Yankee-Wetten bei den besten Schweizer Wettanbietern: zwei Bewilligungen, ein gesperrtes Ausland

Updated Oktober 2026
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Vier Holzwürfel stehen in einer Reihe auf einem Tisch, das Licht einer Lampe wirft vier Schatten auf die Platte.

Oktober 29, 2026 · geprüft gegen die Bewilligungen, wie sie die Gespa führt, und gegen die Spielregeln der beiden Organisatoren

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Eine Yankee-Wette ist kein cleverer Trick gegen die Buchmacherin. Sie ist eine Systemwette, die vier Voraussagen zu elf Wetten verpackt: vier Einzelwetten, sechs Zweierkombinationen und eine Dreierkombination. Wer das durchrechnet, merkt schnell, dass die Marge in jedem dieser elf Teile steckt — in der einen grossen Kombination genauso wie in den vier kleinen Einzelwetten, die kaum jemand beachtet. Ein System vergrössert damit nicht die Gewinnchance, es vergrössert die Zahl der Wege, auf denen dieselbe Quote mit derselben Marge abgerechnet wird.

In der Schweiz führt an dieser Rechnung nichts vorbei, denn Sportwetten dürfen hier nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Kantone haben die Zahl der Bewilligungen für Lotterien und Sportwetten auf zwei gedeckelt, und jeder der beiden bedient sein eigenes Gebiet. Wer im Ausland wettet, findet dort ganz andere Spielregeln, aber keinen Schweizer Rechtsschutz. Genau hier entscheidet sich, was eine Yankee-Wette für den Einzelnen bedeutet — und wann die Folgen sichtbar werden.

Verlustlimiten, Gesamteinsatz und was ein Yankee am Konto anrichtet

Zuerst das, was viele beim Ausfüllen eines Wettscheins übersehen: Eine Yankee-Wette bindet nicht einen Einsatz, sondern elf gleichzeitig. Wer die Grundeinheit mit CHF 5 ansetzt und alle elf Teilwetten spielen lässt, bewegt CHF 55 statt CHF 5. Bei einer Systemwette kann der Einsatz pro Wettschein zudem deutlich über dem liegen, was als Einzelwette üblich ist.

Bei Sporttip trifft dieses Mehrfachengagement auf eine klare Obergrenze: Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette beträgt CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1. Eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Swisslos behält sich vor, die Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu ändern — ein Satz, den man einmal gelesen haben sollte, weil er die einzige Zahl der Seite ist, die sich ohne Vorwarnung bewegen kann.

Bei Jouez Sport der Loterie Romande gelten andere Beträge. Online liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2, in den Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Diese Sätze stammen aus der 17. Ausgabe des Jouez-Sport-Reglements von September 2024.

Warum Limiten wichtiger sind als jede Willenskraft

Wer eine Systemwette spielt, gibt den Betrag nicht in einem Moment der Begeisterung aus, sondern in elf Buchungen desselben Wettscheins. Der Griff zum Nachlegen fühlt sich deshalb billiger an, als er ist. Deshalb ist die Verlustlimite das erste Werkzeug, das man setzen sollte.

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Die 72 Stunden sind der eigentliche Schutzmechanismus: Sie sind lang genug, damit der Impuls, der zu einer Erhöhung führt, wieder vorbeigeht.

Das Bundesgesetz über Geldspiele verlangt, dass die Veranstalterin einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat vorschreiben muss. Nach Gesetz wirkt eine Erhöhung nach 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Der Unterschied ist erheblich, und er steht in den Bedingungen, nicht in der Werbung.

Was ein Konto wirklich kostet: Einzahlung, Auszahlung, Guthaben

Ein Spielerkonto ist kein Bankkonto, und das wird erst beim Geldausgeben und Geldabholen sichtbar. Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben über eine Online-Zahlungsmöglichkeit oder per Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Wer also 10’000 aufladen will, merkt erst an der Grenze, dass das Guthaben selbst der Deckel ist.

Innert 365 Tagen zahlt Swisslos Spielguthaben zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Zwei kostenlose Auszahlungen pro Jahr sind für die meisten Wetten bei Weitem genug — und genau deshalb trifft die dritte die wenigen, die häufiger abräumen.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Darüber liegt alles, was bei bekannter Zahlungsverbindung als Guthaben eingezogen wurde, innerhalb von 3 Arbeitstagen auf dem Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Auszahlungen gehen nur an ein Konto im Namen des Kontoinhabers, anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und Kredite an Spielende sind nach dem Gesetz ausgeschlossen.

Unabhängig vom Einsatzstand lohnt sich die Selbstsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben wird. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperren lässt, sollte wissen, dass die Eintragung weiter reicht als das Sportwetten-Angebot.

Wer Hilfe braucht, findet sie ausserhalb jeder Wettseite, bei den Suchtberatungsstellen der Kantone und beim Hausarzt. Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Wettmärkte, Quoten und die Marge in jeder Teilwette

Ein Yankee deckt vier Voraussagen mit elf Wetten ab. Diese Struktur ist keine Geschmacksfrage, sie hat eine Rechenfolge. Wer drei der vier Tipps richtig hat, bekommt mit einem Einzelwettenbündel drei Auszahlungen. In einer Yankee-Wette sind in diesem Fall die Dreierkombination verloren und die sechs Zweierkombinationen gelaufen. Es bleiben also die drei Zweierkombinationen aus den richtigen Tipps, während die drei Zweierkombinationen mit dem falschen Tipp und die Dreierkombination verfallen. Die Zahl der richtigen Voraussagen bestimmt, wie viele der elf Teilwetten überhaupt ins Ziel kommen — und jede, die ins Ziel kommt, wird zu ihrer eigenen Quote abgerechnet.

Ein Super Yankee erweitert denselben Bauplan um eine fünfte Voraussage. Aus fünf Tipps werden dann 26 Wetten statt elf, und die Zahl der Verbindungen steigt in einem Tempo, das man auf dem Wettschein zuerst an der Einsatzsumme erkennt und erst danach an der Gewinnmöglichkeit. Der Aufbau verändert die Anzahl der Wege, nicht die Qualität der einzelnen Voraussage.

Quoten im System: was eine Teilwette tatsächlich einbringt

Sobald eine Yankee-Wette steht, hängt alles an der Gesamtquote der Kombinationen. Bei Swisslos ist der Gewinnbetrag einer Wette Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Diese zweite Rundung ist keine Formalie. Sie arbeitet gegen die Spielerin, weil immer abgerundet wird — und in einer Yankee-Wette wird sie elfmal angewandt statt einmal. Das ist kein Skandal, sondern die Art von Detail, die den Unterschied zwischen dem ausmacht, was auf dem Wettschein steht, und dem, was auf dem Konto landet. Wer die Auszahlung im Kopf überschlägt, sollte dieses Rappenamt gleich mitdenken.

Jouez Sport setzt den Rahmen anders. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Bei einem grossen Multiple ist also nicht die Quote die Grenze, sondern der Betrag — eine Feinheit, die erst auffällt, wenn die Voraussagen einmal alle stimmen.

Was die Quote verschweigt: der Quotenschlüssel des Markts

Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von je 1.90 auf beiden Seiten. Der Quotenschlüssel dieses Markts liegt bei 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), also bei rund 95 %; die Marge beträgt damit rund 5 %. Die Rechnung gilt genau für diese Konstellation und für dieses Quotenniveau. Bei tieferen Quoten wächst die Marge, bei höheren sinkt sie, und in einem Markt mit drei oder mehr Ausgängen liegt sie je nach Buchmacherin typischerweise höher als in einem Zwei-Weg-Markt. Die rund 5 % sind also eine Bandbreite mit Bedingung, keine feste Grösse des Schweizer Sportwettens.

Diese Marge ist eine statistische Schätzung des Anteils, den die Buchmacherin von jeder Einheit behält — über viele Wetten hinweg gerechnet, nicht bei einer einzelnen Wette. Wer eine Yankee-Wette über elf Teilwetten spielt, zahlt diesen Anteil elfmal, weil jede Teilwette auf ihrer eigenen Quote sitzt. Das ist der eigentliche Grund, warum aus einer Systemwette selten mehr wird als die Summe ihrer Teile: Die Struktur diversifiziert die Voraussagen, nicht die Marge.

Bei Sporttip kommt für Kombinationen der Kombiboost dazu, der nur online gilt und für Prematch, Live und Systemwetten angeboten wird. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Rein rechnerisch ist das der einzige Mechanismus auf dem Wettschein, der gegen die Marge arbeitet. Er verlangt dafür mehr richtige Voraussagen, nicht bessere.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Boost, der nur einmal gilt, ist ein Bonus auf den ersten Blick und ein Marketinginstrument auf den zweiten — das ist keine Kritik an der Buchmacherin, sondern eine Lesehilfe für den Wettschein.

Wenn eine Voraussage ausfällt

Systemwetten haben einen zusätzlichen Stolperstein, den Einzelwetten nicht kennen. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. In einer Yankee-Wette verändert eine Quote von 1.00 eine ganze Reihe von Teilwetten gleichzeitig, weil dieselbe Voraussage in mehreren Verbindungen steckt. Die Rückzahlung ist also nicht einfach, sondern verteilt sich über die Struktur.

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für eine Systemwette heisst das: Wer zwei Voraussagen aus demselben Spiel verbindet, riskiert die gesamte Struktur, wenn die Verbindung nicht über die dafür vorgesehene Funktion läuft.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Das ist im Kern ein Verkauf der Wette an die Buchmacherin zu deren Konditionen — kein Notausgang mit fairem Preis.

Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Eine Systemwette mit vielen Teilwetten erzeugt viele kleine Positionen, und wer nach ein paar Monaten eine davon prüfen will, hat dafür deutlich weniger Zeit, als man erwartet.

Die Yankee-Anbieter im Vergleich: Bewilligung, Gebiet, Einsatzgrenzen

Die Bewilligungsfrage stellt sich in der Schweiz vor jeder Quotendiskussion. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und eine Veranstalterbewilligung sowie eine Spielbewilligung gelten nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Organisatoren für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt deshalb keine Liste weiterer bewilligter Buchmacherinnen — es gibt schlicht keine.

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalterin bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sporttip im Swisslos-Vertragsgebiet
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande; Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen
1Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt
PowBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung bekannt

Was die Tabelle zeigt, ist eine Zweiteilung ohne Zwischenstufe. Zwei Zeilen tragen eine Bewilligung mit Aufsicht, acht tragen keine, die in der Schweiz Wirkung hätte. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — entfaltet hier keine Kraft. Das ist kein Formalargument: Ohne Schweizer Bewilligung fehlt der Anschluss an das Sperrregister, fehlt der Schweizer Rechtsschutz, und die Gespa kann die Domains auf ihre Sperrliste setzen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die Sperrliste wurde erstmals am 3. September 2019 publiziert und umfasste Ende 2025 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich und führt unter anderem Interwetten, Bet-at-Home und bet365 auf der Liste.

Wer im Ausland spielt, spielt also nicht «ohne Regeln», sondern unter fremden. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Bestraft wird die Veranstalterin, nicht die Spielerin. Das beruhigt, bis man den zweiten Teil liest: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden, und eine Kontrolle über die Einhaltung der eigenen Regeln gibt es nicht.

Ablauf einer Yankee-Wette in drei Schritten

Der praktische Weg durch eine Systemwette ist kurz, aber er hat eine Reihenfolge. Zuerst stehen die vier Voraussagen, dann die Entscheidung für die Systemwette und damit die Zahl der Teilwetten, und zuletzt der Einsatz je Teilwette, aus dem die Gesamtsumme entsteht. Der letzte Schritt entscheidet über das Risiko, nicht der erste — viele drehen die Reihenfolge um und wählen den Einsatz nach dem Gefühl, das der erste Tipp hinterlassen hat.

Danach folgt die Abrechnung in der Struktur: Jede Teilwette wird einzeln bewertet, jede richtige Kombination zu ihrer Gesamtquote, und erst am Schluss steht die Summe. Wer wissen will, wohin das führt, kann das vorher durchrechnen. Genau dafür gibt es Yankee-Rechner, und der nächste Abschnitt sagt, wie viel man von ihnen erwarten darf.

Grundlagen der Yankee-Wette: Aufbau, Teilwetten und Rechner

Eine Yankee-Wette bündelt vier Voraussagen zu elf Wetten. Die vier Einzelwetten und die sechs Zweierkombinationen und die eine Dreierkombination ergeben zusammen elf Positionen. Der Sinn des Aufbaus liegt nicht in einem höheren Gewinn, sondern in der Verteilung der Voraussagen über mehrere Verbindungen: Ein Fehler kostet dann nur die Teilwetten, in denen er steckt.

Ein Golfball liegt auf einem gepflegten Grün nahe am Loch, im goldenen Licht der Abendsonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Dasselbe Prinzip trägt jede grössere Systemfamilie. Ein Super Yankee mit fünf Voraussagen kommt auf 26 Wetten, und die Familie wächst mit jeder weiteren Voraussage weiter. Der Vergleich mit dem Heinz zeigt die Grenze des Verfahrens: Irgendwann steigt die Zahl der Kombinationen so stark, dass jeder einzelne Fehler viele Teilwetten gleichzeitig mitnimmt, und der Einsatz pro Wettschein wächst mit der Struktur.

Ein Yankee-Rechner addiert die Auszahlungen der Teilwetten, die ins Ziel kommen, und multipliziert sie mit dem Einsatz je Teilwette. Er ist ein Addierwerk mit korrekter Quote — und mehr nicht. Aufrunden und Abrunden auf 5 Rappen, die Behandlung abgesagter Ereignisse, Cash-Out-Beträge, Auszahlungs- und Einsatzlimiten und die 3 %-Kommission ab der dritten Auszahlung im Jahr kennt er nicht, weil diese Regeln nicht in der Quotenrechnung stehen, sondern in den Bedingungen der Veranstalterin. Wer dem Rechner glaubt und nicht den Bedingungen, hat die Genauigkeit an der falschen Stelle gesucht.

Die entscheidende Verschiebung liegt ohnehin woanders. Ein Yankee-Rechner beantwortet die Frage, was herauskommt, wenn die Voraussagen stimmen. Er beantwortet nicht die Frage, ob die vier Voraussagen überhaupt etwas taugen. Ein System macht aus einer schwachen Auswahl keine starke, es macht aus einer schwachen Auswahl eine teure.

Das Gebiet entscheidet, welches Konto möglich ist

Die beiden bewilligten Produkte sind regional getrennt, und diese Trennung bestimmt, welche Seite überhaupt in Frage kommt. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport veranstaltet die Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiet des jeweiligen Veranstalters voraus. Ein Sporttip-Konto ist deshalb praktisch nur aus dem Swisslos-Gebiet und aus Liechtenstein zu eröffnen, ein Jouez-Sport-Konto nur aus der Westschweiz. Für Zugezogene heisst das: Der Umzug kann die Wahl der Wettseite erzwingen, nicht das bessere Angebot.

Registrierung und Identitätsprüfung

Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist mehr Aufwand als bei den meisten ausländischen Seiten, und es ist gleichzeitig der Grund, warum das eigene Konto nicht weitergegeben werden kann — ein Konto, das auf einen Ausweis lautet, lässt sich nicht teilen.

Bei Swisslos ist PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos verfügbar; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Wie eine Veranstalterin ihre Einzahlungen abwickelt, steht in ihren eigenen Bedingungen, und dort gehört die Frage auch hin.

Die Auszahlungsquote ist kein Losverfahren

Der Quotenschlüssel eines Markts beschreibt, welchen Anteil aller Einsätze dieser Markt zurückzahlt. Er ist eine Eigenschaft der Buchmacherin und ihres Markts, nicht eine Eigenschaft der Yankee-Struktur. Die Marge ist der Rest. Eine Systemwette ändert daran nichts: Jede Teilwette trägt ihren Anteil, und eine Yankee-Wette trägt ihn elfmal.

Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht deshalb zuerst, welche Märkte überhaupt angeboten werden, dann, wie eng das Quotenniveau ist, und erst danach, wie laut die Willkommensbotschaft klingt. In der Schweiz ist der erste Punkt derselbe wie die Rechtslage: Was angeboten werden darf, entscheidet die Bewilligung, und was nicht auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht, wird nicht angeboten.

Rechtslage in der Schweiz: zwei Bewilligungen, eine gesperrte Auslandsliste

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Aufsichtsführend ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; das Geldspielkonkordat steht seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist dafür nicht zuständig, sie beaufsichtigt nur die Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Eine gusseiserne Strassenlaterne in einer ruhigen Altstadtgasse am Abend, das Kopfsteinpflaster glänzt feucht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Die Kantone haben die Zahl der Organisatoren für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Nettoerträge fliessen gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu.

Wie hend und war die Verteilung ist, zeigt der Blick auf die Gebiete. Swisslos betreut die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Wer in der einen Hälfte des Landes wohnt, kommt an das Angebot der anderen Hälfte online nicht heran. Eine Grenze, die mitten durch ein Land geht, in dem sonst kaum etwas kantonal getrennt ist.

Was überhaupt gesetzt werden darf

Die bewilligte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste. Massgebend ist die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten; in der Version vom 10. September 2026 findet sich darin kein Abschnitt zu Esports. Nur Sportereignisse dürfen Gegenstand einer Wette sein — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind nie zulässig. Corner- und Kartenmärkte erscheinen auf der Liste nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Das Gesetz beschränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und damit eine Funktion der jeweiligen Veranstalterin, so wie sie in deren Bedingungen steht. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Schutz, Sperre und die Grenze der Verkaufsstellen

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, im Online-Bereich sind Minderjährige nicht zugelassen. Pro Spielerin ist ein Konto vorgesehen, mit verifizierter Identität. Die Limiten setzt die Spielerin selbst, nicht der Staat: Die Veranstalterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen, und nach Gesetz wirkt eine Erhöhung nach 24 Stunden. Eine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze gibt es in der Schweiz nicht.

Die Spielsperre regelt das Gesetz in den Artikeln 80 bis 82: überschuldete oder suchtgefährdete Personen und der eigene Sperrantrag werden in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen erfasst. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte Personen und Minderjährige haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Ein Kontrollergebnis aus dem Jahr 2025 gehört in dieselbe Zeile. Bei Testkäufen der Gespa wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Verkaufsstellen als sicheren Schalter gegenüber dem Online-Angebot betrachtet, sollte diese Zahl kennen.

Steuern: wann ein Gewinn zum Einkommen wird

Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Freibetrag des Bundes liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Für einen typischen Wettenden bleibt ein Gewinn also steuerfrei, ohne Verrechnungssteuer. Eine Yankee-Wette mit einer Grundeinheit von ein paar Franken wird den Freibetrag nicht erreichen, und diese Tatsache ist beruhigender als jede Werbebotschaft.

Bei ausländischen Anbietern fehlt die Verrechnungssteuer, weil der Schweizer Zugriff fehlt — aber auch der steuerliche Schutz fehlt. Die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt und im Ausland gewinnt, sollte das vorher wissen. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht. Für die eigene Situation bleibt der Hinweis, eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung zu fragen.

Werbung, Gratisspielguthaben und die drei Prozent

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Genau deshalb beschreibt und bewertet diese Übersicht die ausländischen Brands, statt für sie zu werben. Ein zeitliches Werbeverbot über Tageszeiten gibt es nicht. Promo-Codes gehören ohnehin nicht auf eine solche Seite.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und deren 8 an Swisslos. Beträge und Bedingungen eines Bonus stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Und dann ist da noch die dritte Auszahlung im Jahr. Zweimal zahlt Swisslos Spielguthaben gratis auf ein Konto im eigenen Namen aus, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen. Wer regelmässig kleinere Beträge abzieht, zahlt für die Bequemlichkeit, den Gewinn sofort zu sehen, statt ihn bis zum Jahresende stehen zu lassen. Das ist die Art von Gebühr, die in keiner Bewertung auftaucht und genau deshalb hier stehen sollte.

Die geprüften Anbieter: zwei mit Schweizer Bewilligung, acht ohne

Zehn Namen, zwei Gruppen, und die Reihenfolge folgt dem Gewicht für Schweizer Leserinnen und Leser: zuerst die beiden bewilligten Organisatoren, dann die ausländischen Brands, die hier auftauchen, weil Schweizer ihnen begegnen. Jede ausländische Seite trägt dieselbe Kennzeichnung: ohne Schweizer Bewilligung. Es sind keine Empfehlungen, und keine von ihnen ist in der Schweiz rechtlich geschützt.

Swisslos Sporttip: die Systemwette mit dem höchsten Einsatzrahmen

Sporttip ist das einzige Produkt, das einer Deutschschweizer Wettenden mit Wohnsitz im Vertragsgebiet offensteht, und es ist gleichzeitig der Anbieter, bei dem eine Yankee-Wette den grössten Spielraum nach oben hat. Der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000, während eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 gedeckelt ist. Für eine Wette mit elf Teilwetten ist das der Unterschied zwischen einer Struktur, die sich auszahlen lässt, und einer, die an der Einzelwettengrenze hängen bleibt.

Der Kombiboost ist das interessanteste Detail für Systemspieler, weil er ausdrücklich auch für Systemwetten gilt — online, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Die Staffelung sagt offen, worum es geht: mehr Voraussagen, mehr Bonus. Bei einer Yankee-Wette mit vier Tipps ist der Anfangsprozentsatz erreichbar, alles darüber verlangt grössere Strukturen.

Gegen diese Vorzüge steht die Beweglichkeit. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, Cash-Out ist nur vollständig und ohne Garantie für jeden Markt möglich, und die Auszahlung geht nur an ein Konto im eigenen Namen. Was den Ausschlag gibt: Wer eine Yankee-Wette mit ernstem Einsatz plant, ist hier mit dem Rahmen konfrontiert, der elf Teilwetten am ehesten trägt.

Loterie Romande Jouez Sport: Multiples mit Betragsdeckel statt Quotendeckel

Jouez Sport arbeitet mit anderen Grenzen. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten, und online liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen.

Der entscheidende Punkt für Systemspieler ist der Höchstgewinn: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Der CHF 7’500-Deckel auf den Wettschein und der Höchstgewinn auf der anderen Seite beschreiben dasselbe Geschäftsmodell — begrenztes Risiko nach oben, begrenzte Auszahlung nach oben. Das ist konsistent und ehrlich, aber es macht grosse Multiples zu einer Übung mit bekanntem Endpunkt. Wer aus der Westschweiz kommt und mit vier Voraussagen arbeitet, merkt von diesen Grenzen nichts; wer sieben oder zehn verbindet, merkt sie sofort.

1Bet: ohne Bewilligung, ohne Anschluss ans Sperrregister

1Bet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Das bedeutet konkret: keine Veranstalterbewilligung, keine Spielbewilligung, keine Aufsicht durch die Gespa. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Anschluss an das Register der gesperrten Personen besteht nicht, Schweizer Rechtsschutz ebenfalls nicht, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Was ein Schweizer Konto dort trotzdem kann, ist eine Yankee-Wette zu Bedingungen, die aus den eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters stammen und sich jederzeit ändern lassen. Wer die Einsatzgrenzen und Auszahlungszeiten kennen will, findet sie dort. Ein Vergleich der Quoten mit dem Schweizer Angebot ist zulässig und sinnvoll, ein Vergleich der rechtlichen Stellung nicht, weil es keine gemeinsame Grundlage gibt.

Wettigo: der Fall ohne anerkannte Bewilligung

Bei Wettigo liegt der Fall gleich: keine Schweizer Bewilligung, keine Aufsicht, kein Zugang zum Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle. Ein Anbieter ohne Bewilligung von hier aus zu nutzen heisst, dass die Regeln, die den Schweizer Markt ordnen — die Liste der bewilligten Wettarten, die Identitätsprüfung, der Schutzmechanismus der Spielsperre — für dieses Konto nicht existieren.

Für eine Systemwette wirkt sich das direkt auf die Absicherung aus. Cash-Out, Quotengültigkeit bei abgesagten Ereignissen, Höchstgewinne, Bearbeitungszeiten: Alles davon steht nur in den Bedingungen des Anbieters, und keine Schweizer Stelle prüft, ob sie eingehalten werden. Wer dort dennoch spielt, sollte die eigenen Auszahlungsbedingungen vor dem ersten Einsatz lesen und nicht danach.

PowBet: Quoten vergleichen ja, Rechtsschutz nein

PowBet gehört zur Gruppe der Brands ohne Schweizer Bewilligung. Die Kennzeichnung ist bei allen acht dieselbe und hat in jedem Fall dieselben Folgen: keine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz, keine Aufsicht der Gespa, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg.

Interessant ist die praktische Konsequenz für den Vergleich. Auf der Quotenseite kann eine ausländische Buchmacherin mit besseren Zahlen auftreten als das Schweizer Angebot, und das ist kein wunderbarer Vorteil, sondern der Preis für fehlenden Schutz. Die niedrigere Marge ist kein Geschenk, sie ist der Anreiz, der die fehlende Aufsicht verkaufen soll. Wer diesen Tausch bewusst eingeht, sollte wenigstens die Höchstgewinne im Blick behalten.

Cloudbet: Zahlungswege ausserhalb des Schweizer Kontorahmens

Cloudbet operiert ohne Schweizer Bewilligung. Im bewilligten Schweizer Sportwetten gibt es keine anonymen Auszahlungen und keine Krypto-Auszahlungen, weil Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin gehen. Wo diese Vorgabe fehlt, entsteht genau der Spielraum, mit dem ausländische Anbieter werben.

Für eine Yankee-Wette ist die Auszahlungsseite nicht Nebensache. Elf Teilwetten erzeugen viele Einzelpositionen, und wer die Gewinne schnell und vorhersehbar abziehen will, braucht eine Buchmacherin, deren Auszahlungsregeln er kennt. Diese Regeln stammen bei Cloudbet aus den eigenen Bedingungen des Anbieters und nicht aus dem Schweizer Rahmen. Wer in der Schweiz wohnt und dort gewinnt, sollte ausserdem die kantonale Steuerpraxis für ausländische Grossspiele kennen.

Bahigo: Kennzeichnung ohne Zwischenstufe

Bahigo führt keine Schweizer Bewilligung. Die Einordnung kennt in diesem Punkt keine Zwischenstufe: Entweder es liegt eine Veranstalter- und Spielbewilligung vor und die Aufsicht greift, oder die Seite fällt aus dem Schweizer Rahmen vollständig heraus.

Die Folge für den Vergleich liegt auf der Hand. Bei den beiden bewilligten Organisatoren ist die Palette an Wettarten durch die Gespa-Liste begrenzt, die Zahl der Anbieter ist zwei, und der Schutz ist gesetzlich geregelt. Bei Bahigo entfällt die Begrenzung, und mit ihr entfällt die Aufsicht. Ein Yankee auf Märkte, die es in der Schweiz nicht gibt, ist dort möglich — ob er ausgezahlt wird, entscheidet der Anbieter allein.

BDMBet: kein Eintrag, der in der Schweiz zählt

BDMBet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Es existiert kein Register, in dem eine solche Seite als Schweizer Veranstalterin geführt würde; die Gespa führt nur die Liste der gesperrten ausländischen Domains. Wer die Angaben eines solchen Anbieters prüfen will, hat dafür keine Schweizer Stelle, an die er sich wenden könnte.

Der praktische Umgang damit ist nüchtern: Die Bedingungen des Anbieters sind die einzige Quelle für Einsatzgrenzen, Quotenregeln und Auszahlungszeiten. Wo eine Schweizer Bewilligung fehlt, ist jede Aussage über «faire Spielregeln» eine Marketingaussage, deren Einhaltung niemand kontrolliert. Das gilt für jede Systemwette auf einer solchen Seite.

FortuneJack: Steuerfreiheit ist hier keine gute Nachricht

FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, weil der Schweizer Zugriff fehlt — und dasselbe Fehlen nimmt den steuerlichen Schutz mit. Die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe, und andere Kantone können es anders halten.

Das ist die versteckteste Folge einer Entscheidung für ein Auslandskonto. Eine Yankee-Wette mit einer bescheidenen Grundeinheit erzeugt normalerweise keine Steuerdiskussion. Wer dort aber regelmässig grössere Summen abzieht, sollte die eigene kantonale Praxis kennen, bevor sie ihn einholt.

GG.BET: blockierte Domains ersetzen sich selbst

GG.BET gehört zu den Seiten ohne Schweizer Bewilligung, deren Domains auf die Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden können. Die Liste umfasste Ende 2025 671 Domains, und die Gespa hält fest, dass blockierte Domains innerhalb von Stunden durch neue ersetzt werden — das Domain-Hopping, das den Nutzen der Sperre begrenzt.

Für den Leser heisst das, dass die Blockierung kein stabiles Merkmal der Seite ist. Wer heute auf eine Sperrseite trifft, findet morgen dieselbe Buchmacherin unter anderem Namen. Die fehlende Schweizer Bewilligung ist das stabilere Kennzeichen — und sie bleibt in jedem Fall bestehen.

Swisslos Sporttip und Loterie Romande aus Sicht der Steuer und der Auszahlung

Der Vergleich über beide bewilligten Anbieter hinweg zeigt, wo die Unterschiede tatsächlich liegen. Beide tragen eine Bewilligung für ein Grossspiel, beide unterstehen der Aufsicht der Gespa, und beide führen ihre Wetten auf einem Konto, das auf einen verifizierten Ausweis lautet. Beide zahlen nur an Konten im Namen der Kontoinhaberin aus.

Die Differenz liegt beim System. Sporttip erlaubt einen Einsatz bis CHF 10’000 pro Systemwette und staffelt den Kombiboost ausdrücklich auch für Systemwetten. Jouez Sport begrenzt den Einsatz pro Wettschein mit Multiples auf CHF 7’500 und den Gesamtgewinn eines Multiples auf CHF 1’000’000. Wer eine Yankee-Wette mit hohem Einsatz plant, findet bei Swisslos den grösseren Rahmen. Wer sie aus der Westschweiz mit überschaubarem Einsatz spielt, wird die Unterschiede kaum bemerken.

Was eine Yankee-Wette in der Praxis bedeutet

Die Rechnung, die über allem steht, ist unspektakulär und unbestechlich. Vier Voraussagen, elf Teilwetten, eine Marge von rund 5 % pro Markt — bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von je 1.90, einem Niveau, das in vielen Fussballmärkten nicht ungewöhnlich ist. Bei tieferen Quoten wird dieser Anteil grösser, bei höheren kleiner, und in Märkten mit drei oder mehr Ausgängen liegt er häufig darüber. Wer einen Kombiboost mit vier Voraussagen erhält, verbessert den Nettogewinn um 5 % — was die Marge auf demselben Wettschein nicht aufhebt, sondern eine Weile kaschiert.

Verglichen mit einer Reihe von elf unverbundenen Einzelwetten ist die Yankee-Wette trotzdem kein schlechteres Geschäft. Sie ist dieselbe Summe aus denselben Quoten, nur anders verteilt. Der Unterschied liegt darin, wie ein Teilerfolg aussieht: Drei richtige Tipps liefern in der Yankee-Struktur drei gelaufene Zweierkombinationen, während in einem Bündel unabhängiger Einzelwetten drei volle Einzelzahlungen anfallen. Die Struktur verteilt den Erfolg, sie vermehrt ihn nicht.

In der Schweiz ist dieser Mechanik ein enger Rahmen gesetzt. Zwei Veranstalter, ein geschlossenes Angebot an Sportarten und Wettarten, ein Wohnsitz im jeweiligen Gebiet, eine Identitätsprüfung, ein Höchsteinsatz für die Systemwette — und für alles andere kein Schweizer Rechtsschutz, sondern eine Sperrliste, die blockierte Domains innerhalb von Stunden verschwinden lässt. Wer das weiss, entscheidet besser. Und wer eine Verlustlimite setzt, bevor der erste Wettschein ausgefüllt ist, entscheidet am besten.

Häufige Fragen zur Yankee-Wette

Was ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Sie bündelt vier Voraussagen zu elf Wetten: vier Einzelwetten, sechs Zweierkombinationen und eine Dreierkombination. Alles hängt über denselben Einsatz zusammen, der auf die elf Positionen verteilt wird. Bei Swisslos läuft eine solche Systemwette unter einer Höchsteinsatzgrenze von CHF 10’000, während eine einzelne Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 gedeckelt ist.

Wie viele Voraussagen müssen stimmen, damit ein Gewinn entsteht?

Eine Zweierkombination braucht zwei richtige Tipps, die Dreierkombination alle vier. Mit zwei richtigen Voraussagen läuft genau eine Teilwette, mit drei laufen drei Zweierkombinationen, und erst mit allen vier kommen alle elf Positionen ins Ziel. Ein Teilerfolg ist also möglich, aber er deckt selten die gesamte Einsatzsumme.

Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und der Mindesteinsatz CHF 1. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; die jeweils gültige Zahl steht in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen.

Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?

Der Yankee umfasst vier Voraussagen und elf Wetten, der Super Yankee fünf Voraussagen und 26 Wetten. Damit wächst mit jedem zusätzlichen Tipp die Zahl der Kombinationen überproportional und der Gesamteinsatz pro Wettschein mit ihr. Ein Fehler nimmt dann mehr Teilwetten gleichzeitig mit, weshalb der Aufbau strenger wird, je grösser die Struktur ist.

Wie genau sind Yankee-Rechner, und was berücksichtigen sie nicht?

Ein Rechner multipliziert Einsatz und Quoten, addiert die Auszahlungen der laufenden Teilwetten und liefert damit eine korrekte Rechensumme. Er berücksichtigt weder das Aufrunden auf zwei Nachkommastellen noch das Abrunden auf 5 Rappen, keine abgesagten Ereignisse, keinen Cash-Out, keine Einsatz- und Auszahlungslimiten und keine Bearbeitungszeiten. Diese Regeln stehen in den Bedingungen des Veranstalters, nicht in der Quotenrechnung.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»