Über/Unter-Wetten verstehen: die Linie, die Marge und der enge Rahmen in der Schweiz

Updated Oktober 2026
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Ein Torpfosten mit Latte steht aus der Ferne vor grauem Himmel auf einer Wiese.

Unter einer Über-/Unter-Wette versteht man eine Wette darauf, ob die Gesamtsumme eines Ereignisses über oder unter einem festgelegten Wert endet — ob also mehr oder weniger Tore fallen als die Linie vorgibt. Gewettet wird nicht auf den Sieger, sondern auf eine Zahl. Das klingt harmlos und ist es auch, bis man auf die Details schaut: Wer in der Schweiz auf Tore oder Punkte setzen will, hat genau zwei Adressen, und beide geben Linien, Einsatzgrenzen und Auszahlungszeiten selbst vor.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Datenstand: Oktober 29, 2026; die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen die Veröffentlichungen der Gespa und der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen abgeglichen.

Wie Über-/Unter-Wetten funktionieren und wann die Linie entscheidet

Die Über-/Unter-Wette — im Wettprogramm oft als «Über/Unter Tore» oder «Gesamtsumme» geführt — setzt auf die Summe aller erzielten Tore oder Punkte beider Mannschaften. Zur Wahl stehen zwei Seiten, Über und Unter, und daneben eine Zahl, die Linie. Bei 2,5 Toren heisst Über: drei Tore oder mehr. Unter heisst: zwei Tore oder weniger. Bei einer ganzen Linie wie 3,0 heisst Über: vier Tore und mehr; Unter: zwei Tore und weniger; bei genau drei Toren entscheidet die Regel, die der Veranstalter für diesen Fall in seinem Programm festhält.

Ein Feldweg führt bei Sonnenaufgang zwischen Wiesen auf ein Waldstück zu.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Nimmt man die Summe der erzielten Tore oder Punkte, reicht das Spektrum von null bis zwei Toren bis hinauf zu hohen Ergebnissen. Diese Spanne ist der Kern des Marktes: Wer die Wette abgibt, muss einschätzen, ob das Spiel eng bleibt oder auseinanderläuft. Ein defensiv geführtes Spiel mit frühen Toren kippt die Einschätzung anders als ein offener Schlagabtausch.

Zwei Dinge werden dabei ständig verwechselt. Erstens die Linie mit der Quote: Die Linie ist die Zahl, um die es geht; die Quote ist der Preis, den der Veranstalter für eine Seite bezahlt. Zweitens die Quote mit der Wahrscheinlichkeit. Die Quote enthält bereits den Anteil, den der Veranstalter für sich einbehält, und macht sie damit systematisch kleiner als einen fairen Preis. Wer die Quote als Prognose liest, liest eine Rechnung als Vorhersage.

Der Gewinnbetrag folgt bei Sporttip einer schlichten Formel: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Der so errechnete Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist kein Detail für Buchhalter: Sie kostet bei jedem Gewinn ein paar Rappen, und bei vielen Wetten summiert sich das.

Interessant ist der Zeitpunkt, an dem eine Über-/Unter-Wette zu leben beginnt. In der regulären Spielzeit zählt bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Ein Tor in der 93. Minute fällt in die Wertung, ein Tor in der Verlängerung in der Regel nicht. Das ist die eine Regel, die den Ausgang am häufigsten kippt.

Was die beiden Schweizer Veranstalter unterscheidet und woher die Linien kommen

Die Schweiz hat ihren Sportwettenmarkt nicht geöffnet, sondern gedeckelt. Aufgrund der interkantonalen Regelung dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jeder bedient sein eigenes Gebiet. Ein Konto lässt sich online nur eröffnen, wenn man im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt.

Für einen Wettenden heisst das: Die Auswahl, die man aus dem Ausland kennt, existiert hier gar nicht. Wer nach der besten Quote auf Tore sucht, hat zwei Programme zur Auswahl statt zwanzig. Der Vergleich ist damit einfacher und langweiliger zugleich — und er verlagert sich auf die Frage, welche Spielarten, welche Limiten und welche Auszahlung man bekommt.

Linien, Overtime und die Marge: was Über/Unter-Wetten kosten

Halbe Linien, ganze Linien und asiatische Varianten

Bei einer halben Linie wie 2,5 kann die Summe nicht auf der Linie landen — es gibt für jeden Ausgang genau ein Ergebnis. Bei ganzen Linien wie 3,0 kann sie es, und dann greift die Regel des Veranstalters. Um diesen Zwischenfall zu entschärfen, gibt es vier Augenzahlen; viele Programme führen halbe, ganze und Viertellinien nebeneinander, teils als eigene Über-/Unter-Tipps mit anderer Bezeichnung.

Die asiatische Variante arbeitet mit Viertellinien und teilt den Einsatz rechnerisch zwischen zwei benachbarten Linien. Das ist eleganter als es klingt: Man verliert den halben Einsatz statt des ganzen, wenn die Summe knapp daneben liegt. Der Preis dafür ist, dass die Quote sinkt und die Entscheidung komplizierter wird. Wer rechnen kann, merkt: Die halbe Rückgabe ist nicht geschenkt, sie ist bezahlt.

Verlängerung und Overtime beim Basketball

Basketball ist die Sportart, in der die Über-/Unter-Linie am häufigsten Diskussionen auslöst, weil dort Overtime gespielt wird. Ein Spiel mit Gleichstand nach vierzig Minuten verlängert sich, und in der Verlängerung fallen in der Regel viele Punkte. Ob diese Punkte für die Wette zählen, hängt allein an der Angabe des Wettprogramms. Wer auf «Über» setzt und im Kopf schon die Verlängerung einrechnet, aber im Programm eine Wette auf die reguläre Zeit abgeschlossen hat, hat auf etwas anderes gesetzt als er glaubte. Diese Verwechslung ist teuer und vermeidbar.

Die Marge auf beiden Seiten

Der Quotenschlüssel und die Marge sind zwei Ansichten derselben Sache. Der Quotenschlüssel ist der Anteil, den ein Markt insgesamt an die Wettenden zurückzahlt; die Marge ist 100 Prozent minus diesen Anteil. Bei Sporttip wird der Schlüssel

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Die Rechtslage: Bewilligungen, Gespa-Liste und die Grenzen des Erlaubten

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, die nach dem Geldspielkonkordat seit dem 1. Januar 2021 arbeitet. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht die Adresse: Sie beaufsichtigt Casinos, und nur Casinos. Wer die beiden Behörden verwechselt, sucht am falschen Ort nach Auskunft.

Eine leere Holztribüne steht am Waldrand neben einem kleinen Sportplatz im Herbstlicht.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Ein Veranstalter braucht zwei Bewilligungen — die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung — und diese gelten nur in der Schweiz. Das ist kein Formfehler, sondern der Grund, warum ein ausländisches Angebot hier nichts gilt.

Wer darf, und für wen

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Ihre Bewilligung deckt Sportwetten als Grossspiel ab, beaufsichtigt von der Gespa.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Die beiden Gebiete sind strikt getrennt. Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus.

Die Gespa-Liste als geschlossener Katalog

Was überhaupt angeboten werden darf, steht nicht im Ermessen des Veranstalters, sondern in der Liste der von der Gespa bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Diese Liste ist abschliessend. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen ganz.

Ebenfalls nicht in der Liste: Eckball- und Kartenmärkte, und ein Esport-Abschnitt existiert nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Damit ist auch die Über-/Unter-Wette an die Liste gebunden: Nicht jedes Spiel, das man im Kopf hat, steht im Programm, und der Markt auf die Torsumme existiert nur dort, wo die Liste und das Wettprogramm ihn hergeben.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter dafür eine Entscheidung hat. Das Geldspielgesetz kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Ein Cash-Out ist dagegen nicht geregelt; er bleibt eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.

Wo die Grenzen für den Einzelnen verlaufen

Wetten sind ab 18 Jahren zugelassen; Minderjährige sind online nicht zugelassen. Ein Konto pro Person, mit geprüfter Identität. Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein gesetzlich fixierter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die Spielsperre ist der zweite Mechanismus. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt.

Steuern, Auszahlungen und das, was ein ausländisches Angebot nicht hat

Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; besteuert wird erst darüber. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400 — die kantonale Schwelle weicht davon ab, es gilt «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Ein typischer Wettender bleibt weit darunter und zahlt auf seinen Gewinn keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht.

Auszahlungen laufen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht; ein Kredit an Spielende ist ebenfalls ausgeschlossen. Gewinne aus dem Ausland unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, werden steuerlich aber anders behandelt: Die kantonale Praxis im Thurgau etwa erfasst Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles Einkommen, unabhängig von der Höhe.

Ausländische Veranstalter haben keine Bewilligung und damit in der Schweiz keine Geltung; sie sind nicht an das Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von den Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Die Sperrliste erscheint seit dem 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Blockierte Adressen tauchen innerhalb von Stunden unter neuer Domain wieder auf. Wer dort wettet, hat kein Schweizer Verfahren, auf das er sich stützen könnte.

Was Tore pro Spiel, Spielstil und Ausfälle über die Linie sagen — und was nicht

Auswertbare Grössen

Torzahlen schwanken, aber sie schwanken nicht regellos. Die Zahl der Tore pro Spiel einer Liga über eine Saison ist eine der stabilsten Grössen, die der Sport hergibt. Wer eine Mannschaft über zwanzig Spiele beobachtet, sieht, ob sie ihre Spiele eng hält oder auseinanderzieht. Der Spielstil trägt dazu bei: Eine Mannschaft, die hoch verteidigt, produziert andere Summen als eine, die sich hinten einigelt.

Auch das Wetter und die Ausfälle lassen sich auswerten. Ein Platz, der das Kombinationsspiel erschwert, drückt die Summe. Fehlt der Mittelstürmer, der die Hälfte der Tore erzielt hat, sinkt die erwartete Summe. Das sind keine Geheimnisse, und genau deshalb stecken sie längst in der Linie.

Die Linie denkt mit

Hier liegt die Unbequemlichkeit für jeden Über-/Unter-Tipp: Wer die Wette abgibt, muss einschätzen, ob das Spiel eng bleibt oder auseinanderläuft. Eine Vorhersage ist kein Sieg, sondern eine Schätzung ohne Gewissheit. Ein Spiel kann in der ersten halben Stunde drei Tore liefern und danach verflachen, und keine Vorbereitung fängt das ab.

Wer daraus folgert, dass Analyse sinnlos sei, zieht den falschen Schluss. Der richtige lautet: Analyse schlägt nicht die Linie, sie entscheidet, ob der angebotene Preis die eigene Einschätzung belohnt. Und jede Einschätzung bleibt eine Schätzung ohne Gewissheit. Ein Spiel kann in der ersten halben Stunde drei Tore liefern und danach verflachen, und keine Vorbereitung fängt das ab.

Der Abbruch und die Wiederholung

Die Regel, die viele übersehen: Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Bei einer Über-/Unter-Wette an einem Winterabend mit unbespielbarem Platz heisst das: kein Verlust, aber auch kein Gewinn, und im Multiple fehlt die verstärkende Wirkung der Quote.

Grenzen setzen, Pausen einlegen: was Live-Wetten an der Torsumme verlangen

Die Über-/Unter-Wette auf die Torsumme lädt zu schnellen Folgeeinsätzen ein, und im Livebereich ist das kein Nebeneffekt, sondern der Reiz des Formats. Ein Tor fällt, die Linie verschiebt sich, und wenige Sekunden später liegt ein neues Angebot auf dem Bildschirm. Wer in diesem Rhythmus bleibt, setzt nicht mehr auf seine Analyse, sondern auf den nächsten Impuls.

Biathlon nennen alle, wenn es schnell gehen soll. Basketball ist das gefährlichere Beispiel: Ein Spiel mit hoher Punktausbeute produziert im Minutentakt neue Linien, und jede Korrektur lädt zu einer neuen Wette ein. Die Summe der Einsätze eines Abends kann so ein Vielfaches dessen betragen, was man für eine einzelne Wette vorgesehen hatte.

Swisslos und die Loterie Romande stellen dafür Werkzeuge bereit, aber sie setzen sie nicht für einen ein. Verlustlimiten über 1, 7 und 30 Tage, eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30 Tage, eine Sperre von 1 bis 180 Tagen, eine unbefristete Sperre mit Eintrag ins schweizweite Register — das alles existiert und ist wirksam, sobald man es nutzt. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das ist die eine Asymmetrie, die zuverlässig auf der Seite des Wettenden arbeitet: Der Weg zurück ist verschlossen, wenn man ihn einmal zugemacht hat.

Zwei Hinweise, die man kennen sollte. Erstens: Eine Spielsperre im Register gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos. Man sperrt sich nicht aus einem Produkt, sondern aus dem Markt. Zweitens: Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Eine Wette, die trotzdem durchgeht, ist kein Glück.

Wer mit jemandem über sein Spielverhalten sprechen will, findet in der Schweiz kostenlose Beratung, und die Veranstalter nennen die Stellen in ihren Spielerschutz-Informationen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern die gleiche vernünftige Entscheidung wie die Verlustlimite vor dem ersten Einsatz.

Zehn Anbieter im Vergleich: Bewilligung, Einsatzgrenzen und was im Programm steht

Die folgende Übersicht ordnet die zugelassenen Veranstalter und die ausländischen Marken ein, die Schweizer beim Wetten antreffen. Die beiden Gruppen sind nicht dasselbe, und die Tabelle trennt sie nicht halbherzig: Bei den ersten zwei steht eine Schweizer Bewilligung, bei allen übrigen nicht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (Aufsicht: Gespa) Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (Aufsicht: Gespa) Loterie Romande, Lausanne
1xBet keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt
Donbet keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt
AmunRa keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt
Fezbet keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt
Pribet keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt
Cloudbet keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt
GG.BET keine Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz gültige Bewilligung bekannt

Die Spalte zur Bewilligung ist bei acht von zehn Zeilen leer im inhaltlichen Sinn: Es gibt nichts einzutragen, weil eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Geltung hat. Eine Bewilligung aus Curaçao oder Malta ist hier kein halbes Papier, sie ist gar keines. Genau das macht die Tabelle unangenehm ehrlich — bei diesen Marken steht nicht «geprüft», sondern die Abwesenheit eines Schweizer Titels.

Wichtiger als die Zahlen sind die Bedingungen, unter denen man im erlaubten Teil überhaupt spielen kann. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein Konto lässt sich nur mit mindestens 18 Jahren und Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet eröffnen; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Wer an einem Wettereignis als Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Diese Grössenordnungen erzählen mehr als jede Werbebotschaft. Bei Jouez Sport passen zwischen CHF 2 Mindesteinsatz und CHF 300’000 Höchstgewinn rund fünfzehn Verdopplungen — wer das mit einer Zehnerkombi versucht, landet nicht beim Höchstgewinn, sondern an der Quote von 100’000, die das Programm als Obergrenze führt.

Was die beiden Gruppen trennt, lässt sich in einem Satz sagen: Auf der einen Seite stehen volle Schweizer Vorgaben samt Sperrregister, Auszahlung auf das eigene Konto und Steuerfreiheit unterhalb des Freibetrags, auf der anderen Seite ein Programm ohne Schweizer Rechtsschutz. Das ist keine Warnung, sondern eine Beschreibung. Wer sich für die zweite Gruppe entscheidet, entscheidet sich gegen ein Verfahren, das er in der Schweiz nutzen könnte.

Die beiden bewilligten Veranstalter und acht ausländische Marken im Einzelnen

Sporttip: der Veranstalter mit dem dichtesten Regelwerk

Bewilligung und Veranstalter. Swisslos hält die Veranstalter- und die Spielbewilligung für Sportwetten als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt von der Gespa. Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel.

Produkt. Sporttip, mit einem Online-Konto für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet — die Deutschschweizer Kantone, der Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Einsätze und Wetten. Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Funktionen. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Cash-Out. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Settlement. Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Guthaben und Auszahlung. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos nennt PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Ausgezahlt wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Verfall. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Spielerschutz. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme, Oberlimite CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000; Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Dazu eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage und eine produktspezifische Selbstsperre von 1 bis 180 Tagen.

Fazit. Das Regelwerk ist das dichteste am Platz, und es arbeitet gegen den schnellen Einsatz. Die 72-Stunden-Sperre vor jeder Erhöhung, das nur vollständige Cash-Out und die 3-%-Kommission ab der dritten Auszahlung im Jahr sind keine Kosmetik: Wer sein Guthaben häufig hin und her schiebt, zahlt dafür, und wer im Livebereich die Limite hinaufsetzen will, kommt am selben Abend nicht durch.

Jouez Sport: das Westschweizer Pendant mit den niedrigeren Obergrenzen

Bewilligung und Veranstalter. Die Loterie Romande hält die Veranstalter- und die Spielbewilligung für Sportwetten als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa. Sie veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden.

Produkt. Jouez Sport, mit einem Online-Konto für Personen mit Wohnsitz im Gebiet der sechs Kantone. Wer in Zürich wohnt, kann dort kein Konto eröffnen — die Gebietsteilung ist keine Empfehlung, sondern die Bedingung.

Einsätze und Wetten. Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; Höchsteinsatz CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen.

Grenzen nach oben. Höchstgewinn CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Fazit. Ein Mindesteinsatz von CHF 2 macht kleine Einsätze unbequem, und CHF 500 Höchsteinsatz begrenzen den, der es ernst meint. Wer mit einem schmalen Budget arbeitet, zahlt dort proportional mehr für denselben Schein als in der Deutschschweiz; wer grosse Summen setzen will, stösst an eine Wand, die es bei Swisslos so nicht gibt.

1xBet: ohne Schweizer Bewilligung

Der Anbieter ist nicht bewilligt, unterliegt nicht dem Schweizer Recht und ist nicht an das Sperrregister angebunden. Eine für die Schweiz gültige Lizenz existiert nicht. Wer hier setzt, agiert ausserhalb der Schweizer Aufsicht; die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gelangen.

Donbet: ohne Schweizer Bewilligung

Wie bei vielen nicht bewilligten Anbietern fehlt eine Schweizer Bewilligung. Der Rechtsschutz des hiesigen Geldspielgesetzes greift nicht, und eine Anbindung an das Sperrregister existiert nicht. Gewinne aus solchen Angeboten werden steuerlich als Einkommen erfasst. Der Zugang kann durch die hiesigen Anbieter per DNS gesperrt werden.

AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung

Dieser Anbieter führt kein Schweizer Angebot. Es besteht keine Lizenz nach hiesigem Standard, kein Anschluss an das Spielersperrsystem und kein Schweizer Rechtsweg. Ein Casino-Permit aus dem Ausland ersetzt hier keine Wettbewilligung, da in der Schweiz das Gesetz die Veranstalter streng begrenzt.

Bruce Bet: ohne Schweizer Bewilligung

Der Anbieter ist ohne Bewilligung in der Schweiz aktiv. Er ist nicht Teil des Schweizer Sperrregisters, und es gilt kein Schweizer Rechtsschutz. Die Verfügbarkeit über eine ausländische URL ändert nichts an der fehlenden rechtlichen Grundlage. DNS-Sperren durch Schweizer Anbieter sind möglich.

Fezbet: ohne Schweizer Bewilligung

Kein Schweizer Titel, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko. Wer dort spielt, verzichtet auf die einzige Absicherung, die der Schweizer Markt bietet: ein Verfahren, das man anrufen kann.

Pribet: ohne Schweizer Bewilligung

Kein Schweizer Titel, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche DNS-Blockade. Die Verfügbarkeit solcher Marken ist kein Zeichen von Zulassung — die Sperrliste zeigt das Gegenteil, und blockierte Adressen tauchen unter neuer Domain wieder auf.

Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Ohne Schweizer Bewilligung ist dieser Anbieter in der Schweiz nicht als Wettveranstalter zugelassen. Es fehlt die Anbindung an die nationalen Schutzmechanismen, und der Rechtsweg nach hiesigem Geldspielgesetz ist nicht gegeben. Das Sperrlisten-Risiko besteht wie bei allen nicht lizenzierten Webseiten.

GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung

Ein Angebot ohne Schweizer Zulassung. Es gibt keine Verbindung zum Sperrregister und keinen Rechtsanspruch nach Schweizer Geldspielgesetz. Das Risiko einer DNS-Blockade durch Schweizer Provider ist gegeben. Die Verfügbarkeit ist kein Beleg für eine inländische Erlaubnis; die Gespa-Sperrliste bestätigt das Gegenteil.

Was eine Über-/Unter-Wette bei einer Quote von 1.90 je Seite kostet

Rechnen wir an einem Beispiel, das keine gestellte Quote ist, sondern eine Rechnung: ein Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten. Der Quotenschlüssel ergibt sich aus 1 geteilt durch 1.90 plus 1 geteilt durch 1.90, also 1.0526, und der Kehrwert davon liegt bei 95,0 %. Die Marge ist damit 100 % minus 95,0 %, also 5,0 %. Bei einem Einsatz von CHF 10 auf eine Seite zahlt eine gewonnene Wette CHF 19 aus; bei 100 Wetten zu je CHF 10 wandern CHF 1’000 durch den Markt, und im Durchschnitt bleiben davon rund CHF 50 beim Veranstalter — die Verteilung der Ergebnisse um diesen Wert herum macht den Unterschied für den Einzelnen.

Bei einem Programm, das schon etwas Marge genommen hat, wandert der Spielraum. Notiert ein Markt Innenseiter und Aussenseiter an, gibt es bei jedem Markt eine Grenze, unterhalb derer sich der Vergleich mit dem anderen Programm erübrigt.

Häufige Fragen zu Über-/Unter-Wetten

Wie funktioniert eine Über-/Unter-Wette, und was bedeutet die Linie?

Die Linie ist die Grenze, um die sich alles dreht. Bei 2,5 Toren gewinnt Über ab drei Toren, Unter bis zwei. Bei einer ganzen Linie wie 3,0 entscheidet bei genau drei Toren die Regel im Wettprogramm. Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet.

Was passiert, wenn die Gesamtzahl genau auf der Linie landet?

Das hängt an der Linie und am Programm. Bei einer halben Linie gibt es diesen Fall nicht, weil die Summe keine halbe Zahl ist. Bei einer ganzen Linie — etwa 3,0 — trifft er ein, und dann greift die Regel, die der Veranstalter für den Markt festhält. Vor dem Setzen steht sie im Programm, nicht danach.

Zählen Overtime und Penaltyschiessen zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Beim Basketball entscheidet die Angabe zum Spiel, ob die Overtime in die Punktesumme einfliesst. Genau dort entstehen die teuersten Missverständnisse.

Wie wird eine Über-/Unter-Wette bei Abbruch oder Absage behandelt?

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Ein verlorener Gewinn ist das nicht, ein gewonnener aber auch nicht — im Multiple fehlt die Verstärkung.

Sind Über-/Unter-Wetten bei Sporttip und Jouez Sport über die Gespa-Liste erlaubt?

Die Liste der von der Gespa bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten ist abschliessend, und der Markt auf die Torsumme besteht nur dort, wo die Liste und das Wettprogramm ihn hergeben. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind; Eckball- und Kartenmärkte fehlen ganz.

Wie lässt sich aus den Quoten die Marge bei Über und Unter berechnen?

Man summiert die Kehrwerte der Quoten beider Seiten. Bei 1.90 und 1.90 ergibt das 1.0526, der Kehrwert davon ist 95,0 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, hier 5,0 %, und sie steckt in beiden Quoten, bevor der erste Einsatz fällt.

Inhalt erstellt vom Team «korbballtipps»