Quoten bei Wetten: was hinter der Zahl steht, die niemand erklärt
Ladevorgang...
Die Quote ist die einzige Zahl auf einem Wettschein, die der Veranstalter selbst geschrieben hat. Alles andere — Einsatz, Voraussage, Ablauf — stammt vom Wettenden. Wer die Quote liest, liest eine Preisangabe, und in der Schweiz gibt es dafür genau zwei Anbieter, die sie schreiben dürfen: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer das einmal versteht, sieht in jeder Quote zuerst die Marge und erst danach die Chance.
Datenstand: Oktober 29, 2026, abgeglichen mit den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip, dem Règlement Jouez Sport sowie den Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa.
Verlustlimiten: was vor der ersten Wette feststeht
Wer ein Sporttip-Konto eröffnen will, trifft die wichtigste Entscheidung, bevor er irgendeine Quote sieht. Swisslos verlangt vor der ersten Teilnahme, dass Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen — die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Das ist keine Formalität im Registrierungsformular. Es ist die einzige Stelle im ganzen Ablauf, an der jemand, der noch nüchtern denkt, für sein späteres Ich entscheidet. Die 72-Stunden-Sperre auf Erhöhungen ist der eigentliche Mechanismus: Sie sagt, dass eine in der Nacht nach vier verlorenen Wetten gefasste Idee erst am dritten Tag danach wirken kann. Ob man das als Gängelung oder als Schutz liest, hängt davon ab, wie oft man schon am Morgen danach auf sein Konto geschaut hat.
Interessanter ist die zweite Zahl. Unter 21 Jahren sinkt die Oberlimite auf CHF 1’000. Der Gesetzgeber rechnet also mit einem jüngeren Publikum, das die Limite nicht selbst richtig setzt, und setzt sie ihm. Genau dort greift der Nachteil hoher Quoten am härtesten: Eine Quote von 8.00 fühlt sich nach einem CHF 10-Einsatz harmlos an, weil zehn Franken keine Entscheidung sind. Bis zu dieser Limite sind es 100 solche Einsätze.
Was eine Spielsperre tatsächlich auslöst
Wer bei Swisslos den Zugang sperrt, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, und zwar ohne Aufhebung vor Fristablauf. Es gibt keine Rückholung, keinen Anruf, keine Ausnahme. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Die Konsequenz für den Alltag ist unspektakulär und genau deshalb wichtig: Die befristete Sperre bindet einen einzelnen Zugang, die unbefristete bindet die Person. Wer sein Glück nach einem schlechten Monat nur auf Distanz halten will, nimmt die erste; wer weiss, dass es nicht beim Monat bleibt, nimmt die zweite, weil sie im Register steht und damit auch beim nächsten Anbieter sichtbar wird.
Der Gesetzgeber regelt diese Vorgänge, nicht die Wettanbieter. Das Geldspielgesetz verpflichtet zur Sperre überschuldeter oder suchtgefährdeter Personen und zum Sperrregister; bei Sporttip dauert eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten als Angebot, und eine freiwillige Sperre lässt sich nur unter Beteiligung einer Fachstelle aufheben. Wer wissen will, wie das im eigenen Kanton organisiert ist, findet es über die kantonale Geldspielaufsicht.
Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Der Satz klingt nach Paragrafenprosa und ist in Wahrheit die schmerzhafteste Zeile im Regelwerk: Wer gesperrt ist und trotzdem wettet, verliert die Wette doppelt, mit dem Einsatz und mit dem Gewinnanspruch. Und die Kontrollen an den Verkaufsstellen sind nicht lückenlos. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt, und in 47.5 % von 200 Fällen wurde an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer seine Limiten auf die Aufsicht stützt statt auf die eigene Einstellung, stützt sie auf eine Zahl, die ungefähr der Münze entspricht.
Die Grenze jedes Schutzes und die Gegenprobe
Alles, was in diesem Abschnitt steht, gilt für die beiden Schweizer Veranstalter. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung greift nichts davon — weder die Verlustlimite, noch die Spielsperre, noch das Register. Wie das rechtlich einzuordnen ist, steht im Abschnitt zur Rechtslage.
Der Vergleich, den die Limiten nahelegen, ist nicht «streng gegen frei», sondern «gebunden gegen ungebunden». Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt, für eine Systemwette auf CHF 10’000; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Ein Anbieter ohne solche Regeln lässt mehr durch. Ob das ein Vorteil ist, entscheidet der Leser; es ist kein Schutz, und es wird nirgends als einer verkauft.
Die Obergrenze des Gewinns
Es gibt noch eine zweite Schranke, die kaum jemand liest, obwohl sie den Wert einer hohen Quote direkt begrenzt. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Bei derselben Grenze liegt der Endpunkt jeder Rechnung, die mit einer Quote von 500.00 beginnt.
Rechnen mit Quoten: Einsatz, Gesamtquote und der Kombiboost
Die Formel, die alles andere trägt, passt in eine Zeile. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Wer CHF 20 auf eine Quote von 2.40 setzt, sieht im Gewinnfall CHF 48 zurück; der Nettogewinn beträgt CHF 28. Das ist der ganze Kern, und alles Folgende sind Zusätze, die diesen Kern verändern.
Die Rundung gehört zur Formel, und sie ist schweizerisch genau geregelt. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Fünf-Rappen-Geld ist das praktisch vernachlässigbar — ein halber Rappen ist der schlechteste Fall. Was daran zählt, ist die Richtung: Der Veranstalter rundet zu seinen Gunsten, und zwar erst nach oben und dann nach unten, was in der Summe ein sehr kleiner, sehr systematischer Abzug ist.
Was passiert, wenn ein Spiel verschoben wird
Quoten sind an Ereignisse gebunden, und Ereignisse verschieben sich. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Die 48 Stunden entscheiden also, welchen Wert die Kombination noch hat. Eine Kombination aus sechs Voraussagen, bei der eine ausfällt, schrumpft auf das Produkt der übrigen fünf; die übrige Gesamtquote sinkt und damit der mögliche Gewinn, während der Einsatz gleich bleibt. Auch bei Livewetten gibt es eine vergleichbare Bremse: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf ein Tor setzt, während der Ball schon im Netz liegt, hat nicht gewonnen; er hat eine Wette zu einem Preis abgeschlossen, der nichts mehr wert ist.
Auch der Zeitbegriff in den Regeln ist enger, als man vermutet. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — etwa 90 Minuten im Fussball — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Tor in der Verlängerung entscheidet also nicht automatisch eine Wette auf den Sieger.
Kombinationen: der Booster und sein Preis
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier solchen Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Der Sprung von vier auf sieben Voraussagen ist der eigentliche Inhalt dieser Staffel. Die Bedingung ist nicht die Zahl der Voraussagen, sondern die Anzahl der Voraussagen mit Quote ab 1.50. Eine Kombination aus zehn Spielen, in der sieben Favoriten mit 1.30 stecken, qualifiziert sich nicht für die 40-%-Stufe, sondern nur für die unterste. Der Booster belohnt nicht gute Tipps, sondern teure. Wer das einmal durchschaut hat, sieht in der Staffel einen Anreiz, mehr Spiele mit höherem Risiko zusammenzubinden als er eigentlich wollte, und der Bonus auf den Nettogewinn ist die Gegenleistung dafür.
Ähnlich steht es um die Quotenboosts und Profitboosts bei Sporttip. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Dieser letzte Halbsatz ist der wichtigste der drei. Wer eine Wette mit Boost abschliesst und sie später per Cash-Out auflöst, hat die Erhöhung nicht zurückzuholen. Der Boost belohnt also nicht nur eine bestimmte Wette, sondern eine bestimmte Haltung: Fantasie, dass sie durchläuft.
Cash-Out: was die vorzeitige Auszahlung wert ist
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Daraus folgen zwei Dinge, die den Cash-Out in der Praxis weniger attraktiv machen, als der Knopf im Wettschein vermuten lässt. Erstens gibt es keinen halben Ausstieg: Wer vier von fünf Voraussagen durch hat und eigentlich nur die fünfte herausnehmen möchte, kann das nicht. Zweitens liegt der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Man kann es so lesen: Der Betrag, den der Wettende beim Cash-Out erhält, ist ein neues Angebot zu einem neuen Preis, und dieser Preis enthält dieselbe Marge wie jede Quote. Wer aussteigt, verkauft seine Position zurück an das Haus. Dass der mögliche Wettgewinn beim Durchlaufen höher gewesen wäre, ist kein Fehler des Systems; es ist der Grund, warum es das System gibt. Was ein Cash-Out wirklich leistet, ist nicht Gewinnmaximierung, sondern die Absicherung eines zwischenzeitlichen Buchgewinns — und die kostet jedes Mal einen Teil davon.
Hängt eine Wette an einer Voraussage, die ausfällt, greift die Rückabwicklung. Fällt sie ganz aus der Kombination, bleibt die Kombination mit den übrigen Voraussagen stehen — der Cash-Out-Betrag wird dann noch einmal neu berechnet.
Die Marge: warum die Quoten eines Marktes zu viel versprechen
Der Abschnitt über die Marge als Zahlenbeispiel steht im Kapitel «Die Marge: was von jedem Franken im Markt beim Veranstalter bleibt». Hier gehört nur die Feststellung hin, dass jede einzelne der gerade gerechneten Zahlen bereits eine Marge enthält und dass es diese ist, die aus der Summe der Quoten eines Marktes eine Summe macht, die über 100 % liegt.
Wer mit Quote 2.40 rechnet, rechnet also mit einer Zahl, die der Veranstalter nicht als fairen Preis, sondern als Verkaufspreis gesetzt hat. Der Unterschied ist klein genug, um in einer einzelnen Wette unterzugehen, und gross genug, um über ein Jahr den Unterschied zwischen ungefähr ausgeglichen und klar verloren zu machen.
Die zehn Anbieter im Vergleich: eine Bewilligung, zwei Namen
Was die Anbieter auf dieser Seite unterscheidet, steht in der ersten Spalte der folgenden Übersicht, nicht in einer Quote. Zwei Schweizer Veranstalter haben die Bewilligung; acht weitere sind in der Schweiz ohne Bewilligung tätig und deshalb eine andere Kategorie Situation, nicht eine schlechtere oder bessere Variante desselben Dings.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. Bewilligung wie berichtet |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel; Veranstalterin SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel: eine der beiden, die das interkantonale Recht zulässt |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel; Veranstalter Société de la Loterie de la Suisse Romande: die zweite der beiden |
| Rabona | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
| GG.BET | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
| N1 Bet | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
| Betclic | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
| BillyBets | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
| Boomerang Bet | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
| Betscore | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
| Sportuna | Nein | Ohne Schweizer Bewilligung; Bewilligung wie berichtet nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat |
Die Tabelle endet dort, wo die Vergleichbarkeit endet. Zwei Zeilen mit einer Bewilligung stehen acht Zeilen ohne gegenüber, und keine Spalte kann diesen Unterschied ausgleichen.
In der Schweiz gibt es keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt. Wer nach Anbietern sucht und auf ein Dutzend Namen mit europäischen Bewilligungen stösst, sucht in der falschen Liste. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains — das ist das Gegenstück: keine Positivliste, sondern eine Sperrliste.
Wie die beiden Schweizer Veranstalter arbeiten
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip, und die Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft.
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Für die Kontoeröffnung heisst das: Wer nicht in einem dieser Gebiete wohnt oder sich gewöhnlich aufhält, kommt nicht hinein.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Die beiden Gebiete überschneiden sich nicht, und das ist die wichtigste praktische Folge der ganzen Aufteilung. Wer in Zürich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen, und wer in Genf wohnt, keines bei Sporttip. Der Wohnort entscheidet also nicht, welcher Anbieter besser ist, sondern welcher überhaupt zur Verfügung steht. Ein Quotenvergleich zwischen beiden ist damit für die meisten Wettenden ein Vergleich mit nur einer verfügbaren Zahl.
Der Weg zur Registrierung
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Ein eigenes Konto, ein Ausweis, eine Adresse — der Aufwand ist gering, und er ist der Preis dafür, dass das Gegenkonto im Sperrregister nachschauen kann. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Was aus dem Guthaben wird
Der Weg hinaus ist bei Swisslos eigenwillig geregelt. Spielguthaben werden innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Zwei kostenlose Auszahlungen pro Jahr, danach 3 %, und das Gratisguthaben bleibt im Haus. Wer sein Konto als Konto behandelt und jeden Gewinn sofort abzieht, zahlt zweimal nichts und danach dreimal etwas. Wer es als Guthaben liegen lässt, merkt von der Regel nie etwas. Die 5 bis 10 Arbeitstage sind dabei der realistischste Teil der ganzen Beschreibung.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Darüber, bei bekannter Zahlungsverbindung, werden sie innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Die Grenze zwischen automatisch und manuell liegt also bei vier Stellen; darunter geschieht die Gutschrift ohne Zutun.
Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Ein Aufladen bestätigt Swisslos über PostFinance Pay direkt in der PostFinance App.
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen einer Limite und einem Verbot. Die CHF 10’000 in 30 Tagen sind keine Aussage darüber, wie viel jemand verlieren darf; sie begrenzen, wie viel Guthaben überhaupt im System stehen kann. Ein Wettender, der in einer Nacht CHF 300 verliert und nachlädt, kommt an diese Grenze nie heran — und braucht sie gerade dann nicht, wenn die eigentliche Bremse die Verlustlimite aus dem ersten Abschnitt ist.
Wer sein Guthaben nicht abzieht, sondern liegen lässt, merkt dagegen nichts von der Auszahlungskommission. Bis sie fällig wird, ist sie der letzte Punkt auf der Liste, an den man denkt.
Der Sporttip-Fahrplan im Uhrzeigersinn
Drei Termine sortieren den Zeitablauf eines gewonnenen Wettscheins, und keiner davon hängt an einer Quote.
Der erste betrifft das Guthaben, das oben beschrieben ist. Der zweite betrifft den Wettschein selbst: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Ein halbes Jahr ist keine lange Frist für einen Wettschein, den man in einer Jackentasche vergisst. Der dritte betrifft den Streitfall: Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Zehn Tage für einen eingeschriebenen Brief, 26 Wochen für den Gewinnanspruch — die beiden Zahlen folgen unterschiedlichen Logiken, und wer beide kennt, weiss, wann Eile nötig ist und wann nicht.
Was noch zu den Regeln gehört
Zwei Mechaniken mit Quotenbezug sind noch nicht erwähnt. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Der Fehler liegt hier beim Veranstalter, und die Folge trägt der Wettende: Die Wette verschwindet, der Einsatz kommt zurück, der Gewinn nicht. Es zahlt sich also nicht aus, auf eine Kombination zu spekulieren, deren Voraussagen sich gegenseitig bedingen — etwa Torschütze und Ergebnis desselben Spiels —, solange die Funktion sie nicht selbst zusammenführt.
Und ein Satz, der die Livewette betrifft: Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Ein Stream ist also keine Voraussetzung für eine Livewette und kein Ausfallgrund, wenn er fehlt. Wer die Live-Quote nur setzt, weil er das Bild sieht, setzt unter einer Bedingung, die in den Regeln nicht steht.
Die Marge: was von jedem Franken im Markt beim Veranstalter bleibt
Bisher war jede Quote ein Preis. Was ein Preis aus Sicht des Verkäufers ist, zeigt sich erst, wenn man die Quoten eines vollständigen Marktes nebeneinanderlegt. Der Quotenschlüssel, im Markt auch Auszahlungsquote genannt, ergibt sich aus eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes; die Marge ist 100 % minus diesem Wert.
Nehmen wir den einfachsten Fall, den es gibt: einen Markt mit zwei Ausgängen, beide zu 1.90. Die Kehrwerte sind zweimal 1 ÷ 1.90, was 0.5263 ergibt, in der Summe 1.0526. Die Auszahlungsquote liegt damit bei rund 94,7 %, die Marge bei rund 5,3 %.
Diese 5,3 % sind kein Aufschlag, der irgendwo auf dem Wettschein auftaucht. Sie stecken in beiden Quoten und werden erst sichtbar, wenn man sie zusammenzählt: Zwei Ereignisse, die zusammen den ganzen Markt ausmachen, werden zu Preisen verkauft, die zusammen mehr als den ganzen Markt abdecken. Ein Wettender, der beide Seiten desselben Marktes spielt, verliert bei einem Einsatz von CHF 200 in jedem Fall CHF 10,50 — nicht weil er falsch getippt hätte, sondern weil der Markt so gebaut ist.
Ob das viel oder wenig ist, lässt sich ohne Vergleich nicht sagen, und deshalb steht die Masseinheit hier: Bei einem Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten sind es etwa 5 %. Die Zahl bewegt sich mit der Zahl der Ausgänge. Ein Drei-Weg-Markt mit denselben Quoten auf allen drei Ergebnissen hat eine deutlich höhere Marge, weil jeder zusätzliche Ausgang ein weiterer Kehrwert ist, der in die Summe eingeht. Wer also zwei Märkte vergleicht, vergleicht nie nur Preise, sondern zuerst die Zahl der Türen, durch die man hindurchgehen kann.
Die praktische Konsequenz im Alltag: Bei Swisslos und der Loterie Romande sind die Quoten kein Wettbewerbsparameter, weil es keinen Wettbewerber gibt. Eine Marge von rund 5 % auf einem Zwei-Weg-Markt ist ein Preis, den man nimmt oder nicht nimmt. Genau das ist der Unterschied zu einem Markt mit zehn Anbietern, in dem der Vergleich der Margen die einzige Arbeit ist, die sich lohnt.
Was in der Summe daraus folgt, ist die eine Zahl, die sich nicht wegdiskutieren lässt: Wer die Quoten nicht als Preise liest, zahlt eine Gebühr für jede einzelne Wette und hält es für Pech.
Die Rechtslage: zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Beaufsichtigt werden sie von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern; das Geldspielkonkordat gilt seit dem 1. Januar 2021. Nicht von der ESBK — die beaufsichtigt ausschliesslich Casinos.

Der Rahmen ist enger, als der Alltag vermuten lässt. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Bewilligung pro Spiel, und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.
Was in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf, steht nicht in der Entscheidung des Veranstalters, sondern in einer geschlossenen Liste: der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste enthält keine Ecken- oder Kartenmärkte und keinen Esports-Bereich. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Das erklärt, warum ein Wettender bei Sporttip bestimmte Märkte gar nicht findet. Es liegt nicht daran, dass sie zu schwierig zu bepreisen wären. Der Veranstalter darf sie nicht anbieten.
Livewetten sind erlaubt — vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das Gesetz schränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte ein.
Cash-Out ist dagegen nicht reguliert. Es bleibt ein Merkmal jedes einzelnen Anbieters, mit allen Bedingungen, die der Anbieter selbst in seine Regeln schreibt.
Wo die Grenze zwischen diesen Anbietern und dem Rest verläuft
Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist keine mildere Variante. Ausländische Bewilligungen — Curaçao, Malta, Deutschland oder jedes andere Land — haben in der Schweiz keine Wirkung. Solche Anbieter sind nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt kein Schweizer Rechtsschutzverfahren, und ihre Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste; die erste Liste datiert vom 3. September 2019.
Ein weiteres Detail, das zeigt, wie flüssig dieser Bereich ist: Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, die Gespa spricht von Domain-Hopping. Ein Name, der heute nicht erreichbar ist, ist es morgen wieder.
Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, begeht eine Straftat — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle.
Das ist die nüchterne Fassung: Bei einem Anbieter ohne Bewilligung fehlt der Anschluss an das Sperrregister, es fehlt der Schweizer Rechtsschutz, und die Gewinne sind nach kantonalem Recht steuerbar. Bei einem Schweizer Veranstalter ist der volle Schutz vorhanden, dafür gibt es nur zwei Anbieter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, ein Wohnsitzerfordernis und eine Identitätsprüfung.
Keine der beiden Seiten ist die sichere Wahl von sich aus. Es sind zwei verschiedene Verträge, und der eine kostet Auswahl, der andere kostet Schutz.
Werbung und Gratisspielguthaben
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft. Deshalb beschreibt diese Seite die Anbieter ohne Bewilligung und empfiehlt sie nicht.
Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. 2025 hat die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Das ist der Grund, warum Sonderangebote bei den beiden Schweizer Veranstaltern seltener und nüchterner sind als bei einem Anbieter, der sie nach eigenem Gutdünken ausrollt.
Steuern: der Freibetrag und das «je nach Kanton»
Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, für 2025 bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag ist davon verschieden — die Angabe bleibt deshalb bei «je nach Kanton».
Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen typischen Wettenden ist das keine praktische Frage: Ein Gewinn unter CHF 1’071’000 löst keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer aus.
Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis kann sie trotzdem erfassen — die Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles Einkommen. Wer regelmässig bei einem ausländischen Anbieter gewinnt, hat damit ein Thema, das mit der Quote nichts zu tun hat. Eine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung bringt Klarheit; diese Seite ersetzt sie nicht.
Eine Steuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht.
Zahlungen: das Konto muss den eigenen Namen tragen
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und eine Kreditierung an Spielende ist untersagt.
Wer zum ersten Mal von einem Anbieter hört, der Auszahlungen in Kryptowährungen anbietet, hat damit gleich die wichtigste Information über diesen Anbieter. In einem Umfeld mit einer Bewilligung ist das nicht vorgesehen, und zwar nicht aus Misstrauen gegen Kryptowährungen, sondern wegen der einen Regel, dass das Geld dorthin geht, woher es kommt.
Welche Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, regelt jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen. In der Schweiz gibt es keine Sperre, mit der Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an nicht bewilligte Wettseiten blockieren — wer so etwas behauptet, beschreibt einen Mechanismus, den es hier nicht gibt.
Der Massstab, an dem alles gemessen wird
Lizenzen, Limiten, Steuern, Zahlungswege: Alles steht fest, nur die Quote nicht.
Sie ist ausserdem die einzige Zahl in diesem Abschnitt, die der Anbieter selbst schreibt.
Swisslos Sporttip: die Limiten als eigentliches Produkt
Sporttip ist der Anbieter, bei dem die Verlustlimiten nicht nur vor der ersten Wette abgefragt werden, sondern im Betrieb stehen. Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten: CHF 1. Höchsteinsatz: CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Die untere Grenze ist bemerkenswert niedrig. Ein CHF 1-Mindesteinsatz bedeutet, dass die Verlustlimite aus dem ersten Abschnitt nicht über den Einsatz gesteuert wird, sondern über die Zahl der Wetten. Wer mit CHF 1 pro Wettschein arbeitet, braucht 1’000 Wetten, um die Limite von CHF 9’999 zu erreichen. Die Bremse liegt bei diesem Anbieter also nicht im einzelnen Wettschein, sondern in der Menge.
Die Höchstgrenze von CHF 1’000 bei einer Einzelwette setzt dagegen dort an, wo ein hoher Einsatz eine hohe Quote trifft. Eine Quote von 100.00 auf einem CHF 1’000-Einsatz ist bei Sporttip gar nicht möglich, weil die Wette nicht angenommen wird.
Zu den Regeln gehört auch die Frist: Gewinne verfallen nach 26 Wochen, wenn sie nicht geltend gemacht werden; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per Einschreiben einzureichen. Beides sind kurze Fristen für Vorgänge, die man selten regelmässig kontrolliert, und beide sind in den Regeln des Veranstalters nachzulesen, nicht in einer Broschüre.
Wer dieses Angebot bewertet, bewertet zuerst die Frage, ob ein CHF 1-Mindesteinsatz und ein CHF 1’000-Höchsteinsatz zusammen ein Produkt ergeben, das man mit einer Handvoll Franken pro Woche nutzt. Sie tun es, und zwar weil das Prinzip dieses Anbieters die Gleichbehandlung der kleinen Einsätze ist. Für einen Wettenden mit CHF 50 Budget im Monat ist die Struktur keine Einschränkung, sondern die einzige Beschreibung, in der sein Wetten überhaupt eine Form hat.
Loterie Romande Jouez Sport: der Mindesteinsatz als Türsteher
Bei Jouez Sport liegen die Einsätze höher. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Die Differenz von CHF 2 auf CHF 3 ist aufschlussreich. Sie macht den Verkaufsstellenschalter teurer als die eigene App, eine Spanne, die gerade für kleinere Einsätze spürbar ist: Wer mit CHF 5-Beträgen arbeitet, muss online spielen, damit der Einsatz nicht zu einem Drittel aus einem Aufpreis besteht. Bei CHF 2 Mindesteinsatz online sind Kleinstwetten noch möglich — die Wette um CHF 1, die bei Sporttip geht, gibt es hier nicht.
Der Höchsteinsatz von CHF 500 ist die Hälfte des Werts, den Sporttip bei einer Einzelwette zulässt, und bei einer Kombination mit hohen Quoten ist das der Punkt, der zuerst greift. Wer eine Kombination auf einen aussichtsreichen Wettschein bauen will, merkt bei Jouez Sport früher als bei Sporttip, dass die Summe aus Quote und Einsatz nicht beliebig nach oben zu schrauben ist.
Eine Wette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese beiden Schranken sind ein Paar und keine zwei Einzelregeln: Eine Kombination aus zehn Spielen mit je einer Quote um 1.20 landete bei rund 6.19, womit beide Grenzen weit eingehalten wären. Eine Kombination aus zehn Aussenseitern kann dagegen an der Deckelung scheitern.
Wie bei Sporttip steht der Gewinn unter einer Obergrenze: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen.
Diese Grenze ist kein theoretischer Fall für ein paar Grossspieler. Bei einer Kombination mit einer Gesamtquote, die vierstellig wird, ist der Höchstgewinn keine Randnotiz mehr.
Die Genauigkeit, mit der ein Schweizer Veranstalter arbeitet, zeigt sich hier wie dort, und sie ist ein Argument für das System: Wer eine Kombination aus zehn Voraussagen mit einem Wettschein abgibt, hat einen Veranstalter, der weiss, bei welcher Zahl die Obergrenze liegt und was danach passiert.
In den Westschweizer Kantonen ist die Loterie Romande die einzige zugelassene Adresse für Sportwetten, und das erklärt ihre Dimension: 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende, verteilt auf sechs Kantone und Zusatz zu einem Betrieb, der ursprünglich Lotterien verkauft hat. Wer in Genf eine Wette abschliessen will, hat keine Alternative. In der Folge ist auch der Quotenvergleich kein Vergleich, sondern eine Bestandsaufnahme.
Ausserhalb der Bewilligung: die acht Namen und was mit ihnen nicht gilt
Die folgenden acht Anbieter sind in der Schweiz nicht bewilligt. Werbung für sie ist hier nicht erlaubt, deshalb werden sie beschrieben und eingeordnet, nicht empfohlen. Was bei ihnen nicht gilt, gilt bei keinem von ihnen: kein Anschluss an das Sp Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Verlustlimiten nach Schweizer Recht, und eine Domain, die auf der Sperrliste der Gespa landen kann.
Zwischen ihnen unterscheidet die Bewilligung nichts, weil keiner von ihnen eine Schweizer hat. Sie in zwei Gruppen zu trennen wäre ein Fehler.
Rabona
Rabona ist in der Schweiz nicht bewilligt. Wie in der Rechtslage beschrieben, gibt es hier keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz.
Ein Anbieter, über dessen Bewilligungslage sich nichts sagen lässt, ist damit nicht identisch mit einem Anbieter, der eine Bewilligung hat und dessen Aufsicht nicht funktioniert. Es ist ein anderer Fall, und die Konsequenz ist für den Wettenden dieselbe, die jeden Anbieter ohne Bewilligung trifft: Der Schutz entsteht aus der Bewilligung, nicht aus dem Anbieter.
Wer bei Rabona spielt, spielt auf das Geschäftsmodell des Anbieters — und aufrichtig gesagt: Das ist bei einem Haus ohne Bewilligung weniger ein Beleg für dessen Schlechtigkeit als für die eigene Wahl. Zu den Quoten selbst, wie sie sich hier gewinnen lassen, sowie zu Einsatzgrenzen und Auszahlungen lässt sich auf der Grundlage des Bewilligungsstands nichts sagen.
GG.BET
GG.BET tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Für die Bewilligung nach Schweizer Recht bleibt es bei «nicht festgestellt», und eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft.
Ein Name mit einer ausländischen Erlaubnis wirkt beruhigend. In der Berner Aufsicht zählt er nicht, und die Gespa kann die Domain auf ihre Sperrliste setzen — mit der Folge, dass Schweizer Telekom-Anbieter sie über DNS blockieren. Wer sich bei einer solchen Seite registriert, muss damit rechnen, dass der Zugang eines Tages ohne Vorwarnung nicht mehr erreichbar ist und dass er dann seine Ansprüche bei einem Anbieter geltend machen muss, an den er sich nicht mehr wenden kann.
Was GG.BET für Quoten und Limits ansetzt, lässt sich nicht einordnen. Die Bewilligung ist die Angabe, die den Rahmen setzt, und ohne sie ist die Bewertung im Kern: Es fehlt nicht eine Zahl, es fehlt der Rahmen.
N1 Bet
N1 Bet ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig, mit derselben Folge wie bei den anderen Anbietern dieser Gruppe: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Schweizer Limiten, Sperrliste möglich.
Wer diese Einschätzung liest und denkt, das treffe jeden Anbieter im Ausland, trifft damit den Kern: Es gibt in der Schweiz nicht die Wahl zwischen einer bewilligten und einer nicht bewilligten Version desselben Angebots. Es gibt die Wahl zwischen einem Schweizer Grossspiel mit allen Folgen, die im Abschnitt zur Limiten- und Rechtslage stehen, und allem anderen.
N1 Bet gehört zum zweiten Teil. Zur Bewilligungslage bleibt es bei «nicht festgestellt».
Betclic
Auch Betclic ist in der Schweiz nicht bewilligt und unterliegt damit nicht dem Schweizer Regelwerk für Veranstalter.
Der Fall zeigt einen weiteren Punkt: Auch ein grosser Name mit einem anderen nationalen Markt ist in der Schweiz nicht mit einer Bewilligung versehen. Die Grösse eines Anbieters in Frankreich oder Portugal sagt nichts über seinen Status im Swisslos-Vertragsgebiet oder in den Westschweizer Kantonen. Wer sein Wettkonto in der Schweiz nach der Grösse des Anbieters wählt, wählt nach einem Merkmal, das mit der Aufsicht im eigenen Land nichts zu tun hat. Zur Quotenhöhe und zu Auszahlungen bei Betclic lässt sich aus dem Status nichts ableiten.
BillyBets
BillyBets ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig; eine Bewilligung ist, wie berichtet, nicht festgestellt. Damit fehlt der Anschluss an das Sperrregister und der Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa kommen.
Der Satz, der bei Anbietern dieser Gruppe am häufigsten zu hören ist, lautet, das Risiko liege beim Anbieter. Das ist nur die halbe Wahrheit: Ein Verfahren in der Schweiz richtet sich gegen den Veranstalter, aber Einsätze und Gewinne können in diesem Verfahren eingezogen werden. Der Wettende steht dabei nicht als Beschuldigter vor Gericht. Er steht daneben, und was er eingezahlt hat, kann weg sein.
Boomerang Bet
Boomerang Bet ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig, mit der Bewilligungslage «nicht festgestellt» — was in der Schweiz nichts bewirkt.
Was hier fehlt, lässt sich in einem Satz sagen, weil es in jedem Fall dasselbe ist: keine Schweizer Verlustlimite, keine Spielsperre, kein Registereintrag. Der Schutz, den eine Spielsperre bei einem bewilligten Veranstalter bietet, die unbefristete Eintragung im Register, existiert bei einem Anbieter ohne Bewilligung überhaupt nicht. Für einen Menschen, der weiss, dass er in einer schlechten Phase nachts nachlädt, ist das nicht ein Detail, sondern der entscheidende Unterschied.
Betscore
Betscore ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig; eine Bewilligung ist, wie berichtet, nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat.
Damit fehlen die Regeln, die an eine Bewilligung geknüpft sind: die Verlustlimiten, die ein Veranstalter verlangen muss, die Auszahlung nur auf ein Konto auf den eigenen Namen, die 26-Wochen-Frist für Sporttip-Gewinne — all das ist Schweizer Recht und nicht Hausregel.
Keine dieser Regeln ist international. Keine gilt für eine Seite, die in Curaçao oder Malta registriert ist. Das ist keine Wertung, sondern der Aufbau der Sache.
Sportuna
Sportuna ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig. Eine Bewilligung ist, wie berichtet, nicht festgestellt, und das bedeutet: keine Wirkung nach Schweizer Recht.
Wer diese Seite liest und einen Anbieter sucht, der ihm die grösste Auswahl und die höchsten Quoten anbietet, wird bei diesen acht möglicherweise fündig. Die höchste Quote ist keine Eigenschaft, die eine Bewilligung ersetzt, und sie ist auch kein Merkmal, das über die Zuverlässigkeit eines Anbieters etwas sagt. Sie ist eine Zahl, die ein Anbieter selbst festlegt.
Die Schweizer Kreuzung dieser Frage ist eindeutig: bewilligt bei zwei, nicht bewilligt bei allen anderen, und die Grenze ist eine Rechtsgrenze und keine Geschmacksgrenze.
Häufige Fragen zu Quoten bei Sportwetten
Wie funktionieren Dezimalquoten, und was bedeutet eine Quote von 2.10?
Eine Dezimalquote gibt an, wie oft der Einsatz im Gewinnfall zurückkommt, Einsatz inbegriffen. 2.10 bedeutet: CHF 100 Einsatz ergeben CHF 210 zurück, davon CHF 110 Gewinn. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Wie werden Quoten berechnet, und welche Rolle spielt die Marge?
Der Veranstalter schätzt die Wahrscheinlichkeit, rechnet sie in einen Kehrwert um und zieht seinen Anteil ab. In einem Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten liegen rund 94,7 % der Einsätze im Quotenschlüssel, die Marge beträgt also etwa 5,3 %. Bezahlt wird sie von jedem Wettenden — einfach dadurch, dass er die Wette abschliesst.
Wie wird aus Einsatz und Quote der Gewinn berechnet, und wie wird er gerundet?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Fünf-Rappen-Geld ist der Effekt klein, aber er geht immer in dieselbe Richtung: zu Gunsten der Veranstalterin.
Wie entsteht bei einer Kombiwette die Gesamtquote?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Voraussagen mit je 2.00 ergeben 8.00. Das Multiplizieren macht die Quote gross und die Anzahl der möglichen Fehler grösser: Jede Voraussage muss aufgehen, und ein einziger Fehler setzt die ganze Kombination auf null. Fällt eine Voraussage aus, zählt sie mit 1.00.
Welcher Anbieter hat die besten Quoten, und warum lässt sich das nicht allgemein beantworten?
In der Schweiz bieten nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten an, und ihre Vertragsgebiete überschneiden sich nicht: Zürich kann nicht zu Jouez Sport, Genf nicht zu Sporttip. Ein Vergleich der Quoten findet deshalb in neun Fällen von zehn unter nur einem verfügbaren Anbieter statt. Unter ausländischen Anbietern sind Quoten kein Grund, die fehlende Bewilligung zu übersehen.
Was ändert sich, wenn Quoten bei Livewetten schwanken, und welche Quote gilt beim Abschluss der Wette?
Livewetten weisen ständig neue Quoten aus, und die Änderung markiert die Bewegung im Spiel. Es gilt die Quote, die im Moment des Abschlusses auf dem Wettschein steht. Bei Sporttip zählt eine Wette nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs mit 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit 1.00 werten. Bezahlt wird nach den Regeln des Veranstalters, nicht nach dem, was auf dem Bildschirm stand.
Quoten – korbballtipps
Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»
