff — und mit dem Wissen, dass die Erreichbarkeit nicht stabil ist. Eine Plattform, die innert Stunden unter neuer Adresse erreichbar bleibt, ist selten die, bei der man seine Unterlagen überprüfen möchte.

BC Game: keine Schweizer Instanz für die Auszahlung

BC Game ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Eine Bewilligung nach eigenen Angaben ist nicht ausgewiesen; eine Wirkung in der Schweiz entfaltet sie nicht. Es besteht keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, und einen schweizerischen Rechtsweg gibt es nicht. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Fazit. Der Kern dieses Angebots liegt nicht in der Sportwette, sondern in einem breiteren Glücksspielumfeld ohne Schweizer Aufsicht. Wer dort eine Sportwette platziert, hat kein Verfahren in der Schweiz, in dem er sein Geld zurückfordern kann.

1xBet: Anbindung an die Sperrliste

Bei 1xBet fehlt die Schweizer Bewilligung, eine Bewilligung nach eigenen Angaben ist nicht ausgewiesen und in der Schweiz wirkungslos. Keine Anbindung an das Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, dafür eine Domain, die auf die Sperrliste gesetzt werden kann.

Fazit. Ein Schweizer Nutzer, der bei einer ausländischen Marke spielt, kauft sich aus dem einzigen System ein, das sein Konto an eine Schweizer Adresse bindet. Was bleibt, ist eine Wette auf die Zahlungsmoral eines Veranstalters, den keine hiesige Behörde beaufsichtigt.

BetOnRed: kein Schweizer Registereintrag

BetOnRed tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Die Bewilligung nach eigenen Angaben ist nicht ausgewiesen; Wirkung hat sie in der Schweiz keine. Das Haus ist nicht an das Sperrregister angebunden, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann per DNS blockiert werden.

Fazit. Eine Schweizer Spielsperre schützt hier niemanden. Wer sich sperren will, muss sich dort sperren lassen — ein Unterschied, der über die Jahre der wichtigere sein kann und heute keiner ist.

BDMBet: Bewilligung nach eigenen Angaben ohne Schweizer Kraft

Auch BDMBet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig, mit einer Bewilligung nach eigenen Angaben, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste möglich.

Fazit. Der springende Punkt ist, was eine ausländische Bewilligung wert ist: Sie regelt, was in einem anderen Land zwischen zwei Parteien gilt. Die Frage, die im Fall einer nicht bearbeiteten Auszahlung bleibt, ist keine rechtliche, sondern eine praktische: An wen wendet man sich? Die Antwort findet sich in keiner hiesigen Instanz.

Häufige Fragen zur Freiwette

Was ist eine Freiwette, und wie unterscheidet sie sich von einer Wette mit eigenem Geld?

Bei einer Wette mit eigenem Geld ist der Einsatz Teil des Gewinns: Aus CHF 10 zu Quote 1.90 werden CHF 19. Bei einer Freiwette ist der Einsatz ein geschenktes Guthaben, das nicht zurückbezahlt wird. Aus CHF 10 Spielguthaben zu Quote 1.90 entsteht ein auszahlbarer Nettogewinn von CHF 9, der Einsatz selbst bleibt beim Anbieter.

Dürfen die Schweizer Veranstalter Freiwetten ohne Zustimmung der Gespa anbieten?

Nein. Freispiele und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Deshalb sind die Aktionen der beiden konzessionierten Häuser selten, klein und zeitlich begrenzt, und deshalb gibt es keine Freiwette, die einfach so auf dem Konto landet.

Wie wird der Gewinn einer Freiwette berechnet, wenn der Einsatz nicht zurückbezahlt wird?

Die Wette zahlt den Nettogewinn, also Guthaben mal Quote minus Guthaben. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet; bei Sporttip wird der Gewinnbetrag auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Einsatz selbst erscheint nie auf dem Auszahlungskonto.

Welche Bedingungen wie Mindestquote, Frist und Umsatz sind bei einer Freiwette zu prüfen?

Zu prüfen sind die Gültigkeitsdauer des Guthabens, die Frist zur Eingabe eines Aktionscodes, der Mindestbetrag, ab dem eine Wette angenommen wird, und die Frage, ob das Guthaben auszahlbar ist. Beim Sporttip-Kombiboost kommen mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50 hinzu. Umsatzbedingungen im ausländischen Sinn gibt es bei Gratisspielguthaben nicht.

Müssen Verlustlimiten gesetzt sein, bevor eine Freiwette platziert werden kann?

Bei Swisslos ja: Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit Oberlimite CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Die Limite greift unabhängig davon, ob mit geschenktem oder eigenem Guthaben gesetzt wird.

Wie sind Gewinne aus einer Freiwette steuerlich einzuordnen, und gilt der Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Auf Bundesebene liegt er ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, deshalb je nach Kanton. Verbindliche Auskunft geben kantonale Steuerverwaltung oder Steuerberatung.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»