Eine Wettseite für alles gibt es in der Schweiz nicht – aber zwei, die das meiste abdecken

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Tautropfen glitzern auf dem Netz eines Tores am Rand eines Trainingsplatzes im ersten Morgenlicht.

Wer heute nach einer einzigen Wettseite sucht, auf der Fussball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball und am besten noch Mixed Martial Arts mit jeder denkbaren Wettart liegen, landet schnell bei einer Liste ausländischer Portale. Die zweite Suchanfrage lautet dann meist, ob das in der Schweiz überhaupt erlaubt ist. Beide Fragen haben eine Antwort, und die zweite ist die unangenehmere: Sportwetten dürfen in diesem Land ausschliesslich zwei Veranstalter anbieten — Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Nicht drei, nicht zehn, zwei. Wer sich vor der ersten Wette Verlustlimiten setzen muss, wer bei einer freiwilligen Sperre in einem schweizweiten Register landet und wer beim Auszahlen auf ein Konto mit dem eigenen Namen angewiesen ist — das alles hängt an einem einzigen Umstand, nämlich daran, ob die Seite auf Schweizer Boden eine Bewilligung hat oder nicht. Genau dort verläuft die Trennlinie, die dieser Text zieht, und zwar ohne die eine Seite zu verkaufen und ohne die andere zu dramatisieren.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht stützen sich auf die Informationen der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht, sowie auf die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden Schweizer Veranstalter.

Was die Limiten kosten, bevor der erste Einsatz fällt

Der erste Kontakt mit einem Schweizer Wettkonto ist kein Wettangebot, sondern ein Formular. Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer also im Januar grosszügig war und im März merkt, dass die Limite zu eng sitzt, wartet drei Tage — nicht auf die Prüfung eines Sachbearbeiters, sondern auf die Frist, die der Anbieter in seinen eigenen Bedingungen vorsieht. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.

Eine Uferpromenade an einem Schweizer See liegt am frühen Morgen leer da, am anderen Ufer ragen Berge auf.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Das ist keine Beratung, das ist eine Türklinke. Sie sitzt vor dem Wettprogramm, und sie lässt sich nicht wegdiskutieren. In der Praxis ist das der wirksamste Spielerschutz, den ein Schweizer Konto hat: Nicht weil die Zahl besonders niedrig wäre — CHF 9’999 in 30 Tagen ist für die meisten Haushalte mehr, als sie je einsetzen würden —, sondern weil die Limite vor dem Spiel gesetzt wird und nicht in der 78. Minute eines Spiels, in dem eine Mannschaft zwei Tore hinten liegt. Wer ohne Limite spielt, entscheidet in genau der Verfassung, in der Menschen erfahrungsgemäss schlecht entscheiden.

*Hinweis: An dieser Stelle steht im gerenderten Artikel das Bild wettseite-für-alles-grundlag mit der Bildunterschrift zu den Limiten (reguläre Spielzeit inklusive Nachspielzeit).*

Die zweite Stufe ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und diese Sperre fällt nicht vor Ablauf der Frist — niemand hebt sie auf Zuruf auf. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich einmal unbefristet gesperrt hat, kommt also nicht am nächsten Tag mit einem neuen Konto zurück; das Register steht über den einzelnen Anbietern. Eine freiwillige Sperre lässt sich nach der gesetzlichen Ordnung erst nach drei Monaten wieder lösen, und daran ist ein Fachgremium beteiligt.

Konten sind an Personen gebunden. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das klingt nach Aufwand, und es ist Aufwand. Es ist zugleich der Grund, warum ein gesperrter Mensch hier tatsächlich draussen bleibt und nicht einfach unter anderem Namen weitermacht.

Wo der Schutz endet: richtig, aber nur hier

Alle diese Instrumente greifen bei Schweizer Veranstaltern. Auf einer ausländischen Seite fehlt dieser Schutz — oder es gelten fremde Regeln, die niemand in Bern gesetzt hat. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Der praktische Kern ist ein Register: Die unbefristete Spielsperre gilt länderübergreifend über die Schweizer Anbieter und Casinos hinweg, aber eine ausländische Wettseite ist nicht an dieses Register angeschlossen. Wer sich dort anmeldet, meldet sich an einem Ort an, den die eigene Sperre nicht erreicht.

Was folgt daraus konkret? Wer die Limiten und die Sperre als Teil seines eigenen Schutzes versteht, findet sie ausschliesslich bei Sporttip und Jouez Sport. Wer sie als lästige Formalie versteht, wird sie bei einem Portal ohne Schweizer Bewilligung nicht finden — und wird dort auch keinen Schweizer Ansprechpartner finden, wenn eine Auszahlung hängt. Das ist keine Kritik an einzelnen Anbietern, sondern eine Beschreibung der Zuständigkeit: Auf einer Seite ohne Bewilligung fehlt nicht nur ein Zertifikat, es fehlt die Stelle, die eine Beschwerde überhaupt entgegennimmt.

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Aufsicht hat 2025 bei Testkäufen an Verkaufsstellen allerdings vorgeführt, wie weit Papier und Praxis auseinanderliegen können: In 47,5 Prozent von 200 Fällen wurde einer minderjährigen Person an einem Verkaufspunkt eine Sportwette verkauft. Man soll den Schutz an Verkaufsstellen deshalb nicht als streng darstellen. Am Bildschirm sitzt er woanders — in der Ausweiskontrolle bei der Registrierung und im Register, nicht in der Diskretion einer Ladenkasse.

*Hinweis: Hier erscheint im gerenderten Artikel das Bild wettseite-für-alles-rechtsla mit der Bildunterschrift zu den Verlustlimiten und der Altersgrenze.*

Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Diese Regel schliesst eine ganze Gruppe von Interessierten aus — Spielerinnen und Spieler, Schiedsrichter, Betreuer. Sie ist konsequent, aber sie bedeutet, dass ein aktiver Handballer in der dritten Liga nicht auf das eigene Spiel setzen kann und auch nicht auf die eigene Liga, soweit er daran beteiligt ist. Wer sein Umfeld kennt, weiss, warum.

Was Gratisguthaben wirklich verlangen

Auf Gratisspielguthaben und Freispiele — wie auch immer ein Anbieter sie nennt — hat sich die Schweizer Regulierung etwas ausgedacht, das manchem Marketingverantwortlichen die Laune verdirbt: Solche Aktionen brauchen vorab die Zustimmung der Aufsicht. Das ist der Grund, warum die Aktionen der beiden zugelassenen Veranstalter klein ausfallen und an Bedingungen geknüpft sind. Die Aufsicht hat im Jahr 2025 genau 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Eine Zahl, die man sich kurz vor Augen halten sollte, wenn ein Portal mit einem «100 % Bonus» winkt.

Wer jetzt «100 % Bonus» liest und an Gratisgeld denkt, sollte den Satz zu Ende lesen. Bei Schweizer Veranstaltern bedeutet ein Gratisguthaben in erster Linie Gratisspielguthaben — und das ist, wie die Auszahlungsregeln zeigen, nicht in jedem Fall auszahlbar. Der Gewinn aus einer Promotion kann also auf dem Konto stehen und trotzdem nicht auf das Bankkonto wandern. Der Unterschied zwischen Gratisspielguthaben und einer Gratiswette ist deshalb kein Detail für Juristen, sondern der Unterschied zwischen «ich habe etwas» und «ich habe etwas, das ich behalten darf».

Sporttip kennt daneben zwei Formen, die den möglichen Gewinn erhöhen, ohne den Einsatz zu ersetzen. Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und bei Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt dann 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Man sieht, wie der Anbieter rechnet: Vier Voraussagen mit einer Mindestquote sind ein Angebot an die breite Masse, fünfzehn sind eine Wette auf die kleine Gruppe, die es ernst meint und trotzdem statistisch selten aufgeht.

Quoten- und Profitboosts gelten bei Sporttip nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Und: Wer die Wette per Cash-Out schliesst, verliert den Boost. Das ist die eine Bedingung, die man garantiert überliest — der Booster wird beworben, das Verfallen beim Cash-Out steht in den Bedingungen.

Was am Ende auf dem Konto landet, folgt einer einfachen Formel: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Zwei Rundungen, dieselbe Richtung: Der Betrag wird nicht grosszügig gerundet. Dass die Kombinationsquote das Produkt der Einzelquoten ist, ist übrigens der ganze Mechanismus hinter dem Versprechen endloser Kombinationen — die Quote wächst multiplikativ, und damit wächst die Chance, dass eine einzige Voraussage das Ganze zerlegt.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Auch das ist eine Folge, die man kennen sollte: Eine Wette, die niemand hätte annehmen dürfen, wird nicht einfach ausgezahlt, sie wird rückabgewickelt.

Der eigene Markt als Massstab

Wie viel ein Anbieter von jedem Einsatz behält, steht in keiner Werbung. Der Quotenschlüssel — marktüblich auch Auszahlungsquote genannt — sagt, welchen Anteil aller Einsätze auf einem Markt ein Buchhalter zurückzahlt; die Marge ist 100 Prozent minus diesen Schlüssel. Für einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je Quote 1.90 rechnen wir nach, was das bedeutet: 1 geteilt durch 1.90 ergibt rund 0,5263, zweimal genommen rund 1,0526. Der Kehrwert davon, 1 geteilt durch 1,0526, liegt bei etwa 0,95 — ein Quotenschlüssel von rund 95 Prozent und damit eine Marge von ungefähr 5 Prozent. Bei Quote 1.90 auf beiden Seiten behält der Anbieter also rund fünf Rappen von jedem Franken. Das ist eine Spanne, keine feste Zahl: Sie hängt an den beiden Quoten, und die Quoten dieses Beispiels sind eine Rechnung, kein quotiertes Angebot. Wer die tatsächliche Marge prüfen will, addiert vor der Wette die Kehrwerte der angezeigten Quoten aller Ausgänge eines Marktes und zieht das Ergebnis von eins ab. Bei drei Ausgängen ist das eine Addition mehr, der Gedanke bleibt derselbe.

Diese Marge ist der Preis, den jeder Wettende bei jeder Wette zahlt, unabhängig davon, ob die Wette gewinnt. Bei einem Umsatz von CHF 10’000 auf solchen Märkten liegt der durchschnittliche Ertrag der Buchhaltung in der Grössenordnung von CHF 500 — nicht, weil ein einzelner Tipp verloren geht, sondern weil die Quoten so gesetzt sind, dass es über viele Wetten hinweg aufgeht. Genau deshalb kann ein Bonus, der 100 Prozent auf den Gewinn verspricht, aus Sicht des Anbieters kalkuliert sein: Er verändert die Marge nicht, er verändert lediglich, wen sie trifft.

Neben diesem Rechenwerk steht ein sehr nüchternes Instrument: der Steuerfreibetrag. Gewinne aus in der Schweiz bewilligten Grossspielen — die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der bundesrechtliche Schwellenwert liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Schwellenwert weicht ab, deshalb hier bewusst kein Kantonswert. Wer darüber liegt, für den behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für normale Wetten gilt: kein Steuerabzug, keine Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht — wer eine behauptet, verkauft entweder etwas oder kennt das Modell nicht. Die Auskunft bleibt allgemein; im Zweifel hilft die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung.

Ein Unterschied, der bei ausländischen Anbietern regelmässig unter den Tisch fällt: Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis kann sie trotzdem als Einkommen erfassen — für den Kanton Thurgau ist genau das belegt, und zwar unabhängig von der Höhe des Betrags. Der Steuervorteil, der auf den ersten Blick bei einer Seite ohne Schweizer Bewilligung liegt, kann sich also in der Steuererklärung umdrehen. Wieder eine Frage der Zuständigkeit, nicht der Moral.

Die zehn Seiten, an denen sich das prüfen lässt

Die folgende Übersicht stellt die beiden Schweizer Veranstalter und die ausländischen Seiten einander gegenüber, letztere ausdrücklich als Seiten ohne Schweizer Bewilligung. Die Reihenfolge ist die des Vergleichs, nicht eines Rankings der Qualität: Zuerst die beiden, die hier eine Bewilligung haben, dann die Portale, auf die man beim Suchen trifft.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Vertragsgebiet Deutschschweiz plus Tessin und Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande; Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS
Interwetten nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung
Jackbit nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung
Rainbet nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung
MyStake nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung
22Bet nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung
BetPanda nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung
Betclic nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung
WirWetten nein — ohne Schweizer Bewilligung Schweizer Bewilligung nicht erteilt; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung

Die mittlere Spalte ist der Grund, warum diese Übersicht überhaupt eine Tabelle ist und keine Empfehlung. Ein Bewilligungsstatus lässt sich nicht in Punkte umrechnen, und er sagt nichts über die Benutzerführung einer Seite. Er entscheidet vier Dinge auf einmal: ob es ein Schweizer Spielerkonto im engeren Sinne ist, ob die selbst gesetzten Verlustlimiten etwas bewirken, ob die Sperre über das Register reicht und ob jemand in der Schweiz zuständig ist, wenn etwas schieflauf. Deshalb steht in der dritten Spalte bei acht Anbietern dieselbe Auskunft — nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil die Lage bei allen acht dieselbe ist. Wer eine ausländische Bewilligung vorweist, hat damit in der Schweiz nichts in der Hand. Die Aufsicht kann Domains ausländischer Anbieter auf die Sperrliste setzen, die Schweizer Telekommunikationsanbieter dann über DNS sperren; die Liste wird laufend ergänzt, und gesperrte Domains tauchen binnen Stunden unter neuen Namen wieder auf. Ein Verweis auf eine solche Seite ist deshalb kein Umweg, sondern ein Wettschein auf die Erreichbarkeit.

Was eine Seite für «alles» überhaupt liefern kann

Ein Suchbegriff wie «Wettseiten mit PayPal» oder «Bitcoin Wettseiten» beschreibt den Wunsch, alles an einem Ort zu haben — jede Sportart, jede Wettart und am liebsten noch die gewohnte Zahlungsmethode. In der Schweiz stösst dieser Wunsch an eine geschlossene Liste. Die Aufsicht führt die Autorisation: eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie dort stehen, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie gelistet sind. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Eckball- und Kartenmärkte finden sich nicht, und eine Esport-Sektion fehlt komplett. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Das ist der Punkt, an dem die Vorstellung von der «Wettseite für alles» platzt, und zwar nicht wegen Unfähigkeit eines Anbieters, sondern wegen einer Liste. Wer eine Plattform sucht, auf der auch exotische Ligen, Kuriositätenmärkte und elektronische Sportarten liegen, sucht eine Seite, die genau deshalb keine Schweizer Bewilligung hat. Wer das einmal verstanden hat, kann die Entscheidung Stellen, an denen sie hingehört: Was will ich eigentlich — die Gewissheit, dass eine Auszahlung auf dem eigenen Konto landet, oder die Vielfalt eines Angebots, das nach Schweizer Massstab so nie bewilligt würde?

Erlaubt ist ausschliesslich das Wetten auf Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Das ist nicht nur eine Geschmacksfrage: Zwischen einem Fussballergebnis und einer Abstimmung liegt ein Unterschied in der Prüfbarkeit, und der Regulator zieht die Grenze dort, wo ein Ergebnis einem Sportverband zuzuordnen ist. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, dort, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; eine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt eine Funktion jedes einzelnen Anbieters.

Sporttip kennt Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Auszahlungsbetrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn bei regulärem Ausgang, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden; angeboten werden muss Cash-Out nicht für alle Wetten. Der letzte Punkt ist der wichtigste und der unangenehmste — die Funktion, die das Vertrauen in eine Wette erhöhen soll, ist selbst nicht garantiert.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist keine Nebenbemerkung. Es bedeutet, dass eine Live-Wette in dem Moment, in dem sich das Spiel entscheidet, nicht mehr die Wette ist, die man abgegeben hat — der Einsatz kommt zurück, der Gewinn ist weg. Wer live wettet, wettet auf ein Fenster, und das Fenster schliesst sich schneller als die Übertragung zeigt.

Was als «reguläre Spielzeit» gilt, ist ebenfalls vertraglich festgelegt: die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Diesen Unterschied soll man vor der Wette prüfen und nicht danach, denn für Pokalspiele ändert er den Ausgang.

Zahlungswege und Auszahlungen

Wer sein Spielguthaben aufladen will, findet bei Swisslos etwa PostFinance Pay als Zahlungsart, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Gutschriften lassen sich alternativ per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, Letzteres ab einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur machbar, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Wer also kurz vor der Grenze steht, kann nicht aufrunden.

Auszahlungen laufen über Konten, die auf den eigenen Namen lauten: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Das sind drei Einschränkungen in einem Absatz, und jede von ihnen ist der Typ Bedingung, der in einer Bewertung fehlt und in der Praxis auffällt: zweimal kostenlos, dann drei Prozent; bis zehn Arbeitstage; und das Werbegeschenk bleibt auf dem Konto.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Konto gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es in diesem bewilligten Modell nicht, und Kredite an Spielende sind ausgeschlossen. Wer eine Seite sucht, auf der Einsätze auf Kredit oder auf eine unverifizierte Wallet laufen, wird bei dieser Auswahl nicht fündig — und findet bei den acht Portalen ohne Schweizer Bewilligung eine Umgebung, in der er über Zahlungen mit einem Anbieter verhandelt, für den keine Schweizer Stelle zuständig ist.

Gewinne verfallen: Wer einen Gewinn nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend macht, verliert ihn zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Beide Fristen sind kurz, die erste gemessen in Wochen für eine Handlung, die man vergisst, die zweite in Tagen für eine Handlung, die man nicht kennt.

Abgesagte Ereignisse haben eine eigene Regel: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Für Kombinationswetten heisst das: Der Ausfall eines Spiels reisst die Kombination nicht mit, senkt aber die Gesamtquote auf das Produkt der übrigen Voraussagen. Wer eine Zehnerkombination mit einem abgesagten Spiel spielt, spielt am Ende eine Neunerkombination mit einer Quote, die er vorher so nie gesehen hat.

Wetten lassen sich online bei Swisslos oder über die Sporttip-App für iOS und Android abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden. Der Papierweg ist also nicht verschwunden, er ist an den Bildschirm angeschlossen.

Wem hier was gehört, und wer aufpasst

Die Zuständigkeiten sind in diesem Markt das, was anderswo die Auswahl ist. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019), und die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern — nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Das ist der Grund, warum es keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter gibt: Es gibt keine. Die Aufsicht publiziert lediglich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reingewinn geht an öffentliche Zwecke in den Kantonen — 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Man kann über die Höhe dieser Summen diskutieren. Nicht diskutabel ist, wohin sie fliessen, weil das Geldspielgesetz es so vorsieht — und genau deshalb ist die Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel hier kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet werden kann. Beschreiben und bewerten ist erlaubt. Anpreisen nicht.

Geldspielhäuser und Sportwetten sind zwei verschiedene Bewilligungen mit zwei verschiedenen Regeln. Eine Casinolimite ist keine Wettlimite, und wer die Regelungen durcheinanderbringt, vergleicht Dinge, die nicht zusammengehören. Die Limiten im Sportwettenbereich setzt der Spielende selbst: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine feste staatliche Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht. Nach der gesetzlichen Ordnung wirkt eine Senkung sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Was auf dem Papier ein Tag ist, ist in der Praxis drei.

Die beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung

Swisslos Sporttip — zwei Drittel des Landes, ein Konto, das an den Wohnsitz gebunden ist

Sporttip ist das Produkt, mit dem Swisslos die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein bedient. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt von der Gespa. Das ist keine Formalie, die man in einem Werbeblock unterbringt: Sie ist der Grund, warum die Verlustlimiten überhaupt erzwungen werden, warum die Registrierung an einen hochgeladenen Ausweis gebunden ist und warum eine Auszahlung auf ein Konto mit dem eigenen Namen gehen muss. Wer in den Genuss der Schweizer Infrastruktur kommen will, kommt zu diesen Bedingungen — und zu der einen, die man am ehesten unterschätzt: Wer nicht im Vertragsgebiet wohnt, bekommt kein Konto.

Im Betrieb heisst das konkret: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Spanne von CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzelwette beschreibt eine Seite, die für breite Nutzung gebaut ist: Der Kleinsteinsatz ist bewusst niedrig, der Höchsteinsatz bewusst gedeckelt. Ein Systemwette-Limit von CHF 10’000 klingt hoch, verteilt sich aber auf viele Einzelwetten in einem Wettschein — ausgelebt wird es nur selten in voller Höhe. Wer daran stösst, hat kein technisches Problem, sondern ein Limit, das dem Wettschein und nicht dem Konto gilt.

Was das Fehlen von Eckball- und Kartenmärkten, von Esports und von Wetten auf Trainingsläufe kostet, ist schwerlich in Franken zu beziffern: Es kostet die Möglichkeit. Wer auf Karten und Ecken spielt, wer Esport-Szenen verfolgt, findet bei Sporttip kein Angebot. Man kann das als Verlust an Spannung lesen oder als Verzicht auf die Märkte, in denen am wenigsten geprüft werden kann, was eigentlich gerade passiert.

Rund um den Wettschein gibt es Werkzeuge, die mehr sind als Dekoration und weniger als eine Garantie. Cash-Out funktioniert nur online und nur vollständig — kein Teilausstieg, keine zweite Chance nach dem Klick. Der Kombiboost belohnt ab vier Voraussagen mit Mindestquote, aber nur online und nur bei Prematch, Live und Systemwetten. Der Quotenboost gilt nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und nur einmal pro Wettendem; wer während der Auszahlungsabwicklung per Cash-Out aussteigt, hat den Boost verloren. Und die Auszahlungswege sind klar begrenzt: zweimal im Jahr kostenlos, danach möglicherweise 3 Prozent, fünf bis zehn Arbeitstage Wartezeit. Wer sein Geld in drei Tagen braucht, merkt sich besser die Automatik für Gewinne über CHF 1’000.

Fazit: Sporttip führt vor, dass eine Schweizer Bewilligung mehr ist als eine Zulassungsnummer: Das enge Einzelwettenlimit und das Verfallen eines Boosts beim Cash-Out zeigen, dass die Grenzen hier vom Veranstalter gesetzt und nicht verhandelt werden.

Loterie Romande Jouez Sport — dasselbe Regelwerk, ein anderes Gebiet

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande, für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Auch hier ist die Bewilligung eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa. Wer in Genf wohnt und in Zürich arbeitet, hat zwei Schweizer Veranstalter, aber nur einen, bei dem ein Online-Konto tatsächlich für seinen Wohnsitz passt.

Die Loterie Romande ist im Westschweizer Alltag sichtbarer als ihre Bilanzzahlen: 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende, dazu eine Kontaktadresse an der Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne. Das ist kein Marketingdetail, sondern der Vertriebsweg — der Wettschein aus der Sporttip-App und der Wettschein aus der Westschweizer Verkaufsstelle sind zwei verschiedene Erfahrungen, und die zweite hat in der Romandie Tradition. Auch die Rahmenbedingungen sind die des Schweizer Modells: eine Bewilligung, ein Wohnsitzerfordernis, dasselbe Register für die Spielsperre.

Was für einen Vergleich zählt, ist die Grenze, die beide Veranstalter gemeinsam haben. Das Sportartenangebot ist keine Entscheidung des Hauses, sondern die geschlossene Liste der Aufsicht. Wer bei Jouez Sport einen Markt findet, den Sporttip nicht anbietet, findet ihn nicht, weil die Romandie liberaler wäre, sondern weil der Veranstalter sich für diesen erlaubten Markt entschieden hat. Diese Unterscheidung ist nützlich, weil sie vor der falschen Erwartung schützt: Zwei Schweizer Veranstalter bedeuten zwei Angebote, aber nicht zwei Systeme.

Fazit: Der Unterschied zu Sporttip liegt im Vertriebsweg — wer seine Wette an einer Verkaufsstelle abschliessen will, findet in der Westschweiz eine Infrastruktur, die für das Schweizer Publikum dieser Grösse ihresgleichen hat. Das Angebotsspektrum hingegen bestimmt die Aufsicht.

Die ausländischen Portale, die im Vergleich auftauchen

Alle acht Seiten, die unter Sporttip und Jouez Sport folgen, haben eines gemeinsam: keine Schweizer Bewilligung. Wer dort spielt, organisiert sein Verhältnis zu einem Anbieter, für den in der Schweiz keine Aufsichtsbehörde zuständig ist. Eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung, und ob es eine gibt, ist nicht festgestellt. Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung fehlen ebenso wie der Anschluss an das Schweizer Sperrregister. Daraus folgt dreierlei: kein Schweizer Ansprechpartner bei Problemen, kein Registereintrag, der einen aus eigener Entscheidung getroffenen Sperrwillen bis dorthin trägt, und die Möglichkeit, dass die Aufsicht die Domains auf die Sperrliste setzt und Schweizer Telekommunikationsanbieter sie über DNS sperren. Ein Portal, das man in einer Woche nicht mehr erreicht, ist insofern kein Portal, bei dem man Strategien über Monate aufbaut.

Interwetten — die Grösse, die auf der Sperrliste genannt wird

Interwetten ist eine der Namen, die die Aufsicht selbst als Beispiel für Domain-Hopping nennt: Gesperrte Domains tauchen binnen Stunden unter neuen Adressen wieder auf, und die Aufsicht nennt diesen Anbieter dabei neben Bet-at-Home; auch bet365 wird als auf der Liste geführt genannt. Wer ein grosses ausländisches Brand wählt, wählt damit nicht Sicherheit, sondern Bekanntheit — und Bekanntheit hat für die Sperrpraxis keine Bedeutung. Die Marke ist in der Deutschschweizer Wettgeschichte präsent, seit es Sporttip in dieser Form noch nicht gab, und genau diese Vertrautheit ist der Punkt: Ein Name, den man seit Jahren kennt, fühlt sich an wie eine Institution. Eine Aufsichtszuständigkeit entsteht daraus nicht.

Fazit: Der Fall zeigt, wohin Vertrautheit führt — die Erreichbarkeit ist hier eine Frage der Domain, nicht der Marke.

Jackbit — ein Konto, das von keinem Register in der Schweiz erfasst wird

Jackbit kommt aus dem Bereich der Krypto-Wettangebote, in denen Ein- und Auszahlungen traditionell ohne das Ausweispapier auskommen, das bei Swisslos zwingend ist. Das ist genau der Punkt, an dem die Schutzwirkung der Schweizer Bestimmungen endet. Wer sich bei Swisslos unbefristet sperren lässt, wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für Liechtenstein gilt. Ein Anbieter ohne Anschluss an dieses Register kennt diese Sperre nicht, und es gibt keine Stelle, die ihm das nahelegt. Für Spielende, die ihre Limiten selbst nicht mehr im Griff haben, ist das der schlechteste denkbare Ausgangspunkt.

Fazit: Die fehlende Registeranbindung ist hier kein Formfehler, sondern der eigentliche Unterschied zu jedem bewilligten Konto.

Rainbet — Vielfalt, die an keiner Schweizer Stelle geprüft wird

Rainbet steht für Portale, deren Angebot gerade die Märkte umfasst, die in der geschlossenen Liste fehlen. Wer Karten, Ecken oder Esports sucht, findet dort, was in der Schweiz nicht bewilligt würde. Das ist ein reeller Vorteil für einen bestimmten Typ Wettendem: Wer Kuriositätenmärkte mit kleinen Einsätzen spielt und das Geld ohnehin als Unterhaltungsausgabe verbucht, hat dort mehr Abwechslung. Der Preis dafür ist die Umgebung — keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Recours. Wer in der Schweiz wohnt und hier eine unbefristete Spielsperre eingetragen hat, kann sich bei einem solchen Portal trotzdem registrieren.

Fazit: Wer Unterhaltung sucht und die fehlende Zuständigkeit als Teil des Preises akzeptiert, findet hier Abwechslung; wer ein Konto mit Limiten und Registeranschluss will, findet hier nichts davon.

MyStake — der Anbieter, bei dem das Spielerkonto vor allem eine Kontoeröffnung ist

MyStake gehört zu den Portalen, die neben Sport auch Casinoinhalte führen. Diese Mischung verändert den Charakter des Kontos: Wer aus Gewohnheit dort landet, trifft auf ein Umfeld, in dem Wetten und Casino dieselbe Wallet teilen. Genau das ist die Konstellation, für die die Schweizer Trennung von Bewilligungen existiert — Casinolimiten und Wettlimiten sind nicht dieselben, und ein Konto, das beides führt, verwischt die Grenze im Kopf. Bei Swisslos wäre eine Casino-Sperre auch für das Casino einschlägig und nicht für die Sportwette, weil es zwei verschiedene Bewilligungen sind.

Fazit: Der eigentliche Kostenpunkt ist die Vermischung — ein gemeinsames Guthaben für Sport und Casino macht aus einer einzelnen Wette schneller etwas anderes, als den meisten bewusst ist.

22Bet — der Umfang, für den es hier keine Vergleichsgrundlage gibt

22Bet wird bei Suchanfragen nach «Wettseiten alle» regelmässig genannt, weil der Umfang der dort geführten Sportarten und Ligen dem Wunsch nach der einen Seite für alles am nächsten kommt. Nach Schweizer Massstab ist genau diese Breite das Kennzeichen einer Seite ohne Bewilligung. Der Vergleich lässt sich insofern nicht führen: Was der Anbieter an Inhalten zeigt, lässt sich nicht gegen eine geschlossene Liste stellen, die eine ganz andere Frage beantwortet. Für Wettende, die in der Schweiz Limiten und Registeranschluss suchen, ist ein solcher Name keine Option — er ist ein Beispiel dafür, warum es die Limiten gibt.

Eine Wanduhr hängt in einem ruhigen Büro, davor ein aufgeräumter Tisch mit einer Pflanze.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit.

Fazit: Die Breite, die hier als Argument verkauft wird, ist aus Schweizer Sicht die Begründung für die Bewilligungspflicht.

BetPanda — die Krypto-Nähe, die bei der Steuererklärung ankommt

BetPanda gehört zu den Portalen, die Krypto-Zahlungswege betonen. Bei Gewinnen aus solchen Anbietern greift keine Verrechnungssteuer, weil diese nur auf in der Schweiz bewilligte Grossspiele erhoben wird. Das klingt im ersten Moment nach einem Vorteil, ist aber nur die eine Hälfte der Regel: Die kantonale Steuerpraxis kann Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig als Einkommen erfassen, wie es für den Kanton Thurgau belegt ist, und zwar unabhängig von der Höhe. Wer die Steuerfreiheit bis CHF 1’071’000 bei Schweizer Veranstaltern nutzen will, findet sie hier nicht.

Fazit: Der steuerlich bestehende Vorteil kann sich in der Deklaration umkehren — ein Rechnungspunkt, den keine Willkommensseite erwähnt.

Betclic — die etablierte Marke, die in der Schweiz niemand beaufsichtigt

Betclic ist in mehreren europäischen Märkten ein etablierter Name mit langjähriger Sportwetterfahrung. Diese Erfahrung hilft in der Schweiz nicht weiter, weil die Zuständigkeit fehlt: Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung, gleichgültig wie seriös der Anbieter in seinem Heimatmarkt auftritt. Wer sich für ein solches Portal entscheidet, entscheidet sich für die Kompetenz des Anbieters und gegen die Prüfung durch eine Schweizer Stelle — zwei Dinge, die sich nicht gegenseitig ersetzen.

Fazit: Etablierte Grösse und Schweizer Zuständigkeit sind zwei verschiedene Währungen, und eine lässt sich nicht in die andere wechseln.

WirWetten — der deutsche Name, der an der Grenze nicht weiterhilft

WirWetten ist ein Anbieter mit deutschsprachiger Oberfläche, was in der Deutschschweiz für Vertrautheit sorgt. Genau diese Vertrautheit führt zu einer der häufigsten Fehlannahmen: dass eine Seite mit deutscher Sprache, deutschen AGB und deutscher Anmutung auch in der Schweiz etwas zu sagen hätte. Eine Bewilligung eines anderen Staates gilt nur dort. Für Schweizer Wettende heisst das, dass jede Frage nach Limiten, Registrierung und Spielsperre an einer Stelle entschieden wird, die keinen Schweizer Wohnsitz zur Voraussetzung macht.

Fazit: Die Sprache erzeugt Nähe, die Bewilligung fehlt trotzdem — ein Name, der in der Schweiz nur nach Vertrautheit klingt.

Wem diese Seite gehört — und welche

Wer eine Wettseite für alles sucht, wird in der Schweiz nicht fündig, und das ist keine Lücke im Angebot, sondern die Bauweise des Systems. Zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten, ein Wohnsitzerfordernis und ein Register, das bei einer selbst gewählten Sperre auch die Casinos einschliesst. Wer maximales Angebot sucht, findet es bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung; wer Schweizer Limiten, Registeranschluss und einen Zuständigen sucht, findet es bei zwei Anbietern, deren Angebot per Bewilligung begrenzt ist. Beides lässt sich nicht gleichzeitig haben. Der Rest ist eine Entscheidung darüber, welche Konsequenz man im Zweifel lieber trägt.

Häufige Fragen zu Wettseiten in der Schweiz

Gibt es eine Schweizer Wettseite, die jede Sportart abdeckt?

Nein. Sportwetten dürfen hier nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport anbieten, und beide sind an die geschlossene Liste der Aufsicht für Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten gebunden. Diese Liste enthält unter anderem keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion, sodass selbst die bewilligten Seiten bewusst nicht alles abdecken.

Welche Veranstalter dürfen Sportwetten für Kundschaft in der Schweiz anbieten?

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jeder beschränkt sein Online-Angebot auf sein Gebiet: Swisslos auf die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande auf Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis.

Was heisst es, wenn eine ausländische Wettseite auf der Sperrliste der Gespa steht?

Die Aufsicht veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter über DNS sperren. Steht eine Domain darauf, ist die Seite in der Schweiz nicht mehr erreichbar. Anbieter wechseln daraufhin binnen Stunden die Domain, sodass ein neuer Name in der Regel bereits nach kurzer Zeit auftaucht.

Wer bestimmt, welche Sportarten und Wettarten bei den Schweizer Veranstaltern erlaubt sind?

Nicht der Veranstalter, sondern die Aufsicht: Sie führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur zulässig, wenn sie dort stehen, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen.

Wie funktionieren Livewetten und Cash-out bei den zugelassenen Veranstaltern?

Livewetten sind vor und während des Spiels erlaubt, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; bei Sporttip zählt eine Wette, die nach dem Eintreffen des Ausgangs platziert wird, mit Quote 1.00. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern eine Funktion jedes Anbieters: Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, online, nur vollständig und ohne Garantie für jeden Markt.

Auf welches Konto werden Gewinne ausgezahlt, und welche Kosten können anfallen?

Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers lautet; anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es nicht. Bei Swisslos sind die ersten zwei Auszahlungen binnen 365 Tagen gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen, und die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»